Mittwoch, 18. Dezember 2013

Der Sloganizer

Thomas hat ihn gefunden und ich mußte ihn unbedingt ausprobieren, den Sloganizer!
Im Denken an die umfängliche päpstliche Schwarte fielen mir drei Wörter ein:
Franziskus
wortreich
reden
Auf den "Einwurf " geklickt und schon gings los.
Der Sloganizer machte daraus:
 Franziskus, so wortreich wie die Moral. Reden ohne Hoffnung. 
Was immer das nun heißen mag. Das Ding ist ja nur ein Sloganizer und kein Orakel!

www.sloganizer.de 

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Wochenschau: Erste Recyclingstelle für alte GL eröffnet!

Ansonsten, Herr Lutter, ist alles in Butter!
Ansonsten ist hier alles ok!
Ja, ja, Friedel Hensch und die Cyprys!
Was haben die damals für ulkige Sachen gemacht!
Egon, ich hab ja nur aus Liebe zu Dir .. ein Glas zuviel getrunken.
Dann die Volkslieder, wobei ich nie wußte, wie ernst das gemeint war.
Und nicht zu vergessen: "Der Mond von Wanne-Eickel"! Immer noch der beste Ruhrgebietstango vonne Welt!
Ansonsten, Herr Lutter, ... ja genau, das wollte ich schreiben.
Das Lied handelt von mittleren bis schweren Katastrophen, die dem armen Herrn Lutter beigebracht werden müssen. Der Refrain endet dabei: "Sonst geht hier alles noch im alten Dreh!"
Es ist ja immer beruhigend, wenn bei allen Veränderungen ein wenig Sicherheit und Gewohntes erhalten bleibt.
So zum Beispiel unser guter alter Roland Breitenbach aus Schweinfurt. Als Friedel Hensch 1968 bei Harry Pumpernickel in Studio B das lutterische Lied sang, trat er in Schweinfurt seinen Dienst als Pfarrer an und hat seither die Pfarrei nicht verlassen. Stets ein Motor der Erneuerung und der Beförderung des Kozilsgeistes, gerne mal auch nur in liturgischer Unterwäsche und Regenbogenstola unterwegs, wenn es der guten Sache diente. Lange hatte ich schon nichts mehr von ihm gehört. Seit es den Liturgie-Newsletter nur noch gegen Vorlage des Personalausweises gibt, war es sehr still geworden. Keine Aktion.
Und nun das! Die Gemeinde und ihr Pfarrer entpuppen sich als Tradis, ja, als GL-Tradis!!!
Die Gemeinde lehnt das NGL (Neues Gotteslob) einstimmig ab und bleibt beim AGL!
Manches neu aufgenommene Lied sei fragwürdig!
Oha! Ist im Diözesananhang das Lied von den "zehn kleinen Negerlein" reingerutscht oder der Mallorca-Remix von "Laudato si"? Nein, es sind natürlich "neue ältere Lieder", die Geheimhaltung, die mangelnde Beteiligung der Gemeinden, etc., die übliche Mängelliste halt.
Egal: St. Michael, Schweinfurt ist auf jeden Fall wieder dagegen! Sie bleiben sich also treu! Wunderbar! Auf den Recken Roland kann man sich verlassen! Apropos St. Michael: die Streichung des Liedes ihres Pfarrpatrons und des Schutzpatrons der Deutschen wird nicht beklagt!
Beim Kreuzknappen gibt es die Links zur Mainpost und einen guten Artikel dazu!

Musik!




Der Frontalangriff einer gewissen Estrela, der in Form eines Berichtes in Brüssel durchgewunken werden sollte, ist abgwendet worden. Seit langer Zeit war ich mal wieder mit dem Diözesanadministrator  aus dem schwarzen Wald auf einer Linie.

Mit "Linie" bin ich auch schon beim nächsten Thema. Ein Flasche Linie Aquavit hätte ich ganz gut gebrauchen können, als ich diesen, jenen und diesen  Artikel über das Vorgehen linientreuer Kommissare las, die versuchen mit aller Gewalt die Franziskaner der Immakulata auf Linie zu bringen. Der Orden läuft gegen den Trend: volle Kirchen, Berufungen, es wird gebetet, theologisch im Sinne der katholischen Lehre gearbeitet, man schöpft aus den Quellen der Tradition.
Ist es der Erfolg, der gefährliche Erfolg der Tradition bei der "Mission", der Neid erweckt?
Es bleibt offen.
Die zur Anwendung kommenden Methoden und Vorgehensweisen (Absetzung, Verbannung, Hausarrest) sind aber auf einer ganz anderen Linie! Sie erinnern an die "Säuberungsaktionen" in der frühen Sowjetunion. Berija scheint das Vorbild zu sein und nicht der gute Hirte. Leute verschwinden. Es wird geschwiegen. Man beseitigt die führende intellektuelle Schicht mit konstruierten Vorwürfen und Anklagen, macht daraus einen Schauprozess und schüchtert so ein. Früher hieß der tödliche Stuss  "konterrevolutionär", jetzt "krypto-lefebvrianisch". Es ist einfach unglaublich! Meiner Meinung nach muss man sich aber schon mal ne Linie reinziehen, um auf so was zu kommen!
Freiheit, Freude an der Kirche, die Liebe Christi kann ich da kaum erkennen! Eher die Verwirklichung von Allmachtsfantasien eines Mannes, der offensichtlich niemals auf diesen Posten hätte kommen dürfen. Es passiert aber offensichtlich alles mit Billigung des Papstes, der angeblich ja so genau auf der Linie seines Vorgängers sein soll.
Liebe Leute, wer bei einer Polizeikontrolle eine solche Linie hinlegt, und dann noch behauptet, sie sei "schnurgerade", der ist seinen Führerschein sofort los!

Dann gab es da noch die Wiederaufnahme von "Ein Käfig voller Narren" in St. Jakob zum Sternefeld in Form einer Vigil zum Fest Mariä Empfängnis. Von einem Eingreifen seitens der Kurie ist bisher nichts bekannt geworden.

Dafür erteilt der Heilige Vater auf unnachahmlich "liebevolle Weise" einem Messdiener ganz tollen Nachhilfeunterricht beim "Händefalten". Mann, Mann, Mann, wie in einer Dorfsakristei, wenn Besuch aus der Stadt kommt!

In einem Kommentar von "Paulus" zu einem Artikel über ein Verbot für eine Messe im Ordo originis, das in Felix Austria verhängt wurde, werden die Veränderungen in Rom beschrieben. Gab es zu den besten Zeiten unter Benedikt täglich 22 Messen im Ordo originis in St. Peter, so sind es nun nur noch einzelne Feiern in der Woche!


Es kommt eine neue Eiszeit! 
Ich fröstele etwas.
Ich brauche jetzt einen steifen Grog oder auch noch einen mehr.
Mir kommt eine Strophe aus der "Winterreise" in den Sinn:

Ich kann zu meiner Reisen
Nicht wählen mit der Zeit,
Muß selbst den Weg mir weisen
In dieser Dunkelheit.
Es zieht ein Mondenschatten
Als mein Gefährte mit,
Und auf den weißen Matten
Such' ich des Wildes Tritt.
(Gute Nacht)

Gute Nacht!

Freitag, 6. Dezember 2013

Brüder, zur Sonne, ... äh ne!

Für die "kölsche Avantgarde", also die Vertreter des Traditionsvereins "Kölner Kircheninitiative" von 1968 fehlt ja irgendwie noch ne griffige Musik, dat Problem ist nur, wat?

Vom Text her ist ja der "Marsch der blauen Funken" passend, wenn es um das Selbstverständnis jener Leute geht. Würde aber auch so ganz gut passen. Ist aber leider schon vergeben.



Noch viel besser paßt der folgende schmissige Klöpper:



Mensch das geht doch in die Beine!
Aber der Text! Brüder (sic!), zur Sonne, zur Freiheit!
Da müßte dann wie bei der anderen ehemaligen "Brüderzeile" (Laßt uns loben, ...)
ein "freudig" gesetzt werden oder ein holperiges "Geschwister".

Da man aber heute den Menschen nicht mit so schwierigen Notensätzen kommen kann und meistens nur Zupfinstrumente greifbar sind, würde es wohl wieder bei so etwas bleiben, was der Sache einen unheimlich "drive" machte:



Yeah! Feeeete!

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Mann, mann, mann, hier ist wieder was los!

In Köln probt mal wieder im Geheimen ein Reformkreis den Volksaufstand und Päule Zulehner verrät die Sache. Ein echter Brüller!
Dem Kreuzknappen ist sein humorvoller Beitrag zu dieser Posse sofort mit wutbürgerlicher Empörung um die Ohren geknallt worden. Tja, der gemeine Reformkatholik wird nun einmal für seine verbissene Tätigkeit mit Humorlosigkeit bestraft.
Außerdem zeigt sich: Die kirchlichen Freunde der Demokratie haben offensichtlich Probleme mit freiheitlich-demokratischen Grundrechten, wenn sie von "Andersdenkenden" wahrgenommen werden. Dieses Problem mit "Dissidenten" ist nicht neu. Dieses merkwürdige Demokratieverständnis in der Tradition von Dutschke und Grotewohl, dass sich in den letzten Jahren in Deutschland immer mehr Bahn bricht, prägt auch die Weltanschauung jener, die aus der Kirche Gottes einen volkseigenen Betrieb machen wollen. Jenen gilt wieder einmal der Ruf: "Dann gehen se doch rüber!"
Denn wer bei "Petrus, Vianney, von Galen & Co" mit den AGB nicht zurecht kommt, kann doch ganz schnell den Anbieter wechseln! Da gibt es doch eine biologisch-dynamische, gegenderte und komplett durchdemokratisierte Reformhauskette, die unter dem Label "EKD" alles anbietet, was der zeitgeistorientierte Manifestunterzeichner nur wünschen kann. Das Weltanschauungskombinat "VEB Margot Kässmann" bietet dank presbyterialer Verfassung alle Möglichkeiten der Einflußnahme durch Laien, moderne Rituale für die Bewältigung von Lebenskrisen, ist absolut barrierefrei beim Empfang von "Sakramenten", und erfüllt nebenbei auf allen Führungsebenen die Frauenquote!

Bei Anne Will sitzen Erzabt Notker, Oskar Lafontaine, und Ost-"Piratin" Domscheit-Berg und machen getrennt und trotzdem gemeinsam Front gegen Kapitalismus und die Finanzmärkte, alles angeblich im Aufwind des 240-Seitenwälzers von Franz I..
Börsen, hört die Signale!

Vom kürzlich verstorbenen Domenico Card. Bartolucci ist folgender Satz überliefert: "Sagt mir Bescheid, wenn der Zirkus vorbei ist!" 
Wann werde ich zu dieser Gelassenheit finden?


Freitag, 22. November 2013

Glück gehabt!

Zum ziemlich knappen aber wohl verdienten Wahlergebnis!



Vorwärts immer!
Rückwärts nimmer!

Freitag, 15. November 2013

Fast kommentarlos

möchte ich diese Woche beschließen.
In Berlin gibt es immer noch keine neue Regierung. Warum auch?
Das ZdK macht sich mit der alternativlosen Wiederwahl von A. Glück zur Karikatur seiner selbst. Es ist nun endlich in die Liga der echten Zks aufgestiegen. Jetzt ist nur noch die Frage, ob er mit 100% gewählt wird oder mit nur 97% abgewatscht wird. Vorwärts immer! Rückwärts nimmer! Das Zdk in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf!
Im Zuge der schlimmen Unterfinanzierung der "deutschen Kirche" findet man auf dem Lande jedoch den Weg zurück zu den alten Gebührenordnungen für die Seelsorge an den Lebenswenden. Da aufgrund der allgemeinen "Entsorgungsmentalität" im Bereich "Lebensende" kaum noch mit Bestattungen 1. Klasse gerechnet werden darf, führt man diese Klassen nun mancherorts neben der kostenfreien Massentaufe wieder ein. 
In Limburg räumt die Räuberbande den Tatort auf und weiß, daß alle anständigen Katholiken auf ihrer Seite sein müssen, weil sie sonst keine anständigen Katholiken seien oder so ähnlich.
Zulehners Paul traut "den Konservativen" einen Papstmord zu.
Es wird und wurde viel dummes Zeug geredet, niederträchtig, gemein, unter Mißachtung aller Regeln des Fairplay und des Benimms, widerwärtig und zutiefst unchristlich, ein großer Haufen "beichtfähiger Materie".
Diesem verbalen Blechhaufen kann man nur mit dem Erz begegnen. Da wir in dieser Woche auch des 90. Geburtstages eines ganz grossen Preussen gedenken durften, ist es erzpreussisches Erz!



Für alle diejenigen, denen das zu Grunde liegende Lied nicht bekannt ist, sei der Text dieser etwas gruseligen Volksweise noch einmal zu Kenntnis gebracht. Er paßt wie der sprichwörtliche "Knüppel auffen Kopp", den ich gerne in Manier eines Don Camillo manchem Dumpfschädel dieser Woche gerne übergebraten hätte.

Einen gesegneten Sonntag!

Üb immer Treu und Redlichkeit
Bis an dein kühles Grab,
Und weiche keinen Finger breit
Von Gottes Wegen ab.

