Freitag, 19. Dezember 2014

Das Schweigen der PEGIDAs

Liebe Leserinnen und Leser,

in den letzten Wochen herrschte auf dieser Seite Funkstille.
Ob und wann ich wieder einmal regelmäßig in die Tasten greifen werde, weiß ich im Moment noch nicht.
Ich bin momentan ein wenig gelähmt. Ich beobachte die Welt um mich herum und komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Noch nie habe ich so sehr das Gefühl gehabt, in einer Welt voller Lug und Trug zu sein, wie in den letzten Monaten. Und noch nie hatte ich sehr das Gefühl, es braut sich etwas zutiefst Ungutes zusammen.
Das Pontifikat Franz I. gerät immer mehr zu einer Katastrophe geistlicher Mittelmäßigkeit. Die ewiggleichen, Ewiggestrigen spielen ihr Revolutionskasperle. Was sie wollen und fordern, ist mit der Lehre unserer Kirche schlicht und einfach nicht vereinbar. Sie belügen sich selbst und andere, wenn sie anderes behaupten. Hier und da werden kluge und fromme Köpfe beseitigt versetzt und ... ach, ist egal!
Die Qualitätsmedien erweisen sich nicht so sehr als kritische Begleitung der Politik sondern vielmehr als dem Vorzimmer der Kanzlerin vorgelagerte AgitProp-Abteilung.
Beispiel:
Ein ehemaliger Kriegsdienstverweigerer, der aus Gewissensgründen den Dienst an der Waffe verweigert hat, macht sich über die Friedensinitiative honoriger Menschen wie z.B. Bundespräsident a.D. Roman Herzog lustig. ANGSTHASEN! AB AN DIE FRONT GEGEN DEN BÖSEN RUSSEN!
Wenn Ungediente anfangen mit dem Säbel zu rasseln, den sie nicht haben...
Abgesehen einmal davon, daß diese ganze Verteufelung Puntins ein peinliches Schmierenstück ist, sollte sich dieser Herr einmal überlegen, was denn bitteschön von Deutschland übrigbleibt, wenn die NATO da "reingeht wie in einen Gottesdienst!"? (Von wem war das noch?) Genau 100 Jahre nach Ausbruch des 1. Weltkrieges zündeln Regierungen und Medien wieder gefährlich herum.
Apropos 1. Weltkrieg: Es war merkwürdig still in diesem Gedenkjahr, nicht wahr? Tja, wenn über viele  Jahrzehnte gepflegte Lügengebäude ins Wanken geraten... Man tut dann leiber so, als wenn alles wie gehabt wäre oder man setzt noch eins oben drauf? So geschehen in einem grottendämlichen Film, in dem man der deutschen kaiserlichen Diplomatie eine Verstrickung in das Attentat auf S.K.H Franz Ferdinand unterschieben will. Ja sicher!
Der Kanzlerinnenwahlverein generiert Wahlergebnisse, wie andere "Demokraten" vor gut 30 Jahren, männliche Vizekandidaten treten zwecks Plansollübererfüllung bei der Frauenquote von der Kandidatur zurück.
Hoch! Hoch! Hoch!
Und zum Geburtstag bringt ihr ein Journaillist noch ein Ständchen!
Welch herzliche Gewaltenteilung wir doch in unserem  Ländle haben!
Wen kann es da verwundern, wenn sich Bürger, Demokraten, die fest auf dem Boden unseres Grundgesetzes stehen, langsam fragen, in welcher Staatsform wir aktuell leben.
Wenn man dann noch Gehaltsstreifen, Steuerbescheide und den Allgemeinzustand von Städten, Straßen, öffentlichen Kassen ansieht, die zunehmende Verarmung der Rentner, sogenannte "Negativzinsen" in Aussicht gestellt bekommt, dann fragt man sich ernsthaft, ob die Politik noch zum Wohle des Volkes und Landes gemacht wird. Besonders schwierig wird die Lage nun bei der Frage nach der Islamisierung Europas.
Hier ist die Lage nur noch als komplett schizophren zu bezeichnen. Während tagtäglich über alle möglichen Gewalttaten, Anschläge, ethnische und reliiöse Säuberungen berichtet werden muß, die Rolle der Frau nun hinlänglich bekannt ist, schreiten Politiker,Medien und Kirchenvertreter Seit an Seit, dreschen auf alle Mahner und Warner ein, Sarrazin, Pirinci und Co. Und nun auch noch Bürger, die sich kritisch zur Wehr setzen.
Was wird nicht alles versucht, um sie zu diskreditieren? Jedes Mittel scheint Politikern und Medien recht zu sein! Bei Kmapf gegen die angeblichen "Braunen" bedienen sich Politiker aller Couleur genau jenes Vokabulars!
Werte Leserinnen und Leser, ich bin zutiefst erschüttert über die moralische Verworfenheit jener, die uns jeden Tag mit ihrer moralinsauren Weltsicht behelligen. Es wird gelogen, vertuscht und beschimpft.
Friedliche Demonstranten werden von "Antifaschisten" gehetzt und mit Messern traktiert, Behinderte Demonstranten zusammengeschrieen. Und die Medien verschweigen.
Doch auch die Demonstranten schweigen. In Dresden wird spaziert und geschwiegen. Die Medien bekommen Körbe. Keiner redet mit ihnen. Stattdessen bekommen sie nur die Forderungen der PEGIDA verlesen.
Schweigen, daß sich der Verdrehung der Worte entzieht.
Ein beredtes Schweigen als Kontrapunkt zum Totschweigen der Probleme durch Medien und Politik.
Ein Schweigen zu den immergleichen Worthülsen und Parolen.
Vor 9 Wochen fing alles mit ein paar Leuten an.
Letzte Woche waren es über 17.000 in Dresden.
In anderen Städten formieren sich ähnliche Spaziergänge.
In Spanien, Frankreich...
Dresden, ehemals im Tal der Ahnungslosen gelegen.
Dresden, von den Briten zerstört.
Dresden, eine Stadt, die sogenannte Autonome und Antifaschisten wieder zerstört sehen möchten ("Bomber Harris, do it again!")
Dresden ist der Anfang einer wichtigen Bewegung. Bürger nehmen still, friedlich und unverzagt wieder ihr Schicksal in die eigene Hand und zeigen sich als der eigentliche Souverän.
Dresden, eine Hauptstadt deutscher Kultur.
Dresden, Hauptstadt einer neuen politischen Kultur.

Roman Herzog, der jetzt für seine Friedensinitiative von den Medien verschwiegene und dann verlachte Bundespräsident hat in seiner Amtszeit damals von einem "Ruck" gesprochen, der durch Deutschland gehen müsse. Da ist er nun, und es ist ein guter und notwendiger Ruck in einem Land, daß sich langsam zu einer Art EU-DDR 2.0 entwickelt hat!
Dank an alle Dresdener und alle Patriotischen Europäer Gegen Islamisierung Des Abendlandes!
Ihr macht mir Mut!

Allen ein friedliches und gesegnetes Weihnachtsfest 2014!



Montag, 27. Oktober 2014

FSSPX darf die Sakramente nicht mehr spenden?

Wenn die Nachricht auf dem Weblog von Father Z. http://wdtprs.com/blog/2014/10/italian-bishop-forbids-people-to-receive-sacraments-from-sspx/ keine Falschmeldung ist, dann hat der "barmherzige" Vater in Rom durch den Bischof von Albano (dem Sekretär des Gremiums der neun Granden, zu dem auch der Erzbischof von München gehört) mit diesem Verbot das Zentrum der FSSPX in Italien belegt.
Wer die Sakramente dort empfängt, zieht sich die Tatstrafe der Exkommunikation zu.
Aha! Aber was nicht gefeiert wird, kann man doch auch nicht empfangen?
*** logikauflöswölkchen ***
Und wie steht das im Zusammenhang zu den Gesprächen mit der Glaubenskongregation?

Da bleibt dann die Frage, wann es denn dann den anderen an den Kragen gehen soll, der Petrusbruderschaft, dem Institut Christuskönig, den Klöstern in Le Barroux oder in Heimbach?



ES WIRD LANGSAM ZEIT, SICH EINE KATAKOMBE ZU SUCHEN UND GEHEIMZEICHEN ZU VERABREDEN!

Freitag, 17. Oktober 2014

Wochenschau 42. KW

Takatukaland, Dementitis und rent-a-church.

Eigentlich hatte ich auch diese Woche nicht viel Zeit für diese Seite, doch die Synode hat mich immer wieder ins Netz gezogen. Die Vorberichterstattung über quengelnde Schwaben und bayerisches "Mirsanmir!" ließ schon nicht viel Gutes ahnen.
Doch das Durcheinander von angeblich verfälschenden Zwischenberichten und Wortmeldungen, der Nachnominierung von Personen vermittelt den Eindruck, als wenn a) die Synode schlecht vorbereitet sei, b) entweder nach Gutsherrenart hineinregiert, oder ständig "nachgebessert"" wird, c) unterschiedliche Gruppierungen bewußt die "Funkdisziplin" nicht einhalten, um über die Öffentlichkeit Druck zu erzeugen.
Alles in allem ist das abgegebene Bild weder vorteilhaft noch vertrauensfördernd und leistet der Legendenbildung und neuen Verschwörungstheorien Vorschub.

Daneben treten am Ende der Woche noch die hochgradig ansteckende Seuche namens "Dementitis" in Erscheinung.
Card. Kasper will nun doch nichts in Richtung "Takatukaland" und zeitweiliger Taubheit gesagt haben und der Chef der Glaubenskongregation hat nun doch nichts über den Zwischenbericht gesagt und auch der Unterzeichner war jetzt angeblich doch mit dem Papier zufrieden.
Ja was denn nun?

Zumindest Card. Kaspers Dementi dürfte nach den neuesten Veröffentlichungen eher eine Art "Halbwahrheit" sein. Über die Verbindung von "Halbwahrheit" und dem Tatbestand der besonders dreisten und faustdicken Lüge möge sich der geneigte Leser in der einschlägigen Literatur oder bei Mother Angelica von EWTN erkundigen.

Derweil verbaut die Erzdiözese München-Freising skandalös viel Geld im neuen Ordinariat und nun explodieren auch noch die Baukosten. In Ermangelung eines auf Krawall gebürsteten Stadtdechanten und einer zurückhaltenden Regionalpresse wird es wohl dem Kardinal erspart bleiben, seinem Kollegen aus Limburg ins Exil der Geldverbrenner folgen zu müssen.

Und mit dem leidigen Thema Geld bin ich beim nächsten Punkt:
Franz I. ist ein echter Gönner. Wenn er sich schon selbst keinen Konzertbesuch gönnt, so ist er doch bei Anfragen wichtiger Firmen großzügig. So hat er nun Porsche die sixtinische Kapelle für ein Konzert zur Verfügung gestellt, gegen entsprechende Mietzahlung, versteht sich.
In diesen heilgen Hallen ein Megaevent für einen Luxuskarossenbauer...
Da fehlen selbst mir die Worte!

Geneigter Leser, dies ist eine Woche, in der die Armut der Kirche wie noch nie zutage getreten ist. Es ist eine Armut, die als lebensgefährliche Mangelerscheinungen diagnostiziert werden muß, Mangel an Geist, Liebe, Wahrhaftigkeit, Wahrheit und Fingerspitzengefühl.
Angeblich hat unser Pontifex die Ausführungen Card. Kaspers als "Theologie auf den Knien" bezeichnet und gerühmt.  Wie bitte was? Auf den Knien? Ja vor wem denn?
Es ist keine Theologie, die  ihren Ausgangs-und Zielpunkt "vor dem Tabernakel" hat. Dieser "Kniefall" scheint eher durch einen Schlag in die Kniekehlen provoziert worden zu sein .Es ist eine Theologie, die aus Schwäche vor den Opfersteinen des Zeitgeistes zusammengesackt ist, es ist eine Theologie, die am Boden liegt.
Eines ist offensichtlich:
Unsere Hirten bedürfen dringend des Gebetes.
Bestürmen wir die himmlischen Heerscharen, die Königin des Himmels, alle heiligen Kirchenlehrer um ihren Beistand!

