Freitag, 30. März 2012

Der Vollpfosten der Woche geht an...?

Ja an wen denn nun??? Ich kann mich kaum entscheiden, wem denn nun dieser wenig erstrebenswerte Preis gebührt! Die Kandidaten in dieser Woche sind mal wieder Legion.
Womit fange ich an?
Einleitung!
Beginnen wir mit dem Zitat von Otto von Bismarck, welches mir letztens durch den Kopf ging, als ich über Generalfeldmarschall PAUL von Hindenburg schrieb und ich in Gedanken die Vornamen austauschte! Leider ist mir die Quelle abhanden gekommen und so muß ich den Inhalt sinngemäß wiedergeben:
Der größte Dummkopf kann nicht so viel Schaden anrichten wie ein in einer Ideologie befangener Intellektueller!
So, das wäre dann schon mal gesagt, aber wer solls denn sein?
Wer kriegt ihn, den Vollpfosten der Woche in der Kategorie "ideologische Vollverblendung"?
Volker Beck, Claudia Roth oder vielleicht direkt bei einer sich staatstragenden gebärdenden Institution wie die Antidiskriminierungsstelle des Bundes?
Vorsicht, Laurentius, damit ist nicht zu spaßen!
Wer sich in in Gedanken, Worten oder Werken gegen diese Hüterin der Politischen Korrektheit versündigt, indem er ihre unfehlbaren Lehren und Entscheidungen anzweifelt, dem droht das Anathem der Zivilgesellschaft! Denn wer nicht für die Antidiskriminierung ist, der ist gegen sie! Und wer gegen sie ist, ist ein Säkularketzer, vulgo Verfassungsfeind! Wer sich verteidigt und auf das Grundgesetz und die Grundrechte pocht, der ist ein Fundamentalist! Es geht nicht um das Grundgesetz, es geht um die richtige Lektüre des GG im Sinne der PI! Es geht nicht um den Text! Es geht um den "Geist des Grundgesetzes". Denn schließlich ist es ja nicht viel mehr als ein Text aus den Anfängen jener Ära der Bundesrepublik, die für Stillstand und den Muff von Tausend Jahren steht. Sei also vorsichtig!
Der Verdacht ist schnell ausgesprochen und schnell findet sich ein Kläger.
So sage ich: Wehe euch allen! Wer angeklagt ist, der ist auch schon verurteilt! Wer sich verteidigt, der klagt sich an! Wer leugnet, ist verstockt! Wer sich entschuldigt, der gibt zu, daß er schuldig ist!
So haben die Hexenprozesse der frühen Neuzeit funktioniert, so die Gesinnungsprozesse aller totalitären Systeme des 20. Jh's und so funktionieren auch die politisch-korrekten Tribunale der Post-Postmoderne!
Und da stehen sie nun, die Vertreter dieser neuen Zeit, eine anonyme Behörde, die nach undurchschaubaren Kriterien Bruderschaften ins Vereinsrecht hineinregieren will. Es werden demokratisch gefällte Entscheidungen ebenso diskreditiert, wie diejenigen, die nach Glaube und Gewissen diese Entscheidung gefällt haben. Das ganze wird mit viel Emotion und Halbwahrheiten aufgebauscht und der Öffentlichkeit via Medien zum Frass vorgeworfen. Am Ende verkündet Volker Beck das Urteil und Frau Roth von den Grünen ballert ihr gesammeltes Unwissen über "die Kirche" in die Medien und hat schon wieder einen nicht tolerablen Antidemokraten und eine antidemokratische "Gruppierung" ausgemacht, "die Kirche".
Alles alte Hüte!
Alles bekannte alte Wege der Stimmungsmache!
Alles leider immer wieder gut funktionierende Mittel der Stimmungsmacherei!!!