Dann wirst du wie auf grünen Au´n
Durch´s Pilgerleben geh´n
Dann kannst du sonder Furcht und Grau´n
dem Tod ins Auge seh´n.

Dann wird die Sichel und der Pflug
In deiner Hand so leicht,
Dann singest du beim Wasserkrug,
Als wär dir Wein gereicht.

Dem Bösewicht wird alles schwer,
Er tue was er tu,
Ihm gönnt der Tag nicht Freude mehr,
Die Nacht ihm keine Ruh.

Der schöne Frühling lacht ihm nicht,
Ihm lacht kein Ährenfeld,
Er ist auf Lug und Trug erpicht,
Und wünscht sich nichts als Geld.

Der Wind im Hain, das Laub im Baum
Saust ihm Entsetzen zu,
Er findet, nach des Lebens Raum
Im Grabe keine Ruh.

Dann muß er in der Geisterstund
aus seinem Grabe gehn
und oft als schwarzer Kettenhund
vor seiner Haustür stehn.

Die Spinnerinnen, die, das Rad
im Arm, nach Hause gehn
erzittern wie ein Espenblatt
wenn sie ihn liegen sehn.

Und jede Spinnestube spricht
von diesem Abenteuer
und wünscht den toten Bösewicht
ins tiefste Höllenfeuer.

Der Amtmann, der die Bauern schund
in Wein und Wollust floß
trabt nachts, mit seinem Hühnerhund
im Wald auf glühendem Roß.

Oft geht er auch am Knotenstock
als rauher Brummbär um
und meckert oft als Ziegenbock
im ganzen Dorf herum.

Der Pfarrer, der aufs Tanzen schalt
und Filz und Wucherer war
steht nachts als schwarze Spukgestalt
um zwölf Uhr am Altar.

Paukt dann mit dumpfigen Geschrei
die Kanzel, daß es gellt
und zählet in der Sakristei
sein Beicht- und Opfergeld.

Drum übe Treu und Redlichkeit
Bis an dein kühles Grab,
Und weiche keinen Finger breit
Von Gottes Wegen ab!

Dann suchen Enkel deine Gruft
Und weinen Tränen drauf,
Und Sonnenblumen, voll von Duft,
Blüh'n aus den Tränen auf.

Montag, 11. November 2013

Das Christentum und die Schweigespirale

ein lesenswerter Artikel aus protestantischer Sicht:
Hier geht es weiter!


Freitag, 8. November 2013

Wochenschau 4. nachgeholter Sonntag nach Erscheinung

Was war das wieder eine verrückte Woche!
Das Wetter war und ist ausnehmend schlecht, was sich aber nicht negativ auf das Gemüt niedergeschlagen hat. Am Sonntag beginnt die Session: Ruuummms! Tätäää!
Zur Zeit aber läuft auf allen Kanälen das Vorprogramm. Das ist jetzt mit den Witzen schon so, wie mit dem Weihnachtsgebäck im September. Wenn das so weitergeht, findet der Rosenmontagszug schon auf Allerseelen statt. Das könnte man dann auch mit dem Besuch auf dem Friedhof verbinden. Dann wäre das ein wenig lockerer und nicht mehr so trist.Wobei, das ddann verkaufstechnisch mit den Hellwien-Kostümen kollidiert...
Zum Thema zurück: Es wird offensichtlich vorgeglüht!

Nehmen wir zum Beispiel St. Martin als Fest.
Da versuchen doch die LINKE ernsthaft zwecks "Entdiskriminierung" den Auftakt in die "Speckelaats"-Saison in ein "Sonne-Mond-und-Sterne-Fest" umzumodeln.
Was für ein Brüller! Da haben die doch glattweg den Volksaufstand der Niederlande zum Schutz des angeblich den "Sklavenhandel begünstigenden" Zwarte Piet verpennt! Seit die Ex-SED ohne IMs und nachgeordneten Infoapparat auskommen muß, ist die vormals so gute Verbindung zur Bevölkerung abgebrochen. Die wußten früher immer so gut über alles...
Die DBK leistet bei unseren schlecht informierten Genossinnen und Genossen Grundkatechese! Bildungsoffensive Ost!
Bravo! So setzt man Pointen!

Obwohl, St. Martin, ja da geht es jetzt wohl vor Gericht für den mann aus Tours, wie man bei Brodats Josef nachlesen kann.

Klasse war die DBK aber auch an anderer Stelle! Raketenverdächtig!!!
Mann, die Sache mit dem grpmf ... Medien grmpf... preis!  Uhahhahahaha!
An eine Journalistin von der Süddeutschen vergeben! Und die gibt das Preisgeld, -ich hau mich weg- an Abtreibungsbefürworter, die den "Marsch für das Leben" angreifen!
Wer hat sich das ausgedacht?
Da hätte selbst Monty Python nicht drauf kommen können!

Der diesjährige Sessionsorden ist von der "Blöd" auch schon gesichtet worden.

Wer es genauer wissen will, der suche einmal unter "BILD" und "Schrowange".
Das ist derart wissensfrei...
Dagegen waren die Witze vom legendären "Trötemann" ja quasi ein Ausflug in die Metaphysik.

Ihre Tollitäten (der IWF) scheint die Antwort auf die Frage von Jupp Schmitz: "Wer soll das bezahlen? Wer hat soviel Geld?" offensichtlich im Heimatland des kölschen Jungens gefunden zu haben, wobei die Rechnung von denen bezahlt werden soll, die aber offensichtlich nichts dergleichen bestellt haben, nämlich wir Deutschen mit Ersparnissen. Le Penseur hats geschrieben.
Damit ist dann die Grenze zum absurden Theater vollends überschritten.
Drei Strophen "Am 30. Mai ist der Weltuntergang!"
Klatschmarsch!
Ausmarsch!


Und bei zapp im NDR beschwert sich der Staatsfunk darüber, daß man Christen und Juden (Letztere werden am Rand genannt. Gedroschen wird auf die Katholiken und auch ein wenig auf die Protestanten.) Sendezeit einräumen muß und für die Übertragungen kein Geld bekomme.
Ooooh! Eine Runde Mitleid! Ja da fehlt nur noch der Ernst (ich traue mich kaum, es zu schreiben!) Neger und zehn Strophen  "Heile, heile Gänzche!" für die armen Öffentlich-rechtlichen Anstalten!
Da müssen die so spießige Kirchenprogramme bringen, wo man doch mit "Make Love" beim MDR endlich den Einstieg in das Kulturfernsehen des 21. Jhs. geschafft hatte.

Pappnasen allüberall!

Und Martin Schulz kandidiert als Vorsitzender der EU-Kommission!

Leute, das ist alles nicht wirklich witzig!

Trotzdem ist "schlechte Laune" "beichtfähige Materie", wie wir vom hochgeschätzen Prälaten Wilhelm Imkamp lernen können.

Also mit Schwung und Humor in die Session, St. Martin feiern, an Christkönig den wahren Herrscher im Auge behalten und nicht den Aschermittwoch aus dem Blick verlieren.

Gesegneten Sonntag und dreifach (sic!) Allaf und Helau!



Freitag, 25. Oktober 2013

Ho ochlos

Die Geister, die sie riefen, werden sie nun nicht mehr los!
Es wird seit Wochen Stimmung gemacht. Damit Einschaltquoten und Auflagenhöhen stimmen, wurde die niedrigsten Instinkte bedient und mit halbgaren Geschichten Neid, Mißgunst und Vergeltungslust geschürt.
Jetzt geht der Pöbel in aller Feigheit und Verworrenheit gegen die Familie des Bischofs los. Und jetzt, wo der feige Mob auf einmal anrollt, ist es wieder keiner gewesen. Die strafrechtlich verfolgbaren Ergebnisse der Berichterstattung wie Morddrohungen gegen die Familie, werden nun systematisch in den Keller geschrieben. Eine Übersicht bietet dankenswerter Weise Geistbraus an.
Wenn nun die erste, von einem autonomen Gutmenschen geworfene "Molli" in einem Haus im Niederrhein landet, der gegen das böse System kämpft, wird dann Herr Gauck auch zur Solidarität für die Opfer aufrufen?
Dieselben Medien, die so gerne mit "Hintergrundreportagen" über "menschliche Schicksale hinter großen Ereignissen" aufwarten, haben die auch nur eine Sekunde darüber nachgedacht, was sie mit ihren täglichen Tiraden dem Bischof als Person, seiner Familie, allen voran der greisen Mutter antun? Ach, ich bin ja bescheuert! So kommt man doch erst an die herzzerreissenden Schicksale, über die man dann im Nachhinein noch berichten kann!

Fakten oder die Würde der Person spielen ebenso keine Rolle mehr, wie die eigentlichen Themen, über die es berichten gälte: Koalitionskasperle, EU-Misere etc.
Warum ist Wowereit noch unbescholten in Amt und Würden?
Wir werden durch die Niedrigzinspolitik der EU schleichend enteignet? Und wo bleibt da die Sondersendung mit Jauch oder Plassberg? Schweigen im Walde! Aber auf den "altbösen Feind" drischt man unaufhörlich.
Der Umgang mit der Person des Bischofs in den Medien wirft ein derart schlechtes Licht auf Medien und Gesellschaft, daß ich mich ernsthaft frage, wo bitteschön der Unterschied zwischen der Kirchenhetze verflossener Jahrzehnte und untergangener Systeme und heute besteht. Der Unterschied besteht für mich 1. im Datum und 2. in einer geradezu beängstigenden Schwäche der Kirche, diesem Treiben mit Mut und Entschiedenheit entgegenzutreten.
Für manchen unserer lieben protestantischen Zeitgenossen fällt so etwas unter "gefährliche Medienschelte". Wenn Protestanten sich da wieder einmal systemkonform verhalten (siehe im Artikel angegebene Seite), so zeigt das nur, wie wenig sie aus der Geschichte gelernt haben.
Die Kirche ist gesellschaftlich seit Jahrzehnten auf dem Rückzug, vermutlich aus eigener Schwäche, wie sich nun immer mehr zeigt. Die Befreiung aus der "überkommenen Moral" hat jedoch nur eines gezeitigt, Morallosigkeit!
Der säkularisierte ochlos schreit nach der Vernichtung der Person bis hin zur damnatio memoriae, gnadenlos, obwohl sie - wie wir alle - selbst zutiefst der verzeihenden Gnade bedürfen. Es ist die lieblose Vezweckung des Anderen für die eigenen kurzfristigen "Erfolge". Skrupellose, traurige Gestalten, die offensichtlich zutiefst der zweckfreien Liebe bedürfen.
Es bleibt immer wieder die schlichte Frage zu stellen: Wie kann man nur so mit einem Menschen umgehen?
Wenn dieses Land und unsere Kirche eines braucht, dann sind das Beter!
Für mehr Mut und mehr Nächtenliebe!
Es ist Rosenkranzmonat...

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Was im Hamlet fehlt

ist eine ordentliche Pressekonferenz! Gut, zu Shakespeares Zeiten war das noch nicht usus. Aber nachdem ich das Video der Limburger Pressekonferenz gesehen habe, habe ich mir gedacht, so könnte eine Szene ausgesehen haben, wenn der gute William sie schon gekannt hätte. Eine Szene, in der ein nervös lächelnder Claudius den plötzlichen Tod seines Bruders Hamlet verkündet und der staunenden Weltpresse mitteilt, daß ihm die die Krone Dänemarks angetragen wurde und ihn die Witwe ganz überraschend um die Heirat gebeten hat. Oder vielleicht eine Szene, in der Prinz Hamlet der Öffentlichkeit seinen neuen König und Stiefvater vorstellt und dann ankündigt, daß er die ungeklärten Umstände, die zum Tod seines Vaters geführt haben, schonungslos aufdecken will und die Verantwortlichen zur Verantwortung ziehen wird.
Wie dem auch sei: Shakespeares "Hamlet" fehlt auch ohne Pressekonferenz nichts. Es ist ein vollendetes Trauerspiel.

Post für den Bischof von Rom

Frauen!
Was täten wir ohne sie in der Kirche?
Nun hat sich wieder einmal eine Frau ein Herz gefaßt und hat einen Brief geschrieben. In liebevoller Schonungslosigkeit wird dem Papst geschildert, welche Wirkung sein Auftreten und sein Reden in der Öffentlichkeit hat.

Lesenswert!

Auf die Antwort dürfen wir gespannt sein.

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Probate Hausmittel

Nach dem, was sich nun in Limburg so offenbart, wäre es nun wirklich an der Zeit, daß man sich der probaten Hausmittel erinnert, mit denen man in der Vergangenheit solche Krisen behandelt hat. Diese ganzen Duodez-Königsmeuchler gehörten schlichtweg exkommuniziert, bei gleichzeitigem Verlust der Pesionsansprüche. Denn das schreckt mehr als der Verlust der ewigen Glückseligkeit. Jeder Gläubige, der weiterhin diese Lügenmärchen verbreitet, exkommuniziert sich beim Erzählen selbst! Über Gemeinden, die sich weiterhin an Protesten gegen den Bischof beteiligen, wird das Interdikt verhängt und gleichzeitig das Pfarrheim und alle Tagungsräume geschlossen.
Daneben das übliche Zivilprozessgeplänkel mit Verleumdungs- und Unterlassungsklagen, Gegendarstellungen etc. gegen Spiegel, FAZ, SZ, ZDF, ARD, BLÖDzeitung etc.
Doch diese Kraft wird wohl der geprügelte Bischof wohl kaum haben, fürchte ich.
Er wird wohl kaum mit einem starken neuen Team aus Rom nach Hause kommen, das ihm hilft, diesen Sumpf trocken zu legen.
Aber träumen darf man ja bekanntlich!

