Montag, 20. November 2017

Kurzbetrachtungen 2

Quid est veritas?
Am Ende soll nun die FDP, die nach Aussage der Medien angeblich zu allem bereit gewesen sein soll, nun mit nichts einverstanden gewesen sein?

Vanitas
Die geschäftsführende Exkanzlerin sieht sich, wie sie vorhin in einem Fernsehinterview sagte, in ein oder zwei Jahren immer noch an der Regierung. Der letzte Regierungschef ihres Heimatlandes war eine Woche vor seiner überfälligen Demission ähnlich "der Zukunft zugewandt"!

Gegenreformation I
Matthias Matussek hat eine bemerkenswerte Rückschau auf Luther, Thesenanschlag, Lutherdekade und das Jubeljahr der Reformation verfasst. Als Katholik ist er von der Notwendigkeit einer neuen Gegenreformation ebenso überzeugt wie von der Unfähigkeit der momentanen Kirchenverwaltung, diese einzuleiten und durchzuführen.

Musica sacra
Ich muß zu meiner Schande gestehen, ihn bisher nicht gekannt zu haben, Dom. Joseph Gajard. Die willigen Vollstrecker der angeblichen Konzilsbeschlüsse haben auch in diesem Fall ganze Arbeit geleistet.

Gegenreformation II
Der Newsletter von Radio Vaticano brachte vor einigen Tage eine Vorankündigung, die mich nicht überraschte und auch nicht mehr erzürnte:
Franz der Erste will nun auch im Petersdom im Namen der Barmherzigkeit ein großes Essen für mehrere Tausend  Bedürftige veranstalten.
In Amerika stellt man sich eine Frage, die ich mittlerweile in einen Aussagesatz umzuwandeln gewillt bin! Das erklärte auch den Applaus und die bedingungslose Unterstützung aus den Kreisen deutschsprachiger Theologieprofessoren.

Mobilitas
Erheiternde wie ernüchternde Gedanken irgendwo zwischen DB und Duroplast.

Nobilitas
Seine Kaiserliche Hoheit, Prinz Georg Friedrich von Preußen, Chef des Hauses Hohenzollern, übersiedelt mit seiner Familie zum Jahresende nach Potsdam. Ein guter, ein wichtiger Schritt!

Sonntag, 12. November 2017

Kurzbetrachtungen 1

Gegenreformation I:
Die vatikanische Post gibt eine Briefmarke heraus, die ein Sujet der lutherischen (= antikatholischen) Malerei wiedergibt. Luther und Schwarzerd haben Maria und Johannes unter dem Kreuz abgelöst.

O tempora:
Die BRD hat inzwischen mehr akzeptierte Geschlechter als akzeptierte Meinungen.
(Von der Seite des Kirchenfahrters)

Vanitas:
Der Reanimateur der ehemals liberalen Mehrheitsbeschaffungsorganisation FDP (vulgo "Fast 3 %"), Christian Lindner, hat sein Wahlversprechen zum sog. NetzDG erst knapp sechs Wochen nach der Wahl gebrochen. Chapeau

Gegenreformation II:
Neues vom großen Vater aller Katholiken:
Die Erweiterung ignatianischer Leitungsideale auf die Gesamtkirche macht deutliche Fortschritte, selbstverständlich in aller Liebe, Demut und Barmherzigkeit ...

Donnerstag, 9. November 2017

Zerbrochene Krüge

"Der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht." oder "Der zerbrochene Krug"?
Das Sprichwort steht, wenn wir einer weitverbreiteten Deutung folgen, für Verhaltensweisen oder Zustände, die letztlich zum Scheitern führen. Man darf sich aufgrund einiger Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichtes der letzten Jahre schon fragen, ob der Krug nicht schon etwas früher gebrochen sei. Wer aber einen letzten Beweis dafür brauchte, daß der bundesdeutschen Juristerei Augenmaß und gesunder Menschenverstand abhanden gekommen ist, dürfte ihn nun bekommen haben. Die Ideologie hat über den Blick in den Spiegel gesiegt!
Ach, ich vergaß: Iustitia hat man ja die Augen verbunden! Und außerdem halten die Hände Schwert und Waage. So ist auch die Möglichkeit eines vergewissernden Griffs in die Körpermitte nicht gegeben.

Doch auch Heinrich von Kleist darf in diesen Tagen nicht vergessen werden, wenn man den Weg betrachtet, der zur Einführung eines Ankreuzkästchens führte, der Leuten, die nicht wissen, ob sie Männlein oder Weiblein sind, die Möglichkeit einräumt, ein deutsches Formblatt vollständig auszufüllen.
Nach Recherchen von Hadmut Danisch gibt es neben den juristischen Zweifelhaftigkeiten eventuell auch eine gewisse Verquickung zwischen einer Richterin des Senates und gewissen Kreisen, die für eine zahlenmässige Aufstockung der Geschlechter kämpfen.
Dorfrichter Adam, durch den Wolf des modernen Regietheaters gedreht, entbietet seinen Gruß als Marionette in einem "postbürgerlichen Trauerspiel"!

Und aus dem sich herbstlich lichtenden Staatsforst fliegen, von einem lauen Lüftchen getragen, die rot verfärbten Blätter zu uns herüber. Sie umtanzen uns im fröhlichen Reigen und der Wind singt dazu sein immer gleiches Lied vom Sieg der guten Sache.
Jucheee ... Jucheeeee ...

Dann lieber Löns/Künneke:




Montag, 30. Oktober 2017

Schöne Feiertage!

Seit Tagen werde ich diversen Geschäften immer wieder mit der Abschiedsformel: "Schöne Feiertage!" verabschiedet.
Schöne Feiertage?
Ja ist schon wieder Weihnachten oder was?

Die Protestanten mögen von mir aus gerne den nicht genau datierbaren Thesenanschlag, der auch höchstwahrscheinlich nicht von Luther vollbracht wurde, zum Anlaß nehmen, um der Kirchenspaltung zu Gedenken. Daß die theologischen Erkenntnisse und "Durchbrüche" außerdem kein großer Wurf des "einsamen Glaubensriesen" aus Wittenberg sind, sondern Gedankengut, welches durch Wycliff, Hus, die Devotio moderna etc. längst vorbereitet war und von anderen wesentlich konsequenter weitergeführt wurde (Siehe z. B. Zwingli und Calvin), ist in der Forschung hinlänglich beschrieben worden.
Was gibt es also nach dem Zusammenbruch der Allianz von Thron und Altar in den Restgebieten des 1918 untergegangenen Kaiserreiches eigentlich noch zu feiern?
Die Wandlung vom religiösen Skrupulanten zum Gelübdebrecher, Fresser und Weinsäufer?
Den Sieg der Fürsten über die aufständischen Bauern?
Mit dem Thesenanschlag beginnt eine Zeit, die den Völkern in Europa, Krieg, Tod und Verderben gebracht hat.
Wenn es etwas zu feiern gäbe, dann die sprachschöpferische Kraft des Dr. Martin Luthers und sein musikalisches Talent. Hier ist er auf einzigartige Weise "Kultur schaffend" gewesen.
Das kann man auch als Katholik würdigen und zwar zurecht.
Nicht recht sind jedoch die theologischen Wischiwaschi-Spielchen, die allenthalben stattfinden und selbst von Rom noch mitgemacht werden.
Sie vergessen die vielen Blutopfer.
Wenn die Reformation und die protestantische Bewegung in Europa so verträglich, brüderlich und so vereinbar mit dem katholischen Glauben wäre, was sind dann die Glaubenszeugen, die Habe, Heimat und Leben gelassen haben? Ware Sie einfach uninformiert, vielleicht ein wenig zu Tradi oder gar fanatisch verblendet? Das ist die eigentliche logische Konsequenz: Thomas Morus wäre dann einfach nicht genug Realpolitiker gewesen und die Martyrer von Gorkum Opfer ihrer Gruppendynamik?
Mit ein wenig mehr Liebe und Freude, nicht wahr ...

Kann es sein, daß unserer (noch) kuscheligen Konsensgesellschaft die Geschichte einfach nur peinlich ist, weil sie nicht ins selbstgezimmerte Weltbild passen will, weil sie als "Schnee von gestern" angesehen wird oder ist es blanke Unwissenheit?
Ich als "Steinzeitmensch" (um einen Begriff des geschätzen Dilettantus zu übernehmen) sehe keinen Grund zum Feiern, für Lutherdrops und Festgottesdienste.
In Brüssel haben junge Katholiken gegen die Predigt eines Protestanten in der Bischofskirche angebetet und sind deswegen von der Polizei abgeführt worden.
Unversöhnliche Tradis oder notwendige Besinnung?
Es wäre an der Zeit, sich redlich zu begegnen, in Buße und Reue und keine falsche und nicht bestehende Gemeinsamkeit oder Gemeinschaft herbeizureden und zu -scheiben.
Die Trennung muß in aller Ernsthaftigkeit und Wahrhaftigkeit als Verlust der Gemeinschaft benannt und akzeptiert werden.
Bitten wir Gott darum, daß er uns die Einsicht unserer Fehler schenkt und das heilt, was Menschen mutwillig aufgegeben und zerstört haben.
Möge er uns die Kraft zu Umkehr und Buße schenken.
Nutzen wir den Reformationstag dazu.
Nutzen wir den Allerheligen dazu, Gott für die vielen Zeugen zu danken.
Beten wir für alle armen Seelen, die unser Gebet so dringend brauchen.

Freitag, 27. Oktober 2017

Kultur, nicht "Leitkultur" ... wahre Kultur!


Mittwoch, 25. Oktober 2017

War früher alles besser?

Ich darf und möchte Sie an dieser Stelle beruhigen und deutliche sagen: Nicht alles!
Ein Mitschnitt einer Talkshow aus dem Jahre 1979 zeigt, wie wenig sich die Qualität der Talkmaster verschlechert hat. Schon damals mußten sich Gäste unterschiedlichsten Unverschämtheiten von selbstgefälligen ModeratorInnen gefallen lassen. 


Dienstag, 17. Oktober 2017

Neues aus Wandlitz!

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Genosse Prof. Dr. Thomas Sternberg, ehemaliges Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen, Mitglied des Hauptausschusses des ZK, Berater der Kommission VIII der DBK und Mitglied des Vorstandes der Kulturpolitischen Gesellschaft (KuPoGe) gibt bekannt:
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist bereit für einen muslimischen Feiertag!

