Montag, 30. Juli 2012

Birettini

Aus der Kategorie "liturgical incorrect" ein Link zu einem selten gut gewandeten Domchor deutscher Zunge. Ich hätte dort manche Schauerlichkeit erwartet, wie Sackalben oder Nickipullover, aber ganz bestimmt nicht diese Kopfbedeckungen!
Es soll so was ja früher auch für Ministranten gegeben haben...

Sonntag, 29. Juli 2012

Komplet von 1586 neu gesetzt


Der kleine, aber sehr feine Heftkespastoralverlag hat vor einigen Tagen die Komplet in der Fassung des römischen Breviers von 1568 herausgebracht. Die lateinisch-deutsche Ausgabe ist für den Gesang eingerichtet und kann als pdf heruntergelanden werden. Hier geht es zur Komplet und hier zum Heftkespastoralverlag.
Für den klangvollen und gelungenen Abschluß des Liborisonntags!

Freitag, 27. Juli 2012

P. Uwe M. Lang verläßt Rom

Pater Uwe Michael Lang, nicht zuletzt bekannt durch sein Werk "Conversi ad dominum", verläßt Rom und kehrt ins Londoner Oratorium zurück.Was das nun zu bedeuten hat, ob es was zu bedeuten hat? Es könnte bessere Nachrichten geben.
Meldungen bei katholisches.info.

Hindenburglichter! (Philippika am Freitag)