Auch wenn Seine Exzellenz diesen Eintrag sehr wahrscheinlich nicht lesen wird, habe ich hier ein "Mutmach-Video" eingestellt. Wie schon John Wayne sagte: "Ein Man muß tun, was ein Mann tun muß!"
Es wird Zeit, klare Kante zu zeigen!
Rein ins Pluviale!
Kerze auspusten und Stellenausschreibungen formulieren!





Amboß sein

"Gegen den Feind im Innern, der uns peinigt und schlägt, können wir nicht mit Waffen kämpfen. Da bleibt nur ein Kampfmittel: starkes, zähes, hartes Durchhalten! […] Wir sind in diesem Augenblick nicht Ham­mer. Sondern Amboss. Andere, meist Fremde und Abtrünnige, hämmern auf uns, wollen mit Gewaltanwendung unser Volk und selbst unsere Jugend neu formen, aus der geraden Haltung zu Gott verbiegen. Aber seht einmal zu in der Schmiede, fragt den Schmiedemeister und lasst es euch von ihm sagen: Was auf dem Amboss geschmie­det wird, erhält seine Form nicht nur vom Hammer, sondern auch vom Amboss. Der Amboss kann nicht und braucht auch nicht zurückschlagen, er muss nur fest, nur hart sein! Wenn er hinreichend fest, zäh, hart ist, dann hält meistens der Amboss länger als der Hammer. Wie heftig auch der Hammer zuschlägt, der Amboss steht in ruhiger Festigkeit da und wird noch lange dazu die­nen, das zu formen, was neu geschmiedet wird." [...] Wir sind zurzeit Amboss und nicht Ham­mer! Bleibt stark und fest und unerschütter­lich wie der Amboss bei allen Schlägen, die auf uns niedersausen! In treuestem Dienst für Volk und Vaterland, aber auch stets bereit, in äußerstem Opfermut nach dem Wort zu handeln: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!“"
Aus der Predigt des seligen Clemens Card. von Galen vom 20. Juli 1941.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Heute vor 220 Jahren

Am 14. Oktober 1793 begann der Prozess gegen die „Witwe Capet” (bezugnehmend auf Hugo Capet, den Ahnherrn des französischen Herrschergeschlechts). Ihre Verteidigung hatten Claude Chauveau-Lagarde und Guillaume Tronson du Coudray übernommen. Man beschuldigte sie des Hochverrats und der Unzucht. Ihre Haltung angesichts der Anschuldigungen Fouquier-Tinvilles nötigte selbst manchen ihrer Feinde Respekt ab, und ihre Antworten während der langen Verhöre waren klar und durchdacht. Die Geschworenen entschieden einstimmig auf schuldig, für den 16. Oktober 1793 wurde die Hinrichtung angesetzt. Um 12 Uhr wurde sie auf dem Revolutionsplatz, dem heutigen Place de la Concorde, enthauptet.

Heute vor 200 Jahren begann bei Leipzig die Entscheidungsschlacht in den Befreiungskriegen gegen Napoleon I.

 
 

Explosion eines Zisselmännchens

Wer wissen will, wie die seriösen Zahlen der angeblichen Prunk- und Protzbombe in Limburg aussehen, der wird im art-Magazin fündig. Hier hat es offensichtlich einen Zahlendreher oder Hörfehler gegeben. Keine Verzehnfachung der Kosten! Wir habe es mit einer Verteuerung von 18 % zu tun. Da sich das "art-magazin" in der Vergangenheit nicht als episkopale Hofpostille hervorgetan hat, bin ich geneigt, diesen doch eher nüchternen Zahlen mehr Glauben zu schenken, als den surreal anmutenden Gebilden, die von ... Sie wissen schon, wen ich meine!
Es handelt sich also um die Detonation ein ordinäres Zisselmännchens, welches dank der Verstärkeranlagen in den Medien zu einem "fat man" hochgedröhnt wird! Die richtigen Knaller sind -wie schon dargestellt- ganz woanders (schallgeschützt) hochgegangen.
"art" beweist damit indirekt die Binsenweisheit, daß "Mutter Kirche" besser mit Geld umgehen kann als "Vater Staat" (wenn man mal von Preussen absieht).
Andersherum gewendet: Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in Limburg ist noch viel schlimmer, als ich es mir bisher vorstellen mochte.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Einen Rosenkranz für Limburg!

Auf die Gefahr hin, mich mal wieder unbeliebt zu machen und allgemeines Unverständnis zu evocieren, möchte ich mein vollkommenes Unverständnis über die Skandalisierung des Limburger Domforums und seines Bauherrn zum Ausdruck bringen. Sicherlich ist es etwas teurer geworden, als es zunächst gedacht. Der Bauherr ist seiner Aufsichtspflicht nachgekommen und hat immer dann, wenn die Architekten wichtige Dinge vergessen hatten, entsprechende Änderungen machen lassen. Nun ist das Gebäude fertig und es funktioniert. Er hat den unter seinen Vorgängern entstandenen Renovierungsstau abgebaut und hat mit diesem Gebäude für das Bistum bleibende Werte geschaffen.
Dazu kann man Seiner Exzellenz nur gratulieren, und es ist ihm zu danken, daß er so umsichtig war!!!

Denn in der Regel ist bei öffentlichen Großprojekten nicht nur die Kostenschätzung ein unverbindliches Zahlenspiel. Am Ende stehen nicht selten Gebäudekomplexe in der Landschaft, die nicht benutzt werden können. Am Ende stehen gigantische "Scheiterhaufen" aus Stein in der Landschaft, deren Modernität gegenüber den alten Holzmodellen darin besteht, daß keine bedauernswerten Mitbürger auf ihnen ihr Ende finden. Es ist nur unser Geld, das in Form von Steuern aus den Taschen gezgen worden ist oder gar nicht erst bis in die Geldbörse gekommen ist, weil der Arbeitgeber es schon vorher an "Vater Staat" weitergeleitet hat. Millionen und Abermillionen verschwinden auf diese unaussprechlich furchtbare Weise tagtäglich sang- und klanglos.

Beispiele?
Fangen wir doch im hohen Norden an, in der Freien und Hansestadt Hamburg.
Dort murkst seit Jahr und Tag eine Ansammlung geballter Inkompetenz am Projekt "Elbphilharmonie" herum. Ein phantastischer Bau, der optisch zwar manchen Freund moderner Architektur überzeugen mag, aber nie für Konzertbesucher konzipert war. Nun müssen die Akustiker die Fehler im gelobten "Design" ausmerzen. Aber das ist nur ein kleineres Problem in dem Geasmtprojekt. 2010 sollte der Bau seiner Funktion übergeben werden. Wenn alles gut geht, wird es nun vielleicht 2016.
Kosten:
Eine "Machbarkeitsstudie" aus dem Jahr 2005 ging von 186 Mio aus.
Bei Vertragsabschluß 2007 waren es dann schon 241,3 Mio.
Am Ende rechnet man mit 575 Mio (Netto), wenn alles gut geht.

In Köln baut man nicht nur eine U-Bahn, bei deren Erstellung es zu spontanen Veränderungen im Stadtbild kommt und Menschenleben ausgelöscht werden. Dort gibt es auch Untergrundkonzertsäle, die nur dann ihre Funktion erfüllen können, wenn man den darüberliegenden Stadtplatz für die Dauer des Konzertes sperrt.

Wer noch einen Koffer in Berlin hat, der sollte ihn mit der Bahn oder mit dem Auto abholen, da der neue Flughafen vielleicht nie seiner Bestimmung übergegeben werden kann. Die Liste der Mängel weist mittlerweile 75.000 Positionen auf. Da sind nicht nur zu kurze Rollentreppen bestellt worden. Die Brandschutzanlagen sind ebenso eine Fehlkonstruktion wie die Abfertigungshallen, die die zu erwartenden Menschenmengen nicht werden bewältigen können. Es ist ein funktionsuntüchtiger Großflughafen gebaut worden, für den ein anderer funktionierender Flughafen geschlossen wurde. Anfangs berechnete Kosten: 1,7 Mrd.
Sollte der Flughafen irgendwann 2014 doch noch den ersten Passagier abfertigen können, werden es mindestens 5,1 Mrd. gewesen sein, die wir für ein vermurkstes Dings ausgegeben haben. Ein nicht unerheblicher Anteil der Mehrkosten ist dem (immer noch) Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit und seinen ständigen Änderungswünschen zu verdanken.

Dortmund: U-Turm
Vom Brauereiturm zum "Kreativzentrum":
Anvisierte Kosten für den Umbau: 59 Mio.
Tatsächlicher Bedarf bis 2012: 83 Mio.
Vermutliche jährliche Betriebskosten: 10,2 Mio.
Nutzung: Wurde während des Umbaus nur teilweise geklärt.

In Stuttgart versenkt die Deutsche Bahn einen Euro nach dem anderen in das Projekt "Sturgert 21" für einen Bahnhof, der einen nur geringen Zeitvorteil bringen wird, dafür aber einen denkmalwürdigen Bahnhof auslöscht und die Mineralquellen in Stadt und Umgebung gefährdet. Den Juchtenkäfer lasse ich jetzt mal beiseite.
Kosten und Eröffnung? Wer weiß ...

Dann wäre da noch die Pleite "Nürburgring", die mit schlappen 249 Mio. aus dem Landeshaushalt Rheinland-Pfalz abgewickelt werden muß.


In Augsburg wird die Maximillianstraße für 19,5 Mio zur "Hebung der Lebensqualität" erneuert. Die portugiesischen Granitplatten erweisen sich jedoch als schadhaft und ungeeignet und werden nun nach und nach durch andere Baustoffe ersetzt.

In Erfurt wird ein Kompetenzzentrum für Hochtechnologie und Solarwirtschaft für 9,5 Mio gebaut. Nach nicht ganz einem Jahr meldet es Insolvenz an und wird abgewickelt.

Wer mehr lesen möchte, bestelle sich kostenlos die "Schwarzbücher" beim Bund der Steuerzahler!
Da finden sich auch Infos zur WestLB, SachsenLB, BayernLB etc.
Nicht vorgestellt werden darin jedoch die Mrd., welche uns die zweifelhaften Euro-Rettungspakete, Euro-Rettungsschirme kosten und kosten werden, der allgemeine und tägliche Schmu im Gesundheitswesen, die Energiekostenentwicklung ...

Fassen wir zusammen:
Ein Mann baut ein Haus. Es ist fertig, ist zwar etwas teuer geworden. Es wird über Jahrzehnte seine Aufgabe gut erfüllen können. Es hat eigentlich niemanden etwas gekostet, aber alle regen sich auf!
Ein Aufschrei geht durchs Land.

Mehrere Leute unternehmen die unterschiedlichsten Baumaßnahmen. Kaum eine wird fertig. Kaum eine funktioniert oder erfüllt langfristig ihren Zweck. Unser aller Geld wurde versenkt. Man meckert, macht Witze über die Angelegenheiten und fertig.

Einer fliegt für alle kostenneutral in einem bequemeren Sessel, weil er von einem Mitarbeiter und seinen privat zusammengedudelten Rabatten mitgenommen wird.
Alle regen sich auf und fordern den Kopf, weil er das "Ährlein-Rotwelsch" nicht beherrscht! Strafanzeige!
Andere fliegen auf Steuerzahlers Kosten zu ihrem privaten Vergnügen durch die Weltgeschichte und nutzen die Rabatte nicht zur Herabsetzung der nächsten Dienstflüge (und damit zum Nutzen der Steuerzahler). Dem möglichen Meckern entgeht man durch einen Kuraufenthalt in Brüssel.

Hier stimmen Anlass und Reaktion nicht überein.