Ein gesegnetes Wochenende wünscht Ihnen,
Laurentius


Mittwoch, 15. Oktober 2014

Sel. Anna Katharina Emmerick - Relektüre

Ein Kanzler der BRD hatte weiland bei Visionen zum Arztbesuch geraten.
Sicherlich hatte der trockene Hanseat dabei keine religiösen Schauungen im Blick gehabt.
In den letzten Tagen beschäftigt mich der Verlauf der Synode in Rom. Nun bin ich auf zwei Seiten gestoßen, die Teile aus den Visionen der sel. Anna Katharina Emmerick vorstellen.
Man mag davon halten, was man will. Es ist ja kein fest zu glaubendes Gut, was hier vorgestellt wird. Der Inhalt ist aber frappierend aktuell.

Hier geht es zu den Berichten:
Eher allgemein: Beiboot Petri
Sehr nahe am Zeitgeschehen: katholisches.info


Dienstag, 14. Oktober 2014

Bill Bo UPDATE!

Liebe Leser,

momentan kommen immer mehr verstörende Details ans Licht.
Franz regiert über Zettelchen in die Synodenführung hinein.
Es werden Zwischenberichte veröffentlicht, die zwar die Unterschrift eines Bischofs tragen, der aber offensichtlich nur Teile davon zu sehen bekommen hat.
Raymond Leo (sic!) Card. Burke fordert von Franz I klärende Worte im Sinne der Lehre und Tradition der Kirche.
Auch deraus unerfindlichen Gründen abgesetzte Bischof Rogelio Livieres spricht frei und klar die Misere aus.
Der Vorsitzende der polnischen Bischofskonferenz meldet sich ebenfalls sehr kritisch zu Wort, sodaß selbst die "Franziskusperlentaucher" bei kath.net mit Beschwichtigungsversuchen ins Leere laufen und der Ton im Kommentarbereich wird spürbar schärfer.

Es ist ein Putschversuch all derer, die das Vat. II als Konzil des Bruchs interpretieren wollen. Ob man nun wieselklug wie von Schönborn mit dem "subsistit in" jongliert oder dumpfbackig mit erweiterten Dokumenten arbeitet: Es sind subtile oder weniger subtile Täuschungsversuche, es "wird falsch Zeugnis geredet". Dafür muß man kein großer Theologe sein. Es reicht, die zweite Tafel der 10 Gebote auch nur ansatzweise zu kennen.
Durch Lug und Betrug gelangt man zu manchen Dingen, niemals aber zur Wahrheit. Das unheilige Kuddelmuddel zeigt nicht nur die Vorschädigung in Glaubensfragen sondern auch den Verfall der Umgangsformen und der guten Sitten. Es geht halt zu wie an einer mittelmäßigen Universitätsfakultät im den 1970ern.
Der Vertrauensverlust in Episkopat und "Papa Bonasera" wird enorm sein.
Den mutigen Leus, die jetzt mutig und klar für die Kirche aller Zeiten eintreten, werden sich - wenn nicht das ein oder andere Wunder erbetet werden kann - nach der Synode auf kleinere oder größere Veränderungen in ihrem Leben einstellen dürfen, vielleicht so etwas wie der gute alte Hausarrest, Veröffentlichungsverbote, Sonderbotschafter in Syrien ...

Zum Abschluß ein Zitat des leider viel zu früh von Gott in die Ewigkeit abberufenen Hw, DDr. Gregorius Hesse aus Wien:
"Durch das Nach­sinnen und Studium der Gläubigen komme ich höchstens dahinter, daß das sechste Gebot wider­lich ist und man es abschafft – darauf wollen sie übrigens hinaus, die Herren!"

Da sei Gott vor!


Montag, 13. Oktober 2014

Bill Bo und seine Kumpane

Die Meldungen über die in Rom tagende Bischofssynode sind ebenso so befremdlich wie zu erwarten gewesen. Einem Josef Filser folgend, waren die "schwachen Katholiken" leicht und schnell ausgemacht. Diesmal waren es aber nicht die "Lehrer und Apotheker", sondern es sind die bekannten Wortführer deutscher Zunge.
Auch die Darstellung der Synode durch die Organe der vatikanischen Öffentlichkeitsarbeit war keine besondere Überraschung.
Eher ungewöhnlich ist da schon die Position, die der Präfekt der Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Card. Müller, in den letzten Tagen einnimmt. Er wehrt sich gegen die einseitige Medienarbeit durch Pater Lombardi, SJ (sic!), fordert Transparenz und widerspricht der von Card. Kasper und Konsorten vertretenen und offensichtlich von Seiner Heiligkeit, Franz I., gewünschten Linie, weil sie im offbar nicht mit der Tradition der Kirche übereinzustimmen scheint.
Wertvolle Infos (wie so häufig) bei "katholisches.info".
Über weitere Merkwürdigkeiten wie ein obskures "Beraterpaar" berichtet "Katholik und Welt".
Es lohnt sich, dem Link zu folgen und auf "Lifesite" das Interview mit S. Em. Raymond Card. Burke zu lesen.
Ein anderer Bischof, der ebenfalls von S. Heiligkeit Franz I. geschasst worden ist, bekennt sich ebenfalls unmißverständlich zur Lehre der Kirche, Bischof Rogerio Ricardo Livieres Plano von Ciudad del Este, was im nun auch noch eine Distanzierung des Opus Dei eingebracht hat.
Das Werk steht anscheinend (wie immer) voll hinter dem Papst!
So frage ich mich denn selbst:
Und wo stehst du, Laurentius?
Ich sehe für mich nicht die Möglichkeit, gleichzeitig voll zu sein und aufrecht stehen zu können. Bei nüchterner Betrachtung kirchlicher Lehre und Tradition zu Ehe und Familie kann ich, soweit ich diese durch die Katechismen und Denzinger ermittelt habe, nicht zu jenen Ergebnissen kommen, die Card. Kasper und Co als "Weg der Barmherzigkeit" vorstellen.
Ist es Barmherzigkeit? Ist es nicht eher ein Einknicken vor der Kritikunfähigkeit der Zeitgenossen, die nur sich selbst als normgebend akzeptieren, ein Einknicken vor dem Unwillen Verantwortung zu übernehmen und Konsequenzen zu tragen? Ist es nicht ein Einknicken vor den Nörglern, die seit Jahrzehnten über den Begriff der "Gemeinschaft" die Eucharistie zu einer Gemeindeveranstaltung degradiert haben, bei der jeder ein Anrecht auf einen (Entschuldigung!) gesegneten Keks hat?
Ist es gesellschaftliche Liebedienerei?
Ist es Angst vor den Aggressoren aus den eigenen Reihen oder der Gender-, Femi- und Sonstwas-istInnen?
Ist es schlichtweg die geistliche Verwahrlosung unserer Kirche, die nun auch in der "OHL" angekommen ist?

Tja, und wo bittschön ist die neue Barmherzigkeit gegenüber den Freunden der "katholischen Folklore", um einmal eine frühe Franziskusperle aufzugreifen?
Da fehlt dann leider der Anschluß an die Lebenswirklichkeit, nicht wahr? Erinnert das dann nicht eher an den Umgang mit ungeliebten Altkadern in guten alten Ostblock, eine Art Räubersynode?

Wenn unsere Herren so weitermachen wie bisher, dann wird diese Kirche den Weg allen Lutherischen gehen, den Weg in die Bedeutungslosigkeit, zu einer Art Cateringunternehmen in Sachen Sinnstiftung an Lebenswenden, neben Jugendweihe, Hiphop für Angestellte und Bestattungen im Heißluftballon.
So lustig das auch klingen mag:
Es geht hier um die Wurscht!
Es geht um die Sakramente und um die 10 Gebote, meine Herrschaften.
Es geht um das Seelenheil, liebe Freunde.

Und so wird man dem Ernst der Sache Ehe nicht gerecht.
Und wenn man nun alles über den Haufen werfen will, was Jahrtausende galt, ja wird man dann glaubwürdiger oder wird es als Schwäche als Zusammenbruch vor dem Zeitgeist verstanden werden, als Kapitulation eines ohnehin schlappen Vereins?
Wie sagte schon Konrad Adenauer: "Machen sie sich erst einmal richtig unbeliebt. Dann werden sie auch ernstgenommen!"

Dienstag, 30. September 2014

Michaelsfest ohne Engellied

Zum ersten Advent jährt sich der Tag, an dem das neue GL in den Pfarreien eingeführt wurde. Nach nun fast einem Jahr im laufenden Betrieb lassen sich die Mängel an den eingelegten oder eingeklebten Seiten ablesen. So liegt schon wieder einmal das "Kolping-Grablied" in der Lederhülle. Ob das eine oder andere Lied unaufgebbar war oder ist, darüber kann trefflich gestritten werden.
In diesem Jahr fällt der Verlust eines Liedes noch nicht so sehr auf, weil das Fest diesmal auf den Montag gefallen ist, das Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Raphael.
Das Fest des Schutzpatrons der Deutschen fristet ohnehin ein stiefkindliches Dasein im kirchlichen Leben. Wie konnte es nur passieren, daß das Michaelslied "Unüberwindlich starker Held" des Friedrich Spee von Langenfeld aus dem Stammteil geflogen ist?
War es der "Held"?
Möglich. Selbst Tante Wiki mißt dem Lied "kulturgeschichtliche Bedeutung" bei.
Das könnte natürlich auch ein Grund für den Rausschmiß sein.
Vielleicht wollte man auch dem seit Jahren anhaltenden volkstümelnden Engelboom entgegenwirken?
"Ihr Freunde Gottes" oder die müde Adaption des "For all the saints" sind kein hinreichender Ersatz.
Überhaupt ist der Teil mit Heiligenliedern merklich eingedampft worden.
Diagnose: Fortschreitender Calvinismus!

Nun beginnt der Rosenkranzmonat Oktober.
Öha! Rosenkranz! Grrrr!
Und schon wieder fehlt was: "Rosenkranzkönigin, Jungfrau der Gnade".
Bin mal gespannt, was ich im November und im Advent vermissen werde.
Derweil überarbeite ich mal in den nächsten Wochen mein privates Zusatzheftchen mit den leoninischen Gebeten, dem lateinischen Angelus und was sonst noch so fehlt. Spätestens zum Christkönigsonntag wird es mir mein nGL auffüttern.
Bis dahin gibt es noch genug zu tun!



Mittwoch, 17. September 2014

Lang, aber wichtig!

Aus den Gründungstagen der Bundesrepublik sind uns einige Tondokumente überliefert. Eine Sternstunde ist dabei die Grundsatzrede Carlo Schmids vor dem Parlamentarischen Rat vom 8. September 1948. Es ist eine kurzgefaßte Lehre des Staatsrechtes, zeigt die Offenheit der Situation von 1948 und trägt zur Klärung der heutigen Situation bei. Es sind knapp zwei Stunden besten deutschen Gelehrtentums, zu dem man gern ein Glas Rotspon und eine Zigarre genießen darf. Aufgrund der heutigen, hiesigen Verhältnisse dürfte es aber angeraten sein, die Flasche gut wegzuschließen, um sich vor einem möglichen Abusus zu bewahren.


Dienstag, 5. August 2014

Wertegemeinschaft (Philippika!)

