Dienstag, 23. Februar 2016

Ist Ihnen nicht wohl, Pfeiffer?

Sollte es jemals auf deutschem Boden ein so sympathisches Lehrerkollegium gegeben haben wie das in Heinrich Spoerls Roman "Die Feuerzangenbowle", so wird es spätestens mit den Anrollen des Zuges nach Doorn geschlossen pensioniert worden sein. Stolz auf das Vaterland und seine Geistesgrößen, humanistisch gebildet, Charakterköpfe mit regionalem Charme. Mir selbst, als Nachgeborenem, ist in der Schulzeit eine wilde Mixtur paidagogisch und/oder ideologisch vernebelter Köpfe zugemutet worden. Aber es gab Ausnahmen, wichtige Persönlichkeiten:
Mein hochverehrter Deutschlehrer in der Unterstufe, der letzte im Kollegium mit Fronterfahrung, der mit Liebe und Geduld die Scharten auswetzte, die uns eine burschikose Latzhose in der Grundschule zugefügt hatte.
Mein Mathematiklehrer, der zu Beginn seiner Zeit als Klassenlehrer in der Mittelstufe eine knappe, beeindruckende Ansprache hielt, die ich Jahre später nahezu wortwörtlich in jenem Film wiederfinden sollte, ein Mann, der mehrere Anschläge auf Leib und Leben und Prozesse unbeschadet überstanden hatte.
Mein Relljohnslehrer, der nicht nur unseren Geist mit Philosophie und Dogmatik schärfte sondern unter Zuhilfenahme eines Stückes Tafelkreide ein pennendes oder schwätzendes Christenkind innerhalb eines Sekundenbruchteils in irgendeine hinduistische Kaste katapultieren konnte. Was für ein Scharfschütze!
Neben ein paar anderen liebenswerten Persönlichkeiten war der Rest eher farblos oder trug Strickjacken aus unsäglichen Materialien, las Frankfurter Rundschau oder Alpenprawda (SZ) und wurde von uns nicht für voll genommen. (Dasselbe galt für entsprechende Mitschüler der "Jute statt Plastik"-Fraktion)
Man pflegte ab der Stufe 11 das höflich-distanzierte (und manchmal auch ironisch gefärbte) "Sie" bei der Anrede der Schüler. Eine herausgegebene "Landesgrußordnung" wurde nicht nur in allen Klassen verlesen, sie wurde auch zum gemeinsam gespielten Witz. Für diese subversive Situationskomik hatten die "Blumenkinder" keinen Sinn. Manche Dinge änder sich nicht!
Diese prägenden Persönlichkeiten haben uns zu kritischer Distanz allen Ideologien gegenüber erzogen. Ich bin ihnen bis heute für das, was sie mir beigebracht und eingeschärft haben, von ganzem Herzen dankbar!
Ob heutigen Schülern ein solch halbwegs beglückender Rückblick auf die Schulzeit jemals vergönnt sein wird, darf bezweifelt werden, wenn man jenen Bericht eines Schülers (9. Klasse) gelesen hat.
Diskurs?
Fehlanzeige!
Respekt?
Wenn ein Schüler sich von seiner Lehrerin als

... ach, lesen Sie selbst, was mir meine Erziehung verbietet, zu wiederholen.
Hier der Link zum Artikel!

Wenn ich so etwas lese, dann brauche ich auch
BALDRIAN! BALDRIAN GEHÖRT IN JEDES HAUS!


 Jeder Satz in dieser Szene hätte bei uns genauso fallen können, aber eine solche Verbalinjurie, wie von diesem - nun muß ich mich orthographisch sehr beherrschen - Lehrkörper im oben verlinkten Artikel begangen, wäre vollkommen undenkbar gewesen.

... oder doch lieber Heidelbeerwein?


Montag, 22. Februar 2016

Lenchen Fischer ist nur ein Symptom!