Die Berichterstattung steht in keinem guten Verhältnis zur Faktenlage.
Die Art der Berichterstattung darf man getrost als "Stimmungsmache" bezeichnen. Es handelt sich um eine Hetzkampagne, die sich aus den verseuchten Quellen speist, die da Neid, Mißgunst, Rachsucht und sonstnochwie heißen mögen. Kirchengegner und kirchliche Feinde rotten sich zu einer unheligen Allianz zusammen und ziehen an einem Strang. Während man den ohnehin als moralisch verkommen geltenden Politikern mittlerweile alles nachzusehen scheint, arbeitet man sich an den Exponenten einer moralischen Instanz ab, deren Maßstäbe man selbst schon seit Jahrzehnten nicht mehr ernst nimmt.
Oder ist es vielleicht eine Art Ersatzhandlung? Wenn man schon nicht in der Lage ist, den Volksvertretern die Leviten zu lesen und für ihre Fehltritte zur Rechenschaft zu ziehen, dann haut man halt dem Bischof auf die Mitra, egal warum, diesem bösen Machthaber!
Hier scheinen die Maßstäbe verloren zu sein!
Wie sollte es aber auch in einer Gesellschaft, in der es als vernünftig gilt, wenn man seine Eltern billig im ehemaligen Ostblock verbrennen läßt, ein Grundverständnis dafür geben, daß es unwürdig ist, die Reliquien von Heiligen in Keksdosen zu verwahren. Wie sollten auch die Horden von religiösen Analphabeten, die angeblich für ihr Gebet nur einen Wald brauchen, in Stuhlkreisen herumreden oder schlichtweg gottlos leben, verstehen, daß ein Geistlicher, der so gefordert ist wie ein Bischof in seinem Amt, einen Ort des Gebetes braucht, der ihn erdet, wo er Anschluß an die Ewigkeit finden kann. Gebaute Entweltlichung und Zeitenthobenheit in einer sich immer stärker verweltlichenden Gesellschaft mit ihrer selbstverschuldeten Zeitnot. Das muß provozieren!
Es ist der Aufruhr der Spießer, die die Gazetten beherrschen. Kleinkariert bis an den Rand der Einfarbigkeit, schrill, hysterisch, erbarmungslos. Haß in aller Häßlichkeit. Es ist Dummheit, blanke Dummheit. Diese Form der Dummheit nennt der Heilige Thomas schlichtweg Sünde!
"Ein Irrtum wird zur Sünde des Verstands, wenn es sich um Unwissenheit oder Irrtum über etwas handelt, was einer durchaus verstehen könnte und verstehen sollte." (STh, I, II, 74, 5)

Beten wir für den Bischof von Limburg und seine Diözese!
Beten wir auch für alle und uns selbst, die wir uns alle immer wieder verirren in Dummheit und Sünde.
Ich habe einen Rosenkranz dafür aufgeopfert!




Freitag, 4. Oktober 2013

Wochenschau (17. Sonntag nach Pfingsten)

Tag des Patrons der Deutschen:
Wie ich schon befürchtet hatte, wird GL 606 nicht mehr im neuen Gotteslob vorkommen.
Da man ja heute kaum noch geistige oder geistliche Kämpfe in unsere Kirche führt, sondern sich in Dialogprozessen befindet, dürfte das so kämpferische Lied vom Exekutionsausschuss als nicht mehr zeitgemäß empfunden worden sein.

Der Rosenkranzmonat ist mit voller Wucht ausgebrochen, nur wo?
Hier herrscht realexistierender Calvinismus.

Hurra!
Nominiert! Das Arbeitsschutzmobil des Verbandes der Diözesen Deutschlands könnte den Deutschen Arbeitsschutzpreis 2013 gewinnen. Da wird der Bundesverband der Deutschen Sägewerkbesitzer wohl kaum noch eine Chance haben.
Spaß beiseite:
Was ist das denn nun schon wieder für ein "Verband"?
Wozu brauchen wir in unserer Kirche ein Arbeitsschutzmobil?
Wer immer noch nicht kapiert haben sollte, was Benedikt XVI. in Frei(denker)burg mit "Entweltlichung" gemeint haben könnte, dürfte hier ein Beispiel gefunden haben. Kerngeschäft sieht anders aus!


"Mann, das perlt heute aber wieder!"
Franz I hat was Klerikalisten und zeigt das auch!
Aber was meint er mit Klerikalismus?
Ich habe den Bloggerkollegen Kreuzknappe auch schon gefragt, ob es da was lehramtliches dazu gibt!
Er will keine Priester, die sich an privaten Stolgebühren bereichern oder in Nobelkarossen durch die Gegend brausen und Kindern von alleinerziehenden Müttern die Taufe verweigern. Da bin ich auch vollkommen gegen, aber sowas von.
Es geht munter weiter! Mit acht beratenden Rittern des Blutes Christi (u.a. Marx) weg von der Vatikanzentrierung hin zur, ja was eigentlich? Provinzialität?


Und draußen in der Welt rufen die Friedensfreunde wieder zum friedlichen Miteinander der Religionen auf und schaffen dazu vollendete Tatsachen. Die schockierende Berichterstattung über das abscheuliche Massaker von Nairobi finden Interessierte auf der Seite der Daily Mail in London. Mir fehlen einfach die Worte und ich merke, wie ich ...

Tag der Deutschen (Einheit):
Ein verschnrachter Feirtag, an dem das Fernsehen auf allen Kanälen DDR-Schicksale darbot. Über die gute alte BRD kam nichts. Halt! Stimmt nicht! "Der Haustyrann" mit Heinz Erhardt...

Aus Töpfen und Pfannen:
Hier meine "Restaurantkritik", die ich im  Kommentarteil der "Welt" zu diesem Artikel eingestellt habe:

"Ja, ich bin ein Katholik, der sich durch solche Aktionen kritisch sieht, aber nicht weil ich mich verletzt fühlte. Warum? HIer hat jemand offensichtlich keine Ahnung, was er tut. Das sehe ich kritisch. Das ist sehr bedauerlich für ihn und alle, die diesen Mist verzehren.
Viel schlimmer ist die Tatsache, dass jener Mensch behauptet, dieses Frikadellenbrötchen bzw. der Verzehr eines solchen habe etwas mit Humor zu tun! Das ist die eigentliche Unverschämtheit an dieser Nummer! Denn wenn diese Sache mit etwas nichts zu tun hat, dann ist es mit "Sinn für Humor"! Es ist eine geschmacklose Marketingnummer, die so gut funktioniert hat, dass er es damit bis in "Die Welt" geschafft hat.
Es ist außerdem eine Beleidigung für jeden Rotwein, der für eine solche Sauce mißbraucht wird.
Daneben wird den unwissenden Leuten eine Hostie als besonders "geschmackvolles Toping" dargeboten, was wiederum ein Betrug ist. Jeder praktizierende Christ weiß, dass eine Hostie (konsekriert oder unkonsekriert spielt keine Rolle) beinahe völlig geschmacksneutral ist.
Eines möchte ich dennoch loswerden.
Es ist immer leicht, sich über die religiösen Gefühle von Christen lustig zu machen oder sich in "aufgeklärter" Pose über solche Mitmenschen zu erheben, denen noch etwas heilig ist.
Ich erlebe diese Bekenntnisse zur "Freiheit" immer, wenn es darum geht, christliche Symbole oder Sakramente zu verzwecken, sei es im Namen der Kunst, des Kommerzes oder wenn es um die Marginalisierung der Christen geht. Im Umgang mit anderen Religionen, die ihren Gefühlen gerne auch schon mal mit Messern oder Sprengstoff Ausdruck verleihen, ist man weniger "mutig".
Da wird dann eher von allen Seiten "Rücksicht" verlangt, selbst wenn es gegen die eigene demokratische Grundordnung geht.
Ja, ich bin ein bekennender Katholik!
Nein, ich würde keine Klage führen und ein Verbot erwirken wollen!
Warum?
Mangelnde Achtung vor den Empfindungen anderer Menschen und schlechter Geschmack sind Folgen einer schlechten Erziehung und müssen schlichtweg ertragen werden. Dummheit muß man auch einfach ertragen, an der Ampel, im Fernsehen, innerhalb und außerhalb der Kirche, in der Familie. Durch ein Urteil ist noch niemand klüger geworden. Jeder hat das Recht, sich nach Strich und Faden zu blamieren und unmöglich zu machen. Bei einer Beleidigung zählt die böse Absicht.
Die entscheidende Instanz wird vor einem Gerichtshof stattfinden, dessen Existenz heute weithin geleugnet wird. Und da hoffe ich auf einen gnädigen Richter, auch für diesen dummdreisten Burgerbauer aus Chicago. Denn es ist offensichtlich, daß er sich bei seiner Aktion wenig Gedanken über den gemacht hat, der uns in der Eucharistie begegnet."

Mir reichts für diese Woche!
Schönes Wochenende!








Freitag, 27. September 2013

Wochenschau (16. Woche nach Pfingsten)

Wieder eine volle Woche und wieder gibt es nur eine Wochenschau.

Das Vaterland
hat seine Mutti wieder! Wenn man sog. Zeitzeugen befragt, die die Ära Adenauer erlebt haben, so verbinden die einen damit den Wiederaufbau und das Wirtschaftswunder, die anderen reden von "Jahren der Lähmung".
Wie immer diese Jahre nun wirklich gewesen sein mögen, an spießiger Langeweile könnten diese  Jahre der "Mutter der Nation" es mit den 1950er sicherlich aufnehmen. Wo früher der erste Kühlschrank oder die Fernsehtruhe die Menschen beglückte, sind es nun die "Heips" um neue Ei- oder Smartföner. Wie bekloppt muß man eigentlich sein, um vor irgendeinem Geschäft zu zelten, damit man zuerst einen Karton mit überteuertem Elektronikschrott bezahlen darf? Man schlägt sich beim Rennen in den (Ver-)Äppel-store, weil man ein Gerät haben will, mit dem man sich für Staat und Geheimdienste zum total überwachbaren Zombie macht und zwar freiwillig, selbständig und ohne einen Gedanken an die Folgen zu verschwenden. Und das ganze nur, um sich in "sozialen Netzwerken" noch besser, noch schneller, noch umfassender mit unwichtigen Mitteilungen von sogenannten Freunden zutexten lassen zu können. Stellen Sie sich nur einmal folgende Szene vor, die wir letztens erlebt haben: Sie sitzen in einer Eisdiele. Am Nebentisch sitzen vier Mädels im besten "Backfischalter" (auch so ein aussterbendes Wort) und sagen kein Wort. Die Eisbecher kommen an den Tisch, kredenzt von einem gutaussehenden Jungen, der sich wohl die Miete für sein Handy dort verdient und es passiert nichts! Weder der Junge noch die Eisbecher dringen in das Bewußtsein der jungen Damen! Da konnt er noch so lächeln wie er wollte und das Eis noch so groß sein. Sie waren alle damit beschäftigt, ihre Smartphones zu bedienen. An diesem Tisch sind keine drei ganzen Sätze gesprochen worden. Man zeigte sich gegenseitig die Displays und sagte so Sätze wie: "Cool" oder "Schick mir" oder "Geht nicht! Helf mal!" Aber wenn es nur die Backfische wären. Es werden ja immer mehr "Großjährige" abhängig von diesen Freizeitzerstörern. Während diese vernetztwerkten Egomanen wie die vergesteuerten Handlanger eines Doktor Marbuse mit hängenden Köpfen herumlaufen, an Haltstellen und Bahnhöfen und ihre multimediale Abhängigkeit dadurch in aller Öffentlichkeit zur Schau stellen, indem sie mit wenig vorteilhafter Mimik auf Displays starren, weil sie mit den Reflektionen der realen Welt kämpfen, geht das Land samt Europa den Bach runter.
In diesen Zeiten der Müllsortierung, Energiesparlampen, Billiglöhne und ständig steigender Steuern, in denen die ... ach was rege ich mich darüber überhaupt auf!
Das solchen Leuten nicht aufgeht, wie undemokratisch dieses Land mit dieser alternativlosen Kanzlerin und ihrer angeblich alternativlosen Politik mittlerweile ist, verwundert nicht. Solange die Spielzeuge funktionieren!
Liebe Leute: Beschwert euch hinterher nicht und erst recht nicht bei mir!
Ich habe ihr meine Stimme nicht gegeben!!!

Die Helden der Woche:
1. Joachim Card. Meisner
Nach wenig erfolgreichen Spielzeiten mit Stücken wie "Der Meineidbauer" "Großvater wird verkauft" und "Tratsch im Treppenhaus", ist es nun an der Zeit, sich der eigentlichen Aufgaben zu erinnern. Das hat nun der Kölner Erzbischof getan. Er sagte den Mitgliedern der DBK die längst überfälligen Sätze zum wenig vorbildlichen Umgang miteinander. Bravo!
Und jetzt noch weiter 50 Jahre frisch und munter im Amt! Ich hätte nie gedacht, daß ich mir das einmal wünschen würde! Das wäre ein Vorsitzender ...
2. Raymond Card. Burke
Er schließt eine us-amerikanisch Politikerin und Abtreibungsbefürworterin vom Empfang der Eucharistie aus. Wenn schon Franz I diese Themen nicht mehr groß besprechen möchte, handelt wenigstens sein Kurienkardinal entprechend klar und unmißverständlich.
So handelt und spricht ein Hirte!

Der Vollpfosten der Woche:
Er schafft es aber auch immer wieder, Ex-EB und Selbst-Stellvertreter Robert Zollitsch! Ich bin auch total betroffen! Aber so was von total!
Wenn das so weiter geht, werde ich wie weiland D. Th. Heck bei der "ZDF-hitparade" sagen müssen:
"Er ist jetzt schon dreimal dabei gewesen. Bitte nicht wiederwählen!"


Die gute alte Zeit:
1. Benedikt XVI.
Er schreibt einem vielschreibenden italiensichen Atheisten einen Brief, der nach Auszügen bei katholisches.info wieder einmal ein echter Ratzinger ist: klar, unmißverständlich, brillant!Er ist und bleibt in Hochform!
2. Reformgruppen
Auch sie sind wieder in Hochform, "wie dammals1974"!
Angeblich haben sich über 100 Gruppen schriftlich an den Bischof von Rom gewendet und Reformen verlangt. Man kann nur auf die entsprechende Tagesform des Empfängers hoffen.

