Montag, 27. Oktober 2014

FSSPX darf die Sakramente nicht mehr spenden?

Wenn die Nachricht auf dem Weblog von Father Z. http://wdtprs.com/blog/2014/10/italian-bishop-forbids-people-to-receive-sacraments-from-sspx/ keine Falschmeldung ist, dann hat der "barmherzige" Vater in Rom durch den Bischof von Albano (dem Sekretär des Gremiums der neun Granden, zu dem auch der Erzbischof von München gehört) mit diesem Verbot das Zentrum der FSSPX in Italien belegt.
Wer die Sakramente dort empfängt, zieht sich die Tatstrafe der Exkommunikation zu.
Aha! Aber was nicht gefeiert wird, kann man doch auch nicht empfangen?
*** logikauflöswölkchen ***
Und wie steht das im Zusammenhang zu den Gesprächen mit der Glaubenskongregation?

Da bleibt dann die Frage, wann es denn dann den anderen an den Kragen gehen soll, der Petrusbruderschaft, dem Institut Christuskönig, den Klöstern in Le Barroux oder in Heimbach?



ES WIRD LANGSAM ZEIT, SICH EINE KATAKOMBE ZU SUCHEN UND GEHEIMZEICHEN ZU VERABREDEN!

Freitag, 17. Oktober 2014

Wochenschau 42. KW

Takatukaland, Dementitis und rent-a-church.

Eigentlich hatte ich auch diese Woche nicht viel Zeit für diese Seite, doch die Synode hat mich immer wieder ins Netz gezogen. Die Vorberichterstattung über quengelnde Schwaben und bayerisches "Mirsanmir!" ließ schon nicht viel Gutes ahnen.
Doch das Durcheinander von angeblich verfälschenden Zwischenberichten und Wortmeldungen, der Nachnominierung von Personen vermittelt den Eindruck, als wenn a) die Synode schlecht vorbereitet sei, b) entweder nach Gutsherrenart hineinregiert, oder ständig "nachgebessert"" wird, c) unterschiedliche Gruppierungen bewußt die "Funkdisziplin" nicht einhalten, um über die Öffentlichkeit Druck zu erzeugen.
Alles in allem ist das abgegebene Bild weder vorteilhaft noch vertrauensfördernd und leistet der Legendenbildung und neuen Verschwörungstheorien Vorschub.

Daneben treten am Ende der Woche noch die hochgradig ansteckende Seuche namens "Dementitis" in Erscheinung.
Card. Kasper will nun doch nichts in Richtung "Takatukaland" und zeitweiliger Taubheit gesagt haben und der Chef der Glaubenskongregation hat nun doch nichts über den Zwischenbericht gesagt und auch der Unterzeichner war jetzt angeblich doch mit dem Papier zufrieden.
Ja was denn nun?

Zumindest Card. Kaspers Dementi dürfte nach den neuesten Veröffentlichungen eher eine Art "Halbwahrheit" sein. Über die Verbindung von "Halbwahrheit" und dem Tatbestand der besonders dreisten und faustdicken Lüge möge sich der geneigte Leser in der einschlägigen Literatur oder bei Mother Angelica von EWTN erkundigen.

Derweil verbaut die Erzdiözese München-Freising skandalös viel Geld im neuen Ordinariat und nun explodieren auch noch die Baukosten. In Ermangelung eines auf Krawall gebürsteten Stadtdechanten und einer zurückhaltenden Regionalpresse wird es wohl dem Kardinal erspart bleiben, seinem Kollegen aus Limburg ins Exil der Geldverbrenner folgen zu müssen.

Und mit dem leidigen Thema Geld bin ich beim nächsten Punkt:
Franz I. ist ein echter Gönner. Wenn er sich schon selbst keinen Konzertbesuch gönnt, so ist er doch bei Anfragen wichtiger Firmen großzügig. So hat er nun Porsche die sixtinische Kapelle für ein Konzert zur Verfügung gestellt, gegen entsprechende Mietzahlung, versteht sich.
In diesen heilgen Hallen ein Megaevent für einen Luxuskarossenbauer...
Da fehlen selbst mir die Worte!

