Mittwoch, 17. Mai 2017

Sans culotte!

Schwarze Schuhe und Bollerbuchse (Hose (zu lang) mit Ziehharmonikafalten):
Fronleichnam auf dem Dorfe?

Mittwoch, 5. April 2017

"postfaktischer Wahlkampf" Folge 1

Vor Jahrzehnten buhlten die Parteien mit hohlsten Floskeln wie "Für Frieden und Freiheit" um die Gunst der Wähler. Man gab sich Mühe, auf den Plakaten sympathisch oder staatsmännisch zu wirken. Der Bürger wurde ermuntert, sich den großen Zielen zu verschreiben, für die die Parteien x oder y standen.
In diesem Jahr ist man wahrhaft "postfaktisch" unterwegs. Je nach Partei ist das entweder mit "realitätsfern, -fremd, -verneinend", "dummdreist gelogen" oder "für dumm verkaufend" zu übersetzen.
So wirbt eine in NRW als "arbeiteraffin"-verschriehene Partei mit ihren Erfolgen:
Zwei dunkelblonde Mädchen spielen fröhlich auf einem Schulhof.
Darunter lobt und preist sich die "Arbeiterpartei", was sie nicht alles für unsere lieben Kleinen tut.
Fragen:
1. Wieso ziehen die HauptvertreterInnen der bunten Republik, mit einem Bild an die Wahlkampffront, auf dem nur holde Maiden zu sehen sind?
2. Sind die ausländischen, zumeist mohammedanischen Kinder, die im Ruhrgebiet an mancher Schule über 70% der Schüler ausmachen, nicht dramatisch unterrepräsentiert?
Auf den Schulhöfen werden Kinder abgezockt. Eltern streichen die Klassenzimmer als Feierabendbrigaden. Die Schultoiletten sind nur noch als "Zustand" zu bezeichnen. Die Dächer sind marode, die Fenster undicht.
Das Schulgebäude ist auf dem Plakat auch nicht mehr im Fokus ...



Eine Dame um die 40, dunkelblond (sic!), sitzt an ihrem schmucken Computerarbeitsplatz, auf ihrem Schoß sitzt ein Hund, an der Wand neben dem Fenster lehnt ein Rennrad, im Hintergrund erkennt man einen Förderturm.
Darunter ein Hinweis auf die enorm gesunkene Arbeitslosigkeit im Lande.
1. Wieder eine Person weiblichen Geschlechtes.
2. Wieder dieselbe Haarfarbe.
3. Zum Hund: Welcher Arbeitgeber läßt das zu?
4. Das Fahrrad, das für das Ruhrgebiet untauglichste Fortbewegungsmittel überhaupt!
5. Wo früher hunderte Kumpel einfuhren, um das schwarze Gold zu fördern, sitzen heute ein paar Designer oder "Thinktanker" in schicken Bureaus herum. Die Fördertürme sind Kulisse für das gepflegte Gruseln in der Teepause. (Als hier alles noch laut, dreckig und staubig war.)
Wer mal die "Kulturerbe"-Areale verläßt und die drumherum lebenden Bürger wahrnimmt, wird viel Armut, Verwahrlosung, Hoffnungslosigkeit finden ...
Das mit den Arbeitslosenzahlen ist auch nur ein Zahlenspiel genauso wie mit dem Spruch über den gelungenen Strukturwandel
SPASS!

Und dann gibt es da noch dieses wunderschöne Plakat, wo ein älterer Mann lächelnd zwischen Kindern sitzt, die offensichtlich miteinander im Gespräch sind (hier könnte ein kleiner Mohammed dabei sein).
Das ist dermaßen praesmartphonisch-postfaktisch ...

Wer fällt denn auf soetwas rein?



Dienstag, 21. März 2017

... Meer sollte er heißen!

Am Abend dieses Tages möchte ich an Johann Sebastian Bach erinnern, der heute vor 332 Jahren das Licht der Welt erblickte. Auf "Bach über Bach" habe ich eine lesenwerte Zitatensammlung gefunden, in der sich neben so bekannte Dicta von Beethoven und Nietzsche auch solche von Pieck oder Einstein finden.