Neologismus der Woche:
Als ich damit anfing, häufiger bei kath.net vorbeizuschauen, hieß der Heilige Vater gerade noch Johannes Paul II. Als dann Benedikt der XVI. gewählt worden war, las ich die Artikel sehr gerne, wenn mir auch damals schon mancher Artikel etwas grenzwertig erschien. Seitdem nun aber Franz I. da ist, wird es manchmal peinlich. Die Begeisterung erklimmt jede Woche neue Höhen. Ein Chrysostomos unserer Tage! Dem Loblied werden jede Woche neue Strophen hinzugefügt. Sie reihen sich aneinander wie die Strophen des längsten Weihnachtsliedes der Welt.(Vorsicht!!! Nichts für schwache Gemüter!) Wie Perlentaucher immer wieder neue Kostbarkeiten an die Oberfläche bringen und sie zu einer makellosen Kette zusammenfügen, so reihen sich die "Franziskus-Perlen" bei kath.net aneinander, die beinahe täglich von der Redaktion zu Tage gefördert werden.
"Franziskusperlen"
Ich kannte bis dato "echte Perlen", "falsche Perlen", "Zuchtperlen", "die Perle" als Bezeichnung für eine kurzfristige Lebensabschnittsgefährdung (weiblichen Geschlechtes), als Ersatzbegriff für die "gute Seele" in einem Haushalt, "Perle" als Teil des Markennamens bei "Sprudelwässern" (in den 1970er weit verbreitet) und davon wieder im Scherze abgeleitet als Bezeichung für Leitungswasser ("Rohrperle") sowie "Liebesperlen" als bunte Zuckerkügelchen auf vorweihnachtlichen Schokoplättchen. Und jetzt die "Franziskus-Perlen".
Mir selbst fehlt schon bei Perlenketten der Blick dafür, was denn nun eine Zuchtperle und was eine "echte Perle" ist. Und genauso ergeht es mir bei diesen neuen "Perlen" auch. Ich halte sie alle nicht für ganz echt, allein weil ich mir diese Anzahl echter Perlen nicht vorstellen kann. Der jubelnde Tonfall, der täglich Glanz, Form und Größe der Franziskus-Perlen preist, passt nicht zu den vorgehaltenen Waren in den Auslagen. Ja, mir fehlt der Sinn für die "schlichte Schönheit" dieser Perlen. Manchmal habe ich den Eindruck: JEDER Satz wird zur Perle erklärt und zwar qua Amt des Sprechers!
Hier gilt es m.E. zu unterscheiden, zwischen Amt und Person!
Hierzu ein Ausschnitt aus einem Kommentar´zu einem Artikel, der sich ebenfalls etwas kritisch mit den täglichen "Perlen" beschäftigt:
"Es ist das Amt was wir zu achten haben, nicht die Person, Stufe der kirchlichen Hierarchie ist nicht das Maß für persönliche Heiligkeit und theologische Exaktheit. Warum nur sind wir so blind. Das einzige was man aktuell wohl lernen muss, ist zu Unterscheiden, zwischen Amt und Person."
Man kann es sich nicht oft genug sagen!

Schönes Wochenende!


Donnerstag, 26. September 2013

Die neueste gotische Kapelle

in Deutschland hat ein Oldtimerverein im Landkreis Erding gebaut.
Weihe: 2010
Ein Besuch auf der Seite lohnt sich.

Kirchenschändungen in Deutschland

Bei unseren koptischen Schwestern und Brüdern findet sich eine Liste mit  Kirchenschändungen, die in den Jahren 2012-2013 passiert sind.
Die Liste ist nicht vollständig, die ich von vier weiteren Diebstählen und Brandanschlägen in der direkten Umgebung weiß, die nicht in der Presse auftauchten.

Hier gehts lang!

Samstag, 21. September 2013

Pasticcio con fuoco


Da ich auch in dieser Woche kaum Zeit für Einträge hatte, kommt nun ein Eintrag in Form der klassischen Wochenübersicht:

1. Schönheit und Anmut der Muttersprache
Mein Lieblings-Neologismus der vergangenen Woche war plötzlich und unverhofft einfach da. Er leuchtete mir aus einem Kühlregal eines hiesigen Großkrämers entgegen:
"Direktsaft" prangte auf einer Flasche südfrüchtlichen Nektars. Dabei ist "Nektar" im Kauderwelsch der Lebensmittelindustrie im Zusammenhang mit diesem "high-end-product" ein vollkommen falscher Begriff, da "Nektar" einen minderen Aufguß mit geringem "Fruchsaftanteil" bezeichnet, also quasi das genaue Gegenteil, eine Art "Indirektsaft"! Der "Direktsaft" ist hingegen fast frisch gepreßt, aber halt schon in der Kühlkette unterwegs und darf wohl deswegen nicht als "Frischsaft" bezeichnet werden. Er unterscheidet sich außerdem vom "Smoothie", weil er keine mit Fruchtpurée angedickte Plörre zweiten Ranges ist. "Direktsaft"! Welcher europäischen Verordnung wir wohl dieses Zauberwort zu verdanken haben?

2. Pensionist der Woche oder "Zollitsch, Sie sind raus!"
.... aber auch wieder nicht! Nun ist er pensioniert, vertritt sich aber selbst. Wieder eine klare Entscheidung aus Rom, wie so vieles, was Franz I. so von sich gibt. Damit bin ich auch schon beim

3. Aufreger am Rande:
Nein, es war nicht "Der Herr Karl" und auch nicht die Aktion "Ladies in red", die mal wieder in gewohnter Manier die verworrene Exzentrik gewisser Kreise zur Schau stellten, die einstmal zur geistigen Elite Europas gerechnet wurden.
Weit mehr regt mich das Bild auf, welches unser momentaner Pontifex abgibt.
Da werden bei einer Versammlung Bemerkungen über Mitarbeiter fallengelassen, die man zumindest als unprofessionell  bezeichnen muß. Es wird dann auch schon mal einem Frager von Franz der Redefluß unterbrochen, wenn gerade eine Pointe lockt. "Stromberg" auf römisch.
Ich sehe einen Mann, der in aller Öffentlichkeit dem scheidenden Kardinalstaatssekretär einen Glauben an die salesianisch-katholische Kirche unterschiebt. Was für ein herrlicher Witz!
Da fallen mir gerade eine Menge alter Jesuitenwitze ein. Zum Beispiel der:
Stürmt der Sekretär in das Büro des Pater Generals und sagt atemlos: "Pater General, man hat das Grab des Herrn gefunden. Die Befunde sind eindeutig!" "Ja, und wo liegt das Problem?" "Es lag ein männliches Skelett darin!" Darauf der Pater General: "Ach, sie mal an! Er hat also wirklich gelebt ... "
Ich habe mich beim Lesen des Berichtes ziemlich fremdgeschämt. Ich kann darin wenig von der väterlichen Güte erkennen, die allen auf einmal die Herzen so erwärmt, wenn er einem Menschen, der ihn ehrfürchtig als "Heiliger Vater" anredet, dann als Retourkutsche mit "Heiliger Sohn" betitelt wird. Wem schon einmal solch schulmeisternde Herzensgüte zuteil wurde, der weiß, wie sehr einem das die Wangen und Ohren erwärmen kann.
Und wenn auch mancher Lebensschützer meint, der Segen nach Berlin bedeute, den Papst auf seiner Seite zu haben, so teile ich diese optimistische Sicht nicht. Ich teile da eher das Mißtrauen und auch die Trauer manch kritischen Geistes, der schon vor dem heute so breitgetretenen Interview in einer gewissen Jesuitenzeitung in den doppeldeutigen Redereien den Anfang vom Ende witterte. Ich habe diese bitteren Tränen, die nun mancher Lebensschützer weint, schon geweint, als er die Loggia des Petersdomes betrat und sein "Guten Abend" in die Welt sandte. Ich habe meinen Sorgen nach Wiener Art in das eine oder andere Glaserl Wein geschüttet, als ich von dem wenig demütigen Gezänke um die berühmte Kleiderfrage hörte. Ich hatte kurz zuvor den Film "Katholiken" gesehen und mir war so, als wenn ich gerade Zeuge der unerzählten Vorgeschichte des Filmes würde.
Auch wenn mir dafür einige Leser wieder "weltverschwörerische Tendenzen", sündhaften Pessimismus, mangelnden Gehorsam oder sonst was unterschieben werden, bitte sehr! Wer es dem Wetter zuschreiben will, von mir aus auch das! Es ist Herbst und das herabfallende, vergehende Laub verbreitet Gerüche, die trübe Gedanken aufsteigen lassen. Aber in Verschwörungstheorien ist einer wesentlich besser, Franz I. Er sprach doch von gewissen Seilschaften in Rom. Dann fliegt er nach Rio, erzählt im Flieger wieder was anderes, was natürlich wieder ein Mißverständnis war. Er zeigt ja für so vieles Verständnis, aber wird offensichtlich immer mißverstanden, was dann wieder zu nachgeholten Dementis führt. Am Ende will er dann nicht mehr darüber reden, weil es ja andere wichtige Dinge gibt. Außerdem ist er ja ein armer Sünder und liebt alle und alles, nur offensichtlich sein Amt nicht!
Mein Newsletterabonement bei Radio Vatikan jedenfalls werde ich in den nächsten Tagen kündigen, weil ich beinahe täglich einen halben Herzinfakt erleide, wenn ich nur die Überschriften lese.
Vorhin erst kam so eine Meldung, wonach Franz I. irgendetwas zum Thema Frauen und Leitung in der Kirche gesagt haben soll, was wohl in den nächsten Tagen zur Euphorisierung der Bundesvorsitzenden von "frauenwürde" führen dürfte und die kfd in einen neuen Papalismus münden lassen könnte, eine mir schlichtweg unerträgliche Vorstellung! Wenn ich die schier beängstigende "Begeisterung" der Deutschen Kirchenfürsten sehe, dannbekomme ich das kalte Grausen!
Es ist nicht so, als daß ich mir nicht wünschte, die kfd und die DBK wären romtreu. Nichts wäre mir lieber als das!
Es ist eine Frage der Voraussetzungen!
Dieser von südamerikanischen "Rotierern" gefeierte Mann ist auf dem besten Wege, diese Kirche in eine konturlose, "gemainstreamte" Wohlfahrtsorganisation à la EKD umzustricken, wenn er weiter so pastoral rumschwurbelt.  Er redet viel, sagt aber nichts. Er schweigt zu den relaventen Themen. Ich kann beim besten Willen wenig "Perlen" in den spontanen Äußerungen finden. Diese "Spontanität" ist aus meiner Sicht eher "Unüberlegtheit" im weniger guten Sinne des Wortes. Ebenso unüberlegt und wenig im Sinne der "Kontinuität der Pontifikate" ist sein Umgang mit den Franziskanern der Immaculata. Oder ist es vielleicht sehr wohl überlegt? (Man beachte die getrennte Schreibweise, die ich im Sinne der alten Schreibung und ihrer Differenzierung "wohlüberlegt" wähle.) Man macht auf allerhöchsten Ordre einen der Dissidenten zum Chef. So dürfte die Methode der "inneren Zerrüttung" den frisch aufgeblühten Orden bald dahinraffen und die Mannstärke sowie den Altersdurchschnitt auf das Niveau eines der personaloptimierten Polyesterreformhabit-Orden ziehen.
So sehr ich Benedikt XVI, als Geschenk des Heiligen Geistes sah und sehe, so sehr sehe ich Franz I. als schwere Prüfung an.

4. Wahlfieber:
So ähnlich spannend muß es in dem Teil unseres Landes zugegangen sein, der vor einigen Jahren noch die sog. Volkskammer wählen durfte. Zum Glück sind wir diesmal nicht so alternativlos, auch wenn die Medien nach alter mitteldeutscher Tradition diesen Eindruck zu erwecken suchte.

5. Verlust der Woche:
Der greise Marcel Reich-Ranicki hat uns verlassen. Ein streitbarer Mann, der uns den Wert guter Litteratur auf unvergleichliche Art um die Ohren schlug. Er maß die angeblichen Riesen mit Maßstäben, die ihre wahre Größe zeigten. Seine Abneigungen nie verbergend, ehrlich, klar und aus tiefster Überzeugung heraus Stellung beziehend. Er hat mir schon länger gefehlt, unser "Litteraturpapst". Nun ist er von uns gegangen.
Requiem aeternam!

6. Die Dauerbrenner:
Limburgs Bischof hat den Besuch der ewigbetroffenen "Wutkatholiken" gut überstanden.
Weiter so!

Seine Eminenz Joachim Kardinal Meisner strahlen Weisheit und Humor in wohltuender Weise aus.
Danke dafür!

7. Zwischen Topf und Pfanne
Das Thermometer sinkt und die Köstlichkeiten aus Keller und Küche werden wieder gehaltvoller. Das Einerlei der sommerlichen Grillerei ist vorüber! Zwiebelkuchen, Federweißer, Oktoberfestbier, Leberkäs und Kürbisgerichte heben die ohnehin gute Stimmung.
Hopfen und Pfalz, Gott erhalt's!

Mittwoch, 4. September 2013

Update: Vergleich DBK-Italien

Es ist nicht zu fassen: Die DBK macht  mit, aber wieder nur halb, auf  ökumenisch vertretbarer Ebene (Fasten und Maria kommen nur im Text von Papst Franz I. vor), nicht den ganzen Tag, viel Text, null Liturgie! Da scheint mal wieder jemand ein Friedensgebet aus den 1980er Jahre kopiert zu haben ...
Zum Vergleich der Text der italienischen Bischöfe.
Tolle, lege!
DBK
Italien
So macht man das!