Pfarrer Thomas Frings hat in seinem Brief das getan, was das Kind im Märchen "Des Kaisers neue Kleider" getan hat: Er hat das ausgesprochen, was alle sehen können, aber keiner benennen wollte. Die Kirche hat weder eine gesellschaftsprägende Kraft noch ist dem Mitgliederschwund mit noch zeitgemäßeren Pastoralplänen zu begegnen. Auch der fortschreitende Individualismus beschreibt sicherlich einen Teil der Realität, doch - ist das des Pudels Kern?
Alles Gerede über "Gesundschrumpfen" (was es weder in der Medizin noch in der Natur gibt) und "Kirche der Entschiedenen" ist hilfloses Beschönigen.
"Der moderne Klerus glaubt, den Menschen näher an Christus heranzuführen, wenn er dessen Menschtum betont. – Er vergißt, daß wir Christus nicht vertrauen, weil er Mensch ist, sondern weil er Gott ist." (Davila, Aufzeichnungen des Besiegten, 91.) Da liegt der Hase im Pfeffer!
Auch den Kommentatoren wie bei "Summorum pontificum" oder "kreuzzeichen.blog" oder "thomasseinabendland", die alle mit Respekt und Hochachtung den Schritt von Pfr. Frings besprechen, ist zuzustimmen. Wenn man jetzt einmal von den vielfachen Behinderungen, Denunzierungen etc absieht, muß man doch ebenso zugeben: Auch die "Freigabe des alten Ritus" hat keine sichtbarem Anzeichen einer Änderung der Lage gebracht. Warum?
Es geht mir nicht darum, noch eine Deutung danebenzustellen, die noch viel deprimierender ist, als die vorherigen es waren, auch wenn es am Ende dieses Artikels genau diesen Eindruck hinterlassen wird. Es ist auch keine gut ausgearbeitete These, es ist vielmehr eine Reihe von Beobachtungen, die ich seit vielen Jahren immer wieder gemacht habe und ich werde am Ende nur die gleichen, alten Reaktionäre und Querköpfe als Kronzeugen anführen können, die ich schon seit Jahren benenne.
Wir haben es 1. mit einem Verlust an Bildung zu tun.
Wir haben es 2. mit dem Verlust eines grundlegenden Sensoriums zu tun. Es ist das Sensorium für das Heilige (Rudolf Otto), das Schöne, Wahre und Gute. Die Entzauberung der Welt, wie Chesterton und Davila sie beschrieben, führt uns auf die Spur! Ein Entzauberung, die,wenn sie einmal passiert ist, nicht mehr zurückgenommen werden kann. Der Ritus allein hilft nicht, wenn das Sensorium fehlt. Selbst Nietzsche konnte noch seine berühmten Satz über Bach schreiben, weil er musikalisch war.
Spintisiererei? Gut, ich könnte auch bei der abstrakten Staatsidee Friedrichs des Großen anfangen (Vom Gottesgnadentum zum ersten Diener des Staates), dem Niedergang des H.R.R.D.N., der franz. Revolution, der Reformation oder bei der FED, NWO, Hitler, Napoleon oder sonstwo anfangen, aber letztlich sind sie nur Krankheitssymptome. Nein!
Die Schwachen haben sich von den Blinden, Tauben, Lahmen und Verhaltensgestörten in die Irre führen lassen und feiern den Verlust von Heimat und "Erdung" als Fortschritt und Befreiung.
"Es gibt keine Dummheit, an die der moderne Mensch nicht imstande wäre zu glauben, sofern er damit nur dem Glauben an Christus ausweicht." (Ders., Einsamkeiten, 65)
Es ist dieser Verlust, diese Entfremdung, die uns die Wasseradern nicht mehr finden läßt, uns an heiligen Orten nicht mehr die Nackenhaare aufstellt und uns nicht mehr vor dem Tabernakel wie von selbst in die Knie sacken läßt. Menschen, die ständig auf Netzsuche sind, auf Novitäten als Universalersatz getrimmt. Entwurzelt, der Heimat beraubt, von den Winden hin- und her geweht wie ein abgefallenes Blatt ...
Nur ein egozentrischer, schamloser, hemmungsloser und instinktloser Mensch kommt z. B. auf die Idee, während einer Trauung einfach mal mit nem Song von Lenchen Fischer loszulegen!
 "Die Kulturen verdorren, wenn ihre religiösen Bestandteile sich in nichts auflösen." (Ders., Auf verlorenem Posten, 49)

Auf, auf, Ihr lustigen Trolle, ich harre Euer!