Mittwoch, 15. März 2017

Het Wilhelmus

Zum Tage eine Phantasie über das Wilhelmuslied von Jan Zwart (1877-1937) mit gesungenen (Gemeinde-) Strophen. An der Orgel hören Sie den talentierten Gert van Hoef, der weiß, wie man eine Gemeinde zum Singen bringt!



Donnerstag, 16. Februar 2017

Römisch Sibirien

Wer befreit mich von diesem Mann?
So die simple und verzweifelte Frage, die ein englischer König stellte. Im Mittelalter glaubte man noch an einfache Lösungen. So zogen denn vier muntere Recken des Königs aus, um den Erzbischof von Canterbury kurzerhand zu massakrieren. Aus Thomas Becket wurde in kürzester Zeit St. Thomas.
Einige Jahre später hat es auch noch einmal einen Kölner Bischof erwischt, aber das war eher eine Familienangelegenheit ...
Die Ergebnisse waren jedenfalls nie so, wie sie eigentlich gewünscht waren, die Folgen eher unerquicklich.

Wer befreit mich von diesem Mann?
Diese Frage stellte sich in der Geschichte immer wieder der eine oder andere in Bedrängnis geratene Herrscher und die Mittel wurden - bei allen Rückfällen ins Barbarische - mit den Jahrhunderten immer feiner.

Die feinste Methode hat sich auch als besonders erfolgreich erwiesen:
Der Gegner wird gebunden, sagen wir mit einem Posten, der zwar nach außen wichtig erscheint, aber nicht systemrelevant ist. Danach schickt man ihn unter lautesten Bezeugungen des Vertrauens und Wohlwollens auf ein klassisches Himmelfahrtskommando, sagen wir einmal z.B. als Gründer einer Kommission, die endlich mit den städtischen Pöstchenbesetzern bei den Nahverkehrsbetrieben im Ruhrgebiet aufräumt und die Fahrpläne sinnvoll koordiniert oder als Bauleiter für die Dauerbaustelle Flughafen Berlin. "Das schafft nur ein Mann mit solch herausragenden Fähigkeiten wie unser ..."
Spätestens nach einem Vierteljahr hat ihn die Presse abgewickelt und der zuvor Gefährdete kann mit dem Brustton tiefster Erschütterung seine Enttäuschung in Form eines Nachrufes in die Mikrophone heucheln.

Bei Kirchens arbeitet man (machtbewußt wie unsensibel) momentan befreiungstheologisch mit alten sozialistischen Methoden: Posten entziehen und ab nach "Sibirien" und zwar zu einem Himmelfahrtskommando!
Anders kann ich diese Meldung über die "Entsendung" von Raymund Card. Burke nach Guam nicht interpretieren!

Ein Platz in meinen Gebeten ist ihm sicher!





Dienstag, 14. Februar 2017

Der Kardinalsrat ...

... steht nach eigenem Bekunden voll hinter dem Lehramt Franz I..
Mir wäre es lieber, wenn sie nüchtern und wach der Lehre Christi und seiner Kirche folgten!

Freitag, 27. Januar 2017

Nicht weniger beunruhigend

sind die Nachrichten, die ich gerade bei Fr. Zuhlsdorf gelesen habe:

"The liturgical attack begins


We saw this coming, didn’t we?  There was the appointment of new consultors to the CDW.
From Amerika:
Pope Francis has ordered a review of the new Mass translation
Pope Francis has ordered a review of “Liturgiam Authenticam,” the controversial decree behind the most recent translations of liturgical texts from Latin into English and other languages. The commission, established by the pope just before Christmas, is also tasked with examining what level of decentralization is desirable in the church on matters such as this.
[…]
What’s next?
I think we know."



Malteser-gate Fortsetzung

Neue Informationen zu den päpstlichen Übergriffigkeiten:
Interessante Hintergrundinfos aus dem englischsprachigen Raum sind der Crew vom Beiboot Petri  ins Netz gegangen.
Auch Katholisches.info weiß über Neuigkeiten zu berichten.
Und bei Kath.net hebt Don Camillo die Hände ob des gleichen Themas zum Himmel.
Dieser Fall kann "Papa Bonnasera" ganz gehörig auf die Füße knallen ...