"In einer mulitreligiösen Gesellschaft könne in Gegenden mit einem hohen Anteil an frommen Muslimen ein islamischer Feiertag hinzukommen, ohne das die christliche Tradition unseres Landes verraten werde, so ZdK-Präsident Thomas Sternberg gegenüber der Passauer Neuen Presse.
Das Argument, in vielen islamischen Staaten sei es Christen unmöglich, ihre Religion frei auszuüben, ließ Sternberg ... als Einwand gegen die Einführung muslimischer Feiertage in Deutschland nicht gelten. Die Klage darüber könne nicht die Religionsfreundlichkeit unserer Staatsordnung beeinträchtigen, so das CDU-Mitglied Sternberg weiter." (Zitat aus dem oben verlinkten Artikel)

Wandlitz ist überall!

Doch wo ein ZK, da ist auch ein Forum und ein offener Arbeitskreis nicht weit!

Ein Arbeitskreis aus Frankfurt/Main hört und sieht im Gegensatz zum ZK die Signale der (schleichenden) Islamisierung des Abendlandes mehr als deutlich und die damit verbundenen Unverträglichkeiten zwischen freiheitlich-demokratischem Rechtsstaat und den Auffassungen muselmanischer Funktionäre.

Zur Lage der Kirche eine Einschätzung vom Blog des Forums deutscher Katholiken:
Auf dem Weg in die Diasporakirche ...

Auf die Spur einer wichtigen Relekture setzt uns Prälat Wilhelm Imkamp mit seinen Erwägungen zu den Letzten Dingen. (Schockiert hat mich dabei weniger die "Höllenlehre" als die persönlichen Angriffe aus dem Munde eines bekannten deutschen Professors auf Prälat Imkamp, die in ihrer Diktion irgendwo zwischen Berlin und Moskau der 1930er verortet gehören!)

Die politische Unkorrektheit des Tages:
Im Kommentarbereich eines Berichtes über die neuesten Entwicklungen zu dem nicht stattgefunden habenden Affront (sexistischer Art) gegen die (bekennende Muslimin und) Staatssekretärin Chebli fand ich eine treffliche Wortneuschöpfung, die ich hier weiterreichen möchte:
Quotilde


Noctem quietam etc.!



Mittwoch, 11. Oktober 2017

Stille (aktualisiert)

Meine momentane Lectio vespertina ist "Kraft der Stille, Gegen eine Diktatur des Lärms". S. E. Robert Card. Sarah führt in diesem verschriftlichten Dialog mit Nicolas Diat den Leser heraus aus dem Lärm und seine angeblichen Alternativlosigkeiten, hin zu einer Stille, die den Menschen zu sich kommen läßt.
Das Buch ist ein abendliches Korrektiv zum Alltag, eine Art Exerzitienübung, die zur Ruhe kommen läßt und zur Änderung anleitet. Alles ist eingebettet in eine kraftvolle, klare wie elegante Sprache, die der geistlichen Tiefe Ausdruck verleiht, ohne vereinnahmend zu werden. Es ist ein Antidot zu den Drogen der akustischen und optischen Dauerberieselung.
Wohltuend, sehr wohltuend!

Daneben las ich heute einen Beitrag beim Kirchenfahrter Archangelus über die Vorzüge der Stillen Messe. Auch hier wieder: Stille und Verinnerlichung als Wege der Befreiung. Ein etwas kantiges Zitat aus dem Text, das zum Weiterlesen anregen soll:

"Wie es geht? Man verdrückt sich in die Ecke der hintersten Bank, schließt die Augen und lässt die Gnadenströme, die die Priesterhände entfesseln, über sich hinwegrauschen. Hier geht es nicht um intellektuelle Glaubenserklärung, sondern um staunende Anbetung. Einfach mal still sein, Jesu Gegenwart genießen, der Priester macht alles, man muss nur Zuschauen und sich freuen. Keine Angst vorm Einnicken, dafür gibt’s Glocken zur Wandlung. Ich liebe diese Art, die Messe mitzufeiern. Beim ganz vertrauten, liebevollen Umgang zwischen Gott und Priester dabei sein dürfen – ein Geschenk."

Die stille Messe als Chance eines neuen Zugangs.
Für Fortgeschrittene dann die echte participatio actuosa:

"Wer die Messtexte mitbetet, wird unbeschreiblich beschenkt, mit den schönsten, tiefsten, und dabei römisch-pragmatisch-knappsten Gebeten, die es gibt. Keine Sprache bringt so gut auf den Punkt wie Latein. Hier haben wir also auch eine Gebetsschule. Abgesehen davon verbindet man sich innig mit dem Priester und der ganzen Kirche. ... Wenn man also mit der Zeit immer mehr Gebete verinnerlicht, erleichtert das das eigene Beten und stärkt die Emanzipation zum mündigen Katholiken und schwächt den modernistischen Klerikalismus, der uns auf Gutdünken der Rechtgläubigkeit und dem Liturgiegefühl des Priesters ausliefert."

Apropos Gutdünken:
Schon gehört?
Franz I. hat die Hölle abgeschafft!
Die Bösen machen mit ihrem Tod einfach so etwas wie "piff" und sind weg.
Ob der Chefheizer das auch schon weiß?

Ein Freund von mir pflegt in solchen Momenten eine Geschichte um den reformierten Theologen Karl Barth zu erzählen. Dieser soll sich auf eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der sog. "Deutschen Christen" eingelassen haben. Immer, wenn er auf die Thesen der DC antworten sollte, tat er einen tiefen langen Blick in die Bibel, blätterte im Alten und Neuen Testament, schlug die Bibel zu, blickte auf und sagte immer wieder denselben, schlichten Satz: "Das kann ich hier nicht finden!"

PS: Der Originalbeitrag zur Stillen Messe findet sich auf der Seite "Katholisch ohne Furcht und Tadel" der rheinischen (!!!) und katholischen Bloggerin Maria Magdalena.
Leseempfehlung!

Freitag, 6. Oktober 2017

Profanierung durch Banalisierung

Es mag ja bei gewissen neuen geistlichen Gruppierungen, die sich zu unserer Mutter Kirche rechnen, en vogue sein, in Kirchen warme Tellergerichte zu sich zu nehmen. Doch ist das ein geistlicher Fortschritt? Führt er uns tiefer in das Geheimnis der Anwesenheit Christi im gewandelten eucharistischen Brot? Bringt das schmucke Dinner uns auf die Knie oder doch eher aufs Sofa bei Digestif, Mokka und Zigarre?
Wohlgemerkt: Ich habe nichts dagegen, wenn man in Zeiten äußerster Not, in Krieg und Naturkatastrophen den Menschen eine wärmende Suppe in der Kirche reicht, wenn sie zum Zufluchtsort wird!
Aber sonst?
Was ist es für ein Zeichen für Angehörige anderer Religionen, wenn wir unsere Schranken zwischen Welt und Heiligtum so ungeniert niederreissen und aus dem Gotteshaus ein Restaurant welcher Art auch immer machen?
Zeigen wir nicht, daß uns alles egal, nichts wert, nichts heilig ist?
Diese Verlängerung des bürgerlichen Speisezimmers stellt eine weitere Profanierung unserer Kirchen dar, die durch plumpe Banalisierung vollzogen wird. Wieder einmal ist das bloße "Iwent", die "kuhle Lokeeeschen", die "schöne Idee", die nichts, aber auch gar nichts auf den Hacken hat, der Grund für eine Herabwürdigung der Gotteshäuser.
Wer darüber schmunzeln mag, hat nicht verstanden, daß mit der Weihe dieses Gebäudes ein Akt vollzogen wurde, der es dem Wollen und der Willkür des Menschen entzogen hat. Es gehört weder Pfarrer, Bistumsverwaltung, Bischof noch Papst.
Es ist Gott geweiht!
Es gehört ihm!
Sie sind nur Hüter des Heiligtums!
Wir sind nur Gäste im Hause des Herrn und haben kein Recht, daraus ein Gasthaus zu machen, weder KV, Bischof noch Papst!
Hoppla!
Zu apodiktitisch?
Dann frage ich mal anders herum:
Was ist Ihnen, werte Leserin oder werter Leser, "heilig"?
Was ist Ihnen so kostbar und wichtig, daß sie es niemals wegwerfen, vernichten, verkaufen, abreißen würden?
Jerder kennt und hat so etwas, wovon er sich niemals trennen würde. Es steht für eine Erinnerung, eine Lebenswende, einen Erfolg, einen glücklichen Moment, einen schweren Verlust. Es kann ein Bild sein, ein schlichtes Klümpchenpapier oder das Grab eines lieben Menschen, das man niemals einebnen lassen würde ...
Das ist Ihnen wichtig, ja "heilig" und dann werden Sie ebenso apodiktisch werden, wie ich es gerade geworden bin.
Wir haben uns zu sehr daran gewöhnt, daß Kirchen "entweiht", abgerissen oder "umgenutzt" (Was für ein Wort!) werden.
Wir lassen es einfach geschehen.
Sie sind zu vielen von uns nicht heilig!
Mir sind sie es!
Warum?
Nicht weil sie mir heilig sind, weil sie es aus sich heraus sind.
Die Theologie hat schon vor Zeiten den Aufstand von den Knien gewagt und den langen Irrweg zu den Konferenztischen zurückgelegt.
Es fehlt ein Sensorium, ein Gefühl, ja eine Art Instinkt für das Heilige.

Besuchen Sie doch einmal einen von Gebeten und Messopfern durchtränkten und aufgeheizten Ort!
Nehmen Sie sich und Ihre Dünkel, Aufgeklärtheiten ganz zurück. Versuchen Sie es.
Nehmen Sie sich als Hilfe die einfachen, schlichten Gemüter, die Armen im Geiste, die Menschen mit ihren Gebrechen, Krankheiten, Verwirrtheiten, Trostlosigkeiten, Ängsten und Hoffnungen, die sich und ihre Freuden und Nöte vor ein Bild der Gottesmutter, einen Heiligen xy oder das Ausgesetzte Allerheiligste bringen und beten.
Bei wem sich dann  bei diesem ernsthaften Nachspüren immer noch keine Gänsehaut einstellt ... der lese Rudolf Otto "Das Heilige"!
Vielleicht kommen Sie dann auf die Spur dessen, was ich meine.