Samstag, 20. Februar 2016

Die Böller von Köln

[Aus gegebenem Anlaß unterbreche ich die Sabbathruhe:]
Jede sollte eine zweite Chance bekommen. Ob es wie beim RAF-Mörder Christian K. deswegen eine Anstellung im Bundestag sein sollte, darf bezweifelt werden.
Ganz anders steht es da mit der "Aktuellen Kamera". Unter diesem Namen ist eine Truppe unterwegs, die journalistische Wiedergutmachung leistet. Ein Beispiel gefällig?
Wem schwante nicht nach den Böllerwürfen in Köln, daß hier wohl Provokatuere eingeschleust worden waren? Nun haben wir dank der "Aktuellen Kamera" ein kurzes Video, das die Umstände wohl mehr als erhellen dürfte. Es handelt sich um einen waschechten Skandal, der wohl nie in den anderen Medien thematisiert werden dürfte, weil nämlich genau ihre Vertreter darin die Hauptrolle spielen. Schauen Sie sich doch einmal diese kurze Sequenz an und achten Sie besonders auf die "peinliche Berührtheit" der Polizei!


Noch Fragen, meine Damen und Herren?

Freitag, 19. Februar 2016

Justiz als Irrtum

Es gibt einen alten Juristenwitz, der geht folgendermaßen:
Treffen sich zwei Richter auf dem Flur des Gerichtsgebäudes.
A: "Herr Kollege, wie ist das werte Befinden?"
B: "Ach, ich habe eine Anzeige am Hals. Mein Schäferhund soll einen Mann im Stadtpark gebissen haben. Gegen Zahlung einer Geldbuße von 1000 DM (!) soll das Verfahren eingestellt werden."
A: "Wie? Schäferhund? Sie haben doch gar keine Haustiere, ja sie sind doch gegen Hunde allergisch! Sie haben doch sicherlich ein entsprechendes Verfahren gegen den Kläger eingeleitet ..."
B: "Natürlich nicht! Ich habe gezahlt! Wissen sie, wer den Vorsitz bei der Verhandlung haben wird?"

An diesen Witz und an die hochberühmte Aussage Ludwig Thomas über Juristen ("Er war Jurist und auch sonst von mässigem Verstande" übrigens ein Zitat, welches schon zu Beleidigungsklagen geführt hat!) mußte ich denken, als ich heute Roland Tichys Seite aufrief. Dort findet sich ein Artikel über einen Prozeß, der kürzlich in Ludwigshafen gelaufen ist. Ein Mann hatte eine Truppe von fünf besoffenen Schlägern aufgemischt, die auf dem besten Wege waren, eine schon am Boden liegende Person ins Jenseits zu prügeln. Der mutige Helfer bekam dafür jedoch keine Auszeichnung. Er bekam eine Anklage wegen Körperverletzung und ging in Untersuchungshaft, weil in dem Gerangel einem dieser Musterknaben der Kiefer gebrochen wurde. Der Staatsanwalt plädierte auf Freispruch, hatte aber nicht mit der zarten Seele der Vorsitzenden gerechnet. Der war das Vorgehen nicht vorsichtig und freundlich deeskalierend genug. [Überhaupt: Ein Kerl, der es mit fünf Besoffenen aufnimmt, muß doch eine gefährliche Kampfmaschine sein, wenn er sich das traut!]
Nun ist der Nothelfer deswegen verurteilt worden, hat jetzt eine Vorstrafe und darf nun auch noch mit einem Schadenersatzprozeß rechnen.
Wer Details will, kann auch noch bei der Achse des Guten einen Artikel zur hoheitlichen Hintergrundsmusik zum Thema "Zifielkuhrage" lesen.

Dagegen waren doch die kleinen Gerichtsszenen, mit denen uns Georg Lohmeier beschenkte, ein Ausbund von Rechtsstaatlichkeit und gesundem Menschenverstand. Erinnern Sie sich noch an die Serie? Blasmusik im 3/4-Takt, blauer Himmel, und dann kam zu ländlichen Szenen folgender Text, gesprochen von Fritz Strassner:
 "Es war eine liebe Zeit, die gute alte Zeit vor anno 14. In Bayern gleich gar. Damals hat noch Seine Königliche Hoheit der Herr Prinzregent regiert, ein kunstsinniger Monarch. Denn der König war schwermütig. Das Bier war noch dunkel, die Menschen warn typisch; die Burschen schneidig, die Dirndl sittsam und die Honoratioren ein bisserl vornehm und ein bisserl leger. Es war halt noch vieles in Ordnung damals. Denn für Ordnung und Ruhe sorgte die Gendarmerie und für die Gerechtigkeit das Königliche Amtsgericht."

Die Serie ist zwar noch nicht so lange her wie das Königlich-bayerische Amtsgericht selbst, aber beide erscheinen mir wie von einem anderen Stern, wenn ich mir die Zustände "anno 16" in diesem (ehemals unserem) Lande ansehe.