Fasten- und Gebetstag: Texte von der DBK

Aus gutem Grund und gegebenem Anlaß hier der Link zur Seite der DBK mit den Gebetstexten für Samstag.
Weitersagen und mitmachen!

Freitag, 30. August 2013

Kirchengebot vs. Wädschie-dei

Es gibt ja eine gewissen Partei, die sich in sehr vielen Bereichen um obrigkeitliche Volkserziehung und Zwangsbeglückung bemüht hat und bemüht. Ein weiterer Schritt zur Ertüchtigung der Massen soll durch die Einführung eines flächendeckenden "Grünzeug-Tag" in deutschen Kantinen gemacht werden. Das ganze natürlich auf freiwilliger Basis...
Zu diesem Thema haben sich nicht wenige Katholiken zu Wort gemeldet, die meinten, dies sein ein alter Hut. "Haben wir doch (mal gehabt). Die haben sich nur mit dem Wochentag vertan."
Hier liegt ein schwerer Irrtum vor!
Um diesem Irrtum abzuhelfen, habe ich die entsprechenden Nummen aus dem "Katechismus der katholischen Lehre des hl. Past Pius X." noch einmal abgetippt.
Tiefe Kenntnis des Menschen, römische Lebensklugheit, Barmherzigkeit und Liebe sprechen aus jeder Silbe. Christus ist das A und das O, Ursprung und Ziel des Fastens, zur Heiligung des Menschen. Es ist die Bewahrung zum Heil und nicht die Entlastung der Krankenkassen oder die Vermeidung von Massentierhaltung und ihrer Gülleprobleme. 



220 Was gebietet uns das dritte Kirchengebot: Du sollst die gebotenen Fast- und Abstinenztage halten?
Das dritte Kirchengebot gebietet uns die Einhaltung des kirchlichen Fastens und am Freitag (am Tag des bitteren Leidens und Sterbens Jesu Christi) und an einigen von der Kirche festgelegten Fasttagen kein Fleisch zu essen (= Abstinenz).

221 Was erlaubt das kirchliche Fasten?
Das Fastengebot erlaubt täglich nur eine einmalige Sättigung; es verbietet aber nicht, morgens und abends eine kleine Stärkung zu nehmen; man muß sich aber dabei in bezug auf Menge und Art der Speisen an die bewährten ortsüblichen Gewohnheiten halten.

222 Wer ist verpflichtet, das kirchliche Fasten und die Abstinenztage zu halten?
Zum kirchlichen Fasten ist jeder Gläubige ab dem vollendeten 21. bis zum begonnenen 60. Lebensjahr verpflichtet, wenn er nicht wegen Krankheit, schweren Arbeiten oder aus einem anderen gerechten Grund entschuldigt ist. Die Abstinenztage zu halten ist jeder katholische Christ verpflichtet, der 7 Jahre alt und nicht durch einen rechtmäßigen Grund entschuldigt ist.

223 Warum auferlegt uns die Kirche Enthaltsamkeit und Fastzeiten?
Die Kirche auferlegt uns nach dem Beispiel und der Lehre Jesu Christi Enthaltsamkeiten und Fastenzeiten: zur Buße für die Sünden, zur Abtötung des Fleisches und der Leidenschaften und aus anderen besonderen Erfordernissen.

Gesegnete Mahlzeit!

Wahlk(r)ampfanalyse

Wer könnte das besser als der gute Henryk M. Broder?
Hier gehts weiter!

Montag, 26. August 2013

Neues Schutzgebiet

In den letzten Jahren ist es immer wieder vorgekommen, daß sich die öffentliche Meinung einen "unbequemen" Bischof ausgesucht, und anschließend zum "umstrittenen" Bischof erklärt hat. Die Ehrabschneiderei ging danach gerne einmal in eine Hetzjagd über, bis das Signal "Sau tot" erscholl und die Strecke besichtigt werden konnte. Mal war es ein angeblicher Skandal in einem Krankenhaus in Sachen Abtreibung. Dann hatten einige Neue ihren Kniefall vor einer tonangebenden Randgruppe nicht gemacht. Wieder einem anderen wurde eine "feste Handschrift" und ein Hang zu geistvollen Getränken nachgesagt. Und während im Kugelhagel der inszenierten Empörung der eine fiel und andere sich wegduckten, bleiben zwei unverdrossen und mutig stehen, der eine in Köln, der andere in Limburg. Während am Rhein Feuerpause ist, tobt an Main und Lahn ein Kesseltreiben der ganz besonderen Art. Die Angriffe und Methoden sind niveaulos. Es ist peinlich, wer sich dort alles zu Wort meldet und vor allen Dingen wie. Die Geistlichkeit, die dem Bischof Gehorsam geschworen hat, stellt sich als treulose Bande heraus. Sie verliert  ihre eigene Würde, indem sie die Würde des Bischofs angreift. Ihr Verhalten schadet dem Bischof, dem Bistum, der Kirche, nach innen und außen.
Ihnen, die sich jetzt "mutig" mit Durchstechereien, Kanzelmißbräuchen und Entgleisungen in Interviews in die Öffentlichkeit bewegen, wird es am Ende am meisten schaden. Wie einer Bande von Königsmördern in einem Drama wird ihnen ihre Atten zum Fluch. Niemand wird mit diesen ehr- und treulosen Gestalten,...
Halt! So wir es wohl nicht enden. Es ist kein klassiches Drama, wo der Götter Strafe am Ende den Unhold niederstreckt.
Wir leben im Jahr 2013. Mobbing ist Volkssport.
Gut und böse?
Was ist das?
Eines der schlimmsten Schimpfworte ist mittlerweile "Du Opfer!"
...
Man muß den Bischof von Limburg nicht mögen.
Man kann über Renovierungskosten, Sitzplätze im Flieger, Führungs- oder Predigtstil trefflich und ausdauernd streiten. Wenn es denn darum ginge! Es geht aber nur darum, einen dogmatisch fest auf dem Boden der Kirche stehenden Bischof abzusägen, egal wie.
Damit wäre, sobald der Kölner Kardinal dann doch in den Ruhestand geschickt wird, die deutsche Kirchenflurbereinigung geschafft und die deutsche Lehmannkirche endlich vollendet! Um nichts anderes geht es!
Was in Limburg gerade geboten wird, hat mit Streitkultur, genauso viel zu tun wie sog. "Damen-Schlammcatchen" mit den Benimmregeln einer Erica Pappritz!
Es ist zum Fremdschämen!
Daher eröffne ich hiermit ein weiteres Schutzgebiet!


Dienstag, 20. August 2013

Schlaflos in ...

Jeden Morgen, wenn ich neben den nichtssagenden Erzeugnissen der hiesigen Zeitungsmacher auch die ungezähmten "Klartextschreiber" im Weltnetz aufsuche, so frage ich mich am Ende des Frühstücks immer häufiger, in welchem Zustand dieses Land ist.
Die Bundestagswahl steht vor der Tür und der Wahlkampf tobt ... nicht!
Bis auf die saisonale Laternendekoration mit grinsenden Menschen oder wirklichkeitsverweigernden Spontisprüchen herrscht politische Nachtruhe! Derweil schleichen die Nachtwächter auf Zehenspitzen durch den Schlafsaal BRD und versuchen, möglichst unauffällig die nächste Runde zu beginnen. Nur Mutti hat zwischendurch leise geflüstert: "Keine Sorge! Ich mache weiter! Schön weiterschlafen!"
Damit das bis zum Montag nach der Wahl auch so bleibt, werden alle störenden Nebengeräusche ferngehalten. Es gibt keine lautstarken Kontroversen.
Die Kwalitätsmedien schirmen das Terrain um den Schlafsaal großräumig ab. Die taz zensuriert sich in guter sozialistischer Tradition selbst. Während sie beim sogenannten Mißbrauchsskandal in der Kirche mit Wut und Verve auf "das System Kirche" herumgedroschen hat, das solche Mißstände angeblich erst ermöglichte (Wir wissen, daß das genaue Gegenteil der Wahrheit entspricht!), breitet sie nun ihr dröhnendes Schweigen über jene Partei, die das so Verdammungswürdige in die allgemeine Legalität hieven wollte. Ich denke dann immer an den Berliner Künstler, der von einem deutschen Gericht für seine unverschämte Bezeichnung für die Kirche einen Freifahrschein bekommen hat. Was würde wohl passieren, wenn man "berechtigterweise" nun die Gutmenschenpartei auf ähnliche Weise adressierte? Oh,oh!!!

Was gibt es eigentlich momentan zur Eurokrise zu sagen?
Was zu sagen oder dringend zu fragen wäre, wird durch schlichtes Nichterwähnen (oder sollte man besser von Verschweigen sprechen?) abgeschaltet. Den Rest erledigen die "Selbstgesetzlichen" auf der Straße. So bleibt die Politik halt ohne Alternative.

Es wird eine Kirche abgefackelt. Wo bleibt die offensive Medienarbeit und das Großaufgebot der Polizei? Und was ist sonst noch passiert? Man wird es wohl kaum zu lesen bekommen. Damit die Buntheit nicht gefährdet wird, werden alle schwerwiegenden Betriebsstörungen in der fröhlichen Farbenfabrik heruntergespielt. Die Toten und Verletzten trägt man hinten raus.
Aber es gibt immer wieder kleine Pannen, bei denen sich dann Sachverhalte einfach nicht mehr verschweigen lassen. Diese werden dann in der örtliche Presse in Randmeldungen geschoben und geschickt abgetarnt.
In alter PRAWDA- oder nd-Manier wird dann berichtet, aber so, daß es kaum auffällt.
So haben zum Beispiel in Pforzheim Muslime in einer katholischen Kirche eine Messe unterbrochen, indem sie sich vor der Gemeinde aufgebaut haben und aus dem Koran vorlasen. Die Tatsache, daß die Friedensfreunde Koffer dabei hatten, wird dem Auftritt bestimmt einen besonderen Ausdruck verliehen  haben.
Damit diese Begebenheit nicht zum Anlaß für xxxxxx Gedankengut unnötige Sorgen wird, hat man die Geschichte in einen Artikel über Gottesdienststörungen im Allgemeinen verpackt, also alles, was es sonst so gibt: Stadtstreicher, Besoffene mit Hunden und Jungs mit Koffern und Koran.

Werte Leser, zum Ende des kurzen Artikels kommen die entscheidenden Zeilen so ganz nebenbei:
 "Der Staatsschutz ermittelt in einem Fall ganz anderer Dimension und sucht weitere Zeugen, die gleichlautende PZ-Informationen bestätigen können, wonach im Juli drei Moslems während eines Gottesdienstes in der Barfüßerkirche mit Koffern nach vorne traten und aus dem Koran predigten."

Hier gehts lang!

Ich denke an Heinrich Heine ...

Donnerstag, 15. August 2013

Die EKD - ein Abgesang

Die folgenden Zeilen werden kein Wort über diese unsägliche protestantische Ringtauschaktion enthalten. Es gibt auch nichts über die ungekrönte Weinkönigin der EKD oder die papierverschwendende Produktion von Familienschriften.
Es geht um eine sehr ernste Beobachtung, den Verlust einer kulturtragenden Gruppe in unserem Land. Wir haben ihr Wegsterben kaum bemerkt. Es sind Herren, die in meiner Kindheit schon lange ergraut waren, Faconschnitt und randlose Brillen trugen, die sonntags im schwarzen Anzug und silbergrauer Krawatte und an hohen Feiertagen (Reformationstag) noch im Lutherrock mit Eckenkragen durch die Straßen gingen. Ich meine jenen Typus eines evangelischen Pfarrers, der ab den 1980er Jahren nach und nach durch den zeitgemäßeren, bügelfreien Wackersdorfgegner, die Kampfemanze oder den Typ "Mutti" ersetzt wurde. Die Ära des Strickpullovers a la Drewermann hatte begonnen. Auf Johannes Rau geht folgender Spruch zurück: "Wenn sie auf einem Zeitungsbild den evangelischen Pastor suchen, so ist es immer der im Strickpullover und mit Vollbart!"
Diesen Paradigmenwechsel konnte man auch an der "Umgestaltung" der Pfarrhausgärten erkennen. Wo vordem gepflegte Rosenstöcke und wohlbeschnittene Obstgehölze standen, entwickelten sich binnen weniger Jahre naturbelassene Biotope. Ein Klimawandel machte sich bemerkbar. In den Jahren zuvor begegneten sich Dechant und Pastor distanziert, freundlich aber in keiner Weise unherzlich. Statt wie früher bei der Gartenarbeit wurde es nun in der Gemeinde hemdsärmelig: Die Zeit der Macherökumene brach an! Der "augenfreie Dialog auf Angsthöhe" endete bald mit einer klaren, immer gleichen Rollenverteilung: Hier die Kräfte des Fortschrittes, dort die Handlanger der Reaktion.
Wenn ich hier nur Äußerlichkeiten wiedergebe, so liegt das an meinen Erinnerungen, die ich als katholischer Schüler und Ministrant in unserem Stadtteil machen konnte. Doch dieser Verlust an Stil, Umgangsformen und Gartenkultur ist nichts gegen den Verlust, der sich auf den Kanzeln und an den Altären spüren ließ. Darüber hat Susanne Baumstark einen trefflichen Artikel bei "eigentümlich frei" veröffentlicht, den ich hier gerne verlinke.
Es ist ein Abgesang auf die EKD und ihre Landeskirchen mit einem katholischen Schluß, der hoffen läßt.