Geneigter Leser, dies ist eine Woche, in der die Armut der Kirche wie noch nie zutage getreten ist. Es ist eine Armut, die als lebensgefährliche Mangelerscheinungen diagnostiziert werden muß, Mangel an Geist, Liebe, Wahrhaftigkeit, Wahrheit und Fingerspitzengefühl.
Angeblich hat unser Pontifex die Ausführungen Card. Kaspers als "Theologie auf den Knien" bezeichnet und gerühmt.  Wie bitte was? Auf den Knien? Ja vor wem denn?
Es ist keine Theologie, die  ihren Ausgangs-und Zielpunkt "vor dem Tabernakel" hat. Dieser "Kniefall" scheint eher durch einen Schlag in die Kniekehlen provoziert worden zu sein .Es ist eine Theologie, die aus Schwäche vor den Opfersteinen des Zeitgeistes zusammengesackt ist, es ist eine Theologie, die am Boden liegt.
Eines ist offensichtlich:
Unsere Hirten bedürfen dringend des Gebetes.
Bestürmen wir die himmlischen Heerscharen, die Königin des Himmels, alle heiligen Kirchenlehrer um ihren Beistand!

Ein gesegnetes Wochenende wünscht Ihnen,
Laurentius


Mittwoch, 15. Oktober 2014

Sel. Anna Katharina Emmerick - Relektüre

Ein Kanzler der BRD hatte weiland bei Visionen zum Arztbesuch geraten.
Sicherlich hatte der trockene Hanseat dabei keine religiösen Schauungen im Blick gehabt.
In den letzten Tagen beschäftigt mich der Verlauf der Synode in Rom. Nun bin ich auf zwei Seiten gestoßen, die Teile aus den Visionen der sel. Anna Katharina Emmerick vorstellen.
Man mag davon halten, was man will. Es ist ja kein fest zu glaubendes Gut, was hier vorgestellt wird. Der Inhalt ist aber frappierend aktuell.

Hier geht es zu den Berichten:
Eher allgemein: Beiboot Petri
Sehr nahe am Zeitgeschehen: katholisches.info


Dienstag, 14. Oktober 2014

Bill Bo UPDATE!

Liebe Leser,

momentan kommen immer mehr verstörende Details ans Licht.
Franz regiert über Zettelchen in die Synodenführung hinein.
Es werden Zwischenberichte veröffentlicht, die zwar die Unterschrift eines Bischofs tragen, der aber offensichtlich nur Teile davon zu sehen bekommen hat.
Raymond Leo (sic!) Card. Burke fordert von Franz I klärende Worte im Sinne der Lehre und Tradition der Kirche.
Auch deraus unerfindlichen Gründen abgesetzte Bischof Rogelio Livieres spricht frei und klar die Misere aus.
Der Vorsitzende der polnischen Bischofskonferenz meldet sich ebenfalls sehr kritisch zu Wort, sodaß selbst die "Franziskusperlentaucher" bei kath.net mit Beschwichtigungsversuchen ins Leere laufen und der Ton im Kommentarbereich wird spürbar schärfer.

Es ist ein Putschversuch all derer, die das Vat. II als Konzil des Bruchs interpretieren wollen. Ob man nun wieselklug wie von Schönborn mit dem "subsistit in" jongliert oder dumpfbackig mit erweiterten Dokumenten arbeitet: Es sind subtile oder weniger subtile Täuschungsversuche, es "wird falsch Zeugnis geredet". Dafür muß man kein großer Theologe sein. Es reicht, die zweite Tafel der 10 Gebote auch nur ansatzweise zu kennen.
Durch Lug und Betrug gelangt man zu manchen Dingen, niemals aber zur Wahrheit. Das unheilige Kuddelmuddel zeigt nicht nur die Vorschädigung in Glaubensfragen sondern auch den Verfall der Umgangsformen und der guten Sitten. Es geht halt zu wie an einer mittelmäßigen Universitätsfakultät im den 1970ern.
Der Vertrauensverlust in Episkopat und "Papa Bonasera" wird enorm sein.
Den mutigen Leus, die jetzt mutig und klar für die Kirche aller Zeiten eintreten, werden sich - wenn nicht das ein oder andere Wunder erbetet werden kann - nach der Synode auf kleinere oder größere Veränderungen in ihrem Leben einstellen dürfen, vielleicht so etwas wie der gute alte Hausarrest, Veröffentlichungsverbote, Sonderbotschafter in Syrien ...

Zum Abschluß ein Zitat des leider viel zu früh von Gott in die Ewigkeit abberufenen Hw, DDr. Gregorius Hesse aus Wien:
"Durch das Nach­sinnen und Studium der Gläubigen komme ich höchstens dahinter, daß das sechste Gebot wider­lich ist und man es abschafft – darauf wollen sie übrigens hinaus, die Herren!"

Da sei Gott vor!