(Sommerlochrecycling eines älteren Entwurfes)
Also bei uns zu Hause hießen Teelichter "Hindenburglichter". Allein der Name läßt nicht gerade Feierstimmung aufkommen. Das "Hindenburglicht"  gehörte ins Stövchen und als Notbeleuchtung in den Vorratsschrank. Die Herkunft dieser Stearindosenbeleuchtung rührt aus einer Notsituation und es istmachte es eher ein praktischer Helfer oder ein notwendiges Übel. Schön ist es nicht. Das "Hindenburglicht" spendet etwas Wärme und ein wenig Licht. Sie kommen aus dem Schützengraben des WK I, hatten ihren festen Platz in den Luftschutzbunkern im WK II und waren bei uns nur sehr ungern gesehen, weil die im Hause wohnende Großelterngeneration diese Ursprungsverwendung nur zu gut kannten und auch zum alten Hindenburg ein wenig gutes Verhältnis hatten. "Hindenburglichter"
Es wäre niemals jemand in den Sinn gekommen, eine Festtafel mit "Hindenburglichtern" zu zieren. Da kamen richtige Kerzen in entsprechenden Leuchtern auf den Tisch. Da mußte keine Feierlichkeit erklärt oder heraufbeschworen werden. Sie war einfach zu sehen.
Leider hat sich der Spitzname etwas verloren und auch der ursprüngliche Zweck ist nur wenig bekannt. Seit Jahren macht das "Hindenburglicht" mehrere Karrieren. Als Raumbedufter und Beleuchtungseinsatz für allerlei Gerätschaften des Kunst- und Bastelgewerbes tritt es uns überall entgegen. Wer einmal die riesigen Kartons mit den 100er Säckchen in nordischen Möbelmärkten gesehen hat, der weiß, wie sehr sich das früher so "kostbare" und an Mangel und Not erinnernde "Hindenburglicht" von seinen Ursprüngen entfernt hat und zu einer zwielichtigen Massenware mit trauriger Vergangenheit entwickelt hat. So ändern sich die Zeiten.
Ein gut abgetarntes "Hindenburglicht" kann durchaus ein freundliches Licht zaubern. Was ich jedoch überhaupt nicht ausstehen kann, ist der Ersatz von Opferkerzen durch "Hindenburglichter". Sicherlich wird den Küstern die Arbeit erleichtert, es ist auch irgendwie sicherer und der Einkauf der "Hindenburglichter" günstiger als der Einkauf  von Kerzen. Ja, ich weiß und die kfd kann damit besser tanzen und bei Jugendgottesdiensten lassen sich so schöne Symbole legen! Das ist alles schon schlimm genug, aber als Opferlicht?
Ja Herschaftszeiten ist euch denn nichts mehr peinlich? Wenn ihr die 30 Cent oder sonst was in den Opferstock gesteckt habt, wie erklärt ihr bitteschön der Jungfrau Maria, dem Heiligen Antonius oder wem auch sonst, daß ihr nicht eine ordentliche Wachskerze zu ihren Ehren entzündet, sondern mit einem lumpigen "Hindenburglicht" daherkommt! Wie das schon aussieht! Bunte Plastebecher oder noch schlimmer im Alumantel! Das ist doch eine ausgewachsene Unverschämtheit, der Gottesmutter einen solchen Kram anzutragen! Da kann man doch nicht von einer Kerze sprechen!
Wenn ich dann schon sehe, wie sich die Küster - oder wer sonst für die Schilder zuständig sein mag - um "Hindenburglicht" oder "Teelicht" herumdrücken.  In mancher Kirche findet sich so euphemistische Umschreibungen wie "Opferlicht, 50 Cent" Opferlicht! Wenn ich das schon lese!
OPFERLICHT!!! Dieser fromme Etikettenschwindel! "Teelicht" muß es heißen oder besser gleich "Hindenburglicht"! Jawohl! Wenn schon die Plätze nicht mehr so heißen sollen, dann wenigsten diese Notbeleuchtung!
Ja und wie sagen sie es dann der Gottesmutter, wenn sie dieses Gelumpe entzündet haben? Vom wohlriechenden Duft des Wachses kann ja wohl kaum eine Rede sein! Versuchen sie, es ihr schönzureden oder benutzen sie gar den Begriff "Opferlicht"? Steigt Ihnen denn nicht die Schamesröte ins Gesicht, wenn sie ein solches Geraffel vor die Madonna stellen?  Was? Für ein "Hindenburglicht" soll der Heilige Antonius eurer Vergesslichkeit aufhelfen?  Stearindochtlinge vom Discounter! Das sind ja, ... also, da hat ja der Wachsdocht am Kerzenanzünder des Küsters noch mehr Würde! Das ist ja geradezu ein himmlisches Lohndumping! Und da wundert ihr Euch, wenn die Erhörungen ausbleiben und der Heilige Antonius den verlorenen Schlüsselbund nicht wieder herausgibt. Also ich kann das verstehen!
Aber es geht ja noch schlimmer! Strom statt Stearin! Der Wahnsinn!
Die Kerzeninnung (Schau an!) hat einen Artikel von Dr. Eduard Nagel (Aha?!)veröffentlicht, der sich in passender Weise über eine neue Fehlleistung  sog. "Kirchenausstatter" ausläßt. So ganz neu ist das zwar nicht, wenn ich an Italienreisen Ende der 1980er denke, aber die Technik der Flammensimulation scheint deutliche Fortschritte gemacht zu haben. Der Bes.... ist nun so täuschend, ....ja wen will man denn damit, ...also, das ist doch ebenso ruß- wie sinnfrei!
Wenn das Schule macht, dann bleibt nur noch der Gang in eine orthodoxe Kirche oder der Bau einer Hauskapelle!
Ein schönes Wochenende und gute Andacht!

Donnerstag, 26. Juli 2012

Parade versus orientem

Frühling und Sommer sind die Zeit der Volksfeste und der Brauchtumspflege. Karneval liegt schon länger zurück. Jetzt ist die Zeit für Kirmes und Schützenfeste. Es heißt also wieder einmal: D'r Zoch kütt! Härrlisch!
Doch ganz unproblematisch ist diese Brauchtumspflege für Freunde des fortschrittlichen deutschkatholischen Nonkonformismus nicht, denn sie erweist an manchen Stellen als "liturgiereformresistent".
Ein Video zeigt deutlich, wie wenig sich Volxaltar und gewachsenes katholisches Brauchtum vertragen. Er steht schlicht und einfach im Weg. Aus diesem Grund ist er hier einfach auf die Seite geschoben worden. Die Frage: "Wohin soll ich mich wenden?" ergibt sich nicht. Eine "Parade versus populo" würde wohl niemand als sinnvoll ansehen.



