Freitag, 25. Oktober 2013

Ho ochlos

Die Geister, die sie riefen, werden sie nun nicht mehr los!
Es wird seit Wochen Stimmung gemacht. Damit Einschaltquoten und Auflagenhöhen stimmen, wurde die niedrigsten Instinkte bedient und mit halbgaren Geschichten Neid, Mißgunst und Vergeltungslust geschürt.
Jetzt geht der Pöbel in aller Feigheit und Verworrenheit gegen die Familie des Bischofs los. Und jetzt, wo der feige Mob auf einmal anrollt, ist es wieder keiner gewesen. Die strafrechtlich verfolgbaren Ergebnisse der Berichterstattung wie Morddrohungen gegen die Familie, werden nun systematisch in den Keller geschrieben. Eine Übersicht bietet dankenswerter Weise Geistbraus an.
Wenn nun die erste, von einem autonomen Gutmenschen geworfene "Molli" in einem Haus im Niederrhein landet, der gegen das böse System kämpft, wird dann Herr Gauck auch zur Solidarität für die Opfer aufrufen?
Dieselben Medien, die so gerne mit "Hintergrundreportagen" über "menschliche Schicksale hinter großen Ereignissen" aufwarten, haben die auch nur eine Sekunde darüber nachgedacht, was sie mit ihren täglichen Tiraden dem Bischof als Person, seiner Familie, allen voran der greisen Mutter antun? Ach, ich bin ja bescheuert! So kommt man doch erst an die herzzerreissenden Schicksale, über die man dann im Nachhinein noch berichten kann!

Fakten oder die Würde der Person spielen ebenso keine Rolle mehr, wie die eigentlichen Themen, über die es berichten gälte: Koalitionskasperle, EU-Misere etc.
Warum ist Wowereit noch unbescholten in Amt und Würden?
Wir werden durch die Niedrigzinspolitik der EU schleichend enteignet? Und wo bleibt da die Sondersendung mit Jauch oder Plassberg? Schweigen im Walde! Aber auf den "altbösen Feind" drischt man unaufhörlich.
Der Umgang mit der Person des Bischofs in den Medien wirft ein derart schlechtes Licht auf Medien und Gesellschaft, daß ich mich ernsthaft frage, wo bitteschön der Unterschied zwischen der Kirchenhetze verflossener Jahrzehnte und untergangener Systeme und heute besteht. Der Unterschied besteht für mich 1. im Datum und 2. in einer geradezu beängstigenden Schwäche der Kirche, diesem Treiben mit Mut und Entschiedenheit entgegenzutreten.
Für manchen unserer lieben protestantischen Zeitgenossen fällt so etwas unter "gefährliche Medienschelte". Wenn Protestanten sich da wieder einmal systemkonform verhalten (siehe im Artikel angegebene Seite), so zeigt das nur, wie wenig sie aus der Geschichte gelernt haben.
Die Kirche ist gesellschaftlich seit Jahrzehnten auf dem Rückzug, vermutlich aus eigener Schwäche, wie sich nun immer mehr zeigt. Die Befreiung aus der "überkommenen Moral" hat jedoch nur eines gezeitigt, Morallosigkeit!
Der säkularisierte ochlos schreit nach der Vernichtung der Person bis hin zur damnatio memoriae, gnadenlos, obwohl sie - wie wir alle - selbst zutiefst der verzeihenden Gnade bedürfen. Es ist die lieblose Vezweckung des Anderen für die eigenen kurzfristigen "Erfolge". Skrupellose, traurige Gestalten, die offensichtlich zutiefst der zweckfreien Liebe bedürfen.
Es bleibt immer wieder die schlichte Frage zu stellen: Wie kann man nur so mit einem Menschen umgehen?
Wenn dieses Land und unsere Kirche eines braucht, dann sind das Beter!
Für mehr Mut und mehr Nächtenliebe!
Es ist Rosenkranzmonat...