In einem namhaften Konversationslexikon aus den 1950er Jahren ist dieser Begriff nicht auffindbar. Ich muß mich mit dem Lemma "Wert" begnügen. Dort lese ich dann, daß es sich philosophisch um die "positive Bedeutung eines Objektes im Verhältnis zu anderen" handelt, mit Verweisen auf Lotze, Kant und Aristoteles. Danach geht es dann in die Volkswirtschaftslehre.
Wertegemeinschaft ist also in diesem Sinne kein gewachsener Begriff, eher ein Neologismus. So taucht er auch erst in den neueren Ausgaben des Dudens auf. Danach handelt es sich bei einer W. um eine "durch gemeinsame Wertvorstellungen verbundene Gemeinschaft". Damit ist das Problem nicht gelöst sondern präzisiert, denn "Wertvorstellung" besagt ja nun auch nicht sehr viel und durch "gemeinsam" erscheint mir die Sach noch mehr kompliziert. Um nicht als Kritikaster oder Neoscholast das ganz große Faß zu öffnen, so gehe ich den Weg allen bequemen Geistes zu Guugel und Wiki sein Pedia. Prompt werde ich bei "Wertvorstellung" zu "Menschenrechte" verwiesen und zur "europäischen Bewegung" bzw. zum Art. 2 des EU-Vertrages.
Auf einer Infoseite ist zu lesen:
"Diese Werte sind nach Art. 2 des Vertrags über die Europäische Union (EUV), die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören. Darüber hinaus verpflichtet sich die EU in Art. 3 diese Werte zu fördern, indem sie ihre Einhaltung im Inneren der EU gewährleistet und sich für ihre Verwirklichung und Weiterentwicklung nach außen einsetzt."
Weiter heißt es dort:
" Die Idee der Europäischen Wertegemeinschaft, zu der sich jeder Mensch bekennen kann, ist dabei auf die historischen und philosophischen Wurzeln des christlichen Abendlandes, der Französischen Revolution, der Aufklärung, der Säkularisierung und des Humanismus zurückzuführen."

Werte dieser Gemeinschaft sind also
a) die Achtung der Menschenwürde
Ich sehe darin keinen "Wert" sondern eine Aufgabe jedes einzelnen Menschen, ein entchristianisiertes Gebot, eine Art "Analog-Nächstenliebe" im Sinne des sog. "Analog-Käses", ein künstliches Produkt ohne natürliche Grundlage. Es ist Grundlage gesellschaftlichen Lebens aber bestimmt kein "Wert".
b) Freiheit
ist zuächst einmal ein unveräußerliches Gut, ein Geschenk göttlichen Ursprunges, daß ich eingedenk seiner Herkunft und der eigenen Geschöpflichkeit anderen zu gewähren habe. Aber welche Freiheit? Freiheit ist doch immer Freiheit auf etwas hin? Oder ist hier Privation (Freiheit von) gemeint?
Demokratie, (nach W. Churchill die schlechteste Staatsform) ist zunächst einmal eine Staatsform neben anderen. In Europa (Ausnahme Schweiz) häufig durch brutale Beseitung des Gottesgnadentums eingeführt. Ein Wert ist sie nicht. (Siehe auch c).)
c) Gleichheit
Hier hilft Wiki einmal ganz unvoreingenommen weiter:
"Gleichheit bedeutet Übereinstimmung einer Mehrzahl von Gegenständen, Personen oder Sachverhalten in einem bestimmten Merkmal bei Verschiedenheit in anderen Merkmalen. Identität bedeutet eine völlige Übereinstimmung, das heißt Ununterscheidbarkeit in Hinsicht auf jedes Merkmal. Ähnlichkeit bezeichnet eine nur annähernde Übereinstimmung. Gleichheit besteht zwischen zwei oder mehr Objekten und einer oder mehr Eigenschaften. Gleichheit bezeichnet das Verhältnis zwischen den verglichenen Gegenständen oder Personen. Gleichheit kann bestehen bezüglich der Qualität, der Quantität oder der Relation. Sie wird durch die Methode des Vergleichs festgestellt."
Danke! Aber ist das ein Wert? Es ist wohl eher ein "Gleichheitsideal" gemeint, das sich aus den Quellen der franz. Revolution speist, wobei der Versuch, diese Gleichheit mittels halbautomatischer Schneidemaschinen herzustellen, sehr zweifelhaft ist. Außerdem "Ideal" bedeutet doch wohl eher "in der Wirklichkeit nicht einholbare Wunschvorstellung einer Einzelperson", nicht wahr?
d) Rechtsstaatlichkeit (Staatstheorie) ist das Gegenstück zur Willkürherrschaft und gehört seit geraumer Zeit in den Bereich der "Ideale" (siehe c)).
e) Wahrung der Menschenrechte und Minderheitenrechte
Hier sind wir nun wieder im Bereich der franz. Revolution angelangt. Diesen Kanon theoretischer Rechte als Wert zu bezeichnen, ist nicht nur falsch, es ist geradezu geschichtsvergessen. Nachdem man die rechtmäßige Regierung entrechtet und enthauptet hatte, began der blutige Siegeszug der Menschenrechte, der sich gegen das eigene Volk (Beispiel Vendeé) und später gegen ganz Europa richtete (Napoleon I.) und seither fast jeden menschenverachtenden Feldzug irgendwelcher Revolutionäre als Rechtfertigug diente.
Wertegemeinschaft?
Der Rekurs auf die gemeinsame Geschichte erschöpft sich augenscheinlich in den "Errungenschaften" der franz. Revolution und ihrer Epigonen. Das gemeinsame Erbe des großen christlichen Abendlandes ist aufgrund der damit verbundenen Mühsal nicht angetreten worden.
Anders ausgedrückt: wie kann eine zerstrittene Erbengemeinschaft als tatkräftige Gemeinschaft nach außen wirken um diese "Werte" zu vermitteln und zu wahren?
Warum kümmert es die Regierungen in Europa (Entschuldigung!) einen Dreck, wenn im Orient und in Afrika Christen massakriert werden? Warum kümmert es die Regierungen in Europa ebenfalls einen Dreck, wenn in China Kirchn geschleift werden und in Nordkorea willkürlich Menschen in Gulags verschwinden?
Und Amerika, the "godblessed home of the free?"
Der Präsident zündelt gegen Russland und Europa "eingedenk der großen Kriege der Geschichte" (Sarkasmus aus!) läßt sich vor den Karren des Landes spannen, das Leute wie Thomas Barnett, Geostratege und Militär, über die nachhaltige Beseitigung aller amerikanischer "Handelsgegner" vor großem Publikum reden läßt. Wer es wissen will, der gugel mal diesen Namen plus "Globalisierung". Sehr spannend.
Wertegemeinschaft im Sinne von Verwertung einer Gemeinschaft für eigene Ziele!
Währenddessen tobt hier "ho ochlos" auf der Straße angeblich "für Gaza" und zeigt blanken Judenhass.
Und wer jetzt sagt, es seine ja nur ein paar Leute gewesen, der sei daran erinnert, daß selbst in der unnennbaren Partei der Anteil der knallharten Antisemiten zu Beginn nicht sehr groß war, eher eine ganz ganz kleine Gruppe! Da die Schreie aus einer anderen Ecke kommen, sind Polizei und Schlapphüte wohl in Schockstarre! Wo bleiben den nun die runden Tische, Lichterketten und Mahnwachen?
Das haben wir alles schon mal gehabt, nur in braun!
Und da wir schon mal dabei sind:
Wo wirft unser lieber Papa "Bonasera" seine ach so große Beliebtheit in die Waagschale und startet Appelle an seine "muslimischen Freunde", haut den Regierungen der Welt, allen voran den USA auf die Mütze, führt den zahnlosen Tiger UNO vor? Der macht lieber Radiosendungen mit argentinischen Pfarreien, läßt erfolgreiche Bistümer visitieren und entschuldigt sich bei Pfingstlern für Sachen, die gar nicht stattgefunden haben.
Mannomann, es muß ja nicht ein zweiter Urban II. sein, aber ein wenig von Innozenz XI. sollte er in Anbetracht der Lage schon entwickeln, oder Pius XII nacheifern...
Ich hab mal wieder nen Rochus!
Ich bitte höflichst um Entschuldigung, aber das mußte jetzt mal raus!
Wenn es diese Seite demnächt in dieser Form nicht mehr geben sollte, dann haben sie vielleicht unsere "Freunde" aus der "Wertegemeinschaft" lahmgelegt.
Schreibfehler sind der Verve des Moments geschuldet und werden in den nächsten Tagen ausgemerzt!
Ich bitte um Ihr Verständnis.

Montag, 4. August 2014

"Hümnendiskussion" (blogozesane)

Etwas spät geselle ich mich nun auch noch in die Reihe derer, die sich um die Hymnenfrage kümmern. Bei Pro Spe Salutis ist ein Eintrag mit dem Vorschlag von Pappa Heuss aufgetaucht, der durch das beherzte Eingreifen des hochverehrten Bundeskanzlers, Dr. Konrad Adenauer ("Wir singen jetzt die dritte Strophe des Deutschlandliedes!") vereitelt werden konnte. Auch die anderen Versuche hier und da wollen nicht wirklich überzeugen.
Auch Vorschläge wie "Wir treten zum Beten" (was mal wieder in den Zapfenstreich reintegriert gehörte), sind ebenso verfehlt wie das alte Turnerlied "Ich hab mich ergeben".
Nationalhymnen, sind sie nicht eine Erfindung des 19. Jh's und somit für einen Katholiken neumodischer Schnickschnack?
Was ist schon "Land der Berge" (Republik Österreich" wenn man dagegen die katholische Erkennungsmelodie "Salve Regina" hört?
Oder das "Tantum ergo". Da haben die Ösies ja eine ganz wunderbare Austauschmelodie, Die alte Kaiserhymne, also unsere jetzige Nationalhymne "mit nur dritter Strophe".
Ich finde die Melodie durchaus schön und passend, dieses Kaiserquartett des Haydn Josef.
Auch der alte Text war schön, aber seit 1866, ach ihr wißt es ja ...

Montag, 28. Juli 2014

Heute vor 100 Jahren

begann mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien der 1. Weltkrieg.


Nach Aussagen us-amerikanischer Historiker bezeichnet dieses Datum die "Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts.
Es hätte dem sog. "Vereinigten Europa" gut zu Gesichte gestanden, diesen Tag als gesamteuropäischen Gedenktag zu begehen. Ein stiller Feiertag mit Gedenktag hätte es werden können, mit Reden, Friedhofsbesuchen, Ausstellungseröffnungen und Gottesdiensten. Im "Vereinigten Europa", in dem alle doch durch Freundschaft eng miteinander verbunden sind, hätte man all die alten Lügengeschichten über diesen Krieg und die ungerechte Behandlung nach dem Krieg als solche benennen und sich vergeben können. Doch nichts passiert. Schweigen. Business as usual!

Requiem aeternam dona eis Domine!









Mittwoch, 23. Juli 2014

Aufklärung?
Bitte!