Am Ende etwas Versöhnliches, eine kleine Entdeckung, ohne weiteren Kommentar:


Mittwoch, 27. September 2017

Inkompetenzkompetenz!

Wenn Sie in den späten 1980er Jahren in deutsche Ordinariaten (Generalvikariaten) unterwegs waren, so umwehte Sie dort nicht nur der damals übliche, mit Tabak und Altkaffee angereicherte Büromief, es herrschte in diesen Häusern auch ein ganz besonderer Geist. Sekretärinnen und Mitarbeiter waren sich ihrer durchaus besonderen Anstellung bewußt und so lag meistens eine distanzierte Feierlichkeit in den Mienen, wenn man ein Büro betrat. Die Arbeitsbelastung war in aller Regel nicht sonderlich hoch, weil in vielen Ordinariaten eine größere Anzahl sog. "Kaffeekochstellen" existierte, die man an treue Kinder der Kirche vergeben hatte, die unfreiwillig in Not geraten waren oder auf dem Arbeitsmarkt keine Chance hatten. Ob verwitwete Mutter oder alleingebliebener Sohn mit außerordentlicher Sprachbegabung: Sie fanden Auskommen und eine Beschäftigung, die ihnen Würde und Anerkennung schenkte. Die Umgangsformen waren betont höflich. Es war alles ein wenig langsamer und wohltuend betulich, fiel ein wenig "loriotesk" aus dem Rahmen.
Wie wissen alle, was dann kam. Die Volkskirche, die schon seit den späten 1960er keine solche mehr war, kam in Folge der ausbleibenden Gläubigen und Berufungen in eine Schieflage. Mit dem Fall der Mauer endete nicht nur das sozialistische Experiment im Osten Deutschlands. Auch die in den Generalvikariaten konservierte Menschenfreundlichkeit aus der Zeit des Wirtschaftswunders ging jäh zu Ende. So wie nach dem Ende der DDR das Ende der sozialen Marktwirtschaft ganz schnell kam, so schnell zogen nun auch die externen Berater durch die Bistümer und stellten ihre Kompetenzen in den Dienst der "wirtschaftlichen Gesundung". Wo es zunächst einmal einer geistlichen Besinnung und einer Reform bedurft hätte, wurde den Zauberern Glauben geschenkt, die mit bunten Balken- und Tortendiagrammen immer neue Visionen an die Wand zauberten und dabei Angst und Hoffnung zugleich erzeugten.
Damit zog ein neuer Geist ein, der weder Nächstenliebe, Gnade, Geschichte, Tradition oder Ehrwürdigkeit kennt: Fortbestand durch Fusion, Auflösung, Effizienz. "Survival of the fittest!" Das Heil kommt nicht mehr vom Kreuze, es steckt in der Tabelle, in der Kurve, im Markt!
So verschwanden und verschwinden nicht nur Gemeinde- und Gotteshäuser. Auch die liebenswerten, unauffälligen oder skurilen "Kaffekochstellen-Inhaber" wurden wegrationalisiert.
Statt ihrer suchte man nun Kompetenzen, möglichst jung, dynamisch und mit frischen Ideen, damit das große Werk gelingen kann und stellte sie ein.
Was ist damit gewonnen?
Rien!
Es ist das, was man in England auch "Jobs for the boys!" nennt und in einer Folge von "Yes, Minister!" so trefflich durch den Kakao gezogen worden ist: Eine Verwaltungsreform führt am Ende zu einer Zunahme von Verwaltungstellen, die mit dem zu verwaltenden Gut oder Personenkreis immer weniger Fühlung hat.
Ich sehe eine stetig wachsende Anzahl von Schreibtischen mit "Kompetenzträgern", die Papier produzieren, während die Gemeinden in immer neuen Fusionwellen zersetzt werden. Glänzende Berufsbiographien, die auf Internetseiten prangen. Doch was sagen sie über die Eignung der Personen aus? Was sagen sie über den Glauben, das geistliche Leben, ihre Liebe zur Kirche aus, die für diese Schaltstellen eigentlich so dringend von Nöten wären?
Nichts und es fragt auch keiner mehr danach! Es interessiert nicht nur keinen, es ist einer Einstellung eher abträglich!
Wie ich nun zu diesem "Sermon" gekommen bin?
Ich habe mir meine Gedanken über den "Direktor für Medien und Kommunikation" des Erzbistums Köln gemacht.
Wenn Sie beim online-Magazin "Carta" nachlesen (eine "Gesine Schwan" sitzt im Beirat), werden Sie dort eine Berufsbiographie lesen, die sich sehen lassen kann. Er hat die wichtigen "Thinktanks" angezapft, ist in guten Beziehungen zu Medienkonzernen. Alles richtig gemacht, möchte man sagen. Tippitoppi!
Doch was wissen wir damit über den Menschen?
Offensichtlich doch zu wenig!
Nicht nur sein nach der Wahl ruchbar gewordener "Twitter"-Beitrag zeugt nicht gerade von tiefer Verwurzelung in christlichem Gedankengut.
Ich werde ihn hier nicht zitieren! Sie sind frei, den Links zu folgen und sich diesen Tort anzutun!
So hat er auf "Carta" einen "offenen Brief an einen AfD-Landtagsabgeordneten" veröffentlicht, den ich inhaltlich noch für weitaus bedenklicher halte, der aber darin ähnlich wie seine Stellungnahme zur Bundestagswahl ein "Demokratieverständnis" zeigt, das auf der Höhe des linken Mainstreams ist.
Christentum, Nächstenliebe, Feindesliebe?
Fehlanzeige!
Zeitgeist!

Montag, 25. September 2017

(K)eine Nachricht von Professor Pirkheimer

Man sitzt an einem Montagvormittag im Büro, arbeitet erfrischt vom Wochenende fröhlich der ersten Kaffeepause entgegen, als es an der Tür schellt.
Ich öffne die Tür und da stehen zwei Damen im schon etwas vorgerückten Alter.
Ich ahne etwas und sage:
- "Ja, bitte?"
"Wir möchten uns mit ihnen über die Bibel unterhalten."
- "Warum?"

(Vor meinem inneren Auge hüpft ein bis aufs Lendentuch entblößter alter Mann mit Zauselbart umher und ruft: 'Jehova!Jehova!')

Ohne meine Frage auch nur zur Kenntnis genommen zu haben:
"Lesen sie die Bibel?"
- "Ich bin vor allen Dingen ein Hörer des Wortes*, da ich regelmäßig, nach den Geboten der Kirche die Sakramente empfangend, das Wort Gottes höre und mich durch die Predigt im rechten Verständnis unterweisen lasse."

Ich sehe den Damen mit einem milden Lächeln in die Augen.
Die Damen schauen sich an. Die stille Begleiterin versucht ein Lächeln, scheitert aber bei dem Versuch, es im Gesicht festzuhalten.

 "Die Kirche ist aber nach der Bibel gar nicht von Jesus gewollt!"

- "Doch! Wie spricht Christus: Tu es Petrus et super hanc petram aedificabo ecclessiam meam! Petrus und die Kette seiner Nachfolger bis heute sind neben der überlieferten Lehre der Kirche ..."
Mir ins Wort fallend, leugnete sie dann kurzerhand die Trinität und die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Apostel!

Mein Lächeln schwinded augenblicklich.

- "Nun ist aber Schluß mit lustig! Vorsicht! Was ist mit Pfingsten? Was ist mit den alten kirchlichen Bekenntnissen? Für eine Einführung in die Trinitätstheologie habe ich momentan keine Zeit. Nur so viel: Mit dieser Äußerung sind sie nun aber bei einer sehr schweren Häresie angekommen. Lassen sie von diesem Irrweg ab, weil ich sonst für ihre Seele schlimmste Konsequenzen fürchten muß! Ich bin gerne bereit, ihnen beiden zu helfen."

Sofortiger Gesprächsabbruch!
Das Tablet (sic!) verschwand wieder in der Handtasche. Grußlos verließen sie das Grundstück!
Irgendwie ist mein Angebot nicht richtig übergekommen ...

Meine Gattin konnte ich vorhin wegen folgender Sachverhalte sehr beruhigen:
1. Ich habe nichts unterschrieben!
2. Es wird nichts abgebucht!
3. Wir haben folglich auch kein Abo über monatliche Zusendungen von Wurzelbürsten oder natürlichem Badezusatz erworben.
4. Gab es auch keine Warnungen über den Venusmond Tetra.

Mist! Vielleicht haben sie sie einfach vergessen!
Bei nächsten Mal frage ich zuallererst nach:
Haben Sie eine Nachricht von Professor Pirkheimer für mich?

[* Ich weiß: Es ist ein uralter modernistischer Karlauer!]

Samstag, 23. September 2017

Knicken oder wählen?

Ich verlinke am Vorabend dieser historischen Wahl zwei Artikel,
die Ihnen Mut machen sollen, "das Unmögliche" zu wagen:

Für ein frisches Aufblühen der parlamentarischen Demokratie!

Für eine echte und starke Opposition,
die das Kartell der Konsenssüchtigen durchbricht!

Mander es isch Zeit! (Andreas Hofer)


Donnerstag, 21. September 2017

Beate Clemente Auguste: Ora pro nobis!

Das gab es doch schon in ähnlicher Weise im  Sozialismus (aller Couleur) ... ???
Ein Seelsorger sorgt sich um die Seelen einiger seiner wüst angegriffenen Gemeindeglieder, stellt sich schützend vor sie und wird von (grünen) Genossen beim Bischof angesch..., weil er angeblich ihre Kreise stört.
So jüngst geschehen im Bistum des seligen Bekennerbischofs Clemens August Card. von Galen (+1946).
Warum fällt mir zu solchen Meldungen nichts, aber auch gar nichts mehr ein?
Hammer ... Amboß ...
Nec laudibus, nec timore, meine Herren Exzellenzen und Exzellenzvertreter!