Montag, 13. Oktober 2014

Bill Bo und seine Kumpane

Die Meldungen über die in Rom tagende Bischofssynode sind ebenso so befremdlich wie zu erwarten gewesen. Einem Josef Filser folgend, waren die "schwachen Katholiken" leicht und schnell ausgemacht. Diesmal waren es aber nicht die "Lehrer und Apotheker", sondern es sind die bekannten Wortführer deutscher Zunge.
Auch die Darstellung der Synode durch die Organe der vatikanischen Öffentlichkeitsarbeit war keine besondere Überraschung.
Eher ungewöhnlich ist da schon die Position, die der Präfekt der Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Card. Müller, in den letzten Tagen einnimmt. Er wehrt sich gegen die einseitige Medienarbeit durch Pater Lombardi, SJ (sic!), fordert Transparenz und widerspricht der von Card. Kasper und Konsorten vertretenen und offensichtlich von Seiner Heiligkeit, Franz I., gewünschten Linie, weil sie im offbar nicht mit der Tradition der Kirche übereinzustimmen scheint.
Wertvolle Infos (wie so häufig) bei "katholisches.info".
Über weitere Merkwürdigkeiten wie ein obskures "Beraterpaar" berichtet "Katholik und Welt".
Es lohnt sich, dem Link zu folgen und auf "Lifesite" das Interview mit S. Em. Raymond Card. Burke zu lesen.
Ein anderer Bischof, der ebenfalls von S. Heiligkeit Franz I. geschasst worden ist, bekennt sich ebenfalls unmißverständlich zur Lehre der Kirche, Bischof Rogerio Ricardo Livieres Plano von Ciudad del Este, was im nun auch noch eine Distanzierung des Opus Dei eingebracht hat.
Das Werk steht anscheinend (wie immer) voll hinter dem Papst!
So frage ich mich denn selbst:
Und wo stehst du, Laurentius?
Ich sehe für mich nicht die Möglichkeit, gleichzeitig voll zu sein und aufrecht stehen zu können. Bei nüchterner Betrachtung kirchlicher Lehre und Tradition zu Ehe und Familie kann ich, soweit ich diese durch die Katechismen und Denzinger ermittelt habe, nicht zu jenen Ergebnissen kommen, die Card. Kasper und Co als "Weg der Barmherzigkeit" vorstellen.
Ist es Barmherzigkeit? Ist es nicht eher ein Einknicken vor der Kritikunfähigkeit der Zeitgenossen, die nur sich selbst als normgebend akzeptieren, ein Einknicken vor dem Unwillen Verantwortung zu übernehmen und Konsequenzen zu tragen? Ist es nicht ein Einknicken vor den Nörglern, die seit Jahrzehnten über den Begriff der "Gemeinschaft" die Eucharistie zu einer Gemeindeveranstaltung degradiert haben, bei der jeder ein Anrecht auf einen (Entschuldigung!) gesegneten Keks hat?
Ist es gesellschaftliche Liebedienerei?
Ist es Angst vor den Aggressoren aus den eigenen Reihen oder der Gender-, Femi- und Sonstwas-istInnen?
Ist es schlichtweg die geistliche Verwahrlosung unserer Kirche, die nun auch in der "OHL" angekommen ist?

Tja, und wo bittschön ist die neue Barmherzigkeit gegenüber den Freunden der "katholischen Folklore", um einmal eine frühe Franziskusperle aufzugreifen?
Da fehlt dann leider der Anschluß an die Lebenswirklichkeit, nicht wahr? Erinnert das dann nicht eher an den Umgang mit ungeliebten Altkadern in guten alten Ostblock, eine Art Räubersynode?

Wenn unsere Herren so weitermachen wie bisher, dann wird diese Kirche den Weg allen Lutherischen gehen, den Weg in die Bedeutungslosigkeit, zu einer Art Cateringunternehmen in Sachen Sinnstiftung an Lebenswenden, neben Jugendweihe, Hiphop für Angestellte und Bestattungen im Heißluftballon.
So lustig das auch klingen mag:
Es geht hier um die Wurscht!
Es geht um die Sakramente und um die 10 Gebote, meine Herrschaften.
Es geht um das Seelenheil, liebe Freunde.

Und so wird man dem Ernst der Sache Ehe nicht gerecht.
Und wenn man nun alles über den Haufen werfen will, was Jahrtausende galt, ja wird man dann glaubwürdiger oder wird es als Schwäche als Zusammenbruch vor dem Zeitgeist verstanden werden, als Kapitulation eines ohnehin schlappen Vereins?
Wie sagte schon Konrad Adenauer: "Machen sie sich erst einmal richtig unbeliebt. Dann werden sie auch ernstgenommen!"