Mittwoch, 18. Dezember 2013

Der Sloganizer

Thomas hat ihn gefunden und ich mußte ihn unbedingt ausprobieren, den Sloganizer!
Im Denken an die umfängliche päpstliche Schwarte fielen mir drei Wörter ein:
Franziskus
wortreich
reden
Auf den "Einwurf " geklickt und schon gings los.
Der Sloganizer machte daraus:
 Franziskus, so wortreich wie die Moral. Reden ohne Hoffnung. 
Was immer das nun heißen mag. Das Ding ist ja nur ein Sloganizer und kein Orakel!

www.sloganizer.de 

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Wochenschau: Erste Recyclingstelle für alte GL eröffnet!

Ansonsten, Herr Lutter, ist alles in Butter!
Ansonsten ist hier alles ok!
Ja, ja, Friedel Hensch und die Cyprys!
Was haben die damals für ulkige Sachen gemacht!
Egon, ich hab ja nur aus Liebe zu Dir .. ein Glas zuviel getrunken.
Dann die Volkslieder, wobei ich nie wußte, wie ernst das gemeint war.
Und nicht zu vergessen: "Der Mond von Wanne-Eickel"! Immer noch der beste Ruhrgebietstango vonne Welt!
Ansonsten, Herr Lutter, ... ja genau, das wollte ich schreiben.
Das Lied handelt von mittleren bis schweren Katastrophen, die dem armen Herrn Lutter beigebracht werden müssen. Der Refrain endet dabei: "Sonst geht hier alles noch im alten Dreh!"
Es ist ja immer beruhigend, wenn bei allen Veränderungen ein wenig Sicherheit und Gewohntes erhalten bleibt.
So zum Beispiel unser guter alter Roland Breitenbach aus Schweinfurt. Als Friedel Hensch 1968 bei Harry Pumpernickel in Studio B das lutterische Lied sang, trat er in Schweinfurt seinen Dienst als Pfarrer an und hat seither die Pfarrei nicht verlassen. Stets ein Motor der Erneuerung und der Beförderung des Kozilsgeistes, gerne mal auch nur in liturgischer Unterwäsche und Regenbogenstola unterwegs, wenn es der guten Sache diente. Lange hatte ich schon nichts mehr von ihm gehört. Seit es den Liturgie-Newsletter nur noch gegen Vorlage des Personalausweises gibt, war es sehr still geworden. Keine Aktion.
Und nun das! Die Gemeinde und ihr Pfarrer entpuppen sich als Tradis, ja, als GL-Tradis!!!
Die Gemeinde lehnt das NGL (Neues Gotteslob) einstimmig ab und bleibt beim AGL!
Manches neu aufgenommene Lied sei fragwürdig!
Oha! Ist im Diözesananhang das Lied von den "zehn kleinen Negerlein" reingerutscht oder der Mallorca-Remix von "Laudato si"? Nein, es sind natürlich "neue ältere Lieder", die Geheimhaltung, die mangelnde Beteiligung der Gemeinden, etc., die übliche Mängelliste halt.
Egal: St. Michael, Schweinfurt ist auf jeden Fall wieder dagegen! Sie bleiben sich also treu! Wunderbar! Auf den Recken Roland kann man sich verlassen! Apropos St. Michael: die Streichung des Liedes ihres Pfarrpatrons und des Schutzpatrons der Deutschen wird nicht beklagt!
Beim Kreuzknappen gibt es die Links zur Mainpost und einen guten Artikel dazu!

Musik!




Der Frontalangriff einer gewissen Estrela, der in Form eines Berichtes in Brüssel durchgewunken werden sollte, ist abgwendet worden. Seit langer Zeit war ich mal wieder mit dem Diözesanadministrator  aus dem schwarzen Wald auf einer Linie.

Mit "Linie" bin ich auch schon beim nächsten Thema. Ein Flasche Linie Aquavit hätte ich ganz gut gebrauchen können, als ich diesen, jenen und diesen  Artikel über das Vorgehen linientreuer Kommissare las, die versuchen mit aller Gewalt die Franziskaner der Immakulata auf Linie zu bringen. Der Orden läuft gegen den Trend: volle Kirchen, Berufungen, es wird gebetet, theologisch im Sinne der katholischen Lehre gearbeitet, man schöpft aus den Quellen der Tradition.
Ist es der Erfolg, der gefährliche Erfolg der Tradition bei der "Mission", der Neid erweckt?
Es bleibt offen.
Die zur Anwendung kommenden Methoden und Vorgehensweisen (Absetzung, Verbannung, Hausarrest) sind aber auf einer ganz anderen Linie! Sie erinnern an die "Säuberungsaktionen" in der frühen Sowjetunion. Berija scheint das Vorbild zu sein und nicht der gute Hirte. Leute verschwinden. Es wird geschwiegen. Man beseitigt die führende intellektuelle Schicht mit konstruierten Vorwürfen und Anklagen, macht daraus einen Schauprozess und schüchtert so ein. Früher hieß der tödliche Stuss  "konterrevolutionär", jetzt "krypto-lefebvrianisch". Es ist einfach unglaublich! Meiner Meinung nach muss man sich aber schon mal ne Linie reinziehen, um auf so was zu kommen!
Freiheit, Freude an der Kirche, die Liebe Christi kann ich da kaum erkennen! Eher die Verwirklichung von Allmachtsfantasien eines Mannes, der offensichtlich niemals auf diesen Posten hätte kommen dürfen. Es passiert aber offensichtlich alles mit Billigung des Papstes, der angeblich ja so genau auf der Linie seines Vorgängers sein soll.
Liebe Leute, wer bei einer Polizeikontrolle eine solche Linie hinlegt, und dann noch behauptet, sie sei "schnurgerade", der ist seinen Führerschein sofort los!