Dienstag, 12. September 2017

Mariä Namen / Guido von Anderlecht

Zum heutigen Fest Mariä Namen habe ich den letzten Jahren schon Diverses geschrieben. Eine gute Zusammenfassung bietet heuer Bellfrell.
Ich kann mich daher auf den ebenfalls heute zu feiernden Guido von Anderlecht konzentrieren, der übrigens ein sehr bewegtes Leben geführt hat. Er ist der Schutzpatron der Küster, eines ehemals angesehenen Berufes unserer Kirche, der in den letzten Jahrzehnten leider im Zuge der Sparitis immer mehr zum Lückenbüßer für alles geworden ist, quasi vom "Hüter des Gotteshauses" zum "Hausmeister Krause". Das hat nicht nur vielen Küstern die Freude, Berufsstolz und Würde genommen. Es hat auch den, durch Stellenkürzungen zwangsläufig vernachlässigten Kirchen sehr geschadet.
Bei Protestantens gibt es (bei wesentlich geringeren Aufgaben) eine (umso größere) typisch-deutsche Verbandsstruktur. (Einfach mal "Küstervereinigung" guggeln und die ganzen Einträge ansehen!)

[Bei den Anglikanern gibt es diverse Gilden, (Verger's Guilds), bei denen man sich u.a. mit Beinamen wie "Gentleman's gentleman to the Lord our God" schmückt und sich damit in die Reihe der hochherschaftlichen Butler einreiht, wobei man damit noch die Angestellten des Königshauses als subaltern einstuft. Das nenne ich mal gesundes Selbstvertrauen!
Ich mußte sofort an P. G. Wodehause denken und seine Romanfigur "Jeeves", diesen "allmighty Butler", der seinem schuseligen "Schutzbefohlenen" an feinen Fäden leitet und regiert oder an den Butler  von "Das Haus am Eaton Place"! Stellen Sie sich mal ihren Pfarrer vor, der von seinem Küster gesagt bekommt: "Diese Mantelalbe, Hochwürden, möchte ich Ihnen für dieses Hochfest nur sehr ungern empfehlen." Oder: "Ich denke, in dieser blauen Glockenkasel würde der heutige Festcharakter sehr dezent aber nicht übertrieben unterstrichen werden, nicht wahr?" Oder an der Sakristeitür: "Bei diesem Wetter empfiehlt es sich, nicht ohne Birett und Pluviale auf den Gottesacker zu gehen, Herr Pfarrer!" Leider Unvorstellbar,  aber herrlisch!
]

Zurück zu den Vereinen:
Bei uns, also "normaler Glaube" (K. Beikircher)?
Fehlanzeige im Internet bis auf den Kölner Verein von 1880 mit einem gediegenen Vereinssignet!
Ihren Schutzpatron kennen auch nicht viele und seinen Gedenktag feiert man offensichtlich auch nicht. (Die Kölner scheinen sich "turnusmäßig" am 2. Dienstag zu treffen. Da jibbet keinen Hinweis auf den Tag ...)

Eine irgendwie geartete "Lobby" haben Küster nicht und so wird auch vielerorts mit ihnen umgegangen. Wie Küstern gerade auch im Zuge der Fusionitis mitgespielt wird, ist ein rabenschwarzes Kapitel unserer kirchlichen Gegenwart.

An alle hier mitlesenden Priester mal die Frage:
Haben Hochwürden den Küstern an diesem Tag jemals eine Nettigkeit zukommen lassen?

An alle mitlesenden Küster:
Feiert ihr den Tag des Heiligen Guido?

Wäre doch mal 'nen Anlaß für ein gemeinsames Fest so mit Gottesdienst (Mariä Namen mit commem. des Hlg. Guido) und anschließender Gültigmachung!

Allen Guidos und Hütern des Gotteshauses noch einen schönen Feierabend!




Donnerstag, 7. September 2017

Wochenschau XXXVI. KW

BERLIN
Herr Lammert ist nun Pensionist. Was bleibt?
Seine im Stil des deutschen Gremien- und Funktionärskatholizismus gehaltenen Reden? (Lammerts larmoyante Lamenti)
Seine um Humor bemühte Art der Debattenführung?
Sein Vaterunser?
... wohl eher das wenig geglückte Verhalten gegenüber Papst Benedikt XVI. vor und bei dessen Deutschlandbesuch (und seine Würdigung zum 90. Geburtstag des Heiligen Vaters)
... wohl eher seine Initiative zur Veränderung der Modalitäten für Bestimmung des Alterspräsidenten des Hohen Hauses, die ihn als "lupenreinen Demokraten" ausweist
... wohl eher die "Fülleraffaire" aus dem Jahr 2016

Wenn katholisch.de titelt, ein profilierter Katholik verlasse nun das Podium, so möchte ich darauf antworten: Als Politiker und auch als katholischer Funktionär stellte er eher ein Auslaufmodell dar, ganz im Gegensatz zu den vom Bundestag für 68.800 € erstandenen Schreibgeräten.

Er wird sicher, als "gefragter Redner" landauf landab das, die katholischen Akademien besuchende "Silberkopfgeschwader" mit Vorträgen beglückend, eine erfüllende Aufgabe im Ruhestand finden.

ROM
Wie katholisches.info meldet, ist nun nach Joachim Card. Meisner (+) ein zweiter Kardinal innerhalb von nur zwei Monaten plötzlich verstorben, der sich mit Dubia an Franz I. gerichtet hatte: Carlo Card. Caffarra.
... also ich finde es ein wenig auffällig ...

WAHLKRAMPF 2017
Dat Duell:
ach ne ...

A.M. on tour!
(Kommentare lesen!)


Linke Jugend und der Umgang mit "sozialen Medien" oder:
Warum man auf einmal dann doch nicht mit eigenem Beispiel vorangehen will ...

SONSTIGES
Der Sieg des Kommunismus in der EU und der Verfall christlicher Werte aus der Sicht osteuropäischer Christen.

Über Nachrichten und ihren Nachrichtenwert
... und über die Entwicklungsmöglichkeiten der freien Rede "in diesem unseren Lande" (Dr. H. Kohl +).
Der pöhse Tiesel:
Schauen Sie mal hier vorbei!

Neues aus Bullerbüh:
Der politsch-korrekte Vatertag (demnächst in Australien?)

Mahlzeit!

Dienstag, 22. August 2017

unbekannte Zahlen und Hintergründe - Wahlwerbung

Wußten Sie schon, was der immer noch nicht eröffnete Hauptstadtflughafen BER bisher gekostet hat, wie sich die Kosten sekündlich in die Höhe schrauben und was man für dieses Geld sonst noch Schönes kaufen könnte?
Dieser Link zeigt Ihnen, wie tief der Staat für diese "Null(en)nummer" in unser aller Geldbörsen greift!

Die Vorfälle in Rostock-Lichtenhagen vor 25 Jahren haben die Vorbehalte vieler Alt-BRDler gegen die Bürger aus "Neufünfland" scheinbar bekräftigt. Die DDR, das Unland, in dem Kommunisten die "Aufarbeitung der deutschen Geschichte" nur mit Blick auf die Partei betrieben hatten ... das häßliche Gesicht Deutschlands ... Wer kennt nicht die Schlagzeilen und Bilder, die uns damals durch die Medien ins Gehirn gepustet wurden? Die Geschichte hat das Zeug zu einem neuen Betroffenheitstag. Wie konnte es zu dieser Eskalation von Wut und Gewalt kommen?
Was ist an der Geschichte überhaupt dran?
Nach 25 Jahren hat nun eine unabhängige Zeitung, die leider von viel zu wenigen Bürgern gelesen wird, die Hintergründe, den unsäglichen Vorlauf, der uns geflissentlich vorenthalten wurde, einmal zusammengetragen. Ein Stück Aufarbeitung jüngster deutscher Geschichte!

Wahlwerbung:
Wie schon bei der letzten Wahl in NRW sind die Wahlkampfauftritte der ehemaligen Volksparteien zum "Bundesknicktag" sehr aufschlußreich. Sie transportieren Inhalte, die den Wahlstrategen nicht aufgefallen sind.
Beispiele:
Merkelwählverein 1: CDU
Da ich keine "Urheberrechtsprobleme" bekommen möchte, verweise ich auf diese Seite der CDU und möchte Sie bitten, auf dieser Seite das Plakat "Für Sicherheit und Ordnung" aufzusuchen.
Anmerkungen zum Weiterdenken:
1. Die Schwierigkeiten, die Frau Prof. Merkel mit der Trikolore Deutschlands hat, setzen sich hier fort.
2. Die Trikolore Deutschlands ist zerschlagen und in einzelne Farbstreifen zerlegt.
3. Sie dient - in Unordnung geraten - als Hintergrund für den übergelegten Slogan.
4. Die Textbalken sind linksbündig nach links aus der Mitte herausgerückt.
5. Die Zeichensetzung ist ... auf dem neuesten Stand der Bildungsnation angekommen.
6. Auf den folgenden Plakaten steigert sich das Durcheinander der Bundesfarben.
Weiter geht es mit "Europa stärken heißt ..."
7. Die Aussage ist ein Widerspruch! Ob Sie es als Oxymoron auffassen oder als Contradictio in adiecto: Den Faktencheck besteht die Aussage nicht!
8. Von oben (d)rückt die ebenfalls zerschnittene Europafahne aus drei Richtungen auf die am unteren Rand liegenden deutschen Trikolorenteile (zu).
9. Es wirkt, als wenn durch die blauen Farbstreifen die unteren Farbstreifen auseinander und nach unten drückten.
10. Die graphische Gestaltung widerspricht der versuchten Aussage. (Siehe auch 4. und 5.)
Abschluß:
"... in dem wir gut und gerne leben."
11. Gibt es neben dem EINEN noch ein ANDERES Deutschland?
      Oder: Ist es (noch) nicht so/nicht mehr so, daß wir dort gut und gerne leben können?
12. Wer ist überhaupt mit "wir" gemeint? Die Mitglieder der CDU? Das Bundeskabinett?
13. "gut und gerne" ist eine Wendung, die in anderen Zusammenhängen gebraucht:
      "Da kommen gut und gerne 12 Jahre Knast auf ihren Mandanten zu!"
      Das meint "grob geschätzt" oder "mindestens".
14. Die zu transportierende Botschaft bleibt unklar. Die sprachlichen Merkwürdigkeiten der Parteispitze bilden sich 1:1 ab.
15. Die Bundesfarben sind von einem abtönenden Schwarz dominiert.
16. Alles läuft kreuz und quer hinter dem Slogan zusammen.
Über die Version mit dem Konterfei der Parteiführerin sage ich nichts. Ich überlasse es Ihnen und Ihren Betrachtungen. Wa sonst noch über Löhne, Polizei und Familien in die Landschaft gestellt wird, darüber schweige ich lieber.
Interessant ist die Briefwahlempfehlung ...