Donnerstag, 17. Juli 2014

Urlaubsspecial: Potpourri von sauren Gurken

Es ist Sommer. Die Ferien sind angebrochen. Die WM ist gewonnen. Der eigene Urlaub ist vorbei. Daher die Pause. Deswegen heute etwas mehr.
Die "Saure-Gurken-Saison" für die Medien könnte in diesem Sommer jedoch ins Wasser fallen, denn es gäbe mehr zu berichten, als in eine Tageszeitung oder in eine Nachrichtensendung paßte, wenn man sich der wirklich wichtigen Themen einmal annähme. Beispielsweise könnten kritische Journalisten mit der merkwürdigen Wahl eines gewissen Herrn Juncker im Windschatten der WM-Finale und dem Verstummen des britischen Premiers in den letzten Tagen gutes Zeilengeld verdienen. Für den Bereich Kirche könnte man sich mit dem Übergriff von 60 Moslems auf Kloster in Dhaka (Bangladesch) und den dort vergewaltigten Nonnen beschäftigen. Damit wäre man den wirklich schlimmen Problemen der Weltkirche sicherlich näher, als wenn die ewiggreinenden Pfarrheimaktivistinnen nach Kardinal Woelki befragt werden.
Auch interessant:
Warum gängelt Franz I. die Franziskaner der Immakulata?
Warum wird eine Diözese in Paraguay visitiert, die durch den Ordo originis erblüht und im Gegensatz zu anderen Bistümern viele Seminaristen hat? Wären da nicht mal andere zu visitieren? Das wäre doch mal eine echt kritische Reportage, bei dem der Nimbus des "Papstes der Perlen" mal ein paar dunkle Flecken bekommen könnte.
Oder die neuesten Kuriositäten des NSU-Prozesses!
Warum entläßt Frau Zschäpe ihre Pflichtverteidiger?
Es gibt soviele Ungereimtheiten. Die Akten sind im Netz! Das geht kostengünstig vom heimischen Schreibtisch!
Aber diese Eisen sind dann doch etwas zu heiß!
Stattdessen werden Berichte über das Wiederaufnahmeverfahren um Gustl Mollath abgedruckt, die die inhaltlich den Eindruck erwecken, als wenn sie von einem Kind mit einer stumpfen Bastelschere bearbeitet worden. Denn am Schluß steht nicht nicht die erwiesene Entlastung des Angeklagten, weil nur die emotionstriefende Aussage der Freundin übriggeblieben ist, in der G.M. angeblich ganz böse geschaut hat. Daß die Zeugin damit der Aussage aus dem ersten Prozess widersprochen hat, bei der G.M. gar nicht anwesend war, Richter und Staatsanwalt sie für unglaubwürdig halten, fehlt. Schnippschnapp! Der Arzt habe noch einmal von den Mißhandlungsspuren berichtet. Richtig! Was fehlt: Er hat aber die angeblich Mißhandelte nie mit den Verletzungsmalen gesehen. Ein telefonisch bestelltes Gefälligkeitsgutachten! Bastelschere, Unfähigkeit oder Absicht?
Prawda-Methoden in einem Provinzblättle!

Ein anderes Thema, das mich als nur bedingt fußballaffinen Menschen trotzdem wurmt:
Die WM und der überwältigende Sieg, ja der Triumph der deutschen Nationalelf und die vaterlandslosen Gesellen in den Medien!
Als die Nationalmannschaft Brasilien pulverisierte, da hat es Claus Kleber wie kein anderer verstanden, den Glückstaumel der Nation durch Betroffenheitsgesülze über Raketeneinschläge im Nahen Osten zu beenden. Wer nicht im Keller war, um "frische Granaten" für die zweite Halbzeit zu holen oder die hauseigenen Wasserspiele aufsuchte, bekam nach dem Gejammere über die armen Palästinenser noch eine eilig zusammengezimmerte Reportage über ein absolutes "Nonevent": die Liveschaltung vor das Stadion. Einige Brasilianer verliessen nach der schlaffen Halbzeit die Tribünen. Man fürchte um Ausschreitungen durch enttäuschte Fans. Es lägen aber noch keine Berichte vor.
Bloß nicht freuen lassen! Schlechtes Gewissen machen! Wenn da jetzt was kaputtgeht, sind Löw und Kollegen dafür verantwortlich: "Böse, frech siegende Nationalelf!" sollte das wohl im Subtext heißen!
Um mich herum verfinsterten sich die Gesichter. Wo war ich? Wie in den schlechten Dr. Marbuse Filmen verfiel die vorhin noch fröhlich jubelnde Truppe um mich herum in Betroffenheitstrance. (Ich habe nur einen  Herrn und Gebieter Claus Kleber!)
Als ich mich dann über diesen plumpen Versuch einer Gehirnwäsche echauffierte, war das Kind schon in den Brunnen gefallen. Die armen Brasilianer! So viele Tore! Das sei doch übertrieben und demütigend. Und dann die armen Menschen im Nahen Osten! Und überhaupt sei ich mal wieder überkritisch. Was ich denn dem 2df unterstellte!
Weinende Kinder im Stadion.
Fassunglose Greise.
Verheulte Frauen.
Deutsche Fans?
Fehlanzeige!
Hatte Guido Knopp die Bildregie übernommen?
Auf einer Familienfeier "zwischen den Feiertagen" wagte ich es doch, mich bei Tisch über das Ergebnis zu freuen. Die älteren Herren verhielten sich nach dem Diktum Karl Valentins: "Mögen hätt ich schon wollen, aber dürfen habe ich mich nicht getraut." Betretene Gesichter und unterkühltes Schweigen auf den Rängen der versammelten StudienrätInnen. Themenwechsel.
Ja und nun ist die deutsche Nationelf auch noch Weltmeister geworden und die Jungs erlauben sich auch noch harmlose Scherzchen auf der Fanmeile in Berlin.
Wie gut, daß es in Deutschland Zeitungen und Magazine gibt, die hinter jedem harmlos daherkommenden Scherz die Ansätze eines drohenden neuen "Unternehmens Barbarossa" erkennen und warnend ihre Stimme erheben. Die Zeigefinger der Bundesgouvernanten gingen in die Höhe!
Wer siegt und  "à la Gaucho" tanzt, ist schon fast ein menschenverachtender Herrenmensch!
Liebe Leser, ich kann es nicht mehr haben!
Dieser Zwang zum Skandal, dieser krankhaften Zwang, jedem aber auch wirklich jedem Menschen irgendein Bonbon ans Revers heften zu wollen. Und was mich am meisten aufregt ist die Tatsache, wie sehr sich die breite Öffentlichkeit von diesem Zwang einschränken läßt. Was ich meine? Ganz einfach:
Die Jungs haben verdient den Pokal gewonnen! Sie haben das Recht, zu feiern! Wir sollten uns mit ihnen freuen und sie gehörig feiern! Und was ist denn da eine Entgleisung oder gar ein xy-Gate? Über die sängerischen und tänzerischen Begabungen innerhalb der Nationaelf kann man durchaus geteilter Meinung sein. Normalerweise tut das aber der guten Stimmung keinen Abbruch. Da wird mitgejohlt, weil es Spaß macht. In Berlin merkte man doch deutlich eine Schockstarre, dieses "Darf man das überhaupt noch so machen?" Die Umerziehung zum schuldbewußten, kuschenden Untertanen der Meinungsmacher ist erfolgreich!
Was ich damit meine? Kleiner Selbsttest:
Mancher wird sich vielleicht an einigen Wendungen im Text gestoßen haben. Ich meine den Einstieg in die WM-Passage. Das dort verwendete Vokabular (überwältigender Sieg, pulverisieren etc.) war bis vor einigen Jahren durchaus geläufig. Wer sich Reportagen aus den 1970er und 80er mal anhört, der wird den Unterschied merken. Wer nicht zu Deutschland hielt, der war halt ein vaterlandsloser Geselle und im Ruhrgebiet holte man "volle Granaten" aus dem Keller und keine Designerbrause aus dem Cooler. Son Schischischei... gabet dammals noch gar nich!
Leute, dat is kein barrierefreies Plätzchenbacken!
Dat is FUUSSBALL! KEERNOMA!
Das war mal normal und stellte keine Untergrabung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung dar.
Ein Bonmot eines großväterlichen Nachbarn.: "Weiber gehörn nich auffen Platz! Die sollen schön Eiskunstlauf gucken!"
Und? Haben Sie gezuckt? Haben Sie sich die Sanktionen ihres Arbeitgebers ausgerechnet, wenn der Satz in der Kantine oder bei 1,6 Promille auf nem Betriebsfest gefallen wäre?
Oder denken Sie an Brüderle, sie wissen schon, Bluse und so.
Leute das sind Luxusprobleme von Leuten, denen es offensichtlich zu gut geht oder die Langeweile haben!
Und wer sich über Fußball wirklich aufregen will, der sollte sich mal die Verrohung der Spiele in den Amateurligen ansehen. Da trauen sich die Schiris manchmal nicht mehr ihren Job zu machen, weil ihnen nicht nur Prügel angedroht wird. Wer spielt denn da noch mit, wenn die ganzen Testosteronimporte auf Plätzen und Tribünen ein Spielfeld nicht von einem Schlachtfeld zu unterscheiden wissen. Ich kenne einige, die deswegen aufgehört haben.

Und noch eines kann ich überhaupt nicht mehr haben:
Die ständige Instrumentalisierung verfolgter, gefolterter und ermorderter Menschen aus Vergangenheit oder Gegenwart zur Erreichung gesellschaftlicher oder politischer Ziele!
Aber es wackeln seit geraumer Zeit scheinbar festgefügte Weltsichten!
Die angebliche Alleinschuld S.M.d. Kaisers am Ausbruch des Ersten Weltkrieges erweist sich als nicht haltbarer Konstrukt der Alliierten. Die aktuelle Geschichtsforschung entwirft aufgrund der Aktenlage und nicht aufgrund ideologisch bestimmten Wunschdenkens ein anderes Bild. Da steht einiges auf dem Spiel, wenn die Leute anfingen zu lesen und auch noch Schlüsse zögen.
Ich habe im Urlaub angefangen "Die Schlafwandler" zu lesen. Das dieses Buch überhaupt in deutscher Übersetzung zu haben ist, muß ein Fehler im System sein. Anders gesagt, wenn die Herrschaften wirklich an der Wahrheit interessiert wären, dann wäre es im Jahre 2014 eigentlich an der Zeit, S.M. Kaiser Wilhelm II.  zu rehabilitierens und die k.u.k. Majestäten Franz Josef I. und  den seligen Karl I. gleich mit!
Das setzte jedoch Mut zur Wahrheit und innere Größe voraus, Haltung und Vertrauen in die eigene Bevölkerung!
Tja, wir Deutschen sollen halt wie die Gauchos gehen.

Um das Maß jetzt richtig voll zu machen, möchte ich zum guten Schluß einen ebenso ungenannten alten Freund zitieren. Wir waren vor Jahren zu einer Priesterweihe in einer ungenannten Domstadt am Rhein.
Nach Ende der Feierlichkeiten verabsäumten es einige Damen nicht, sich über diesen Männerverein etc. lästerlich und hämisch zu äußern, wie das so die Reformfrau gerne tut, besonders wenn sie geweihte Gefässe in Hörweite wissen. Die Lautstärke angeschlagene Lautstärke ließ ein freundliches Überhören nicht zu. Es war kurz nachdem JP II dieses Schreiben, nicht wahr ...
Da sagt dieser Freund laut und vernehmlich (übrigens bei diesem Anlaß ganz standesgemäß in Soutane): "Weißt du, warum so viele Frauen ein Problem mit der Priesterweihe haben? Das ist ganz einfach! Die wissen ganz genau: Es ist vollkommen egal, ob der Bischof nem Klafter Holz, nem Sack Reis oder ner Frau die Hände auflegt: Es passiert nichts!"
Viel Feind, viel Ehr!
Ein schönes Wochenende und einen gesegneten Sonntag wünscht Ihnen,

Laurentius

Freitag, 20. Juni 2014

Franz macht blau!

Ich mag das "Monstranzomobil", welches in Rom zu Fronleichnam genutzt wird, auch nicht. Auch den davor knieenden Hlg. Vater finde ich ziemlich grenzwertig. Das erinnert zu sehr an Motivwagen vom Rosenmontag. De Monstranz gehört getragen, Himmel drüber, ne ordentliche Ehrengarde dabei, Blasmusik und Fahnen. Fäädisch is de Zoch!
So war mir Franz I.als laufender Papst an Fronleichnam wesentlich näher als Benedikt XVI als Zugnummer.
In diesem Jahr hat sich Franz wieder mal eine ganz besondere kleine Freiheit genommen: Er hat die Prozession geschwänzt!
Kein Scherz!
Nö, er könne nicht mitgehen. Er müßte mal ausspannen und nen wenig Kraft tanken, weil er nächste Tage so ne anstrengende Fahrt nach Kalabrien machen müßte.
Ja wie gezz, anstrengend? Mitem Fahrrad oder wat?
Ich habe als Ministrant ja schon viele fadenscheinige Ausreden gehört, warum jemand nicht zum Dienst erscheinen konnte, aber das ist doch wirklich ... ein klasse Vorbild! Schön nen Pülleken Bier bei Santa Martha hinter die Binde kippen, Schlappen an und die Knochen hochlegen. Muss auch ma gut gewesen sein, ne?!
Pappa, wir danken Dir!