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Was im Hamlet fehlt

ist eine ordentliche Pressekonferenz! Gut, zu Shakespeares Zeiten war das noch nicht usus. Aber nachdem ich das Video der Limburger Pressekonferenz gesehen habe, habe ich mir gedacht, so könnte eine Szene ausgesehen haben, wenn der gute William sie schon gekannt hätte. Eine Szene, in der ein nervös lächelnder Claudius den plötzlichen Tod seines Bruders Hamlet verkündet und der staunenden Weltpresse mitteilt, daß ihm die die Krone Dänemarks angetragen wurde und ihn die Witwe ganz überraschend um die Heirat gebeten hat. Oder vielleicht eine Szene, in der Prinz Hamlet der Öffentlichkeit seinen neuen König und Stiefvater vorstellt und dann ankündigt, daß er die ungeklärten Umstände, die zum Tod seines Vaters geführt haben, schonungslos aufdecken will und die Verantwortlichen zur Verantwortung ziehen wird.
Wie dem auch sei: Shakespeares "Hamlet" fehlt auch ohne Pressekonferenz nichts. Es ist ein vollendetes Trauerspiel.

Post für den Bischof von Rom

Frauen!
Was täten wir ohne sie in der Kirche?
Nun hat sich wieder einmal eine Frau ein Herz gefaßt und hat einen Brief geschrieben. In liebevoller Schonungslosigkeit wird dem Papst geschildert, welche Wirkung sein Auftreten und sein Reden in der Öffentlichkeit hat.

Lesenswert!

Auf die Antwort dürfen wir gespannt sein.

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Probate Hausmittel

Nach dem, was sich nun in Limburg so offenbart, wäre es nun wirklich an der Zeit, daß man sich der probaten Hausmittel erinnert, mit denen man in der Vergangenheit solche Krisen behandelt hat. Diese ganzen Duodez-Königsmeuchler gehörten schlichtweg exkommuniziert, bei gleichzeitigem Verlust der Pesionsansprüche. Denn das schreckt mehr als der Verlust der ewigen Glückseligkeit. Jeder Gläubige, der weiterhin diese Lügenmärchen verbreitet, exkommuniziert sich beim Erzählen selbst! Über Gemeinden, die sich weiterhin an Protesten gegen den Bischof beteiligen, wird das Interdikt verhängt und gleichzeitig das Pfarrheim und alle Tagungsräume geschlossen.
Daneben das übliche Zivilprozessgeplänkel mit Verleumdungs- und Unterlassungsklagen, Gegendarstellungen etc. gegen Spiegel, FAZ, SZ, ZDF, ARD, BLÖDzeitung etc.
Doch diese Kraft wird wohl der geprügelte Bischof wohl kaum haben, fürchte ich.
Er wird wohl kaum mit einem starken neuen Team aus Rom nach Hause kommen, das ihm hilft, diesen Sumpf trocken zu legen.
Aber träumen darf man ja bekanntlich!

Auch wenn Seine Exzellenz diesen Eintrag sehr wahrscheinlich nicht lesen wird, habe ich hier ein "Mutmach-Video" eingestellt. Wie schon John Wayne sagte: "Ein Man muß tun, was ein Mann tun muß!"
Es wird Zeit, klare Kante zu zeigen!
Rein ins Pluviale!
Kerze auspusten und Stellenausschreibungen formulieren!