Zum Abschluß dieses Beitrages ein Sketch des großen Bernhard-Viktor Christoph Carl von Bülow:


Guten Abend, meine Damen und Herren!

Donnerstag, 17. August 2017

Toccata = Taka-Tuka?

Geschichtsschreibung, so habe ich mit den Jahren bitter lernen müssen, hat mit "Geschichten schreiben" wesentlich mehr zu tun als mit dem Aufzeichnen und Berichten über Schverhalte in der Vergangenheit zu tun. Sieger schreiben Geschichte und auch die Geschichte und die Geschichtchen dazu.
Gleich mit dem Titel begibt sich der Schreiber dieser Zeilen auf sehr dünnes Eis!
Denn die Zeiten sind wieder einmal von Ideologien und nicht vom gesunden Menschenverstand bestimmt.
Wir wissen ja, welch ideologischer Zündstoff allein im Bindestrichwort liegt. Astrid Lindgren, so will man uns glauben machen, habe in heute unhaltbarer Weise einen Nordeuropäer zu einem nicht vom Volke gewählten Gewaltherrscher gemacht, der seine eurozentrische Verachtung für die unterjochten Massen allein schon durch die, von ihm an seine Tochter weitergegeben Amtsbezeichnung zum Ausdruck brächte.
Gleichzeitig steht das erste Wort für die elitär-europäische Musikkultur, die in Abhängigkeit zu den herrschenden Klassen entstanden ist.
Die Erlösung steckt im Gleichheitszeichen:
Nicht der böse Weiße hat's erfunden ...

Hadmut Danisch hat vor nicht allzu langer Zeit einen Blogeintrag geschrieben, der sich mit der Desinformation durch allseits beliebte Suchmaschinen beschäftigte. Es ging dabei um die dargestellten Ergebnisse zur Geschichte der europäischen Völker.
Das Ergebnis ist mehr als auffällig, ganz besonders sticht aber ein Buchumschlag hervor:
Making Europe
Der Band soll Studenten, die bisher keinen Zugang zu diesem Thema hatten, einen Zugang ermöglichen. Was nun das Titelbild mit europäischen Völkern zu tun hat? Ich weiß es nicht!
Die Leserrezensionen sind lesenswert.
Apropos "Masse" "herrschende Klasse":
Kommt Ihnen die Begrifflichkeit irgendwie bekannt vor?
Dann wissen Sie ja, wessen Signale damit zu hören sind und genau aus dieser Ecke kommen offensichtlich auch die Beiträge in dieser Reihe, wie man an Band II sehen kann.
Zitat eines englischsprachigen Lesers dazu:
"So, Europe before 1490, in which there were no blacks at all except a few servants, is represented by a black man, and Europe since 1490 is represented by Lenin, the man who sought to destroy European civilization, and actually succeeded in destroying Russian civilization."
Die Geschichte wird mal wieder geklittert, nur mal wieder in anderer Richtung!

Geben wir den Autoren noch ein paar Jahre, dann werden wir vielleicht aus der Feder dieses Teams darüber belehrt, daß Johann Sebastian Bach nicht nach Lübeck zu Dieterich Buxtehude gereist ist, sondern sich dort mit der einer Person unbekannten Genders namens Datera Bukahuda aus Fugala (Togo?) getroffen hat. Diese hat für ihn in den Folgejahren als schlecht bezahlte und nicht sozialversicherte Minijobberix in Nachtarbeit die Kompositionen geliefert, die er dann unter seinem Namen veröffentlicht hat.
Wie das alles gefunden werden wird?
Bach hat kurz vor seinem Tod einen Fehler gemacht: Er hat bei einem Werk mit dem Titel nicht aufgepaßt: Die Kunst der FUGe ...

Sie mögen das für Blödsinn halten.
Wahrscheinlich wird es dazu nicht kommen.
Aber schon jetzt ist kaum noch eine Satire mehr möglich, weil die Realität längst an Dummheit "Eine Flasche Pommes frites!" überholt hat und surrealer daherkommt als "Monty Pythons Flying Circus"!

Denken Sie doch nur an die schwachsinnige Ausstellung, mit der man im letzten Jahr im Eisenacher Bachhaus versuchte, Bach als Antijudaisten oder Antisemiten darzustellen, der mit seiner Musik so mächtigen Einfluß auf die evangelische Christenheit hatte. So zeigt man seine "rechte Gesinnung", so sammelt seine "brownie points"!

Nichts ist zu dumm, als das es nicht irgendwelche nützlichen Ididoten für bare Münze nähmen und wenn es nur darum geschieht, weil man meint, für die richtige Sache zu kämpfen!

Montag, 14. August 2017

Zu Ehren der Gottesmutter!



Freitag, 11. August 2017

Abrißbirnen hier und dort (Nachtrag)

Ich darf auf einen lesenswerten Artikel zu diesem Thema bei katholisches.info hinweisen!
Hier gehts weiter!

Mittwoch, 9. August 2017

Deutsche Senioren

In meiner Kindheit waren Senioren - wenn sie nicht völlig "verkalkt" waren - ein letztes Revervat bürgerlicher Tugenden, ein Hort von Lebensweisheit und den dazugehörigen Spruchweisheiten, deren tiefer Sinn sich mir erst mit den Jahren erschließen sollte. Man hielt sich privat wie in der Öffentlichkeit an Ordnungen. Ihre Erziehung hatte eine Generation übernommen, die ihre Prägungen in den goldenen Friedensjahrzehnten des Kaiserreiches erhalten hatten. Wenn auch manche Ansicht und mancher Satz dieses Erbes durch die geistige Okkupation der NS-Zeit etwas angekränkelt schien, so waren sie doch in ihrer Wurzel gut, vernünftig und befolgenswert. Rücksichtnahme, Bescheidenheit, Ernsthaftigkeit, Ehrlichkeit und Gesetztestreue als Grundlagen gesellschaftlichen Lebens waren (zumindest bei den Damen und Herren, mit denen ich es zu tun hatte) eine Selbstverständlichkeit.
Man kommt nun selbst langsam in die Jahre und mit einem Blick zurück kommen mir dieselben Sätze über die Lippen, die ich von der Generation der Großeltern ererbt habe. Ich spüre eine tiefe Sehnsucht nach früheren Zeiten, in denen zwar nicht unbedingt alles besser, aber zumindest nicht so ... ja, wie ist es eigentlich im Vergleich zu "früher"?
Beispiele:
Politik:
Früher traute ich Politikern durchaus zu, ein Land zu regieren. Sie waren ( so meine Meinung) aufgrund ihrer Fähigkeiten auf ihre Positionen gelangt. Sicherlich gab es entsprechende Verknüpfungen mit der Wirtschaft. Aber Korruption im großen Stil...? Nein!
Heute habe ich das Gefühl, das Gros ist durch Intriganz an die Macht gekommen, korrumpiert und/oder erpressbar bei größtmöglicher Inkompetenz in Sachfragen.
Kleidung:
Wenn man mal von den 1970ern absieht, ist der Trend von Kleid/Anzug, "Binder" (Langbinder: Krawatte; Querbinder: Fliege), Mantel, Hut zum T-Shirt-/Cargo/Jogginghosen-Freizeit-Schlabber-Look eindeutig negativ. Generationen- und schichtenübergreifende, egalisierende Geschmacklosigkeit allüberall in unseren Städten, welche die Träger beiderlei Geschlechts in ihren Unzulänglichkeiten der Peinlichkeit preisgibt.
Essen und Trinken:
An die Stelle der selbst zubereiteten Mahlzeiten sind Tiefkühlpizzen und sonstiges Zeugs getreten! (Achten Sie mal beim Einkauf darauf, was so mancher Mitmensch auf das Transportband an der Kasse stapelt!) Bier und Schnaps gab es in der Kneipe. Für Familienfeiern wurde eventuell mal eine Kiste gekauft! Die Wirtschaften sterben in den Stadtteilen aus. Dafür gibt es Getränkemärkte en masse! Viele Jugendliche haben sich dank wöchentlicher Übung zu Experten im Bereich Alkoholbeschaffung und -abusus entwickelt. (Gehen Sie schon mal am frühen Freitagabend einkaufen? Dann wissen Sie vielleicht, was ich meine.) Es ist bei nicht wenigen dieser Experten die einzige Form von "Geselligkeit" zu der sie noch fähig sind.
Haben Sie nicht auch das Gefühl, daß sich die Menge des mit sich herumgetragenen Fettes in den letzten Jahren vervielfacht hat?
Umgangsformen:
Ich erwarte weder Freundlichkeit, Rücksichtnahme, Tischsitten noch sonstige Umgangsformen, wenn ich das Haus verlasse!
Und damit bin ich wieder beim Ausgangspunkt  bei den heutigen Senioren (hochgeschätze und geliebte Ausnahmen sind natürlich ausgenommen!):
Konnte man sich früher darauf verlassen, daß man es bei der Generation 60plus im Straßenverkehr mit einer Gruppe selbsternannter Verkehrserzieher zu tun hatte, die allen anderen Verkehrsteilnehmern die Bedeutung von Stopschildern, Geschwindigkeitsbeschränkungen, Ampeln etc. vorführten ("Fahrer mit Hut? Immer gut!", im Ruhrgebiet auch "Oppa-Alarm!" genannt), hat man es heute mit einer Horde eigengesetzlicher Selbstverwirklicher zu tun, die ihre Zeit als "Halbstarke" in aeternum zu perpetuieren suchen. "Halbstarke" und ihre "intellektuellen Generationsgenossen", die sog. 68er! "Nicht gesellschaftsfähig!" Pubertär bis in die Grube!
HALT!
Wie unschwer zu erkennen ist, habe ich mich von einem derart gestrickten Vertreter dieser Generation gehörig ärgern lassen, der mich durch sein bewußt regelwidriges Verhalten (War für ihn so bequemer!) auf der Straße in Gefahr brachte und mich nach dem durch ihn verschuldeten Bremsmanöver auch noch "verbo et opere" beschimpfte. Unanständig, zutiefst unanständig!