Dann gab es da noch die Wiederaufnahme von "Ein Käfig voller Narren" in St. Jakob zum Sternefeld in Form einer Vigil zum Fest Mariä Empfängnis. Von einem Eingreifen seitens der Kurie ist bisher nichts bekannt geworden.

Dafür erteilt der Heilige Vater auf unnachahmlich "liebevolle Weise" einem Messdiener ganz tollen Nachhilfeunterricht beim "Händefalten". Mann, Mann, Mann, wie in einer Dorfsakristei, wenn Besuch aus der Stadt kommt!

In einem Kommentar von "Paulus" zu einem Artikel über ein Verbot für eine Messe im Ordo originis, das in Felix Austria verhängt wurde, werden die Veränderungen in Rom beschrieben. Gab es zu den besten Zeiten unter Benedikt täglich 22 Messen im Ordo originis in St. Peter, so sind es nun nur noch einzelne Feiern in der Woche!


Es kommt eine neue Eiszeit! 
Ich fröstele etwas.
Ich brauche jetzt einen steifen Grog oder auch noch einen mehr.
Mir kommt eine Strophe aus der "Winterreise" in den Sinn:

Ich kann zu meiner Reisen
Nicht wählen mit der Zeit,
Muß selbst den Weg mir weisen
In dieser Dunkelheit.
Es zieht ein Mondenschatten
Als mein Gefährte mit,
Und auf den weißen Matten
Such' ich des Wildes Tritt.
(Gute Nacht)

Gute Nacht!

Freitag, 6. Dezember 2013

Brüder, zur Sonne, ... äh ne!

Für die "kölsche Avantgarde", also die Vertreter des Traditionsvereins "Kölner Kircheninitiative" von 1968 fehlt ja irgendwie noch ne griffige Musik, dat Problem ist nur, wat?

Vom Text her ist ja der "Marsch der blauen Funken" passend, wenn es um das Selbstverständnis jener Leute geht. Würde aber auch so ganz gut passen. Ist aber leider schon vergeben.



Noch viel besser paßt der folgende schmissige Klöpper:



Mensch das geht doch in die Beine!
Aber der Text! Brüder (sic!), zur Sonne, zur Freiheit!
Da müßte dann wie bei der anderen ehemaligen "Brüderzeile" (Laßt uns loben, ...)
ein "freudig" gesetzt werden oder ein holperiges "Geschwister".

Da man aber heute den Menschen nicht mit so schwierigen Notensätzen kommen kann und meistens nur Zupfinstrumente greifbar sind, würde es wohl wieder bei so etwas bleiben, was der Sache einen unheimlich "drive" machte:



Yeah! Feeeete!

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Mann, mann, mann, hier ist wieder was los!

In Köln probt mal wieder im Geheimen ein Reformkreis den Volksaufstand und Päule Zulehner verrät die Sache. Ein echter Brüller!
Dem Kreuzknappen ist sein humorvoller Beitrag zu dieser Posse sofort mit wutbürgerlicher Empörung um die Ohren geknallt worden. Tja, der gemeine Reformkatholik wird nun einmal für seine verbissene Tätigkeit mit Humorlosigkeit bestraft.
Außerdem zeigt sich: Die kirchlichen Freunde der Demokratie haben offensichtlich Probleme mit freiheitlich-demokratischen Grundrechten, wenn sie von "Andersdenkenden" wahrgenommen werden. Dieses Problem mit "Dissidenten" ist nicht neu. Dieses merkwürdige Demokratieverständnis in der Tradition von Dutschke und Grotewohl, dass sich in den letzten Jahren in Deutschland immer mehr Bahn bricht, prägt auch die Weltanschauung jener, die aus der Kirche Gottes einen volkseigenen Betrieb machen wollen. Jenen gilt wieder einmal der Ruf: "Dann gehen se doch rüber!"
Denn wer bei "Petrus, Vianney, von Galen & Co" mit den AGB nicht zurecht kommt, kann doch ganz schnell den Anbieter wechseln! Da gibt es doch eine biologisch-dynamische, gegenderte und komplett durchdemokratisierte Reformhauskette, die unter dem Label "EKD" alles anbietet, was der zeitgeistorientierte Manifestunterzeichner nur wünschen kann. Das Weltanschauungskombinat "VEB Margot Kässmann" bietet dank presbyterialer Verfassung alle Möglichkeiten der Einflußnahme durch Laien, moderne Rituale für die Bewältigung von Lebenskrisen, ist absolut barrierefrei beim Empfang von "Sakramenten", und erfüllt nebenbei auf allen Führungsebenen die Frauenquote!

Bei Anne Will sitzen Erzabt Notker, Oskar Lafontaine, und Ost-"Piratin" Domscheit-Berg und machen getrennt und trotzdem gemeinsam Front gegen Kapitalismus und die Finanzmärkte, alles angeblich im Aufwind des 240-Seitenwälzers von Franz I..
Börsen, hört die Signale!

Vom kürzlich verstorbenen Domenico Card. Bartolucci ist folgender Satz überliefert: "Sagt mir Bescheid, wenn der Zirkus vorbei ist!" 
Wann werde ich zu dieser Gelassenheit finden?