Kaisers Geburtstag!


Donnerstag, 26. Januar 2017

Aktueller denn je!


Eine der größten Katastrophen

der neueren Kirchengeschichte mit unabsehbaren Folgen für die internationale Diplomatie haben die Kurie, Papst Franz I. und ein zu gehorsamer Katholik im Amte eines Großmeisters ausgelöst. Letzterer hatte offensichtlich vergessen, daß er Staatsoberhaupt ist und ein Land zu verteidigen hat.
Lesen Sie das und dieses gleich noch dazu! Man beachte die Kommentare der Leser auf dem sonst er zahmen Forum bei kath.net!
Und was noch alles passieren kann:
katholisches.info

Mittwoch, 25. Januar 2017

katholisch???.de Nein! Radio Eriwa(h)n!

Es gibt Seiten, denen ich meines empfindlichen Magens zuliebe fern bleibe. Heute habe ich aufgrund eines Hinweises des verherten Kreuzknappen die im Titel erwähnte Seite aufgerufen. Ich´wollte einfach nicht glauben, daß dort ein neuer Tiefstand erreicht wurde. Andreas Püttmann, der "van Helsing" unter den linkskatholischen Journalisten und Tradijägern hat eine Lobeshymne auf die von Rechtskatholiken so schlimm verunglimpfte Kanzlerin geschrieben, die einem "Suffjet"-Journalisten zur Ehre gereicht hätte. Leserfragen werden nach Radio-Eriwan-Methode "beantwortet".
Sentenzen wie "An Amt und Herausforderungen gewachsen, stemmt sich die Kanzlerin als christlich-liberales Bollwerk dem autoritären Rollback im In- und Ausland entgegen: in Aufgeregtheiten versachlichend, empathisch, pflichtbewusst, frei von Eitelkeit und Affären, mit beachtlichen "Steherqualitäten. Das katholische Deutschland hat sie damit – bis auf jene Trump-, Putin- und Kaczynski-Geneigten, die sich auch am Papst reiben – wieder versöhnt." oder "Themenreduzierte Katholiken auf alten Trampelpfaden oder im Lager-Schützengraben festgefroren, begreifen das nicht." führen uns an die Ränder jener noch tieferen Abgründe im Denken des Autors, die mich schwindelig werden lassen.
"Bollwerk der Freiheit" ist dieses Elaborat betitelt.

Dienstag, 24. Januar 2017

Höflichkeit und Moral

stehen für Achtung und Schutz, sind Ausdruck des Gottesgnadentums, das mit einem Karl über Europa kam und 1118 Jahre später mit der Abdankung eines anderen Karls von ihm wich.
Gute drei Generationen später erkennen wir: Katechismen und Etikettehandbücher haben seither ihre Heiligkeit verloren, sind zur Handelsware im "Special interest"-Segment für Nostalgiker, Zwanghafte und Karrieristen verkommen.

Montag, 9. Januar 2017

Realsatire und die Unfähigkeit zum Trauern

... ist laut Duden ein realer Vorgang, der satirische Züge trägt. Mittlerweile mutet das alltägliche Geschehen eher als Satire an, aus der auch noch das letzte Gran an Realismus herausfiltriert wurde.
Kostproben:
Vereinigte Staaten
1. Weil nicht sein darf, was nicht sein soll, mutiert ein erwachsener Mann in einer Anhörung zu einer Grammophonplatte mit Sprung. Diese Rettung in die Endlosschleife wurde nötig, als ein penetrant fragender "Klimaleugner" den Gutmeinenden mit Fakten konfrontierte. Ähnliches gab es in der Politsatire "Yes, Minister!" zu sehen. Doch da haben die Autoren mit Blick auf die Abnutzungserscheinung eines solchen Witzes und mit Blick auf einen vernünftigen Schluß der Wiederholung ein überraschendes wie komisches Ende bereitet. Realiter ist das weder komisch noch überraschend, es ist erschreckend wie ermüdend. Der lesenswerte Artikel und das sehenswerte Video finden sich auf der "Achse des Guten"!