Freitag, 13. Juni 2014

Wortgewaltig? Wochenschau 24. KW

Das evangelische Pfarrhaus war über Jahrhunderte eine Institution mit vielerlei Funktionen. Über den Prototyp in Wittenberg, den Landpfarrhof in Mecklenburg bis hin zur Großstadtpfarrei mit Etagenwohnung waren sie immer ein Hort der Bildung, meistens auch der Frömmigkeit. Die Entwicklung vom kinderreichen Haushalt mit Morgenandacht über die ersten Bindestrich Hausnamen,vom sonntäglichen Eckenkragen zum immer gleichen Strickpulli ist hinlänglich bekannt. Nur wenige Traditionen haben sich halten können, wie zum Beispiel die Macht der Pfarrfrau. Wenn sich ein Ratsvorsitzender beim Frühstück von seiner Frau darüber belehren läßt, was für ein schlimmer "Männerladen" die EKD doch sei und er sich daraufhin mit Verve für Frauen, Gender und sonstwas engagiert, so kuscht er wie einstmals Dr. Martinus Luther vor seiner Gattin "Herr Käthe". Moment! Damit wäre der Wittenberger vielleicht sogar Vorreiter des Genderismus...? Noch bedenklicher ist jedoch der Niedergang der Sprache und der Sprechkultur bei den Vertretern der "Kirche des Wortes". Luther, der sprachprägende Reformator. Die Wirkmächtigkeit der Sprache läßt sich nicht zuletzt an der raschen Ausbreitung der Reformation ablesen. Das Pfarrhaus war ein Hort der Sprachkultur, wohlgemerkt "war". Davon ist heute nur noch wenig zu spüren. Wer in den letzten Jahren in die Verlegenheit kam, bei z.B. einer Hochzeit, einer Konfirmation oder einer Beerdigung nach protestantischer Agenda anwesend sein zu müssen, der wird sich vielleicht so wie ich gefragt haben, wo der Unterschied zu Standesamt, Jugendweihe und Freidenkerbegräbnis gewesen sein mag, wenn man vom verschämt eingefügten Abendmahl und Vaterunser absieht. Statt Predigtkunst ungelenke, vereinnahmende, zwischenmenschelnde Wohlfühlfloskeln.
Wenn nun altvordere Emeriti den Verlust des einst so reichen Wortschatzes beweinen, so ist dieser Analyse vorbehaltlos zuzustimmen und ihre Klage nachvollziehbar. Das Wort, das die Menschen bewegen kann, zur Umkehr, zum Neuanfang beflügelt, es ist der Selbstbestätigung gewichen. Und weil man weiß, wo die Guten und wo die unbelehrbaren Bösen stehen, begnügt man sich mit dem Status quo. Umkehrruf oder Einladung?
In diesem Zusammenhang sehe ich auch die Äußerung des Bundespräsidenten gegenüber Mitgliedern einer national gesinnten Partei. Herr Gauck als ehemaliger Pastor lebt den ständig gewollten Traditionsbruch als Teil seiner Identität. So hat er ja schon von Anfang an verkündet, er würde sich ja durch das Amt nicht ändern wollen. Das heißt letztendlich: Mein Ego ist mir wichtiger als das Amt. Mit Luther: "Hier stehe ich! Ich kannt nicht anders!" Das Wort "Rücksichtnahme" gehört offensichtlich nicht in das Vokabular. "Achtung" (vor Amt und Volk) auch nicht. Es ist bedenklich, wenn der höchste Repräsentant des Staates seine Amt dazu benutzt, Teile der Bevölkerung als nicht diskussionswürdig oder -fähig zu bezeichnen. Er polarisiert, schließt aus und macht sich so zum Repräsentanten einer Gruppe, die er für würdig hält, von ihm Amt wahrnimmt, sondern die Möglichkeiten des Amtes dazu benutzt, seine Persönlichkeit auszuleben. Es schadet letztlich  Amt und Land. Wem nicht klar sein sollte, was ich meine, der sei an alle Priester erinnert, die sich zum Herren über die Liturgie gemacht haben und machen. Der angeblich nicht iustitiabele Begriff "Spinner" ist 
nur ein Beweis für den oben beschriebenen Verlust an Sprache, Sprechkultur und  - Verzeihung - ein Zeichen mangelnden Anstandes, will sagen: hier hat sich jemand nicht seinem Stande gemäß benommen.
In diesem Sinne hat sich der islamische Vorbeter durchaus anständig benommen, der in den Gärten des Vatikans seine Chance offensichtlich genutzt hat, den Vatikan durch ein Gebet zu Allah nach der Auslegung einiger islamischer Rechtsgelehrter zum Hoheitsgebiet der Wüstenreligion zu machen. Er hat seine Chance genutzt! Daß dabei noch eine Sure für den Sieg über die Ungläubigen reingemauschelt wurde, ist dabei schon fast eine Petitesse. Anders ausgedrückt: Franz I., der sich ja nicht als Pontifex Maximus sieht, sondern lieber Bischof von Rom sein will und als "Signifex Maximus" (Oberster Zeichensetzer) von sich reden macht, hat sich vorführen lassen, wie ein Schulkind, das seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Vielleicht kennt man in Argentinien nicht die Geschichte des maurisch besetzten Spaniens. Man muß auch nicht wissen, daß die Protestanten sich schon vor Wien nicht an der Verteidigung des Abendlandes beteiligt haben. Man muß ja noch nicht einmal die Regensburger Rede des guten Benedikt XVI. kennen. Aber die diplomatischen Bulletins über das Martyrium der Christen in islamischen Ländern sollten zumindest gelesen werden. Und was "ultraorthodoxe Juden von christlichen Gedenkstätten im Heiligen Land halten, kann man hier nachlesen. Die gesetzten Zeichen tragen interessante Früchte. Nebenbei haben Seine Heiligkeit angeblich auch wieder das Pectorale im Zingulum verschwinden lassen und die Wortwahl soll freimaurerisch gewesen sein. Mag das so sein, wie es will: im Sinne der Kirche war das wohl nicht, eher ein Fehlversuch in Sachen Weltpolitik. Selbst auf der Seite, die uns sonst mit den täglichen "Perlen" beschenkt, ist dieser Fall Roms nicht mehr zu deckeln und die Zuschriften im Kommentarbereich sind deutlich, wenn man von einigen "Kamillenblüten" einmal absieht.

 Währenddessen hat sich in Chartre mal wieder die katholische Jugend getroffen!
Das ist mal was anderes als kjg und ihre Papierchen!

Zum Abschluß ein bitterer Witz aus eigener Herstellung:
Frage: Was ist der Unterschied zwischen Kaiser Konstantin und Papst Franz I.?
Antwort: Kaiser Konstantin hat als Heide das Christusmonogramm auf Feldzeichen und Schilde seiner Truppen anbringen lassen und damit die Schlacht gewonnen!

Ich wünsche allen Lesern einen gesegneten Rest der Pfingstoktav!

Donnerstag, 15. Mai 2014

Wochenschau 20. KW


Es sind "goldene Einnerungen" an die Zeit bei der Bundeswehr. Die Mauer stand noch, wackelte aber schon gewaltig. Die BRD war noch ganz die Alte und beim Bund gab es noch keine Frauen. Und wenn sich mal jemand nicht wie ein echter Soldat (=Kerl) verhielt, dann bölkte irgendein Uffz entsprechende Kommentare. "Kerl oder Käthe, Müllermeierschulze?" oder "Wir machen hier Formaldienst, Gruberhuber! Das ist kein Tuntenball!"  So ein Satz hatte Folgen. Wer ihn sich einfing, hatte nicht nur die Lacher auf seiner Seite. Für solche Sätze hat sich mancher Uffz oder StUffz nach Dienstschluß zum Beweis des Gegenteils ein paar "eindrückliche Argumente" zeigen lassen müssen. Wenn heute ein Spieß einen solchen Ausspruch wagte, käme ein Gleichstellungsbeauftragter und diverse sog. "Minderheitenvertreter" würden zu Demos aufrufen. Er wäre wohl seine Schulterstücke los und seine soziale Vernichtung würde von den Medien befördert.
"Kerl oder Käthe?" eine Frage, die für manchen Zeitgenossen zu einer Zumutung ganz anderer Art geworden ist, weil er/sie/es sich nicht mehr entscheiden kann oder will. Da hilft es nach Aussage sogenanntes Expertes (?!) angeblich auch nicht mehr, wenn man sich bei den täglichen Verrichtungen im Bade einer Durchsicht des vorhandenen eigenen Materials unterzieht. Aber was sagt das Mehr oder Weniger in der einen oder anderen Region schon aus?
Bei den "Forschern" einer im Schlepptau anderer Pseudowissenschaften entstandenen Hypothesenerfindungsmaschinerie gilt dies alles nichts mehr. Beinahe täglich beglücken sie uns mit neuen Aufteilungen, die der Couch des Therapeuten bedürfen. Warum sie aber der bedingslosen Toleranz der Öffentlichkeit und den Applaus der Massen verdienen, will sich mir nicht erschließen.
Anders gesagt:
"Ein Baum ist ein Baum? Wie einfältig! Wissen sie, wie viele Buchen in ihrem tiefsten Inneren lieber eine Kohlrabi wären? Es gibt da Diversitätsstudien von skandinavischen Forschern, die eindeutig belegen, daß die Festlegung eines Baumes auf sein Buchesein ein rein gesellschaftlicher Konstrukt ist. Das Pflanz wird schon in der Baumschule in Rollenverständnisse gedrückt..."
Spätestens an dieser Stelle würde ich mir über die Wahl der Lektüre, die dumpfe Expertenhörigkeit oder den Geisteszustand dieser Person Gedanken machen.
Oder Sie läsen an einer Imbissbude folgendes Schild: "Heute frische Fischbrötchen (eigentlich Bratwurst)" Damit bin ich beim eigentlichen Thema. Es geht hier nicht um einen musikalischen Spaß oder um einen durchgeknallten "Paradiesvogel"! Es geht um die Wurst!

Augenschein und Tastsinn können in die Irre führen! Wenn ich etwas Unbekanntes einzuordnen versuche. Wenn ich in die Irre geführt werden soll. Es fehlt dann an einer Bezugsgröße für einen Vergleich, an Erfahrung oder der Glaube. Glaube? Die Frage liegt nach diesen Tagen und dem Aufruhr nahe.
Denn was ist dieses zum Vexierbild einer ästhetisch ohnehin fragwürdigen Herz-Jesu-Darstellung hochstilisierte Kunstwesen? Ist es Abbild einer angeblichen besseren gesellschaftlichen Zukunft? Ist er die begründete Hoffnung auf eine diskriminierungsfreie Welt?
Er ist nicht mehr und nicht weniger als der fleischgewordene Seelenzustand eines an Egozentrismus und Gottvergessenheit krankenden Kontinentes. Es fehlt an Maßstäben, Erfahrung und an Glauben, um das Offensichtliche zu sehen, zu fühlen und auch zu tun. Er und sein Erfolg sind ein Symptome für eine tödliche Krankheit der Kultur, die man gewöhnlich "Dekadenz" nennt, der Weg in den Untergang.
Und noch ein letzter Gedanke:
In einem Hymnus des Heiligen Thomas gibt es die Zeile "Visus, tactus, gustus in te fallitur..". Er beschreibt damit das Geheimnis der Gegenwart Christi in der Eucharistie. Er ist unseren Sinnen entzogen und schenkt sich uns doch hin.
Gottheit tief verborgen, betend nah ich Dir!
Adoro te devote.
Der Glaube wider den Anschein. Die Transubstantiationslehre, der Weg zum Heil.