Sollten Sie meine kurze Auslassung als kulturpessimistisch und misanthropisch empfunden haben, so ist das nur die eine Seite der Medaille. Sie ist ein kleines, verschämtes Loblied auf zwei verkannte Generationen, die Generationen meiner Urgroßeltern und Großeltern: Weltkrieg I, Inflationszeit verführt, Weltkrieg II, ausgebombt, vertrieben, zweimal um ihr Lebensglück gebracht ..., die "Wiederaufbauer", verfemt von genau jener Generation, die mich heute wieder einmal zur Weißglut getrieben hat!
Starker Tobak? Das soll es auch sein! Denn so undifferenziert wie es hier steht, wird es keiner der genannten Generationen gerecht! So diene die Ungerechtigkeit als Chance für ein Umdenken ...
auch wenn es für manche nur noch durch eine frische Blume auf dem Grabhügel Ausdruck finden dürfte ...
Moralin? Mußte mal sein!
Ich war heute einfach zuviel vor der Tür! Vielleicht liegt es auch am Wetter. Es waren heute einfach zu viele Grenzüberschreitungen, die mir begegnet sind.
Grenzüberschreitungen ... was für ein Wort, nicht wahr?
Die Achtung von Grenzen ...
Gute Gedanken miteinander!

Freitag, 4. August 2017

Abrißbirnen hier und dort

In den von der Kirchensteuer gut versorgten Bistümern Deutschlands sind in den letzten 15 Jahren viele Kirchen geschlossen, "umgenutzt" oder abgerissen worden. Eine Karte, die von der ZEIT für die Jahre 2004-2009 veröffentlicht wurde, ist das Bistum Essen Spitzenreiter! Wie ich aus gut unterrichteten Kreisen hörte, will man bis zum Jahr 2030 offensichtlich den Vorsprung in diesem unrühmlichen Wettbewerb entsprechend ausbauen. Das Vorgehen wird von Beratungsfirmen forciert und folgsam umgesetzt, was zu entsprechenden Ergebnissen führt!
Nach der ersten Runde, in der man viele Gläubige verprellte, meint man, nun erst recht weiter am Sparkurs festhalten zu müssen. Die Zahlen, die Zahlen ...
Aber diesmal nimmt man das Kirchenvolk mit, sprich: Man die Gremien der Gemeinden mit ins Boot und macht sie zu Mittätern bei der Abrißorgie. Wer sich vor Jahren gut positioniert hat, gehört jetzt zu den "Gewinnern" (Überlebenden) des Streichkonzertes. Was folgt: Entscheidungen nach Gutsherrenart auf Gremienebene, Sieger und Besiegte, Streit ... und dem Bischof reicht man Schale, Kanne und Handtuch, in aller Unschuld ...
Apropos Streichkonzert!
Offensichtlich kennt niemand in der Geistlichkeit den alten Witz über die ungenannte, berühmte Beratungsfirma, die ein Gutachten über ein Smyphonieorchester verfertigte:

"Die vier Oboisten haben sehr lange nichts zu tun. Die Nummer sollte gekürzt und die Arbeit gleichmäßig auf das ganze Orchester verteilt werden.
Die zwölf Geigen spielen alle dasselbe. Das ist unnötige Doppelarbeit. Diese Gruppe sollte drastisch verkleinert werden. Falls eine größere Lautstärke gewünscht ist, lässt sich das durch eine elektrische Anlage erzielen.
Das Spiel der 32igstel-Noten erfordert einen zu hohen Arbeitsaufwand. Es wird empfohlen, diese Noten sämtlich in den nächstliegenden 16tel-Noten zusammenzufassen. Man könnte dann auch Musikschüler und weniger hochbezahlte Kräfte beschäftigen.
In einigen Partien wird zuviel wiederholt. Die Partituren sollten daraufhin gründlich durchgearbeitet werden. Es dient keinem sinnvollen Zweck, wenn das Horn eine Passage wiederholt, mit der sich bereits die Geigen beschäftigt haben.
Werden alle überflüssigen Passagen eliminiert, dann dauert das Konzert, das jetzt zwei Stunden in Anspruch nimmt, nur noch schätzungsweise zwanzig Minuten. So können die Pausen wegfallen.
Der Dirigent streitet die Berechtigung der Empfehlungen nicht ab, fürchtet jedoch, die Einnahmen könnten zurückgehen.
In diesem unwahrscheinlichen Fall sollte es möglich sein, Teile des Konzertsaals völlig zu schließen. Hierdurch ließen sich die Kosten für Licht, Heizung, Personal usw. einsparen.
Schlimmstenfalls könnte man ihn ganz dichtmachen und die Leute in das Konzertkaffeehaus schicken!" 
Kurz gefaßt:
Von Tuten und Blasen keine Ahnung!

Zur Folgsamkeit der Bistumsspitze:
Das Vorgehen ist zutiefst ungeistlich!
Der verursachte Kahlschlag es ist eine kulturelle Katastrophe erster Ordnung!


In Frankreich gehören viele der Kirchengebäude den staatlichen Autoritäten. Dort geht man ähnlich kultursensibel mit den Häusern des Herrn um.
Erinnern Sie sich noch an den betagten Priester in Jacques Hamel, dem ein Vertreter der "Religion des Friedens" (tm) am 26. Juli 2016 vor dem Altar die Kehle durchgeschnitten hatte? Genau ein Jahr später hat man in Sablé-sur-Sarthe die Kirche des Heiligen Martin abgebrochen.


Ach, ... warum geht mir das alles nur so nah?




Mittwoch, 19. Juli 2017

Steuergedenktag

19. Juli, In Commem. Omni. Collatorum
(
Steuergedenktag)
nicht gebotener (klandestiner) Gedenktag
1. bis 6. Klasse
 Farbe: schwarz
Stationskirche: S. Rochi in Bingio

Der Steuergedenktag wurde nach Gründung der Bundesrepublik zunächst nicht begangen. Im Laufe der Jahrzehnte und mit zunehmender Steuerlast kam dieser, von den verschiedenen Regierungen verschwiegen, dennoch durch das mutige Einschreiten des "Bundes der Steuerzahler" wieder in das Gedächtnis mancher Staatsbürger. Es ist ein bewegliches Fest, welches immer an dem Tag des Jahres begangen wird, an dem der Steuerzahler rein rechnerisch erstmals im Jahr nicht mehr für den Staat gearbeitet hat. Bei der Berechnung des Tages gibt es unterschiedliche Traditionen im Gebiet der Bundesrepublik. Während in diesem Jahr der Steuergedenktag allgemein am 19. Juli begangen wird, gibt es auch Theorien, die einen Zusammenfall mit dem Rochusfest am 16. August (siehe Stationskirche), mit dem 12. September (Fest Mariä Namen) oder dem 24. September (Commemoratio B. M. V. de Mercede [Gedächtnis Mariä von der Erlösung der Gefangenen) berechnet haben.

Introitus: Exclamaverunt ad te, Domine, in tempore afflictionis suae (LU 1465A)
Kyrie: XVIII. Messe 
Gloria: entfällt
Oratio: 11. Votivmesse, Schott [184]
Lectio: Eccli. 31, 8-11 (Buch der Weisheit) (Vom Fest des Hl. Johannes Maria Vianney, Schott 995)
Graduale: Universi qui te expectant, non confundentur, Domine. (LU 320)
Tractus: Deus, Deus meus (LU 594)
Sequentia: Dies irae (LU 1810)
Evangelium: Luc 12, 32-34 (aus der 2. Messe für einen Bekenner, Schott [50])
Offertorium: Dextera Domini (LU 1457)

Secreta: 11. Votivmesse
Sanctus: XVIII. Messe 
Agnus Dei: XVIII. Messe
Communio: Per signum Crucis de inimicis nostris libera nos (LU 1457)

Postcommunio: 11. Votivmesse

Wenn Sie wissen wollen, was Ihnen in diesem Jahr nach Abzug aller indirekten und direkten Steuern von einem verdienten Euro bleibt, dann schauen Sie sich diese erhellende Graphik einmal an.

Mittwoch, 12. Juli 2017

Staatsfernsehen, Kulturbolschewismus

"Waldesruh! Ich gib dich Waldesruh!" schreit Horst im Film "Was nicht paßt, wird passend gemacht!", als die Fertigbauteile des zu bauenden Holzhauses nicht passen und greift kurzerhand zur Kettensäge.
Der Filmtitel scheint auch das Arbeitsmotto eines Mitarbeiters der zwangsalimentierten Staatsfunkhäuser gewesen zu sein. Weil es bei einer (wie üblich) sehr friedlichen Pegida-Demonstration keine Sensationen zu filmen gab, rammte er einer Demonstrantin den Ellenbogen dermaßen in die Rippen, daß diese mit einer gebrochenen und einer angebrochenen Rippe dastand.
Trotz ärztlichen Gutachtens und einer erdrückenden Zahl von Zeugenaussagen ...
Ach, lesen Sie doch selbst, was am Ende Justitia daraus gemacht hat!

Apropos "ich mach mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt!"
"Kulturrevolution". Mit diesem eher schwachen Wort wird in unseren Breiten die von Mao angezettelte "Säuberungsaktion" von Partei und Land bedacht, der nicht ungezählte Schätze einer uralten Kultur zum Opfer fielen sondern nach vorsichtigen Schätzungen auch 400 Tsd. Menschen. Von den vielen Gefolterten, die ihre Torturen überlebten, gibt es keine Zahlen. Mao wußte sehr genau, daß er für den "großen Sprung" eine große Truppe skrupelloser Täter brauchte. Deswegen setzte sein Modell der Revolutionierung auch bei denen an, die noch leicht formbar waren, bei Schülern und Studenten. Diese schlugen, zerschlugen und folterten das Land in der Folgezeit mit jugendlichem Elan, kindlicher Unbedarftheit und von keinem Zweifel angekränkelt in die von Mao gewünschte Richtung. Wer die Jugend hat, hat die Macht und Gewalt über die Zukunft.
Damit nun die Kinder in Schweden nicht mit falschem Gedankengut konfrontiert werden, hat man in einem Ort damit begonnen, die Kinderbuchabteilung der dortigen Bibliothek zu "säubern".
Erstes Opfer: Pippi Langstrumpf von Astrid Lidgren
Vorwurf: Rasssssssisssssmus
Tja, der Negerkönig aus Taka-Tuka-Land ...