Und es ist wie es immer war: Bis auf wenige löbliche Ausnahmen schweigt mal wieder die Oberste Heeresleitung der Militia Christi auf deutschem Boden.
Mit Wellington möchte ich rufen: Ich wollte es wäre Nacht oder die Preussen kämen!
Ja, es braucht jemanden, der rangeht wie Blücher!
Es braucht einen neuen Friedrich Spee von Langenfeld, der dem Wahnsinn dieses vormodernen Hexentreibens der Postpostmodernen mit einem neuen cautio criminalis ein Ende setzt!
Wer sagt es denn nun endlich, daß die ganze Diskriminierung der angeblichen Anti-Diskriminierer nichts anderes ist, als Diskriminierung. Wer sagt diesen Hütern der Freiheiten der Minderheiten nichts anderes tun, als die "Nichtminderheit" in Unfreiheit zu schlagen? Wer sagt ihnen, das durch die sogenannte "positive Diskriminierung" nicht die angeblichen Ungerechtigkeiten der letzten 6000 Jahre mit den Gesetzen der Grundrechenarten aufgehoben werden können? Minus mal minus ergibt zwar beim Rechnen plus, aber nur beim Rechnen! Denn es hilft keinem Unterdrückten aus dem 16. Jahrhundert, wenn wir jetzt die Verhältnisse umkehren! Wir machen nichts wieder gut. Wir machen nur für die vielen Anderen heute vieles schlechter! Die Beseitung alten Unrechts durch neues Unrecht ist und bleibt ein und dasselbe: UNRECHT, NICHTS ALS UNRECHT!
Wo ist es denn, eurer Licht der Aufklärung, wenn ihr gegen uns Katholiken, unsere Bräuche und Dogmen hetzt? Wo ist die Gleichbehandlung aller, die ihr doch fordert? Warum schweigt ihr zur Unterdrückung und Verfolgung von Christen? Ist es euch egal oder -horribile dictu- ein Beispiel für positive Diskriminierung?

Der Vernunft wieder ihren angestammten Platz!
Gebt der Wahrheit wieder die Ehre!

Ach, verlassen wir den germanischen Medienwald, in dem man vor lauter Vollpfosten die schönen Bäume nicht mehr sieht!!!

An dieser Stelle eine kleine Musik zur Erholung und zur Ehrenrettung (Hoppla!) der schönen deutschen Waldlandschaften, bevor ich gänzlich zu Gernot Haßknecht mutiere!



Nach dieser besinnlichen Pause mit diskriminierter Nischenware deutscher Kultur möchte ich den Blick auf erfreuliche Begebenheiten wenden, denn:

Es gibt Zeichen der Hoffnung auf Wandlung in der Welt! Sie ist spürbar wie der Frühling und treibt ebenso zarte wie schöne Blüten!
In England spricht der Primas der Church of England endlich klare Worte zum ewigen Gezänke und Genörgele der dauerbeleidigten Minderheiten aller couleur. Thank you, your Excellency. So denkt und spricht ein wahrer Demokrat, der gleichzeitig Monarchist und "vordemokratisch" glaubender Christ ist. So sieht ein Vertreter einer bunten Gesellschaft aus, bunt nicht nur grün!
Und auf Kuba wandelt sich Fidel, vielleicht etwas Altersweisheit entwickelnd, zu einem Mann, der das Gespräch mit dem heiligen Vater sucht, mit ihm über wirklich wichtige Dinge spricht wie den Ritus unserer Kirche , ihn um Seligsprechungen und geistliche Bücher "bittet", ihn unseren Papst Benedikt XVI, Fidel, der letzte große Revolutionär, eine Ikone der 68er.
Momentemal, ... jetzt verstehe ich! Da muß ja Panik aufkommen!
Ja, die Einschläge kommen näher! Wenn das so weitergeht, dann ...

Bitten wir um den Geist, der belebt und in die wahre Freiheit führt, die Freiheit der Kinder Gottes. Veni Sancte spiritus!

Eine gesegnete Karwoche allen Lesern dieses Weblogs!