Ne, wat schön! Wun-der-bar!!!

Mittwoch, 25. Juli 2012

Erschtens: Über die Rähligion

"Bolidische Gedangen
zu babier gebrachd fon mier selbs, Jozef Filser, keniglicher Abgeorneter und barlamendarrischer Fertretter ....

Erschtens: Über die Rähligion 
...
Es giebt schwahche und schtarke Kadolliken.
Die schwahchen Kadolliken kohmen durch die Unifersatet, wo die brofesser leuder gans fräch und unferschembt sein dierfen, indem sie biecher schreihben, wo es zum beischpiel heußt, das der Mentsch vom Ahfen abschtamt.
...
Die schwahchen Kadoliken giebt es plos in der Schtadt und bald einer auf dem Land forkohmt ist es eine Ausnam oder ein Schuhllerer."
aus: Ludwig Thoma, Briefwechsel eines bayrischen Landtagsabgeordneten, Mit zwanzig Zeichnungen von Eduard Thöny, Albert Langen Verlag für Litteratur und Kunst , München 1909, S.113f.


Kontinuität und Diskontinuität in Baiern!




Donnerstag, 19. Juli 2012

Mach dich vom Acker, Papist!???

Wenn das Wetter auch eher an einen späten April oder sehr frühen Herbst erinnert, so ist zumindest in den Lokalzeitungen der Sommer spürbar und zwar in Form des berühmten Sommerlochs. Wärmend strahlt uns durch ein solches Sommerloch aus der Provinz etwas entgegen, was zwar keinen Sonnenbrand, aber doch zumindest ein leicht irres Lachen hervorruft. Als ich den Artikel gelesen hatte, fragte ich mich, ob die Strahlennschutzkommission uns vor Jahren vielleicht einen Störfall im KKW Kalkar verheimlicht hat, bei dem es über dem Gemeindeland der evangelischen Gemeinde zu einem fallout gekommen war.
Zur Sache:
Am Niederrhein, im lieblichen Uedem, gibt es offensichtlich (vielleicht?) eine konfessionell motivierte Bodenreform. "Kirchenland in Geusenhand!" so könnte der Schlachtruf heißen, wenn man dem etwas verwirrenden Artikel folgen wollte.  Offensichtlich hat ein örtliches Presbyterium einen langjährigen Pachtvertrag mit einem katholischen Landwirt gekündigt. Warum es dazu kam, bleibt leider im Dunkeln. Da heißt es einmal, demnächst solle evangelischer Boden nur noch an evangelische Landwirte verpachtet werden. Cuius regio, euis religio in der Updateversion 2.1!
Gleichzeitig braucht die Kirchengemeinde dringend Geld für eine Kircherenovierung. Der von der urprotestantischen Scholle Vertriebene hat der Kirchengemeinde ein Kaufangebot gemacht. Aber verkaufen geht angeblich nicht, weil dann das Geld bei der Landeskirche landet! (Wer ist hier zentralistisch?) Dann schweigt sich die oberste Kirchenleitung vor Ort aber wieder aus und dann geht es um den unökologischen Landbau (Mais für Biogas), der angeblich zur Kündigung geführt habe. Man habe alle Pachtverträge gekündigt! (Wie bitte? Man ist schon pleite und macht sich also durch eigenveerschuldete Mindereinnahmen noch "pleitener" als man ohnehin schon ist! Haften Presbyter wie KVs auch mit ihrem Privatvermögen?) Man wolle in Zukunft nur noch ökologischen Landbau!
Contra papistische Monokulturen!
Pro reformiert-spassfreie Dinkelbratlinge!
Mit Blick auf den Bekenntnisstand der evangelischen Schwestern und Brüder erscheint mir das am ehesten plausibel zu sein.
Wer es lesen mag, bitte!

Montag, 16. Juli 2012

Was schreibt man dazu?

Soll man überhaupt was dazu schreiben?
Nun habe ich mich entschieden, Frau Musica sprechen zu lassen.
Dieses nicht ganz unbekannte Stück ist in den Dudelkladden des österreichischen Bundesheeres unter "Kondukt" zu finden. Irgendwie passend, oder?