Wer mehr und sicherlich klügeres lesen möchte, kann das in einem sehr lesenswerten Artikel bei der "Sezession im Netz" tun, den ich hiermit verlinke.

Gestern bei Anne Will:
Schaue ich sonst nicht, bin aber wegen des Themas hängen geblieben. Über die personelle Besetzung mit dem Brüsseler EU-Schulzen, Merwürdigkeiten aus Politik und Wirtschaft kann man trefflich streiten. Interessant waren die besprochenen Folgen, die aus den Freihandelsabkommen mit den USA erwachsen werden, wenn es dem zur Unterschrift kommt. So gibt es z.B. Klauseln (Investitionsschutz genannt) mit denen die staatliche Gerichtsbarkeiten durch bestellte Anwälte ersetzt werden sollen, die dann Strafen über die Länder verhängen dürfen, wenn sich Konzerne schlecht behandelt fühlen. Eine Regel, die mal zur Absicherung bei "Bananenrepubliken" ohne funktionierende Justiz gebastelt wurde, soll nun zu geltendem Recht erhoben werden. Wie bitte? Kanada hat schon eine solche Regressforderung bekommen, weil keine weiteren Genehmigungen für Schiefergasförderung (Fracking) zu bekommen sind.


Wer sich über diese Ermächtigungsgesetze für multinationale Konzerne informieren will, kann das über den Podcast der besagten Sendung tun oder über die einschlägigen Suchmaschinen.

Und sonst?
In Rom predigt Franz I. wieder über Barmherzigkeit und Fernstehendenpastoral. Diesmal hat er sich einer besonders entlegenen Form der Pastoral gewidmet, als er über Marsmännchen nachdachte. ...Perlen...
Nebenbei soll nun in diesem Jahr dann auch noch Paul VI. selig gesprochen werden. Das ist genau das, was unsere Kirche braucht!
Was die Kirche wirklich braucht, haben die Veranstalter gezeigt, die dem angekündigten Satanistentreiben in Harvard trotzten.
Eucharistische Prozession mit riesiger Beteiligung und Anbetung. (New Liturgical Movement hat die Bilder)
Danach haben sich nach dem Bericht beim Kreuzknappen in ein Hinterzimmer eines Chinarestaurant verzogen!

Meine Entdeckung der Woche:
Die Gedenkseite für Don Gregorius Hesse (+2006)
Ein kluger Kopf, ein Wiener Original mit einer gewissen Ähnlichkeit mit dem verehrten Gilbert (Santo subito!).

Ein Zitat von ihm, das zum römischen Kasperletheater um die Wiederverheirateten paßt:
"Durch das Nach­sinnen und Studium der Gläubigen komme ich höchstens dahinter, daß das sechste Gebot wider­lich ist und man es abschafft – darauf wollen sie übrigens hinaus, die Herren."

Ein gesegntes Wochenende wünscht Ihnen,
Laurentius



Dienstag, 6. Mai 2014

"Der Hammer Gottes" und andere Klöpper

Eins, zwei, drei im Sauseschritt sind schon wieder über vier Wochen ins Land gegangen. Liturgischer Dauerdienst zu den Hochtagen, familiäre Termine und das übliche Alltagsgeschäft lassen mal wieder wenig Zeit für Muße, oder gar fürs Schreiben. Aus Versatzstücken der letzten Wochen baut sich dieser Eintrag zusammen. Manches kommt nicht vor. Die alltäglichen "Schreckensmeldungen" haben  ihren vorgeblichen Schrecken verloren und die Sensation erweist sich aus der Retrospektive als Luftnummer.
So z.B. der Rücktritt eines Herrn Tänzlers vom Bundesvorsitz des bdkj. Nun ist er halt weg! Mein Blutdruck wird ihn und seine nun ausbleibenden Beiträge kaum vermissen. Eher stellt sich die Frage, in welchem Verband er denn nun seine Karriere als Berufskatholik nun fortsetzen wird. SKM, KAB, Caritas, Kolping? Vielleicht wird er auch als Vorreiter der Genderbewegung im Zuge der Geschlechtergerechtigkeit "Vorsitzendes" bei SKF, kfd, oder kfb? Wenn der EKD-Präses sich schon beim Frühstück von seiner Gattin davon überzeugen läßt, was für eine schlimme Männerkirche doch die EKD immer noch sei, dann kann er ja mal einen Vorstoß bei der kfd wagen.
Ich wünsche ihm alles Gute für die Zukunft!

Ein schwerer Schlag mit dem Hammer war hingegen für mich das, was die gute alte Tante BBC aus den brillanten Pater Brown Erzählungen des verehrten Gilbert Keith Chesterton gemacht hat. In einem seiner "Spartenkanäle" strahlt der "dff2" (vulgo "zdf") montags eine Serie aus dem Jahre 2012/13. Wer die Geschichten im Original kennt, sollte sich einmal der Belastung einer Folge dieser Serie aussetzen. Ich habe mir zwei davon angetan und war, gelinde gesagt, verwundert, wie man aus dem intelligenten und vierschrötigen katholischen Pater einen sanften und schüchternen Trottel machen kann. Während die literarische Vorlage sich nicht vor der Äußerung klarer katholischer Positionen drückt ("I often think that while we have the best church, you have the best churches.") geriert er hier als freundlich grienender Soutanenträger, der nur seinen Pfarrkindern manchmal etwas moralisch daherkommt. Dem im Sinne der bunten Vielfalt eingeknüpften unglücklichen Liebhabers (sic!) des Ermordeten, begegnet er auf angstfreier Augenhöhe, ohne ihm auch nur den Versuch einer moralischen Aufrüstung zukommen zu lassen. Pater Brown politisch sehr korrekt, anglikanerkonform homophil, kultursensibel. Und damit sich auch der Zeit gemäß denkende Katholiken nicht an irgendetwas stoßen, trägt Pater Brown ganz "nachkonziliar" kein Manipel zum Messgewand. Boing! Einen Toast auf den Requisiteur!

Ein weiterer Hammer ist die Außenpolitik unserer gewählten Regierung. Der Grundsatz des Fürsten Otto von Bismarck, der besagte, daß Russland ein gemütlicher Freund sei, ist leider schon lange vergessen, wenn man mal von Altkanzler Schröder absieht.
Die Kanzlerin hingegen, .... ja, wo ist sie eigentlich?
Die EU-Außenpolitik bedarf keines Kommentares. Da ist jedes Wort zu viel!
Und was tun amerikanische Schiffe da unten? Sie werden sicherlich nicht den Chor der russischen Schwarzmeerflotte verstärken wollen.
Und was machen da eigentlich unsere Jungs? Als OG a.D. dieser Truppe, die sich als sogenannte Bundeswehr damals noch der Landesverteidigung mehr schlecht als recht hingab, kann ich mich nur wundern, wo sich meine Kameraden alles so rumtreiben. Bei uns war der Dienstbezirk klar. Den Dienst versah man in der Kaserne (hinterm Schreibtisch). Wenn ein Befehl von oben kam, wurde der Dienst in den Wald oder auf den Truppenübungsplatz versehen. Eine Schießübung an der innerdeutschen Grenze aufgrund der Eigeninitiative der Mannschaftsdienstgrade konnte nicht einfach so unternommen werden. Urlaub bedurfte der Genehmigung und Reisen in den Osten waren auch nicht einfach ohne Voranmeldung möglich. Wer nicht zum Dienst erschien, wurde binnen einer Frist als "unerlaubt von der Truppe entfernt" gemeldet und von den Feldjägern eingesammelt. Also wozu ein Untersuchungsausschuß?
So etwas macht man nicht mal als Jux. Das kann nur befohlen werden, und zwar von ganz oben aus dem Ministerium! Und da die Richtlinienkompetenz ja bekanntlich beim Kanzler liegt, wird das nicht ohne das Wissen der Kanzlerin passiert sein, also Ursula und Angela fragen.
"Ich wollte, es wäre Nacht oder die Preussen kämen", waren die Worte des bedrängten Duke of Wellington, der auf Hilfe hoffte. Und die Preussen kamen und gingen mit ihrem greisen Kommandeur Blücher entsprechend an die Sache heran. 
Und überhaupt: Was läßt sich ein deutscher Oberst als Geisel nehmen?
Peinlich das! Ein echter Hammer!

Das Gedenken an den Ausbruch des WK I. vollzieht sich in dröhnender Stille. 
Es gibt aufgrund der Quellenlage Vieles neu zu bedenken und zu bewerten, manches "säkulare Dogma" erweist sich als fatale Irrlehre. Hier könnte sich die wahre Freundschaft der Europäer in bisher ungeahnten Größe und Tiefe erweisen. Eine echte Versöhnung, in gemeinsamer Trauer auf den Schlachtfeldern. Aber es erfordert ein echtes Bekenntnis, Reue, den Willen zur Wiedergutmachung, Beichte nennt man das wohl... 
Doch dazu bedürfte es großen Mutes und großer Aufrichtigkeit. Es bedarf des Glaubens an die göttliche Gerechtigkeit und des Friedens, den man nur geschenkt bekommen kann. Ein in den Herzen der Menschen geeintes und versöhntes Europa, keines der Normen und Richtlinien...
Ich denke und bete momentan viel über diesen so fernen Krieg...

Einen anderen Hammer bescherte uns Papst Franz I.. Manchmal frage ich mich, ob ihn der Posten nicht so ganz ausfüllt. Vielleicht ist er auch einfach nur ein guter Zeitmanager, daß ihm noch Stunden für privatpastorale Telefonate in die alte Heimat bleiben. Göttliches Recht? Kirchenrecht? Katechismus? Egal!! ICH lade euch alle ein! Seht, meine Güte reicht so weit, so weit...
Und daneben ein weiter Hammer dieser Barmherzigkeit, Güte und Herzenswärme. Diesen bekam der greise, erkrankte und unter Hausarrest gesetzte Gründervater der Franziskaner der Immakulata in aller gebotenen Liebe auf den Tisch der Zelle geknallt. Der von Franz I. eingesetzte Kommissar Volpi hat Pater Stefano Maria Manelli untersagt, an seinem Geburtstag das Grab seiner Eltern zu besuchen und eine Messe im Mutterhaus des Ordens zu lesen.
Wenn ich nun diese beiden letzten kircheninternen Klöpper vergleiche und auf eine schlichte Formel bringen wollte, lautete sie wie folgt: Während einerseits Menschen, die sich nicht an die Gebote Gottes und der Kirche halten, vorbehaltlos und bedingungslos zum Altarsakrament zugelassen werden, wird ein frommer und guter Hirte wie ein Dissident im Ostblock eingesperrt. Frage: Sollten nicht die Sünder zur Buße und die Frommen zu weiteren Werken des Glaubens angeleitet werden?

Erbauliche Funde der letzten Wochen:
1. Vom hochverehrten Bundeskanzler Konrad Adenauer:
"Wer sich ärgert, büßt für die Sünden anderer Leute!"

2. Aus der Predigt des Seligen Clemens August vom 20. Juli 1941:
"Wir sind Amboß und nicht Hammer! Aber seht einmal zu in der Schmiede! Fragt den Schmiedemeister und laßt es euch von ihm sagen: Was auf dem Amboß geschmiedet wird, erhält seine Form nicht nur vom Hammer, sondern auch vom Amboß. Der Amboß kann nicht und braucht nicht zurückzuschlagen; er muß nur fest, nur hart sein. Wenn er hinreichend zäh, fest, hart ist, dann hält meistens der Amboß länger als der Hammer."