Freitag, 23. März 2012

Wiedertäuferkäfige runter! (Die Glosse zur Posse)

Münster
Wie aus Kreisen des Ordnungsamtes verlautet, fordern einige Mitglieder des Stadtrates die sofortige Beseitung der Wiedertäuferkäfige an St. Lamberti. Es sei beschämend, das mit diesen schauerlichen Leichenkörben heute noch der Tourismus befördert wird. Sie seien Zeugnis einer menschenverachtenden kirchlichen Gewaltjustiz gegenüber Angehörigen einer religiösen Minderheit mit (niederländischem) Migrationshintergrund, die in freier Wahl von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt seinerzeit zur Stadtregierung gewählt worden wären. Man fordere außerdem die Errichtung einer Gedenkstätte vor St. Lamberti, sowie die Errichtung eines Institutes zur gendergerechten Erforschung des Wiedertäufertums. Gleichzeitig soll eine Resolution an den Bischof von Münster in Vorbereitung sein, welche die Tilgung aller öffentlich sichtbaren Zeichen des Fürstbischofs und Täuferunterdrückers Franz von Waldeck im Zuge der Domrenovierung fordert. Werde dies nicht wie gewünscht erfolgen, so wolle man den Entzug staatlicher Mittel bei der Domsanierung prüfen. Laut ZDF hat Guido Knopp vor eingen Wochen einen Ur-ur-ur-ur-ur-Großenkel von Jan van Leiden in Ohio ausgemacht, der wegen der Käfige in Münster heute noch nicht nach Europa reisen kann. Er soll vor laufender Kamera in Tränen ausgebrochen sein. Das daraufhin angeschriebene Bistum Münster sei zu keiner Stellungnahme bereit gewesen. Eine erste kleine Gruppe von Demonstranten soll vor dem Bischofspalais in Münster vom jetzigen Nachfolger des Fürstbischofs, Dr. Felix Genn, durch ein massives Polizeiaufgebot gewaltsam vom Grundstück entfernt worden sein. WisiKi Deutschland fordert mittlerweile den sofortigen Rücktritt des Bischofs. Wie nicht anders zu erwarten, schweigt Rom zu diesem Zwischenfall. n-tv berichtet ab heute 24 Stunden live vom Domplatz.

Wenn Sie nun, geneigte Leserin, geneigter Leser diese Meldung als "Ente" entlarvt haben, so kann das daran liegen, das Ihnen der Titel schon etwas über den "Wahrheitsgehalt" dieser Meldung verraten hat. Sie lesen also sorgfältig und gleichzeitig haben Sie sich Ihren gesunden Menschenverstand bewahrt. So einen hanebüchenen Blödsinn kann man doch eigentlich nicht fordern, oder?
Sollten Sie jedoch der Geschichte auf den Leim gegangen sein, so mögen sie vielleicht zur Zeit der Lektüre etwas unaufmerksam gewesen sein, aber sie zeigen daneben eine andere Lebensklugheit, Sie sind realistisch.
Sie sind realistisch genug, um Ihren Zeitgenossen einen solchen Blödsinn zuzutrauen, jenen Freunden des Friedens, die ihr historisches Halbwissen aus dem Infotainment à la Guido beziehen und bei jeder Gutmenschenaktion dabei sind, solange der Betroffenheitsfaktor stimmt, es also "gegen die Kirche" und/oder "gegen rechts" geht. Es ist die klassische "einfache Aktion für einfache Gemüter". Jeder weiß irgendwie was dazu, die Sache greift an prominenter Stelle tief ins Bild und Selbstverständnis ein. Außerdem ist man gegen etwas. Das kann also schon mal nicht verkehrt sein. Damit ist der Aktion schon einmal die Unterstützung der Medien sicher. Diese wiederum simplifizieren dann noch einmal nach dem "Prinzip Pferdeoper" (weißer Hut: good guy; schwarzer Hut: bad guy): hier die modernen Aufgeklärten, dort der böse Fürstbischof (sic!) mit seinen ewiggestrigen "Waldecker Mordbuben". Damit läuft dann der übliche mediale Zirkus an, der dann die ganze Angelegenheit vollkommen ad absurdum führt.
Nun ist die obige Geschichte nicht ganz aus der Luft gegriffen, leider.
Im westfälischen Münster schwelt ein Streit um den Namen eines Platzes in der Stadt. Es ist der Platz, der dem Schloß und dem Schloßplatz vorgelagert ist. Es ist der seit 1927 nach Paul von Hindenburg benannte Platz. Ich kenne ihn nur als mit Schlaglöchern und Pfützen übersäten Parkplatz, nicht schön, aber praktisch. Nun soll hier etwas neues entstehen, vielleicht die nächste Luxusbebauung oder einfach nur eine Neugestaltung. Auf jeden Fall sollen die (für die Stadt notwendigen) Parkplätze weg und der Name gleich mit.
Es ist eine Provinzposse! Typische universitätsstädtische "Besserbürger" mit altlinken und ahistorischen Ressentiments gegen "Kaiser und Reich", studentische Antifas, Strassnumbenennungsaktivisten, Juchtenkäferretter, etc. haben sich zusammen mit der debilen Ortspresse zu einem Bündnis gegen von Hindenburg und alle Personen der deutschen Geschichte rechts von Joschka Fischer gefunden. Das ganze wird dann noch mit einem regionalisierten "Historikerstreit" abgerundet, wer denn nun der "neueren Forschung" folge.
Aufgemerkt! Es geht also um "neu" und nicht um Wahrheit. Es geht also wieder einmal nicht darum, der historischen Person Otto von Hindenburg Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und die Entscheidung der Stadt Münster von 1927.
Hier wird mal wieder an der Geschichte rumgeschrieben. Es wird geklittert, aus Unwissenheit und ideologischer Verblendung herumradiert, Damnatio memoriae des modernen Gutmenschentums. Daß man sich auf bloßen Verdacht hin der gleichen Techniken bedient, wie es zum Beispiel Stalin getan hat, spielt dabei keine Rolle. Der gute Zweck heiligt jedoch die zweifelhaften Mittel und macht die Anwender offensichtlich beratungsresistent und auch ein wenig skrupellos.
Wer sich sein Bild davon machen will, folge diesem Link.
Ein gesegnetes Wochenende!