Dazu in paar Gedankenblitze:
Von George Bernanos soll der Ausspruch stammen: "Ich bin weder Demokrat noch Republikaner, nicht mehr ein Mann der Linken als der Rechten. Ich bin Christ."
Giovannino Guareschi läßt das sterbende Fräulein Christina, die alte Lehrerin sagen: "Demokratie! Einen König kann man doch nicht abwählen!"
Die Vorläufigkeit all unserer Ordnungen. Die Verirrungen unseres Machbarkeitsdenkens. Der Verlust göttlicher Autorität und Autorisierung. Gottesgnadentum, Reims, Aachen, ...
Was haben wir nur alles verloren? Wohin sind wir geraten?
Bevor ich nun in tiefe Depression und Endzeitstimmungen verfalle, gebe ich uns ein Antidot in Form eines tröstlich-fröhlichen Genrebildes aus besseren Zeiten.




Eingedenk des Besuches von Franz I. in Mexiko verabschiede ich mich mit dem Schlachtruf der Cristeros und wünsche Ihnen, geneigte Leser, einen gesegneten Sonntag:

Viva Cristo Rey!

Laurentius Rhenanius

katholisch.de ein später Nachtrag

Welche Relevanz der von Kirchensteuermitteln teuer betriebenen Internetseite katholisch.de auch zugesprochen werden mag, ist letztlich egal. Sie reiht sich mit manchen Artikeln, denen man m. E. viel zuviel Beachtung geschenkt hat, in die Truppen derer ein, die eine bemerkenswerte Haltung gegenüber dem zahlenden Publikum, Leser, Bürger, Kirchenmitglied haben. Mittlerweile beschimpfen unsere Volksvertreter Bürger schon mal gerne als Pack, beschweren sich dann über Proletisierung, wenn ihnen mit gleicher Münze heimgezahlt wird. Da macht sich eine kirchliche Seite über die treuen und frommen Kirchgänger lustig und unterstellt dann, den von ihnen mit Häme überzogenen "Gotteslobbesitzer"gebräche es an Humor, wenn man diese "Witzigkeit"* als das bezeichnet, was sie in ihrem tiefsten Inneren ist, nämlich eine blanke Unverschämtheit.
Aus ihr läßt sich eine schier unglaubliche Verachtung ablesen:

Verachtung für Menschen, die etwas empfinden und leben, was dem Autor anscheinend zutiefst fremd ist, die Unterscheidung von Alltag und Sonntag, die Unterscheidung von heilig und profan.
Verachtung von Menschen die sich nicht der epidemischen Schlabberigkeit von Kleidung, Körperhaltung und Umgangsformen anpassen.
Die Stammplatzchristen sind ein Dorn im Auge, weil sie den vorgeblichen Nonkonformismus als das entlarven, was er ist, ein Konformismus aus Schwäche, weil man dazugehören will, zu der Masse, da draußen, in der man bequem mitschwimmen kann und sich den mangelnden Schneid dann noch als Schwarmintelligenz schönredet. Es ist eine Verachtung aus Schwäche, für die man sich nicht einmal mehr schämt, sondern lächelnd zur Schau stellt.
Frömmigkeit, Wissen und Erfahrung ist was für nervige Typen in Freakshows!
Dumm ist sexy!
Lächele die anderen blöd!
Verkauf' dich gut ... Genau!
Verkauf' dich gut, dich und dein kleines, schwaches Ich an den Zeitgeist und lache über die, die dir Bruder und Schwester in Christo sind und sein sollten. Immer man feste druff! Und als große Juxrakete zum Abschluß fehlte nur noch ein deftiger Hieb in Richtung "Piusbruderschaft" oder Opus Dei! Aber das ist schon wieder fast was für Insider mit gebügelten Hemden, nicht wahr?


(* Über den Unterschied zwischen Humor und "Witzigkeit" kann man sich bei Hape Kerkeling informieren.)


Mittwoch, 17. Februar 2016

Das perlt heute wieder!

Günther Oettinger, EU-Kommissar von Erikas Gnaden, nicht verwandt und nicht verschwägert mit gleichnamiger Sudhauskette, beschenkte uns nicht nur mit Energiesparbirnen für das traute Heim, die dank des von ihnen erzeugten Lichtspektrums schwere Depressionen hervorrufen können. Von Zeit zu Zeit beschenkt er uns auch mit Sentenzen ebensolcher Wirkung. Dabei ist er sich in all den Jahren treu geblieben, sich und dem einfachen Idiom seiner süddeutschen Heimat. Er ist kein Mann delphischer Sprüche, die Franziskusperlen gleich im Ungewissen verharren. Ihm sind rhetorische Feuerwerke fremd, die von Unwissen oder mangelnden Inhalten ablenken sollen. Er spricht frei heraus, schlicht und markant wie die beiden großen Botschafter seiner Heimat, Häberle und Pfleiderer.