Amboß sein

"Gegen den Feind im Innern, der uns peinigt und schlägt, können wir nicht mit Waffen kämpfen. Da bleibt nur ein Kampfmittel: starkes, zähes, hartes Durchhalten! […] Wir sind in diesem Augenblick nicht Ham­mer. Sondern Amboss. Andere, meist Fremde und Abtrünnige, hämmern auf uns, wollen mit Gewaltanwendung unser Volk und selbst unsere Jugend neu formen, aus der geraden Haltung zu Gott verbiegen. Aber seht einmal zu in der Schmiede, fragt den Schmiedemeister und lasst es euch von ihm sagen: Was auf dem Amboss geschmie­det wird, erhält seine Form nicht nur vom Hammer, sondern auch vom Amboss. Der Amboss kann nicht und braucht auch nicht zurückschlagen, er muss nur fest, nur hart sein! Wenn er hinreichend fest, zäh, hart ist, dann hält meistens der Amboss länger als der Hammer. Wie heftig auch der Hammer zuschlägt, der Amboss steht in ruhiger Festigkeit da und wird noch lange dazu die­nen, das zu formen, was neu geschmiedet wird." [...] Wir sind zurzeit Amboss und nicht Ham­mer! Bleibt stark und fest und unerschütter­lich wie der Amboss bei allen Schlägen, die auf uns niedersausen! In treuestem Dienst für Volk und Vaterland, aber auch stets bereit, in äußerstem Opfermut nach dem Wort zu handeln: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!“"
Aus der Predigt des seligen Clemens Card. von Galen vom 20. Juli 1941.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Heute vor 220 Jahren

Am 14. Oktober 1793 begann der Prozess gegen die „Witwe Capet” (bezugnehmend auf Hugo Capet, den Ahnherrn des französischen Herrschergeschlechts). Ihre Verteidigung hatten Claude Chauveau-Lagarde und Guillaume Tronson du Coudray übernommen. Man beschuldigte sie des Hochverrats und der Unzucht. Ihre Haltung angesichts der Anschuldigungen Fouquier-Tinvilles nötigte selbst manchen ihrer Feinde Respekt ab, und ihre Antworten während der langen Verhöre waren klar und durchdacht. Die Geschworenen entschieden einstimmig auf schuldig, für den 16. Oktober 1793 wurde die Hinrichtung angesetzt. Um 12 Uhr wurde sie auf dem Revolutionsplatz, dem heutigen Place de la Concorde, enthauptet.

Heute vor 200 Jahren begann bei Leipzig die Entscheidungsschlacht in den Befreiungskriegen gegen Napoleon I.

 
 

Explosion eines Zisselmännchens

Wer wissen will, wie die seriösen Zahlen der angeblichen Prunk- und Protzbombe in Limburg aussehen, der wird im art-Magazin fündig. Hier hat es offensichtlich einen Zahlendreher oder Hörfehler gegeben. Keine Verzehnfachung der Kosten! Wir habe es mit einer Verteuerung von 18 % zu tun. Da sich das "art-magazin" in der Vergangenheit nicht als episkopale Hofpostille hervorgetan hat, bin ich geneigt, diesen doch eher nüchternen Zahlen mehr Glauben zu schenken, als den surreal anmutenden Gebilden, die von ... Sie wissen schon, wen ich meine!
Es handelt sich also um die Detonation ein ordinäres Zisselmännchens, welches dank der Verstärkeranlagen in den Medien zu einem "fat man" hochgedröhnt wird! Die richtigen Knaller sind -wie schon dargestellt- ganz woanders (schallgeschützt) hochgegangen.
"art" beweist damit indirekt die Binsenweisheit, daß "Mutter Kirche" besser mit Geld umgehen kann als "Vater Staat" (wenn man mal von Preussen absieht).
Andersherum gewendet: Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Limburg ist noch viel schlimmer, als ich es mir bisher vorstellen mochte.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Einen Rosenkranz für Limburg!

Auf die Gefahr hin, mich mal wieder unbeliebt zu machen und allgemeines Unverständnis zu evocieren, möchte ich mein vollkommenes Unverständnis über die Skandalisierung des Limburger Domforums und seines Bauherrn zum Ausdruck bringen. Sicherlich ist es etwas teurer geworden, als es zunächst gedacht. Der Bauherr ist seiner Aufsichtspflicht nachgekommen und hat immer dann, wenn die Architekten wichtige Dinge vergessen hatten, entsprechende Änderungen machen lassen. Nun ist das Gebäude fertig und es funktioniert. Er hat den unter seinen Vorgängern entstandenen Renovierungsstau abgebaut und hat mit diesem Gebäude für das Bistum bleibende Werte geschaffen.
Dazu kann man Seiner Exzellenz nur gratulieren, und es ist ihm zu danken, daß er so umsichtig war!!!