Samstag, 1. Juli 2017

Was soll ich sagen?

Nun, die Zeichen stehen auf Sturm!
Card. Müller ist von Franz I. als Präfekt der Glaubenskongregation abgesetzt worden und wird in Bälde durch einen Jesuiten (sic!) ersetzt.
Der Malteserorden trägt nun auch Räuberzivil Bänkerkleidung und fällt gehorsam zum Ringkuß vor dem demütigsten der Diener Gottes auf die Knie, dem solche überkommen Zeichen der Unterwerfung ja ein Graus sind.
Apropos Macht und Geld: Schon mitbekommen? Das Bankgeheimnis ist de facto abgeschafft! Nicht? Ach, ist ja auch nicht so wichtig!
Da gibt es ganz andere Sachen, die in Presse, Funk und Fernsehen verbreitet werden.
Folgendes Ereignis zum Beispiel:
Im Parlament läßt es Herr Beck Konfetti regnen! Wer jetzt den Besuch einer Kindergartengruppe mit einbegriffenem Geburtstagskind vermutet, wird sich getäuscht sehen. So infantil feiern (nach Lebensalter zu den Erwachsenen zu rechnende) heutigentags Angehörige des Hohen Hauses den Sieg in einer Abstimmung, welche die Kultur und Traditionen des eigenen Landes aushebeln und die Verfassung, das Familienrecht und das viel beschworene Kindeswohl ohne Not ad absurdum führen wird. Und die oberste Rautenmacherin verschwurbelt in gewohnter weltanschaulicher Gelenkigkeit ihres (bisher noch nicht nachgewiesenen) Gewissens wieder alles bis zur kompletten Sinnfreiheit ihrer Äußerungen.
Was soll ich dazu noch sagen?
O tempora, o mores?
Der Wahnsinn legt einen Endspurt ein?


Willkommen im Biedermeier 2.0?

Vieleicht besser nichts!
Denn ein anderes Antigesetz ist (unter weniger großen Beteiligung unserer Vertreter und ohne Partylaune) ja auch noch durchgewunken worden.

Wie schrieb ein Kommentator auf einer der angeführten Seiten:
Seit dem 30.06.2017 hat niemand mehr in Deutschland die Berechtigung zu fragen: 1933, wie konnte es dazu nur kommen?

Mahlzeit!

Dienstag, 13. Juni 2017

Wacken war mal!

Gilbert Keith Chesterton beschrieb in "Heretics" die Wahrhaftigkeit von Blechmusik. Sie ist seltenst von Zweifeln angekränkelt und hat einen ganz unmittelbaren Zugang zu unseren Herzen, der so manchem Zeitgenossen unheimlich ist und sich deswegen diese gefährliche Gattung der Musik versagt. Die für diese Askese angeführten Gründe sind häufig intellektuell oder ideologisch begründet, die guten alten Bekannten halt, mit denen man alles abtun und von sich fernhalten kann. Dem einen "tümelt" es zu sehr nach Volk (als Negativfolie für die eigene, fortgeschrittene Geschmacksverfeinerung), dem anderen ist es aus historischen Gründen unangenehm, wobei sich der Begründungshorizont auf zwölf Jahre verengt hat.
Allen, anderen, die nicht an solchen Allergien leiden und vielleicht sogar selbst ein Instrument spielen, werden vielleicht den Spaß nachfühlen können, den die über 8.ooo Musiker hatten, die beim sogenannten "Woodstock der Blasmusik" im Inntal hatten, als dieses Video entstanden ist:


Sicherlich hat "Wacken" mehr als 4o.ooo Teilnehmer. Doch was sind die paar Tage Alkohol- und Lärmkonsum im Schlamm gegen vier Tage aktives, wildes Musikmachen?
Leute, so geht Musik!!!

Sommerzeit - Freiluftzeit - Flashmobzeit.

Es gibt lustige,




professionell organisierte Großmobs,


und auch der Bereich "Multikulti-Feminismen" hat sich ebenso an den Start gebracht


 wie auch ein ungenanntes Bistum (bei abgeschalteter Kommentarfunktion).


Der Grad der gefühlten Bemütheit steigt ab Film zwei von Video zu Video. Ich weiß auch nicht warum ...

Apropos Bistum, Sommer, Freiluft:
Übermorgen haben wir wieder alle die Chance, es so richtig katholisch krachen zu lassen.
Wie wärs denn mal mit nem "Flectamus genua"-Flashmob beim sakramentalen Segen bei der Prozession?
Hmmm???


Mittwoch, 17. Mai 2017

Sans culotte!

Schwarze Schuhe und Bollerbuchse (Hose (zu lang) mit Ziehharmonikafalten):
Fronleichnam auf dem Dorfe?

Mittwoch, 5. April 2017

"postfaktischer Wahlkampf" Folge 1

Vor Jahrzehnten buhlten die Parteien mit hohlsten Floskeln wie "Für Frieden und Freiheit" um die Gunst der Wähler. Man gab sich Mühe, auf den Plakaten sympathisch oder staatsmännisch zu wirken. Der Bürger wurde ermuntert, sich den großen Zielen zu verschreiben, für die die Parteien x oder y standen.
In diesem Jahr ist man wahrhaft "postfaktisch" unterwegs. Je nach Partei ist das entweder mit "realitätsfern, -fremd, -verneinend", "dummdreist gelogen" oder "für dumm verkaufend" zu übersetzen.
So wirbt eine in NRW als "arbeiteraffin"-verschriehene Partei mit ihren Erfolgen:
Zwei dunkelblonde Mädchen spielen fröhlich auf einem Schulhof.
Darunter lobt und preist sich die "Arbeiterpartei", was sie nicht alles für unsere lieben Kleinen tut.
Fragen:
1. Wieso ziehen die HauptvertreterInnen der bunten Republik, mit einem Bild an die Wahlkampffront, auf dem nur holde Maiden zu sehen sind?
2. Sind die ausländischen, zumeist mohammedanischen Kinder, die im Ruhrgebiet an mancher Schule über 70% der Schüler ausmachen, nicht dramatisch unterrepräsentiert?
Auf den Schulhöfen werden Kinder abgezockt. Eltern streichen die Klassenzimmer als Feierabendbrigaden. Die Schultoiletten sind nur noch als "Zustand" zu bezeichnen. Die Dächer sind marode, die Fenster undicht.
Das Schulgebäude ist auf dem Plakat auch nicht mehr im Fokus ...



Eine Dame um die 40, dunkelblond (sic!), sitzt an ihrem schmucken Computerarbeitsplatz, auf ihrem Schoß sitzt ein Hund, an der Wand neben dem Fenster lehnt ein Rennrad, im Hintergrund erkennt man einen Förderturm.
Darunter ein Hinweis auf die enorm gesunkene Arbeitslosigkeit im Lande.
1. Wieder eine Person weiblichen Geschlechtes.
2. Wieder dieselbe Haarfarbe.
3. Zum Hund: Welcher Arbeitgeber läßt das zu?
4. Das Fahrrad, das für das Ruhrgebiet untauglichste Fortbewegungsmittel überhaupt!
5. Wo früher hunderte Kumpel einfuhren, um das schwarze Gold zu fördern, sitzen heute ein paar Designer oder "Thinktanker" in schicken Bureaus herum. Die Fördertürme sind Kulisse für das gepflegte Gruseln in der Teepause. (Als hier alles noch laut, dreckig und staubig war.)
Wer mal die "Kulturerbe"-Areale verläßt und die drumherum lebenden Bürger wahrnimmt, wird viel Armut, Verwahrlosung, Hoffnungslosigkeit finden ...
Das mit den Arbeitslosenzahlen ist auch nur ein Zahlenspiel genauso wie mit dem Spruch über den gelungenen Strukturwandel
SPASS!

Und dann gibt es da noch dieses wunderschöne Plakat, wo ein älterer Mann lächelnd zwischen Kindern sitzt, die offensichtlich miteinander im Gespräch sind (hier könnte ein kleiner Mohammed dabei sein).
Das ist dermaßen praesmartphonisch-postfaktisch ...

Wer fällt denn auf soetwas rein?



Dienstag, 21. März 2017

... Meer sollte er heißen!

Am Abend dieses Tages möchte ich an Johann Sebastian Bach erinnern, der heute vor 332 Jahren das Licht der Welt erblickte. Auf "Bach über Bach" habe ich eine lesenwerte Zitatensammlung gefunden, in der sich neben so bekannte Dicta von Beethoven und Nietzsche auch solche von Pieck oder Einstein finden.








Mittwoch, 15. März 2017

Het Wilhelmus

Zum Tage eine Phantasie über das Wilhelmuslied von Jan Zwart (1877-1937) mit gesungenen (Gemeinde-) Strophen. An der Orgel hören Sie den talentierten Gert van Hoef, der weiß, wie man eine Gemeinde zum Singen bringt!



Donnerstag, 16. Februar 2017

Römisch Sibirien

Wer befreit mich von diesem Mann?
So die simple und verzweifelte Frage, die ein englischer König stellte. Im Mittelalter glaubte man noch an einfache Lösungen. So zogen denn vier muntere Recken des Königs aus, um den Erzbischof von Canterbury kurzerhand zu massakrieren. Aus Thomas Becket wurde in kürzester Zeit St. Thomas.
Einige Jahre später hat es auch noch einmal einen Kölner Bischof erwischt, aber das war eher eine Familienangelegenheit ...
Die Ergebnisse waren jedenfalls nie so, wie sie eigentlich gewünscht waren, die Folgen eher unerquicklich.

Wer befreit mich von diesem Mann?
Diese Frage stellte sich in der Geschichte immer wieder der eine oder andere in Bedrängnis geratene Herrscher und die Mittel wurden - bei allen Rückfällen ins Barbarische - mit den Jahrhunderten immer feiner.