Nun hat er uns in seiner unnachahmlichen Art eine einfache Lösung für Ehekrisen aufgezeigt, die allein aufgrund der geltenden Gesetze in diesem Land nur für Wenige einen gangbaren Weg darstellen dürfte. Auch sonst ist aus christlicher Sicht dieser Weg kein Ausweg sondern der sichere Weg in die Hölle.
Geistig, politisch und menschlich ist hiermit die Talsohle erreicht und es ist nicht verwunderlich, wenn bei den nächsten Wahlen so manche Partei mit dem prozentualen Abstieg in den Orcus beginnen wird.
Es ist verdient.
Es ist überfällig.
Es ist der richtige Weg, sich von solchen deprimierenden Gestalten endgültig zu verabschieden!

Montag, 15. Februar 2016

Kabarett am Montag

Wenn im Kabarett mal nicht den Konservativen, Spießern oder "Rechten" mit viel Gratismut und Spezialeffekten auf die Mütze gehauen wird, ja dann gibt es betretene Gesichter, peinliche Stille und verlegene Gesichter im Auditorium.

Andreas Rebers, einer der unberechenbarsten Könner seiner Zunft, teilt in alle Richtungen aus.
Hier ein Beitrag über die Grünen:



Uwe Steimle bricht auch schon mal eine Lanze für die Dresdener Pegida und wettert in Talkshows "ungebrieft" über linke Chaoten:



Einen ganz besonders großen Vogel hat aber Marc-Uwe Kling abgeschossen, als er einer alten kommunistische Weisheit über die Sozialdemokraten zu neuer Aktualität verhilft.



Zum Schluß noch einmal Musik, Volksmusik vom Allerfeinsten:



Und danach herrscht dann wieder Stille im Lande, wie Anabel Schunke auf Roland Tichys Seite ganz ernsthaft moniert hat, eine unheimliche Stille ...

Vegessen Sie das Gebet zum Erzengel Michael vor dem Einschlafen nicht!

Gute Nacht!

Freitag, 12. Februar 2016

Walter Schäuble oder was?

Wenn er das wirklich gesagt hat, so stellen sich folgende Fragen:
1. War es unbedacht?
2. Ist der Wahrheitsgehalt diesmal höher?
3. Handelt es sich um eine zynische Reminiszenz, die uns langsam aber sicher zeigt, mit wem wir es in Wirklichkeit zu tun haben? Daraus ergibt sich:
4. Wird er auch wie ein gewisser Erich (der Andere) sagen: "Ich liebe – Ich liebe doch alle – alle Menschen – Na ich liebe doch – Ich setze mich doch dafür ein."?
Ich hoffe, der Tag ist nicht mehr fern, an dem wir uns noch einmal dieses Bonmots erfreuen dürfen!

In diesem Sinne:
Vorwärts immer, rückwärts nimmer!

Mittwoch, 10. Februar 2016

Erikas Wesen und Hilfe für Demente

Der "Achse des Guten" verdanken wir einen Hinweis, der uns viel über den Charakter der Kanlzlerin verrät, leider ein paar Jahre zu spät. Das von der "Bundesregierung" angesteuerte Bargeldverbot kann im Lichte dieses Videos auch noch einmal ganz anders gedeutet, werden, eine Argumentation, die vielleicht etwas glaubwürdiger gewesen wäre als das Gerede über Geldwäsche: Es ist ein Schutz für eine immer älter werdende Gesellschaft mit immer mehr dementen Mitbürgern. Auch Minister sollen schon in frühen Jahren von Schüben heimgesucht worden sein. Aus persönlicher Erfahrung und Betroffenheit heraus sollen nun alle Bürger davor bewahrt werden, Unsummen zu verlegen und nicht wiederzufinden.
Fürsorglich, nicht wahr?
Hier noch einmal das schockierende Video, in dem ein niederländischer Skandalreporter die Kanzlerin auf das temporäre Gebrechen eines Ministers in unsensibler und penetranter Weise und geradezu hetzerischer Absicht anspricht:


Montag, 8. Februar 2016

Narrenfreiheit in GroKonesien

Während die Festkomitees entlang der Rheinschiene im vorauseilenden Gehorsam gegen den Propheten, quatsch, ich meine die Wetterpropheten,  ihre Festzüge abgesagt haben (bis auf die Öscher), sind in den Landesteilen, in denen der Rosenmontag kein "halber Feiertag" ist, die Züge schon am Sonntag schon ohne Gegenwind gelaufen. Dabei soll es in manchen Orten sogar zu Anflügen von Narrenfreiheit gekommen sein. Dies ist nur an Orten passiert, die nicht wie in Köln oder Mainz entsprechende Kontrolltruppen haben. Diese Selbstzensoren achten darauf, daß alles maßvoll abgeht und niemand durch Bilder wie in diese (die gesamte Fotostrecke lohnt sich!) beim Schunkeln aus dem Takt kommt oder die Obrigkeit ins Wanken gerät.
Narrenfreiheit?
Einige scheinen den Maß richtig getroffen, äh, die Maas ist irgendwie vollgelaufen, ne auch falsch ...
Jedenfalls ist es damit nicht mehr weit her.
Die Hofberichterstatter echauffieren sich über Ausnutzung närrischer Privilegien. Da muß dann wohl die Staatssicherheit ... - ne die heißen ja jetzt anders - der Staatsschutz durchgreifen, wenn man hanseatischen Spaßbremsern und Frankfurter Klugköpfen folgen soll.
Mit Artikeln habe ich heute irgendwie Schwierigkeiten ...
Wer es am Rosenmontag einmal ungeschminkt haben möchte, der lese hier nach!

Mannomann! Deutschland im Dauerregen, seit 33 möchte man meinen!

Als Karnevalist (a.D.) habe ich mir in diesem Jahr wieder die Freiheit genommen, närrisch zu dichten, im Namen, der Freiheit des Denkens, des gesprochenen und geschriebenen Wortes und nicht nur der Narrenfreiheit!

Mein lieber Freund, mein lieber Freund,
die guten Zeiten sind vorbei!
Ob man da lacht, ob man da weint,
die Welt geht weiter, eins zwei, drei.

Ein kleines Häuflein Technokraten,
macht heut auf Geopolitik.
Schieben Millionen durch die Staaten,
und was ist hier mit uns im Augenblick?

Wir sind die Eingeborenen von GroKonesien
Hei-ko-mer-ke-la-mer-ke-la-mer-ke-la-mer-ke-la-bumm!
Wir hamm die Angela mit unnahbarem Wesien!
Hei-ko-mer-ke-la-mer-ke-la-mer-ke-la-mer-ke-la-bumm!
Und dank des Schäubles Steuerschraube,
wohnen alle bald in der Laube!
Wir sind die Eingeborenen von GroKonesien
Hei-ko-mer-ke-la-mer-ke-la-mer-ke-la-mer-ke-la-bumm!

Die Grenzen auf, die Gelder raus,
aus dem schon leeren Portemonnaie!
Wir schaffen das! Wir schaffen das,
laut Merkel und der SPD!

Für Schulen, Straßen, Kranke, Alte,
sind nicht mal Groschen mehr im Staatsetat!
Für Hellas Banken und fremde Muselmanen
sind aber immer noch Milliarden da!

Wir sind die Eingeborenen von GroKonesien
Hei-ko-mer-ke-la-mer-ke-la-mer-ke-la-mer-ke-la-bumm!
Wir hamm die Angela mit unnahbarem Wesien!
Hei-ko-mer-ke-la-mer-ke-la-mer-ke-la-mer-ke-la-bumm!
Und dank des Schäubles Steuerschraube,
wohnen alle bald in der Laube!
Wir sind die Eingeborenen von GroKonesien
Hei-ko-mer-ke-la-mer-ke-la-mer-ke-la-mer-ke-la-bumm!

Doch wehe euch, doch wehe euch,
dir ihr uns heute frech betrügt.
Der Tag kommt bald, der kommt bald,
an dem ihr eure Quittung kriegt.

Wir GroKonesier sind zwar lange stille,
doch irgendwann reißt einmal uns das Band.
Und dann erhebt sich laut des Volkes Wille,
denn wir lieben unser Heimatland!