Freitag, 4. April 2014

Wochenschau 14. KW

Angetreten zum Nachtreten:
Beim Kreuzknappen sind zwei Posts erschienen, die noch einmal ein trübes Licht auf die Scheinaffaire Limburg und ihre Nachwehen werfen. Da gibt es den Artikel zu einer Veröffentlichung eines Andreas Püttmann, der nicht nur zum "Mord am toten Mann" aufruft. Er -so muß man es wohl nennen- rechnet auch mit allen Ultrakatholiken ab, die dem Vertriebenen auch noch in "Nibelungentreue" anhängen. Daneben redet der notorische Stadtdekan aus Frankfurt am Main in der FAZ über ein Ende der Amtskirche.
In den Kommentarbereichen zu den Artikeln ist eine nicht minder merkwürdige Diskussion über konservative Lager, Gruppen angebliche Unterdrückung mißliebiger Kommentare durch Ultrablogger etc.
Lassen wir diese Mutmaßungen einmal beiseite, so kommen mir folgende Fragen und Sätze in den Sinn:

1. Wo hat Christus in diesem Falle gesiegt?
Ich habe nun viel vom angeblich verdienten Niedergang eines angeblich Ungeliebten gelesen und vom Sieg Einiger über ein paar Andere oder  überkommene Strukturen. Das Vokabular ist einer Kriegsrhetorik entlehnt, wie man sie aus Bundesligareportagen, Parlamentsdebatten oder Kriegsberichten aus den Zeiten des Volksempfängers kennt. Es gibt Sieger und Besiegte.
Aber wofür? Für Christus? Zur höhreren Ehre Gottes? Für seine Kirche? Für die Verbreitung des Glaubens?
Ich erkenne in dieser Schlachterei weder die Normen der Haager Landkriegsordnung eingehalten noch  die Regeln christlicher Zurechtweisung verwirklicht.
Wenn jemand sich und seinen Weg verfehlt, so soll man ihm in aller Liebe aber durchaus klar und unmißverständlich auf die Fehler hinweisen und auch deren Korrektur anmahnen. So habe ich nach meinen unmaßgeblichen Bibel- und Katechismuslektüren den Umgang mit "Abweichlern" nach "christlichen Standards" verstanden. Das kann ich hier beim besten Willen nicht erkennen.


2. Bau auf, bau auf, ... für eine bess're Zukunft ...

Die Methoden für den Aufbau einer angeblich "bess'ren Zukunft" unterscheiden sich sehr von den probaten Mitteln der Vergangenheit, wie sie von John Henry Newman, Clemens August Graf von Galen, Willibrord, Benedikt von Nursia oder Fulton Sheen angewendet wurden. Sie erinner mich zu sehr an andere Systeme, die beim Aufbau ihrer Zukunft nicht vor der physischen oder psychischen Vernichtung zurückschreckten.

3. Fairplay
Rein zwischenmenschlich betrachtet bewegen sich die Äußerungen in der Mitte der Gesellschaft. Ich hätte auch schreiben können:
Es ist eines Ehrenmannes nicht würdig.
Es ist eines Mannes der Kirche unwürdig.
Es ist eines Sproßes aus altem deutschen Adel nicht anheischig.
Ein Gentleman tut so etwas nicht.
Paßt irgendwie alles nicht! Es ist aus der Zeit
Das ist alles nicht mehr zeitgemäß, nicht wahr?
Stimmt.
Aber dieses "in den Keller schreiben" und "in die Gosse treten" hat mit berechtigter Kritikäußerung genauso viel zu tun wie das allwochenendliche Komasaufen hiesiger Jugendlicher mit dem Genuß des ersten Schluckes gut gekühlten Weißweines nach dem Ende der Fastenzeit in fröhlicher Runde.
 
4. Mitleid, Gebet, Umkehr
Drei Leerstellen in diesem Trubel.
Stattdessen melden sich noch andere Bischöfe der Äppelwoi-Schiene zum Nachtreten.
Am Ende soll der Getretene nun auch noch um sich geschlagen haben und ... Ach,  es ist nur noch peinlich.
5. "Ich kenne keine Parteien mehr! Ich kenne nur noch Deutsche!" (angeblich S.M. Wilhelm II.)
Auch dieses Zitat scheint zunächst "unzeitgemäß". Was ich damit andeuten will, ist Folgendes:
Ich habe niemals an eine Kirche geglaubt, die sich in Anteile eines Tortendiagramms aufteilen ließe. Denn selbst wenn sich die momentan auf Erden weilenden Christen so einordnen ließen, was ist mit denen, die uns vorausgegangen sind und mit denen, die nach uns kommen werden. 
Seit wann gibt es in der Kirche Parteien wie in einem Parlament, denen man sich anschließen kann, mit einer Art "Fraktionszwang". Weder Progressive noch Reaktionäre, weder rechts noch links sind Kategorien der Kirche. Es ist viel einfacher. Es ist das schlichte Verhältnis eines jeden Einzelnen zu Christus, Maria, zur Tradition und zur Lehre der Kirche. Ich mag vielleicht kein inniges Verhältnis zu Hemma von Gurk oder zum Seligen Bruder Klaus haben. Damit gehöre ich aber keiner Partei an, nur weil ich mich noch nicht intensiv mit ihrer beider Leben beschäftigt habe. Ich gehöre auch keiner Partei an, wenn ich das Filioque oder die Jungfrauengeburt als zu glauben annehme und gegen die Anwürfe zeitgenössischer Kritiker verteidige. Ich bin und bleibe in einem solche Falle schlicht und einfach katholisch. Ob der Kritiker in dem einen Fall nun ein Orthodoxer sein mag oder ein Atheist. Er mag alles andere sein, aber katholisch kann er es nicht nennen.
Punktum! Wenn ich damit ein Kreuzritter, Dunkelmann, oder Ultra bin, bitte.
Ja von mir aus auch Leffi, Reaktionär. Ja und Monarchist bin ich auch noch. Na klar! Gerne doch! Habe ich was vergessen?
Ja!
Eines bitte nicht:  Papist! Alles, aber nicht Papist!
Ich habe mein Gehirn nicht im Wachlokal der Schweizer Garde deponiert!
Soviel Trennschärfe bitte ich mir dann schon aus!
Zurück zum Thema mit einer Plattitüde: Nen bisgen schwanger gibbet nich! Ein bisgen katholisch is aunich!
Jetzt kommt mir bitte nicht mit den Konziltexten und den Ansätzen. Ich kenne sie alle. Aber diese Ansätze gilt es ja zur  Entfaltung, zur Vollendung zu bringen, nicht wahr? Es geht um Vertiefung des Glaubens, die Nähe zur Botschaft Christi, das Eintauchen in die Tradition und das Entdecken der Fülle.
Nicht mein Wunschtraum ist das Maß, sondern Dein Wille geschehe.
Mit zwei Zeilen des St. Thomas von Aquin:
"Tief und tiefer werde dieser Glaube mein,
fester laß die Hoffnung, treu die Liebe sein."


Zum Abschluß noch einmal ein paar Artikel, die eine andere Sicht als FAZ, taz, Neues Südland, Spügel oder Bims BamS Bums ermöglichen.
Dann muß auch mal gut sein mit Limburg!

6. Sonstige Skandale der Woche:
Ein türkischstämmiger Deutscher äußert sich lautstark und ruppig zur durchgeknallten Situation unserer deutschen Gesellschaft, und zwar aus Liebe zu diesem Land. Man muß den Ton nicht mögen.
Die Situation ist aber etwas ddr-tesk:
Buchhändler legen seine Bücher nicht in die Auslagen. Ist noch nicht mal als Bückware zu haben.
Das Fernsehen macht ein paar dumme Fehler, die auffallen.
Hier sei zur Zensur ein aktuelles Beispiel aus dem Mittagsmagazin des DFF2 äh ZDF verlinkt.

Über die auch sonst nicht zimperliche Wortwahl eines ehemaligen intellektuellenVorzeigemediums zum gleichen Fall.

So sieht es aus, werte Leser, in diesem unseren Lande!

Allen geneigten, weniger geneigten und ungeneigten Lesern wünsche ich ein gutes Wochenende und einen gesegneten Sonntag!


Vatikan-Magazin zum Verrat.
Ein älterer Artikel zum angeblichen Geprotze.
Und hier noch einmal nüchterne Zahlen von Architekten.

Dienstag, 1. April 2014

Aprilscherz

Ein Steinmetzbetrieb aus Rheinhessen hat in der vergangenen Woche eine erste Materiallieferung für die Wiedererrichtung des Petrusaltares sehr ordentlich im Hochchor des Aachener Domes aufgeschichtet. Doch die Firma war zu ordentlich vorgegangen, wie der Senior der Firma Otto N. feststellen mußte. Als dieser sich am Samstag noch einmal das angelieferte Material auf mögliche Transportschäden anschauen wollte, geriet er in eine Pressekonferenz, bei der das "fertige Werk" der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Als der Steinmetz auf den Fehler hinweisen wollte, wurde er des Domes verwiesen. Meister Otto N. weiß nun nicht, was er mit den noch nicht gelieferten Steinplatten machen soll. "Nun haben wir über zwei Jahre alles nach gotischen Vorlagen gearbeitet und nun das!" Hier droht ein waschechter Skandal!  Das Bistum war heute zu keiner Stellungnahme bereit. "Die Luft wird sehr dünn für den Bischof!" sagte Meister N. Erst Limburg und nun Aachen? Sehen Sie selbst!

Mittwoch, 26. März 2014

God blessed America

Sie geben kaum Anlaß zur Freude, die Verhältnisse in die abtrünnigen westlichen Kolonien des Vereinigten Königreiches. Doch mancher mancher Bischof gibt Anlaß zur Hoffnung.
"Frischer Wind" brachte das Video vor einigen Wochen. Heute habe ich es auch noch einmal eingestellt.
An einem Tag, an dem Limburg nun auch ohne Bischof ist und damit eine weitere Lücke im hiesigen Episkopat entstanden ist, so möchte ich wider besseren Wissens mit einem berühmten Baptistenprediger rufen: "I have a dream!"



Es lohnt sich, ihm zuzuhören!

Dienstag, 4. März 2014

Veilchendienstag

Zum nahen Ende der Session 2014 ein Gruß aus der Oberpfalz!




Samstag, 1. März 2014

Der Lotse geht von Bord

Seine Heiligkeit, Franz I., Pontifex Maximus, Diener der Diener Gottes, hat das Rücktrittsgesuch Joachim Card. Meisners angenommen. Es war an der Zeit. Der Verlust ist herb. Wir werden seine klare Stimme noch sehr vermissen.
Die Reaktion der Medien war so langweilig wie vorhersehbar.
Anstelle eines bunten Menus vom Buffet der Meinungsvielfalt gab es wieder einmal den bekannten deutschen Worthülseneintopf ohne Hirneinlage. Die Qualitätsgaranten der öffentlich-recht-dürftigen Anstalten und der Freunde des Fortschrittes in den Printmedien boten allüberall ihr dünnes Instant-Adjektivsüppchen aus der Gulaschkanone an.
Die Zutatenliste kann wie folgt beschrieben werden:
konservativ (15%)
reaktionär (5%)
umstritten (30%)
Emotionsextrakte, Moralinsäure (Konfrontationsmittel) sowie wirklichkeitsverneinende und realitätsferne Vorurteilsstoffe (B90/Gr.; Alt68)
(Warnhinweis für Kirchgänger: Das Produkt kann Spuren von Katholikenfeindlichkeit enthalten!)

Eine Beobachtung am Rande:
Während bei Joachim Card. Meisner nur noch als "ehemaliger" apostrophiert wird, spricht man beim em. "Freiburgerle" immer noch vom "Erzbischof", obwohl dessen MHD ja schon vor einigen Wochen abgelaufen ist.