Ehemalige Gebiete der Bundesrepublik Deutschland & Neu-Mitteldeutschland
2. Zu Beginn des Wahljahres 2017 legen die sogenannten Volksparteien ihre Köder aus, aufdaß ihnen möglichst viele vergeßliche und unaufmerksame Deppen auf den Leim gehen mögen. Das kann man je nach eigenen Möglichkeiten und vermuteter Klientel intelligent, weniger intelligent, etwas plump oder saudumm anstellen. Für das, was momentan in deutschen Landen passiert, fehlt mir momentan ein adäquater Begriff ... "bodenlos" ist Schönfärberei!
a) Vor einigen Tagen flackerten z. B. der Hofreiter Toni, Cem, Göring-E. und Co über den Bildfunkempfänger. Auf einer Bierzeltbank sitzend, waren sie in eine leidenschaftliche Diskussion über innere Sicherheit und Überfremdung vertieft. Wer glaubt den bitteschön so einen schlecht dahergelogenes Zeug?
b) Seehofer und Konsorten begehren gegen die Partei der Schwester auf und drohen mit ... Theaterdonner!
c) Die FDP (Fast Drei Prozent) sieht die Chance für den Wiedereinzug in den Bundestag mit Patentrezepten aus dem Klassiker "Liberalismus und Freihandelszonen zum Selbstbau". Damit rettet Lindner dann morgen Deutschland und übermorgen die ganze Welt!
d) Kommt Euro-Schulz aus dem Vorgebirge oder nicht?
Und wo stellen die Untoten der Parteienlandschaft ihre Leimkübel auf?
Da wo sie das tumbe Pack vermuten: Im Revier der Bösen, der Ungenannten, der Populisten.
Sachlicher ausgedrückt: Es wird aus dem Programm der AfD munter abgeschrieben.
Konzeptionslosigkeit, Ideenlosigkeit und Angst vor Verlusten beflügeln das Plagiieren und das plötzliche Einsetzen einer aufgesetzten Leutseligkeit.

Wenden wir unseren Blick einen Moment vom täglichen Zirkus ab, dieser Manege voll mit Illusionisten, Gesinnungsakrobaten, Clowns und unglaublichen Dressurakten. Wenden wir uns dem Leben in unserem Land zu, z. B. den Leben, die auf dem Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember brutal beendet oder verändert wurden. Denken wir an die Angehörigen und Hinterbliebenen, die Mitgefühl und Hilfe brauchen. Welche Beachtung erfahren sie von diesen Artisten aus dem Staatszirkus?
Eine eilends zusammengeschusterte "Interreligiöse Gedenkfeier" am Tag danach.
Staatsakt von Bund und Land?
Entfallen wegen Weihnachtspause!
Die Hinterbliebenen, die Verletzten und deren Angehörige sind die stille Ecke abgeschoben und fühlen sich entsprechend behandelt.
Hilfen, die ja sonst "ganz unbürokratisch und schnell" und mit großem Tamtam breitgestellt werden, finden übrigens ebenfalls nicht statt. Auch dafür hat man auf ministerieller Ebene schnell eine Erklärung: Die Tatwaffe war ein Auto.

Gegen diese bittere Realität, sind selbst härteste Satiren von Monty Python oder die zynischsten Sprüche eines Black Adder harmlose Kinderwitze. Da geht mir mein Sarkasmus flöten. Stattdessen treiben mir Wut und Ohnmachtsgefühle Tränen in die Augen und ich bin versucht, die Fluchpsalmen zu rezitieren!
Es sind diese Momente, in denen ich plötzlich glasklar weiß, daß ich als 80 Millionstel Souverän dieses Staates meine demokratischen Rechte dazu nützen werde, um weiteren Schaden von uns und unserem Staat abzuwenden und ich in Zukunft von diesem zutiefst unanständigen Gelichte nicht mehr behelligt werden kann!