Denn in der Regel ist bei öffentlichen Großprojekten nicht nur die Kostenschätzung ein unverbindliches Zahlenspiel. Am Ende stehen nicht selten Gebäudekomplexe in der Landschaft, die nicht benutzt werden können. Am Ende stehen gigantische "Scheiterhaufen" aus Stein in der Landschaft, deren Modernität gegenüber den alten Holzmodellen darin besteht, daß keine bedauernswerten Mitbürger auf ihnen ihr Ende finden. Es ist nur unser Geld, das in Form von Steuern aus den Taschen gezgen worden ist oder gar nicht erst bis in die Geldbörse gekommen ist, weil der Arbeitgeber es schon vorher an "Vater Staat" weitergeleitet hat. Millionen und Abermillionen verschwinden auf diese unaussprechlich furchtbare Weise tagtäglich sang- und klanglos.

Beispiele?
Fangen wir doch im hohen Norden an, in der Freien und Hansestadt Hamburg.
Dort murkst seit Jahr und Tag eine Ansammlung geballter Inkompetenz am Projekt "Elbphilharmonie" herum. Ein phantastischer Bau, der optisch zwar manchen Freund moderner Architektur überzeugen mag, aber nie für Konzertbesucher konzipert war. Nun müssen die Akustiker die Fehler im gelobten "Design" ausmerzen. Aber das ist nur ein kleineres Problem in dem Geasmtprojekt. 2010 sollte der Bau seiner Funktion übergeben werden. Wenn alles gut geht, wird es nun vielleicht 2016.
Kosten:
Eine "Machbarkeitsstudie" aus dem Jahr 2005 ging von 186 Mio aus.
Bei Vertragsabschluß 2007 waren es dann schon 241,3 Mio.
Am Ende rechnet man mit 575 Mio (Netto), wenn alles gut geht.

In Köln baut man nicht nur eine U-Bahn, bei deren Erstellung es zu spontanen Veränderungen im Stadtbild kommt und Menschenleben ausgelöscht werden. Dort gibt es auch Untergrundkonzertsäle, die nur dann ihre Funktion erfüllen können, wenn man den darüberliegenden Stadtplatz für die Dauer des Konzertes sperrt.

Wer noch einen Koffer in Berlin hat, der sollte ihn mit der Bahn oder mit dem Auto abholen, da der neue Flughafen vielleicht nie seiner Bestimmung übergegeben werden kann. Die Liste der Mängel weist mittlerweile 75.000 Positionen auf. Da sind nicht nur zu kurze Rollentreppen bestellt worden. Die Brandschutzanlagen sind ebenso eine Fehlkonstruktion wie die Abfertigungshallen, die die zu erwartenden Menschenmengen nicht werden bewältigen können. Es ist ein funktionsuntüchtiger Großflughafen gebaut worden, für den ein anderer funktionierender Flughafen geschlossen wurde. Anfangs berechnete Kosten: 1,7 Mrd.
Sollte der Flughafen irgendwann 2014 doch noch den ersten Passagier abfertigen können, werden es mindestens 5,1 Mrd. gewesen sein, die wir für ein vermurkstes Dings ausgegeben haben. Ein nicht unerheblicher Anteil der Mehrkosten ist dem (immer noch) Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und seinen ständigen Änderungswünschen zu verdanken.

Dortmund: U-Turm
Vom Brauereiturm zum "Kreativzentrum":
Anvisierte Kosten für den Umbau: 59 Mio.
Tatsächlicher Bedarf bis 2012: 83 Mio.
Vermutliche jährliche Betriebskosten: 10,2 Mio.
Nutzung: Wurde während des Umbaus nur teilweise geklärt.