Die feinste Methode hat sich auch als besonders erfolgreich erwiesen:
Der Gegner wird gebunden, sagen wir mit einem Posten, der zwar nach außen wichtig erscheint, aber nicht systemrelevant ist. Danach schickt man ihn unter lautesten Bezeugungen des Vertrauens und Wohlwollens auf ein klassisches Himmelfahrtskommando, sagen wir einmal z.B. als Gründer einer Kommission, die endlich mit den städtischen Pöstchenbesetzern bei den Nahverkehrsbetrieben im Ruhrgebiet aufräumt und die Fahrpläne sinnvoll koordiniert oder als Bauleiter für die Dauerbaustelle Flughafen Berlin. "Das schafft nur ein Mann mit solch herausragenden Fähigkeiten wie unser ..."
Spätestens nach einem Vierteljahr hat ihn die Presse abgewickelt und der zuvor Gefährdete kann mit dem Brustton tiefster Erschütterung seine Enttäuschung in Form eines Nachrufes in die Mikrophone heucheln.

Bei Kirchens arbeitet man (machtbewußt wie unsensibel) momentan befreiungstheologisch mit alten sozialistischen Methoden: Posten entziehen und ab nach "Sibirien" und zwar zu einem Himmelfahrtskommando!
Anders kann ich diese Meldung über die "Entsendung" von Raymund Card. Burke nach Guam nicht interpretieren!

Ein Platz in meinen Gebeten ist ihm sicher!





Dienstag, 14. Februar 2017

Der Kardinalsrat ...

... steht nach eigenem Bekunden voll hinter dem Lehramt Franz I..
Mir wäre es lieber, wenn sie nüchtern und wach der Lehre Christi und seiner Kirche folgten!

Freitag, 27. Januar 2017

Nicht weniger beunruhigend

sind die Nachrichten, die ich gerade bei Fr. Zuhlsdorf gelesen habe:

"The liturgical attack begins


We saw this coming, didn’t we?  There was the appointment of new consultors to the CDW.
From Amerika:
Pope Francis has ordered a review of the new Mass translation
Pope Francis has ordered a review of “Liturgiam Authenticam,” the controversial decree behind the most recent translations of liturgical texts from Latin into English and other languages. The commission, established by the pope just before Christmas, is also tasked with examining what level of decentralization is desirable in the church on matters such as this.
[…]
What’s next?
I think we know."



Malteser-gate Fortsetzung

Neue Informationen zu den päpstlichen Übergriffigkeiten:
Interessante Hintergrundinfos aus dem englischsprachigen Raum sind der Crew vom Beiboot Petri  ins Netz gegangen.
Auch Katholisches.info weiß über Neuigkeiten zu berichten.
Und bei Kath.net hebt Don Camillo die Hände ob des gleichen Themas zum Himmel.
Dieser Fall kann "Papa Bonnasera" ganz gehörig auf die Füße knallen ...


Kaisers Geburtstag!


Donnerstag, 26. Januar 2017

Aktueller denn je!


Eine der größten Katastrophen

der neueren Kirchengeschichte mit unabsehbaren Folgen für die internationale Diplomatie haben die Kurie, Papst Franz I. und ein zu gehorsamer Katholik im Amte eines Großmeisters ausgelöst. Letzterer hatte offensichtlich vergessen, daß er Staatsoberhaupt ist und ein Land zu verteidigen hat.
Lesen Sie das und dieses gleich noch dazu! Man beachte die Kommentare der Leser auf dem sonst er zahmen Forum bei kath.net!
Und was noch alles passieren kann:
katholisches.info

Mittwoch, 25. Januar 2017

katholisch???.de Nein! Radio Eriwa(h)n!

Es gibt Seiten, denen ich meines empfindlichen Magens zuliebe fern bleibe. Heute habe ich aufgrund eines Hinweises des verherten Kreuzknappen die im Titel erwähnte Seite aufgerufen. Ich´wollte einfach nicht glauben, daß dort ein neuer Tiefstand erreicht wurde. Andreas Püttmann, der "van Helsing" unter den linkskatholischen Journalisten und Tradijägern hat eine Lobeshymne auf die von Rechtskatholiken so schlimm verunglimpfte Kanzlerin geschrieben, die einem "Suffjet"-Journalisten zur Ehre gereicht hätte. Leserfragen werden nach Radio-Eriwan-Methode "beantwortet".
Sentenzen wie "An Amt und Herausforderungen gewachsen, stemmt sich die Kanzlerin als christlich-liberales Bollwerk dem autoritären Rollback im In- und Ausland entgegen: in Aufgeregtheiten versachlichend, empathisch, pflichtbewusst, frei von Eitelkeit und Affären, mit beachtlichen "Steherqualitäten. Das katholische Deutschland hat sie damit – bis auf jene Trump-, Putin- und Kaczynski-Geneigten, die sich auch am Papst reiben – wieder versöhnt." oder "Themenreduzierte Katholiken auf alten Trampelpfaden oder im Lager-Schützengraben festgefroren, begreifen das nicht." führen uns an die Ränder jener noch tieferen Abgründe im Denken des Autors, die mich schwindelig werden lassen.
"Bollwerk der Freiheit" ist dieses Elaborat betitelt.

Dienstag, 24. Januar 2017

Höflichkeit und Moral

stehen für Achtung und Schutz, sind Ausdruck des Gottesgnadentums, das mit einem Karl über Europa kam und 1118 Jahre später mit der Abdankung eines anderen Karls von ihm wich.
Gute drei Generationen später erkennen wir: Katechismen und Etikettehandbücher haben seither ihre Heiligkeit verloren, sind zur Handelsware im "Special interest"-Segment für Nostalgiker, Zwanghafte und Karrieristen verkommen.

Montag, 9. Januar 2017

Realsatire und die Unfähigkeit zum Trauern

... ist laut Duden ein realer Vorgang, der satirische Züge trägt. Mittlerweile mutet das alltägliche Geschehen eher als Satire an, aus der auch noch das letzte Gran an Realismus herausfiltriert wurde.
Kostproben:
Vereinigte Staaten
1. Weil nicht sein darf, was nicht sein soll, mutiert ein erwachsener Mann in einer Anhörung zu einer Grammophonplatte mit Sprung. Diese Rettung in die Endlosschleife wurde nötig, als ein penetrant fragender "Klimaleugner" den Gutmeinenden mit Fakten konfrontierte. Ähnliches gab es in der Politsatire "Yes, Minister!" zu sehen. Doch da haben die Autoren mit Blick auf die Abnutzungserscheinung eines solchen Witzes und mit Blick auf einen vernünftigen Schluß der Wiederholung ein überraschendes wie komisches Ende bereitet. Realiter ist das weder komisch noch überraschend, es ist erschreckend wie ermüdend. Der lesenswerte Artikel und das sehenswerte Video finden sich auf der "Achse des Guten"!

Ehemalige Gebiete der Bundesrepublik Deutschland & Neu-Mitteldeutschland
2. Zu Beginn des Wahljahres 2017 legen die sogenannten Volksparteien ihre Köder aus, aufdaß ihnen möglichst viele vergeßliche und unaufmerksame Deppen auf den Leim gehen mögen. Das kann man je nach eigenen Möglichkeiten und vermuteter Klientel intelligent, weniger intelligent, etwas plump oder saudumm anstellen. Für das, was momentan in deutschen Landen passiert, fehlt mir momentan ein adäquater Begriff ... "bodenlos" ist Schönfärberei!
a) Vor einigen Tagen flackerten z. B. der Hofreiter Toni, Cem, Göring-E. und Co über den Bildfunkempfänger. Auf einer Bierzeltbank sitzend, waren sie in eine leidenschaftliche Diskussion über innere Sicherheit und Überfremdung vertieft. Wer glaubt den bitteschön so einen schlecht dahergelogenes Zeug?
b) Seehofer und Konsorten begehren gegen die Partei der Schwester auf und drohen mit ... Theaterdonner!
c) Die FDP (Fast Drei Prozent) sieht die Chance für den Wiedereinzug in den Bundestag mit Patentrezepten aus dem Klassiker "Liberalismus und Freihandelszonen zum Selbstbau". Damit rettet Lindner dann morgen Deutschland und übermorgen die ganze Welt!
d) Kommt Euro-Schulz aus dem Vorgebirge oder nicht?
Und wo stellen die Untoten der Parteienlandschaft ihre Leimkübel auf?
Da wo sie das tumbe Pack vermuten: Im Revier der Bösen, der Ungenannten, der Populisten.
Sachlicher ausgedrückt: Es wird aus dem Programm der AfD munter abgeschrieben.
Konzeptionslosigkeit, Ideenlosigkeit und Angst vor Verlusten beflügeln das Plagiieren und das plötzliche Einsetzen einer aufgesetzten Leutseligkeit.

Wenden wir unseren Blick einen Moment vom täglichen Zirkus ab, dieser Manege voll mit Illusionisten, Gesinnungsakrobaten, Clowns und unglaublichen Dressurakten. Wenden wir uns dem Leben in unserem Land zu, z. B. den Leben, die auf dem Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember brutal beendet oder verändert wurden. Denken wir an die Angehörigen und Hinterbliebenen, die Mitgefühl und Hilfe brauchen. Welche Beachtung erfahren sie von diesen Artisten aus dem Staatszirkus?
Eine eilends zusammengeschusterte "Interreligiöse Gedenkfeier" am Tag danach.
Staatsakt von Bund und Land?
Entfallen wegen Weihnachtspause!
Die Hinterbliebenen, die Verletzten und deren Angehörige sind die stille Ecke abgeschoben und fühlen sich entsprechend behandelt.
Hilfen, die ja sonst "ganz unbürokratisch und schnell" und mit großem Tamtam breitgestellt werden, finden übrigens ebenfalls nicht statt. Auch dafür hat man auf ministerieller Ebene schnell eine Erklärung: Die Tatwaffe war ein Auto.

Gegen diese bittere Realität, sind selbst härteste Satiren von Monty Python oder die zynischsten Sprüche eines Black Adder harmlose Kinderwitze. Da geht mir mein Sarkasmus flöten. Stattdessen treiben mir Wut und Ohnmachtsgefühle Tränen in die Augen und ich bin versucht, die Fluchpsalmen zu rezitieren!
Es sind diese Momente, in denen ich plötzlich glasklar weiß, daß ich als 80 Millionstel Souverän dieses Staates meine demokratischen Rechte dazu nützen werde, um weiteren Schaden von uns und unserem Staat abzuwenden und ich in Zukunft von diesem zutiefst unanständigen Gelichte nicht mehr behelligt werden kann!