Wir sind die Eingeborenen von GroKonesien
Hei-ko-mer-ke-la-mer-ke-la-mer-ke-la-mer-ke-la-bumm!
Wir hamm die Angela mit unnahbarem Wesien!
Hei-ko-mer-ke-la-mer-ke-la-mer-ke-la-mer-ke-la-bumm!
Und dank des Schäubles Steuerschraube,
wohnen alle bald in der Laube!
Wir sind die Eingeborenen von GroKonesien
Hei-ko-mer-ke-la-mer-ke-la-mer-ke-la-mer-ke-la-bumm!

Darauf ein dreifach donnerndes:
IM Erika:
Helau!
IM Larve!
Alaaf!
GroKonesien!
Helaaf, äh,  Alau, ne auch nicht ... jetzt weiß ich:
Hallal!

Freitag, 5. Februar 2016

Wochenschau 5.KW/2016

1. Auf meinen Eintrag zu Seiner Majestät Geburtstag erhielt ich eine Rückmeldung des hochgeschätzen Dilettanten. Seine Zweifel an den Thronrechten des Hauses Hohenzollern seien einmal dahingestellt. Viel schwerer sind die Zweifel, die er mir, der sich in Anerkenntnis der historischen Tatsachen, welche der korsische Parvenu geschaffen hatte, mit der kleindeutschen Lösung abgefunden hatte, eingepflanzt hat, nämlich: Ist vor dem von ihm aufgetanen Horizont nach Maximilian Franz von Österreich überhaupt jemand seit 1801 rechtmäßig und gültig Erzbischof von Köln gewesen?  Eine bisher verschwiegene Sedisvakanz?

2. Die diesjährige praequadragesimale Kostüm- und Saufsaison zeigt nur zu deutlich, wie es um die sog. Narrenfreiheit in der postparlamentarischen GroKokratur bestellt ist. Man ergeht sich im Schunkeln, Schenkelklopfen bei allbackenen Witzen über längst ausgestorbene Spießbürgerfiguren oder die allgefälligen SUV-Supermütter und braven Knüffen in die Seite des Establishments. Die vom angeblichen Mief der traditionellen Sitzungen befreiten Bühnenshows zeigen sich als das, was sie sind: geschichtsvergessene Spießigkeit! Merke: Nicht jede Zeit bekommt ihren Karl Küpper geschenkt!

3. Die Bands der rheinischen Fetenbeschallungs-Innungen bieten Seichtigkeiten für den kleinsten gemeinsamen Nenner! Und damit haben sie ungemerkt und ungewollt den Anschluß an die katholische Heimat gefunden, irgendwo zwischen Familiengottesdienst und NGL! Meine Güte, was waren Karl Berbuer, Jupp Schmitz, Ernst Neger (!) oder Kurt Lauterbach dagegen doch unangepaßte Kerle ...

4. Apropos Büttenreden: Haben wir eigentlich noch ein Parlament oder ist es nach dem Erscheinen von Roger Willemsens Buch "Das Hohe Haus" mittlerweile aus Scham still und heimlich geschlossen worden?
Wann finden die wichtigen Generaldebatten zu Themen wie TTIP, Grenzschutz, Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr, Zukunft des gemeinsamen Hauses Europa, Wiedereinführung des Rechtsstaates, Bildung, Gesundheitswesen, Sozialpolitik, Infrastruktur und Straßenbau, Abschaffung der Genderforschung und der GEZ-Zwangsabgabe etc. statt?

5. Die Abschaffung des Bargeldes als Garant des totalüberwachten Steuerzahlers galt Vielen noch vor kurzer Zeit als ergrauter Witz aus dem Repertoire der Weltverschwörungstheoretiker (besser bekannt als "durchgeknallte Spinner"). Nun will die sog. Bundesregierung eine Obergrenze bei Barzahlungen einführen und die EZB bastelt schon an der Abschaffung der 500er. Am Niederrhein wird in manchen Städten schon gerundet, damit man möglichst ohne Kupfergeld auskommt. Na? Klingelt langsam was?
Die dargebotenen "Begründungen" für diese Maßnahmen sind ebenso fadenscheinig wie nutzlos und entsprechen fast wortgetreu dem, was die angeblichen "Spinner" schon vor Jahren vorhersagten. Nur eines haben die Politiker aus gutem Grund nicht übernommen: die ebenfalls prognostizierten Folgen für jeden von uns, die da heißen "Totale Überwachung", "totale Abhängigkeit von Banken", "Verlust der Freiheit und der Anonymität". Wer daraufhin immer noch in aller Biedermeierlichkeit davon spricht, daß er ja nichts zu verbergen habe, läßt mich auch noch einmal neu über die Theorien zu sogenannten "Chemtrails" nachdenken.