In Stuttgart versenkt die Deutsche Bahn einen Euro nach dem anderen in das Projekt "Sturgert 21" für einen Bahnhof, der einen nur geringen Zeitvorteil bringen wird, dafür aber einen denkmalwürdigen Bahnhof auslöscht und die Mineralquellen in Stadt und Umgebung gefährdet. Den Juchtenkäfer lasse ich jetzt mal beiseite.
Kosten und Eröffnung? Wer weiß ...

Dann wäre da noch die Pleite "Nürburgring", die mit schlappen 249 Mio. aus dem Landeshaushalt Rheinland-Pfalz abgewickelt werden muß.


In Augsburg wird die Maximillianstraße für 19,5 Mio zur "Hebung der Lebensqualität" erneuert. Die portugiesischen Granitplatten erweisen sich jedoch als schadhaft und ungeeignet und werden nun nach und nach durch andere Baustoffe ersetzt.

In Erfurt wird ein Kompetenzzentrum für Hochtechnologie und Solarwirtschaft für 9,5 Mio gebaut. Nach nicht ganz einem Jahr meldet es Insolvenz an und wird abgewickelt.

Wer mehr lesen möchte, bestelle sich kostenlos die "Schwarzbücher" beim Bund der Steuerzahler!
Da finden sich auch Infos zur WestLB, SachsenLB, BayernLB etc.
Nicht vorgestellt werden darin jedoch die Mrd., welche uns die zweifelhaften Euro-Rettungspakete, Euro-Rettungsschirme kosten und kosten werden, der allgemeine und tägliche Schmu im Gesundheitswesen, die Energiekostenentwicklung ...

Fassen wir zusammen:
Ein Mann baut ein Haus. Es ist fertig, ist zwar etwas teuer geworden. Es wird über Jahrzehnte seine Aufgabe gut erfüllen können. Es hat eigentlich niemanden etwas gekostet, aber alle regen sich auf!
Ein Aufschrei geht durchs Land.

Mehrere Leute unternehmen die unterschiedlichsten Baumaßnahmen. Kaum eine wird fertig. Kaum eine funktioniert oder erfüllt langfristig ihren Zweck. Unser aller Geld wurde versenkt. Man meckert, macht Witze über die Angelegenheiten und fertig.

Einer fliegt für alle kostenneutral in einem bequemeren Sessel, weil er von einem Mitarbeiter und seinen privat zusammengedudelten Rabatten mitgenommen wird.
Alle regen sich auf und fordern den Kopf, weil er das "Ährlein-Rotwelsch" nicht beherrscht! Strafanzeige!
Andere fliegen auf Steuerzahlers Kosten zu ihrem privaten Vergnügen durch die Weltgeschichte und nutzen die Rabatte nicht zur Herabsetzung der nächsten Dienstflüge (und damit zum Nutzen der Steuerzahler). Dem möglichen Meckern entgeht man durch einen Kuraufenthalt in Brüssel.

Hier stimmen Anlass und Reaktion nicht überein.