Montag, 12. August 2013

Robbi und die Sonntagsfrage

eine meiner schönen Erinnerungen an das Kinderfernsehen meiner Kindheit ist neben der "Augsburger Puppenkiste" natürlich "Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt". Wenn man an Spongebob und Genossen denkt, ist es ein sehr nostalgischer Blick zurück in eine gute, alte Zeit.
Gegen solche nostalgischen Verklärungen verwahrt sich dagegen ein anderer, uns allen sehr bekannter Robert und greift damit zu einem Mittel, das schon zu Zeiten des Fliewatüüts ein belächeltes Auslaufmodell war. Wie ein ostwestfälischer Dorfgeistlicher* der 1970er erklärt der Vorsitzende der DBK der Welt, wen man gefälligst nicht zu wählen habe. Wer jetzt aber meint, er hätte altväterlich der SPD, der Linken oder den Bündnisgrünen gemeint oder gar unerwartet mutig der C-Partei mal ein passende Worte mit auf den Weg gegeben, der hat sich gründlich geirrt.
Nein, er hat einer aufstrebenden konservativen Partei für unwählbar erklärt. Damit hat sich der Freiburger in den linksgrünen Mainstream der Ökorepublik Deutschland eingereiht, der die AfD gerne in eine radikal-rechte Ecke schiebt, in die sie nun wahrlich nicht gehört.
Das Wahlprogramm scheinen Monsignore ebensowenig gekannt zu haben, wie die personelle Besetzung dieser Partei, als er seine warnenden Sätze sagte, denen nur noch ein lobender Hinweis auf den angestrebten "Wätschi-Dei" fehlte.
Die Parteiführung hat prompt wie gekonnt reagiert und eine Antwort an den Erzbischof formuliert, die nicht nur die eigene Positionen verdeutlicht, sondern auch ein paar unbequeme Fragen an die Adresse Seiner Exzellenz und die DBK enthält. Die gepfefferte Anwort der Frau von Storch (geb. Herzogin von Oldenburg) ist eine Visitenkarte. Sie ist ein sehr guter Grund, sich mit der AfD näher zu beschäftigen.
Die wenig geglückte "Kanzelempfehlung" für eine gutmenschliche Entscheidung der demnächst anstehenden Sonntagsfrage könnte sich ins Gegenteil verkehren, falls wenn jemand überhaupt noch auf solche Ratschläge hören sollte. Zumindest hat er dieser, in den Kwallitätsmedien entweder stigmatisierten oder totgeschwiegenen Partei zu etwas Publizität verholfen. Deren Wahlhelfer und Plakatkleber werden übrigens mancherorts von "wahren Demokraten" tätlich angegriffen. Zu diesen bedenklichen Vorfällen und Zuständen wissen Exzellenz leider nichts Ermahnendes zu sagen. Es wäre vielleicht auch etwas zuviel verlangt von einem Bischof aus dem Muschterländle der Wutbürger.

Aber damit hat er uns allen zu einer besseren Basis bei der Abgabe unserer Stimme verholfen.

Danke, Monsignore!

Die Links zum Weiterlesen:
Seine Exzellenz bei kath.net
Die Antwort der Frau von Storch bei kath.net


* Damit will ich nichts, aber auch gar nichts gegen ostwestfälische Dorfgeistliche gesagt haben!!! 

Donnerstag, 1. August 2013

Wörtzborrk!

Ruf aus dem Radio:
"Achtung, Achtung! Hier ist der Divisionsgefechtsstand. Die Spitzen der Partei haben die Luftschutzbunker erreicht. Es ist daher in Kürze mit Alarm zu rechnen!"
(1944)

Ein Merkmal für einen totalitären Staat ist die Strafbarkeit von Witzen!

Was man sonst noch über die "Affäre Würzburg" schreiben könnte, ist schon bei katholisches. info meisterhaft gelungen.



Freitag, 26. Juli 2013

Gutes aus Deutschen Landen: NSU

Es geht mir gehörig gegen den Strich, wenn in Zusammenhang mit einem aktuell laufenden Prozeß in "Minga" eine Abkürzung benutzt wird, die in der Geschichte unseres Landes bisher positiv besetzt war, nämlich NSU. Es ist nicht nur ein Kürzel für die schöne Stadt Neckarsulm, nein es ist auch der Name einer dort beheimateten Maschinenfabrik, die über viele Generationen hinweg so nützliche Dinge wie Nähmaschinen und so begehrenswerte Fahrzeuge wie die berühmte "Quickly", den "Prinz" (TT) - besser bekannt als "die Fackel" - oder den "RO 80" mit seinem Wankelmotor. Das war und ist NSU!
Und sollte mich irgendjemand nach dem "NSU-Prozess" fragen, so werde ich schlichtweg antworten, daß ich die Fusion mit dem VW-Konzern bis heute nicht verwunden habe!
Oder wenn jemand sagt: "Ach, ja NSU..."
"Stimmt! Den RO 80 hätte ich auch gern mal ausgetestet!"
Und schon sind Sie in einem wirklich interessanten Gespräch!

Schönes Wochenende!

Dienstag, 4. Juni 2013

StielBlütInnen: Meine Leipzigin lob ich mir?

Liebe Leser,
momentan ist es etwas still auf dieser Seite, da ich beruflich sehr eingespannt bin. Es gibt aber Meldungen, da muß ich einfach in die Tasten greifen.
So brachte mich eine Meldung aus der ehemaligen "Heldenstadt" Leipzig aus dem Tritt.
Leipzig diente Goethe - sie wissen schon, der mit Schillers Glocke - in seinem "Faust" (Es geht nicht um Rocky 1-5!) als Hintergrund für eine Suffszene in Auerbachs Keller. Ob in dieser Stadt der Buchmesse und Verlage der Senat der Universität seine Sitzungen in jenen Keller verlegt hat und die Beschlußfähigkeit jenes Gremiums dabei an eine Promilleuntergrenze gekoppelt worden ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Der Verdacht liegt aber nahe, wenn man eine Meldung beim Qualitätsnachrichtenmagazin SpOn für echt halten will. Denn dieser Beschluß zeigt deutlich, daß die Mitglieder des hochgelahrten Senates offenbar selbst einfachstes Grundwissen über das Deutsche nicht mehr parat hatten. Hier liegt offensichtlich der Verlust der eigenen Muttersprache vor, wie man ihn sonst z.B. bei jugendlichen Komasäufern beobachten kann.  Denn:

In schier unendlicher Diskussion, besser: "angstfreiem Diskurs auf Augenhöhe" über antifrauenfeindliche Titelführung und Postenbenennung ist ein Physikprofessor auf die Idee gekommen, doch direkt alle mit "Professorin" zu titulieren, egal ob Männlein oder Weiblein. Dieser Vorschlag, sei er nun ernst gemeint gewesen, ein Scherz, ein Akt blanker Verzweiflung oder im Vollrausch vorgetragen worden, er ist durchgekommen! Es heißt nun im Hort der Wissenschaft, Lehre und Weisheit in der Stadt Leipzig - ernsthaft - "Herr Professorin"!

Wo waren denn die heldenhaften Germanisten, die den weichgespülten Kollegas einmal den Unterschied zwischen grammatischem Genus und biologischen Sexus erklärten und -eine Lanze für die geschundene Muttersprache brechend - dem unwissenden Volke erklärten, das "Professor", "Bäcker", "Buchhalter" geschlechtsneutral sind.
Wo sind die Leipziger geblieben, die mit ihren Montagsdemonstrationen den Stasi-Staat zum Wanken brachten?
In dem Jahr, in dem wir der Völkerschlacht bei Leipzig von 1813 besonders gedenken sollten (es wird wohl nichts dergleichen passieren), ist man nicht mehr in der Lage, sich der Barbarisierung der Sprache durch die Sturmtruppen der Neosuffragetten erwehren!

Wer diese Philippika nun als Dysphemia ansieht, sollte sich überlegen, wie sehr er schon sein Denken und Reden einer "herrschenden Meinung" angepaßt und Geist, Feder und Zunge Fesseln angelegt hat.

Wenn Sprache nicht mehr in Freiheit den eigenen Regeln folgen darf und stattdessen den Denkstrukturen einer Ideologie angepaßt wird, ist der Schritt zu Denkverboten längst getan, ist ein Totalitarismus schon am Werk!

Schnelltest: Essen Sie noch "Negerküsse" oder sind Sie schon auf "dänisches Schaum-Waffeldessert mit Schokomantel" umgestiegen? Na?

Mir ist ein Wort aus jenem Faust des alten Geheimrates wieder in den Sinn gekommen, wo Mephistopheles zum Schüler spricht:
"Mit Worten läßt sich trefflich streiten,
Mit Worten ein System bereiten,
An Worte läßt sich trefflich glauben,
Von einem Wort läßt sich kein Jota rauben."

Prostmahlzeit!

Montag, 29. April 2013

Spätzle, Töttchen und die 40° Feinwäsche

Es ist ja so langweilig! Nachdem nun der neue Heilige Vater aus einer der hintersten Ecken der Weltkirche geholt wurde, verfällt die deutsche Kirche nun vollends in den Status der Provinzialität. Während sie unter Benedikt XVI. nicht in der Lage war, die Zeichen der Zeit zu deuten und neue Wege der Entweltlichung zu gehen, erschnuppert sie nun unter Franz I. vermeintlich "Frühlingsluft". Doch scheint dies eher ein Anhauch aus den Jugendtagen zu sein, als man/frau noch heimlich von Langhans oder Obermaier träumte. Denn anders läßt sich dieser spießig-vorgestrige "Frühjahrsputz" kaum erklären, der mit aller gebotenen Sturheit im Badischen und im Westfälischen mal wieder angesetzt wird. Da scheint die Zeit irgendwo zwischen Kommune 1 und Startbahn West oder Königsteiner Erklärung und Würzburger Synode stehengeblieben zu sein. Die ewiggleichen ewiggestrigen Wünsche, Forderungen und Phantasmen der ewiggleichen ewiggestrigen Leute, Zentralkomitees und roter Socken.
Da gibt es die roten Socken, die mal wieder den Diakonat der Frau und nachgeordnet die Priesterweihe für die Frau fordern. So geschehen in Freiburg im Breisgau, wo anscheinend auch der Ratsvorsitzende..., Verzeihung! der Vorsitzende der DBK sich wohl wieder entsprechend durch die Landschaft genuschelt hat.  Den Pressemeitteilungen läßt sich aufgrund der mangelnden Sachkenntnis der Journalisten und Redaktionen kaum entnehmen, was da nun wirklich geredet und beschlossen worden ist. Daneben bot eine römisch-katholisch etikettierte Gemeinde in Senden bei Münster einen Gottesdienst zum Tag der Diakonin an.
Zitat aus dem Pfarrbrief:
"1997 hat der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) den Festtag der Kirchenlehrerin Katharina von Siena zum „Tag der Diakonin“ erklärt, um das Eintreten für den Diakonat der Frau unter den Schutz und die Fürsprache der Hl. Katharina zu stellen und zum Gebet in diesem Anliegen zu ermutigen. Seitdem wurde diese Initiative auch von kfd-Gruppen aufgegriffen. Im November 2011 hat das Zentralkomitee der deutschen Katholiken den Beschluss gefasst alle Mitglieder dazu einzuladen, überall in Deutschlandden Tag der Diakonin zu begehen. Seit 2012 ruft nun der kfd Bundesverband alle kfd Mitglieder dazu auf. Diesem Anliegen wollen sich auch die drei kfd-Gruppen in unserer Gemeinde [...] anschließen und laden alle interessierten Frauen und Männer zu einem gemeinsamen Wortgottesdienstam 29. April ein. Der Gottesdienst mit dem Thema: „Was ihr den Geringsten getan habt“ findet um 19.00 Uhr in der Laurentius-Kirche in Senden statt. Im Anschluss an den Gottesdienst besteht die Möglichkeit, sich in einer Gesprächsrunde im Pfarrheim über das Thema Diakonat der Frau zu informieren und auszutauschen."
Da hat die, äh der KDFB wohl selig das Jahr 1994 verschlafen oder 1974 das Abo der "Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls" gekündigt. Anders kann ich mir ein solches Maß an Uninformiertheit kaum erklären. Apropos "Uninformiertheit":
Ein weiteres Beispiel dafür, wie schwierig das Leben in der Kirche sein kann, wenn man sich auf sog. "Robinson-Listen2 setzen läßt und sich der Benutzung neuer Medien enthält, hat die Vizepräsidentin des letzten Zentralkomitees auf deutschem Boden gezeigt, als sie bei einem Vortrag etwas über Priestersocken am Gründonnerstag in Rom losgelassen hat. Ein Blick, ein Klick hätte sie vor dieser Peinlichkeit bewahrt!
Mich haut das alles nicht aus den Socken. Es ist langweilig! Es ist genauso langweilig, wie wenn man einer Waschmaschine bei der  40° Feinwäsche zusieht. Doch so nötig es ist, die Socken von gestern und vorgestern zu waschen, so unnötig ist es jedoch diese "alten Hüte" immer wieder hervorzuholen. Sie gehören in die entsprechenden Archive der Diözesen und bei der Glaubenskongregation!