6. In den Einwohnermeldeämter stehen bundeweit Geräte, mit denen fehlerfrei die Fingerabdrücke der Bürger genommen werden können, um den Ausweis für Sonderfunktionen zu "personalisieren". An den Grenzen werden Geräte in viel zu kleiner Stückzahl vorgehalten, die in aller Regel fehlerhaft Ergebnisse liefern. Eine Vernetzung von Bund, Ländern, Kommunen und Polizeibehörden gibt es außerdem nicht.

7. Seit wann haben wir bei der Luftwaffe die Tornados im Einsatz? Seit 1980. Letzte Moderinisierungsstufe: seit 2012. Und nun ist die Innenbeleuchtung so hell, daß keine Nachtflüge möglich sind? Hat man von Glühbirnen auf Energiesparlampen umgestellt und sich mit der "Wattzahl" vertan?

8. Kampf gegen rechts I. Ich persönlich sähe es als erste Aufgabe, wenn man sich in Deutschland auf die in Europa und auch Deutschland aus dem Orient importierte Judenfeindlichkeit konzentrierte und endlich jene, zum Großteil auf Videos festgehaltenen Befürworter der Judenvernichtung ermittelte und zur Rechenschaft zöge, die im Jahre 2014 bei Zusammenrottungen in Frankfurt oder im Ruhrgebiet die Vergasung forderten.

9. Die Proletisierung der Kommentarbereiche und der sog. sozialen Netzwerke sind eine Frucht der Reformpädagogik nach 68, mangelder Spracherziehung und -kenntnisse, des Verfalls der Umgangsformen im Allegmeinen und des von vielen Menschen erlebten oder gefürchteten sozialen Abstiegs. Angst und Kulturlosigkeit brechen sich in brachialer Sprachlosigkeit bahn. Noch ...

10. Laut einer in dieser Woche durch die Presse gegeisterten Untersuchung, ist in Deutschland das Bildungsniveau der Menschen, die sich im Internet informieren, im Gegensatz zu den anderen europäischen Ländern eher gering. Also in Deutschland schauen die Dummies in den Rechner, während hinter den Zeitungen immer noch kluge Köpfe stecken? Wollen die Presse-Verlage mit despektierlichen Äußerungen verlorene Klientel durch Übergriffigkeiten ans Portepée zu alten Lesegewohnheiten zurückholen?

11. Kampf gegen rechts II. Nach bisher unbestätigten Aussagen soll die bisherige 1:1 Betreuung der sog. militanten Rechten bald auf 2:1 umgestellt werden, um den völlig überarbeiteten V-Leuten einen geregelten Schichtdienst bei der Betreuung der von ihnen Gepflegten zu ermöglichen.

12. Winterklamauk zum Letzten: Selbst die Altneihauser Feierwehrkapelln, die in den letzten Jahren trotz der zur Schau gestellten Zahnlosigkeit mit ihrem politischen Biß überzeugte, mümmelte in diesem Jahr weiche Kost.

13. Kampf gegen rechts III. Wenn Andreas Püttmann und Frau Liane Bednarz mal wieder über "unheilige Allianzen" schreiben, so ist das weder besonders aktuell noch besonders intelligent, sondern eine Wiederaufnahme eines alten Schauspiels mit viel Theaterdonner und ansonsten langweiliger Handlung. Es ist ein Potpourri bekannter Genrestücke und Sketche aus dem Bereich der plattdeutschen Volkskirchenbühnen. Premiere hatte dieses Stück schon im April des Vorjahres, als Herr Püttmann sich im (horribile dictu!) als konservativ verschrieenen Magazin Cicero dazu äußerte. Danach kam das Ganze dann als Studie der Konrad-Adenauerstiftung im Juni 2015 heraus, alles bei kath-kommentar und kath.net hinreichend besprochen. Aktuell ist daraus in der FAS nun das grelle Schauerstück vom hybriden Superschreckgespenst "Dunkeldeutscher-Tradi-Katholik" geworden. Entschuldigung, aber das ist doch billigstes Fronttheater mit B-Promi-Besetzung! Es ist wie das unter No. 9 beschriebene Phänomen, nur im etwas anderen Gewande.
Mit einem früher häufiger gehörten Zitat des alten Geheimrates ausgedrückt: "Man merkt die Absicht, und man ist verstimmt!"

Einen gesegneten Sonntag Quinquagesima wünscht Ihnen der Dunkeldeutsche-Tradi-Katholik

Laurentius Rhenanius

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