Die Berichterstattung steht in keinem guten Verhältnis zur Faktenlage.
Die Art der Berichterstattung darf man getrost als "Stimmungsmache" bezeichnen. Es handelt sich um eine Hetzkampagne, die sich aus den verseuchten Quellen speist, die da Neid, Mißgunst, Rachsucht und sonstnochwie heißen mögen. Kirchengegner und kirchliche Feinde rotten sich zu einer unheligen Allianz zusammen und ziehen an einem Strang. Während man den ohnehin als moralisch verkommen geltenden Politikern mittlerweile alles nachzusehen scheint, arbeitet man sich an den Exponenten einer moralischen Instanz ab, deren Maßstäbe man selbst schon seit Jahrzehnten nicht mehr ernst nimmt.
Oder ist es vielleicht eine Art Ersatzhandlung? Wenn man schon nicht in der Lage ist, den Volksvertretern die Leviten zu lesen und für ihre Fehltritte zur Rechenschaft zu ziehen, dann haut man halt dem Bischof auf die Mitra, egal warum, diesem bösen Machthaber!
Hier scheinen die Maßstäbe verloren zu sein!
Wie sollte es aber auch in einer Gesellschaft, in der es als vernünftig gilt, wenn man seine Eltern billig im ehemaligen Ostblock verbrennen läßt, ein Grundverständnis dafür geben, daß es unwürdig ist, die Reliquien von Heiligen in Keksdosen zu verwahren. Wie sollten auch die Horden von religiösen Analphabeten, die angeblich für ihr Gebet nur einen Wald brauchen, in Stuhlkreisen herumreden oder schlichtweg gottlos leben, verstehen, daß ein Geistlicher, der so gefordert ist wie ein Bischof in seinem Amt, einen Ort des Gebetes braucht, der ihn erdet, wo er Anschluß an die Ewigkeit finden kann. Gebaute Entweltlichung und Zeitenthobenheit in einer sich immer stärker verweltlichenden Gesellschaft mit ihrer selbstverschuldeten Zeitnot. Das muß provozieren!
Es ist der Aufruhr der Spießer, die die Gazetten beherrschen. Kleinkariert bis an den Rand der Einfarbigkeit, schrill, hysterisch, erbarmungslos. Haß in aller Häßlichkeit. Es ist Dummheit, blanke Dummheit. Diese Form der Dummheit nennt der Heilige Thomas schlichtweg Sünde!
"Ein Irrtum wird zur Sünde des Verstands, wenn es sich um Unwissenheit oder Irrtum über etwas handelt, was einer durchaus verstehen könnte und verstehen sollte." (STh, I, II, 74, 5)

Beten wir für den Bischof von Limburg und seine Diözese!
Beten wir auch für alle und uns selbst, die wir uns alle immer wieder verirren in Dummheit und Sünde.
Ich habe einen Rosenkranz dafür aufgeopfert!




Freitag, 4. Oktober 2013

Wochenschau (17. Sonntag nach Pfingsten)

Tag des Patrons der Deutschen:
Wie ich schon befürchtet hatte, wird GL 606 nicht mehr im neuen Gotteslob vorkommen.
Da man ja heute kaum noch geistige oder geistliche Kämpfe in unsere Kirche führt, sondern sich in Dialogprozessen befindet, dürfte das so kämpferische Lied vom Exekutionsausschuss als nicht mehr zeitgemäß empfunden worden sein.

Der Rosenkranzmonat ist mit voller Wucht ausgebrochen, nur wo?
Hier herrscht realexistierender Calvinismus.

Hurra!
Nominiert! Das Arbeitsschutzmobil des Verbandes der Diözesen Deutschlands könnte den Deutschen Arbeitsschutzpreis 2013 gewinnen. Da wird der Bundesverband der Deutschen Sägewerkbesitzer wohl kaum noch eine Chance haben.
Spaß beiseite:
Was ist das denn nun schon wieder für ein "Verband"?
Wozu brauchen wir in unserer Kirche ein Arbeitsschutzmobil?
Wer immer noch nicht kapiert haben sollte, was Benedikt XVI. in Frei(denker)burg mit "Entweltlichung" gemeint haben könnte, dürfte hier ein Beispiel gefunden haben. Kerngeschäft sieht anders aus!


"Mann, das perlt heute aber wieder!"
Franz I hat was Klerikalisten und zeigt das auch!
Aber was meint er mit Klerikalismus?
Ich habe den Bloggerkollegen Kreuzknappe auch schon gefragt, ob es da was lehramtliches dazu gibt!
Er will keine Priester, die sich an privaten Stolgebühren bereichern oder in Nobelkarossen durch die Gegend brausen und Kindern von alleinerziehenden Müttern die Taufe verweigern. Da bin ich auch vollkommen gegen, aber sowas von.
Es geht munter weiter! Mit acht beratenden Rittern des Blutes Christi (u.a. Marx) weg von der Vatikanzentrierung hin zur, ja was eigentlich? Provinzialität?