Wer einen Faible für Häresien und Ketzerbewegungen hat, der sollte sich nicht mit den Erzeugnissen der Tagespresse, der KDFB oder sonstiger Dachorganisationen begnügen. Wer wirklich ketzerisch innovativ sein will, der sollte bei Thomas Baumann nachlesen. Der landesübliche Neoarianismus ist so verbreitet wie langweilig. Vielleicht werden sie ihr Talent als Semimanichäer oder als Kryptonestorianer entdecken.
Aber wenn Sie, geneigter Leser, wirklich innovativ sein wollen, wenn sie Mut den Mut zur Gründung einer "Glaubens-Ich-AG" in Deutschland aufbringen, die wirklich innovativ, nachhaltig und zukunftsorientiert sein soll, dann gibt es nur eines:
Wagen sie den Schritt in die echte Revolution, die echte Gesellschaftsprovokation.
Werden sie römisch-katholisch und zwar jenseits aller Papstfanzirkel.
Päpste kommen und gehen!
Beherzigen sie folgendes Wort:

„Einige Päpste schenkt Gott, andere duldet er, mit wieder anderen straft er."
(Vinzenz von Lérins)
Die Kirche bleibt!
Werden Sie frei für die Kirche Gottes!
Entdecken Sie die Schönheit des Glaubens jenseits von Strukturpapieren!
Und so einfach ist es:
Beten Sie regelmäßig.
Lassen sie sich in der Beichte von den wirklichen Problemen befreien!
Lassen Sie sich durch die Feier der Stundenliturgie "entschleunigen"!
Initiieren Sie doch einmal keinen Gesprächskreis sondern ganz aktuell tägliche Maiandachten!
Setzen Sie mutig Zeichen!
Empfangen Sie doch die Eucharistie doch einmal so, wie es die Ehrfurcht vor dem Sakrament eigentlich erfordert, nicht am Herz-Jesu-Freitag, nein, im Familiengottesdienst!
Sagen sie bei der nächsten Diskussion mit den roten Socken nichts.Skandieren Sie keine Sprüche wie "In  euren Sandalen der Muff von 40 Jahren!" Bleiben Sie ruhig und sagen am Ende einfach nur: "Ich werde für die beten!" Wenn sie sich in dieser Situation noch in einer Kirche befinden, gehen sie umgehend zum Marienaltar und zünden Sie dort eine Kerze an und bitten Sie Maria um Erleuchtung!
Leute, da ist Musik drin!
Das ist ist nichts für Stuhlkreisaktivisten!
Das sind die letzten wahren Abenteuer in unserer deutschen Kirche!
Aber wem schreibe ich das?
Das tun Sie doch bestimmt schon, oder?

Mahlzeit!

Donnerstag, 21. März 2013

Heute vor 328 Jahren

wurde in Eisenach ein Menschenkind geboren, das die Musik des Abendlandes prägen sollte. In Angedenken an diesen großen Komponisten habe ich ein kleines Video eingestellt. Ein argentinischer Musiker interpretiert auf einem Carlsfelder Bandoneon (AA) ein Werk des Geburtstagskindes.



Danke, Hugo!
Herzlichen Glückwunsch, Johann Sebastian!

Freitag, 15. März 2013

Mit dem ÖPNV in die 70er

die Bilder und Videos, die bei "Buen Camino" zu sehen sind, lassen die schlimmsten Befürchtungen offensichtlich schon jetzt Wirklichkeit werden. Der Volxaltar ist wieder in der Sistina und auch bei der Wahl der Schuhe wird Tradition mit Füßen getreten.
Winter in Rom und eine neue liturgische Eiszeit kündigt sich an.
Seht selbst!

Donnerstag, 14. März 2013

Der letzte Artikel zur Kirche (UPDATE!!!)

im Eurpean ist nicht nur das Allerletzte und hoffentlich die wirklich letzte Äußerung jenes Herrn zu diesem Thema.
Wer es sich antun mag, bitte hier entlang!

UPDATE: Der Artikel scheint aus dem Netz genommen zu sein, ist aber noch über google lesbar:
 http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:http://www.theeuropean.de/alexander-wallasch/6602-die-bedeutung-von-papst-franziskus

Danke für die Kommentare und besonders für Deinen Hinweis, Damian

Genosse Don Camillo

Was war das für ein Abend! Völlig überraschend stieg der weiße Rauch auf und dann kam ein Mann auf den Balkon, mit dem keiner gerechnet hatte, Franziskus. Bescheiden, der Bürde des Amtes und der bevorstehenden Aufgaben bewußt, freundlich, zurückhaltend. Er lädt zum Gebet für den Vorgänger ein, bittet um das Gebet der Menschen, bevor er selbst den Segen spendet. Zutiefst angerührt, schließe ich mich der Gebetsgemeinschaft an.
Dann dauert es keine Viertelstunde und schon gibt es die ersten schwarzen Flecken auf der frischen Soutane, weil die mediale Dreckschleuder schon wieder auf Touren kam. Da war doch was in der Zeit der Militärdiktator, oder? Er ist doch auch gegen die Homo-Ehe! Wunderbar, dachte ich, machen wir so weiter, wie wir bei Benedikt aufgehört haben.
Ich freue mich, daß mit dem nun beginnenden Pontifikat, ... ja freue ich mich den wirklich?
Und nun ertappe ich mich selbst bei derselben Kaffeesatzleserei wie die Kommentatoren. Mir kam eine Sequenz aus dem Film "Genosse Don Camillo" in den Sinn. Don Camillo war mit der Delegation der KPI in die Sowjetunion gereist. Mitten in der Verbrüderungsfeier war Schluß mit lustig und alle mußten ins Hotel zurück. Im Hotel fielen dann auf, das die Bilder von Chruschtschow alle fehlten. Dann tauchten Bilder mit einem anderen Konterfei auf und italienischen Genossen fingen an, sich in wüsten Spekulationen zu ergehen, was zu einer Panik führt. Es kommt zur Ausarbeitung eines Fluchtplanes. Just als man sich schon im Treppenhaus befindet, geht das Licht an und die Feier geht weiter. Der Eiserne Vorhang war nicht zu und es drohte auch kein Aufenthalt in Sibirien.
Was will ich damit sagen:
1. Der Mann ist Papst und der Heilige Geist wird sich schon etwas dabei gedacht haben!
2. Ich war kein "Papalist", der zu jeder Entscheidung unkritisch "Tu es Petrus" gesagt und das Gehirn ausgeschaltet hat und werde es auch in Zukunft niht sein. Es ist galt und gilt das Prinzip des Gehorsams, welches jedoch strikt von einem "blinden Gehorsam sogenannter "Führerprinzipe" zu unterscheiden ist.
3. Auch das Pontifikat Benedikt XVI. ist keines der ungetrübten Freude gewesen. Man denke, was er alles leider nicht mehr auf den Weg bringen konnte. Das wiederum bedeutet:
4. Es wird nicht so heiß gegessen, wie gekocht wird.
5. Die Kurie ist auch noch da!

Andererseits deute ich unweigerlich Gesten und Gesichter, was zum berühmt-berüchtigten Bauchgefühl wird. Neben aller Rührung überkam mich schon ein leichter Schauer. Denn seine ersten Sekunden auf der Loggia entsprachen kaum den warmen Worten, die sich dann nach seinem "Guten Abend" in seinem Munde formten. Es tut mir leid, aber das stumme, regungslose Gesicht zeigte für mich kaum Zurückhaltung sondern Härte. Sein " Buona sera", ... Es tut mir leid, aber ich kenne zu viele Priester jenes Alters mit solchen liturgischen Manieren, als daß ich mich vorbehaltlos über eine solche Begrüßung freuen könnte.
Sicherlich steht auch zu befürchten, daß ein selbst kochender und ÖPNV benutzender Erzbischof auf dem Stuhle Petri das sein könnte, was Polo fahrender Bischof Kamphaus für das Bistum Limburg gewesen ist.
Kann ich von einem Jesuiten mit "franziskanischen Zügen" eine Vorliebe für "High-End-Liturgien" erwarten? Wohl kaum, wenn ich an jene Jesuiten und OFM's denke, bei denen ich das eher zweifelhafte Vergnügen eines Gottesdienstbesuches hatte! Auch da deutete sich schon bei seinem Auftritt "ganz in weiß" und in seinem Umgang mit der Stola etwas an, was ich nur mit "armer Marini!" beschreiben möchte.

Als gebeutelter Vertreter der Abteilung "Bömmelkes & Tröddlekes", der wider alle Vernunft auf einen Cappa magna Träger gehofft hatte, kann ich nur auf die angedeutete "Brüderlichkeit" vertrauen. Und seien wir doch einmal im Rückblick vorsichtig krtitsch: Benedikt hat den Ordo originis aus der Verbotszone geholt, nicht weniger, aber auch nicht mehr! Die Liturgien in Rom, ..."O je, Marini"

Es bleibt halt die offene Frage: Wille Gottes oder Gusto des Kardinalskollegiums?
Es bleibt der Vorbehalt, den der Heilige Vinzenz Palotti schon formuliert haben soll: "Papst ist nun der geworden, den Gott dazu ausersehen hat oder den er nicht verhindert hat."

Schließen wir Franz I. umso tiefer ins Gebet ein! Flehen wir umso eindringlicher um den Beistand des Heiligen Geistes! Schenken wir ihm unser Vertrauen!

Mittwoch, 13. März 2013

Habemus Papam!

Franziskus I.
Deo gratias!

Wieder schwarzer Rauch!

Weiterbeten!

Dienstag, 12. März 2013

Jetzt geht's los!

Die Messe ist gelesen. Ab heute Nachmittag geht es nun in die Wahl. Die Probleme der Medien mit dem "Event" Papstwahl beschreibt Michael Fleischhacker. Unwissen und Unvermögen der Medienmacher, sekundiert von absoluter Geheimhaltung, so etwas kann nicht gut ausgehen. Wie wohltuend es doch ist, wenn dann wenigstens das Wetter mitspielt und im richtigen Moment der Donner über St. Peter grollt.
Da hat der "Newsticker" des "focus" wenigstens eine schöne Titelzeile für einen Artikel, der von einem Redakteur mit Stopuhr geschrieben wurde. Was immer der Herr des Himmels und der Erde mit dem Donner angedeutet haben mag, dem Focus hat er schon mal geholfen!

Montag, 11. März 2013

Darf der Evang. Kirchentag überhaupt stattfinden?

Juden, die an den Messias Jesus glauben, dürfen sich nicht auf dem Kirchentag präsentieren.
Begründung:
"Kirchentagsgeneralsekretärin Ellen Ueberschär (Fulda) erläuterte auf Anfrage von idea, dass am Kirchentag nur Organisationen teilnehmen dürften, die dialogorientiert seien und andere nicht verletzten. [1. haben sich die EKD, ihre Landeskirchen und ihre Vorgängerorganisationen gegenüber den Anliegen der römisch-katholischen Kirche in den letzten knapp 500 Jahren nicht dialogbereit gezeigt, 2. haben Teile des "Festkomitees für die Lutherfestspiele 2017" durch die Nominierungsanliegen zugunsten russischer Religionsverächterinnen die Vertreter der Orthodoxie in Russland zutiefst verletzt, 3. bietet der Kirchentag dialogunfähigen Gruppierungen wie "WisiKi" Möglichkeiten zur Selbstdarstellung. Das Kirchentagspräsidium muß also folgerichtig die Teilnahme der EKD und "WisiKi" am Kirchentag ablehnen! Damit dürfte der Kirchentag 2013 wohl  bis auf ein oder zwei Stände hochkirchlicher Vereinigungen ausfallen!] Zudem besage ein Beschluss des Kirchentagspräsidiums aus dem Jahr 1999, dass die Teilnahme von jüdisch-messianische Organisationen grundsätzlich nicht möglich sei. In Übereinstimmung mit dem Rat der EKD und dem Zentralrat der Juden in Deutschland lehne man eine auf Bekehrung zielende „Judenmission“ aus theologischen und historischen Gründen ab. [Das nenne ich jetzt einmal "dialogorientiert"! Und was meint nun "historische Gründe"? Ich ahne die "Hännt'rgrönde", aber die daraus gezogenen Schlüsse sind politisch-korrekter Blödsinn.] Beim Kirchentag 1999 in Stuttgart wurde der Evangeliumsdienst für Israel, der messianische Gruppen unterstützt, ausgeschlossen mit der Begründung, dass diese Gruppen den christlich-jüdischen Dialog störten." [Kann es sein, daß hier die bloße Existenz solcher Gruppen eine Anfrage an den christlich-jüdischen Dialog protestantischer Provinienz ist? "Störe meine Kreise nicht..."]
Da haben ja Buddhisten und Muslime großes Glück, daß sie weltweit auf unanzweifelbare Dialogorientierung verweisen können.

Ein sächsischer Kirchenangestellter hat einen satirischen Beitrag zum Ausschluß solcher Gruppen vom Kirchentag 2011 verfasst.
Eines habe ich dem Programmheft des Kirchentages leider nicht entnehmen können:
Gibt es dort auch endlich "Unisextoiletten?"
Das wäre nun wirklich zeitgemäß angstfrei in den Untiefen der Gesellschaft angekommen.
Mahlzeit!