Dienstag, 4. Februar 2014

Alices Sterntaler im Heidiland

Wer morgens trödelt, muß sein Frühstück hastig einnehmen. Wer zudem noch unbedacht den Volksempfänger in der Küche einschaltet, wird darüber hinaus mit Nachrichten und Tageskommentaren nicht unter fünf Minuten bestraft.
Heute widmete sich der Tageskommentar des Westdeutschen Bildungsrundfunks sich der Geschichte von "Alices Sterntaler im Heidiland". Klimax des von moralischer Entrüstung und persönlicher Enttäuschung durchdrungenen Gejammeres: Die letzte moralische Instanz ist gefallen!
Danach folgte dann noch eine Aufzählung derer, denen man seit kurzem (ADAC) oder längerem (Franz Beckenbauer) oder noch nie trauen (Politiker) durfte. Als Beispiel mußte natürlich auch wieder die Una Sancta herhalten (LIMBURG!). Was waren wir doch alle gute Katholiken in Deutschland, bis ... Ja, ne, is klar!
Ein Volk ohne moralsche Instanz, zu der es aufsehen kann, orientierunglos in der schweren See des postpostmodernen Spätkapitalismus oder so ähnlich! Deutschland muß nun auf A. Schwarzers Wegweisungen verzichten.
Strafverschärfend gerieten in diesem Moment nun Schluckreflex, "Schnappatmung" und zwerchfellgesteuerter Lachanfall zeitlich in Kollision.
Das Lachen war mir im Halse stecken geblieben mit entsprechend verheerenden Folgen für Hemd, Tischdecke und Atemwege. Es trieb mir die Tränen in die Augen. Einerseits eine natürliche Folge der Abwege, die Marmeladentoast und Kaffee genommen hatten. Sie waren aber auch Ausdruck dessen, was ich aufgrund des Kommentars empfand.
Alice Schwarzer,  Herausgeberin des feministischen Kampfblattes "Emma" als letzte moralische Instanz der Deutschen?
Sie mag die Gallionsfigur der 1968er Frauenbewegung (gewesen) sein. Aber ihr sonst eher wenig geglücktes Auftreten in der Öffentlichkeit und ihr Eintreten für z.B. Abtreibung dienen eher als schlechtes Beispiel denn als Vorbild.
Überhaupt das ganze Gerede von moralischen Instanzen! Ständig werden "moralische Instanzen" abgebaut. Tagtäglich wird einer Person X oder Y des öffentlichen Lebens irgendein Fehltritt nachgewiesen oder wenigstens unterstellt. Hintergrundberichte, Insiderinformationen oder die Nachbarn, die schon immer alles wußten, aber nie gefragt wurden, machen aus dem ehemals so geachteten Menschen einen gemeinen Wicht, dem man keine leere Streichholzschachtel anvertrauen kann. Alles zur Hebung der "öffentlichen Moral"!? Wenn es denn mal um Moral ginge! Welche Moral denn überhaupt?
Es ist die Lust am Skandal. Es ist die Lust am Fall des Anderen. Es ist der Neid auf ein paar Stellen mehr auf dem Kontoauszug. Es ist das ungnädige Spießertum, das laut nach der Verurteilung des Infamen schreit, der so dumm war, sich erwischen zu lassen. Der Volonté Générale fordert Köpfe!
[Exkurs:
Daneben erfreut sich der Donatismus in neuer Gestalt, so wie er auf der Synode von Arles 314 verurteilt wurde, bester Gesundheit. Was anderes ist denn dieses Gerede vom Verlust "moralischer Instanzen" anderes als eine Spielart des Donatismus. Wieso ist die Botschaft vom Dreifaltigen, vom Gebot der Nächstenliebe in ihrer Gültigkeit bedroht, wenn der Städtename Limburg fällt? Auch eine vom Stadtdekan der Stadt Frankfurt am Main gespendete Taufe ist gültig! Für den deutschen Autofahrer ist der Beschluß von Arles ganz einfach an einem aktuellen Beispiel zu erklären: Auch wenn der Vorstand des ADAC zweifelhaften Gebrauch von Fluggeräten macht und die Statistiken zugunsten bestimmter Autohersteller gehübscht werden, funktioniert der Pannennotruf tadellos! Es gibt aber einen Unterschied zum alten Donatismus und den muß ich hier zur Ehrenrettung dieser gestrengen Herren benennen. Der Donatismus war von Aszese und der Frage nach der Erlangung des Heils beflügelt.]
Das Ziel jener pseudodonatistischen Denkart unserer Tage besteht einzig und allein im Abbruch von Autoritäten und damit von Autorität schlechthin. Die Antiautoritären haben alles weggeräumt, was ihnen im Wege stand, angefangen beim Dekalog bis hin zum Leitsatz Preussens: Jeder soll nach seiner Facon selig werden! An der Stelle der Institutionen steht nun die Masse derer, die sich nichts mehr sagen lassen, aber anderen alles vorschreiben will. Das Kollektiv der von allen Maßstäben befreiten Egoisten, ist damit beschäftigt, sich gegenseitig zu demontieren und zu verzwergen. Mobbing, Bullying, Bossing und wie es sonst noch so heißen mag, sind die logischen Konsequenzen daraus.
Nun erreicht der Terror - wie bei jeder zünftigen Revolution - die Riege der Anführer.
Gnadenlos!

Kontrastprogramm gefällig?

Aus dem "politischen Testament" Friedrichs des Großen (1752), zitiert nach der Gesamtausgabe von Volz (1920) Bd. 7, 150:
"Ich sagte es schon und wiederhole es: In Preußen ist man häufiger in Verlegenheit, alle verdienstvollen Handlungen gebührend zu belohnen, als in der Zwangslage, schlechte zu bestrafen. Man kann die Tugend nicht hoch genug achten, noch die, die sie üben, genug ermutigen. Das Staatsinteresse verlangt, daß alle Bürger sich der Tugend befleißigen. Von der Tugend soll man sprechen, wackere Taten sind herauszustreichen, damit sie womöglich noch größeren Glanz erhalten und die für sie empfänglichen edlen Seelen zur Nacheiferung anspornen. Ja, sollte auch ein Mensch den seelischen Schwung der edlen Geister nicht von der Natur empfangen haben und aus Gier nach Ehre und Belohnungen doch eine schöne Tat vollbringen, so wäre damit schon viel gewonnen. Mag auch das Motiv der Tat an sich niedrig sein, die wackere Tat gereicht der Allgemeinheit trotzdem zum Vorteil. Die nützlichsten Bürgertugenden sind Menschlichkeit, Billigkeit, Tapferkeit, Wachsamkeit und Arbeitslust. Sie schaffen Menschen, die für den Zivildienst wie für das Heer gleich nützlich sind. Derartige Eigenschaften müssen belohnt werden."

Eine gesegnete Restwoche!


Freitag, 10. Januar 2014

Lehrfilm in Sachen Demokratie

Dienstag, 7. Januar 2014

Buchhaltermentalitäten

Ich gebe es gerne zu: Ich bin Nostalgiker! So ziehe ich den Charme eines etwas angestaubten Kaffeehauses der Modernität eines Pappbecherausschankes vor. Zu hektisch und es schmeckt mir nicht. Außerdem: Wenn man keine Ruhe für den Kaffee hat, sollte man es sowieso lassen. Es ist nicht gut für die Magenschleimhaut!
Dasselbe gilt auch für das Fernsehen: gezielter Genuß vor dösigem Dauerkonsum!
So gehen mir auch die ach so modernen Psychokrimis auf den Wecker, in denen halbtraumatisierte Ermittler auf Flachdächern rumheulen. Da lobe ich mir doch einen stänkernden Stöver (alias Manfred Krug) oder Schimi!
Ich liebe aber auch die ganz alten Fernsehserien, allen voran die Mutter aller Serien, die Hesselbachs! Da gibt es noch echte Charakterköpfe, da werden relevante Themen behandelt, mit viel Temperament aber auch Verstand. Bei aller Unterhaltung: Die Folgen sind philosophische Kleinode, bestes Bildungsfernsehen.
In dieser Serie gibt es einen Mitarbeiter der Firma, den Buchhalter Münzenberger, unnachahmlich gespielt vom Stuttgarter Schauspieler Max Strecker. Er zieht alle Register, um Geld zu sparen, rechnet alles bis auf x Stellen hinter dem Komma hoch, immer korrekt, pünktlich. Er ist der ideale Buchhalter! Aber er ist auch als Privatmann Buchhalter, so geizig, daß es einen graust. In zwei Folgen werden ihm "weiterführende Kompetenzen" überlassen, einmal beim Metallsammeln und einmal auf Ebene der Geschäftsführung. Kaum ist er ""im Amt", geht auch schon alles schief. Er pocht auf seine Kompetenz und läßt keinerlei Einsprüche zu. Alles wird durchgeregelt, alles im Sinne der möglichen Ersparnisse. Die notwendigen Handlungsspielräume werden den buchhalterischen Erfordernissen geopfert. Mit seinen Plänen für Materialeinsparung (übrigens ein erster Verriß über Recycling, bevor das Wort erfunden wurde) und bei einem kurzen Ausflug auf den Stuhl des Prokuristen der Firma bringt er die Verlagsdruckerei an den Rand des Ruins.Es sind höchst unterhaltsame Lehrstücke in Betriebswirtschaft. Wer buchhalternd eine Firma lenkt, wird bald keine Bücher mehr zum Halten haben! Neue oder andere Aufgaben erfordern andere Blickwinkel.



Seit Monaten nun ist in einer anderen uns wohlbekannten "Firma" auch ein neuer Prokurist ans Ruder gekommen. Aus einer fernen Filiale kommend, bringt er nun seine Sicht aus der langjährigen Praxis mit. Mit Blick auf seine Erfahrungen baut er nun die Zentrale um. So wie er anscheinend die Filiale geleitet hatte, so regiert er nun die Gesamtfirma. Dabei wird nun alles das geändert und beendet, was ihn anscheinend schon lange gestört hat, er aber vorher nicht ändern konnte. Er kommt aus einer Filiale, der es an vielen Dingen ermangelte. Deswegen meint er nun zu wissen, was die Firma wirklich braucht. Es werden zig Baustellen auf einmal eröffnet.
System? Unbekannt!
Ziel? Unbekannt!
Begründung? Hano, ich bin hier der Chef! Das Betriebsfescht isch vorbei! Schaffe, schaffe!
Lob: So weit kommts noch! "Pflicht tun" ist angesagt!
Und der Rest? "Mäckinzieh" wirds scho mache!
Wer jetzt jubelt, hat nicht verstanden, was blüht: Tristesse, verordnete Freudlosigkeit. Der Abglanz der kommenden Welt hat der erbaulichen Schönheit eine Aktenschrankes zu weichen.
Adieu "Knopflochentzündung"!
Bonjour "Ärmelschoner"!

UPDATE: Im Beiboot gibt es einen nettes Filmsche von den Hesselbachs! ;-)




Montag, 6. Januar 2014

Weihnachtsrückschau

Ich hoffe, daß alle Blogleser auf ein gesegnetes Weihnachtsfest 2013 zurückschauen können und gut ins Jahr 2014 gekommen sind.
Ich habe mich beim Blick in die Fernsehzeitung mal wieder gewundert, was alles so von den Sendern als "weihnachtsfähiges Programm" angesehen wurde.
Einen nostalgischen Blick in das Programm von vor 30 Jahren, als es noch keine "Privaten" gab, findet sich auf der verlinkten Seite:
Neben Werner Höfers "Internationaler Frühschoppen" als wöchentliche Journalisten Suff- und Qualmbude sticht nur der "Tanz in der Kathedrale" als einigermaßen unpassend aus dem Programm heraus.
Neben der Augsburger Puppenkiste, "Urbi et orbi" ein legendärer Vierteiler (hat nichts mit nem Scharfrichter zu tun"), Serienstart der "Drombuschs", klassische Musik, Literaturverfilmungen, Gottesdienste und Wohltätigkeitskonzerte. War das alles wunderbar betulich! Heute nennt man sowas quotenkillendes Bildungsfernsehen.
Gute alte BRD!