Und draußen in der Welt rufen die Friedensfreunde wieder zum friedlichen Miteinander der Religionen auf und schaffen dazu vollendete Tatsachen. Die schockierende Berichterstattung über das abscheuliche Massaker von Nairobi finden Interessierte auf der Seite der Daily Mail in London. Mir fehlen einfach die Worte und ich merke, wie ich ...

Tag der Deutschen (Einheit):
Ein verschnrachter Feirtag, an dem das Fernsehen auf allen Kanälen DDR-Schicksale darbot. Über die gute alte BRD kam nichts. Halt! Stimmt nicht! "Der Haustyrann" mit Heinz Erhardt...

Aus Töpfen und Pfannen:
Hier meine "Restaurantkritik", die ich im  Kommentarteil der "Welt" zu diesem Artikel eingestellt habe:

"Ja, ich bin ein Katholik, der sich durch solche Aktionen kritisch sieht, aber nicht weil ich mich verletzt fühlte. Warum? HIer hat jemand offensichtlich keine Ahnung, was er tut. Das sehe ich kritisch. Das ist sehr bedauerlich für ihn und alle, die diesen Mist verzehren.
Viel schlimmer ist die Tatsache, dass jener Mensch behauptet, dieses Frikadellenbrötchen bzw. der Verzehr eines solchen habe etwas mit Humor zu tun! Das ist die eigentliche Unverschämtheit an dieser Nummer! Denn wenn diese Sache mit etwas nichts zu tun hat, dann ist es mit "Sinn für Humor"! Es ist eine geschmacklose Marketingnummer, die so gut funktioniert hat, dass er es damit bis in "Die Welt" geschafft hat.
Es ist außerdem eine Beleidigung für jeden Rotwein, der für eine solche Sauce mißbraucht wird.
Daneben wird den unwissenden Leuten eine Hostie als besonders "geschmackvolles Toping" dargeboten, was wiederum ein Betrug ist. Jeder praktizierende Christ weiß, dass eine Hostie (konsekriert oder unkonsekriert spielt keine Rolle) beinahe völlig geschmacksneutral ist.
Eines möchte ich dennoch loswerden.
Es ist immer leicht, sich über die religiösen Gefühle von Christen lustig zu machen oder sich in "aufgeklärter" Pose über solche Mitmenschen zu erheben, denen noch etwas heilig ist.
Ich erlebe diese Bekenntnisse zur "Freiheit" immer, wenn es darum geht, christliche Symbole oder Sakramente zu verzwecken, sei es im Namen der Kunst, des Kommerzes oder wenn es um die Marginalisierung der Christen geht. Im Umgang mit anderen Religionen, die ihren Gefühlen gerne auch schon mal mit Messern oder Sprengstoff Ausdruck verleihen, ist man weniger "mutig".
Da wird dann eher von allen Seiten "Rücksicht" verlangt, selbst wenn es gegen die eigene demokratische Grundordnung geht.
Ja, ich bin ein bekennender Katholik!
Nein, ich würde keine Klage führen und ein Verbot erwirken wollen!
Warum?
Mangelnde Achtung vor den Empfindungen anderer Menschen und schlechter Geschmack sind Folgen einer schlechten Erziehung und müssen schlichtweg ertragen werden. Dummheit muß man auch einfach ertragen, an der Ampel, im Fernsehen, innerhalb und außerhalb der Kirche, in der Familie. Durch ein Urteil ist noch niemand klüger geworden. Jeder hat das Recht, sich nach Strich und Faden zu blamieren und unmöglich zu machen. Bei einer Beleidigung zählt die böse Absicht.
Die entscheidende Instanz wird vor einem Gerichtshof stattfinden, dessen Existenz heute weithin geleugnet wird. Und da hoffe ich auf einen gnädigen Richter, auch für diesen dummdreisten Burgerbauer aus Chicago. Denn es ist offensichtlich, daß er sich bei seiner Aktion wenig Gedanken über den gemacht hat, der uns in der Eucharistie begegnet."

Mir reichts für diese Woche!
Schönes Wochenende!