Mittwoch, 21. März 2012

Erlösungsbedürftigkeiten

Die Meldung von gestern:
Israel will angeblich einen Angriffskrieg gegen den Iran führen und für Deutschland träte damit ein "Bündnisfall" ein, der aber durch das Grundgesetz so nicht abgedeckt ist, so schwadronieren ein Sprecher und ein "Experte" auf WDR5. Meine Güte, welch ein Gewissenskonflikt! Die Tatsache, daß damit Israel wahrscheinlich einen Weltkrieg auslösen könnte, diverse Islamistenzellen vielleicht Europa mit Terror überziehen würden, alles das spielt natürlich bei dieser Diskussion keine Rolle.
Am Sonntag wurden wir durch den "Kirchenfunk" desselben Funkhauses geweckt und mit einem Aufreger in den Sonntag entlassen. Eine Sendung, die eigentlich der Verbreitung christlicher Inhalte vorbehalten sein sollte, berichtete über den Aufstand eines Dorfes im Rheinischen. Dort war der Kindergärtnerin aufgrund ihrer Wiederverheiratung vom Pfarrer der Stuhl vor die Tür gesetzt worden. Prompt revoltierten die ortsansässigen wutbürgerlichen Gutmenschen. Die Stadt prüft nun, ob die Kirche aus der Trägerschaft rausgeboxt werden kann, damit der pöse Pfarrer raus ist und die liebe, arme Kindergärtnerin bleiben darf. Abgerundet wurde dieser Beitrag von spöttisch-mitleidigen Sätzen über die angeblich mangelnden Bibelkenntnisse des Pfarrers (zu den Themen "Steinewerfen" und "Nächstenliebe") und einem flotten Stammtischspruch über das Verhältnis unseres Heilandes und Erlösers zum Codex iuris canonici von 1983.
Daneben wird weiterhin auf unseren Ex-Bundespräsidenten eingedroschen, wenn sich eine Gelegenheit bietet. Bietet sich keine, so wird schnell eine herbeigeredet, notfalls in einer Talkshow oder in einer sogenannten "Satiresendung".
Der Nachrichtenchef der zweiten deutschen folksferdummung macht ein Interview mit dem iranischen Präsidenten. Schlecht vorbereitet, wie er ist, geht er dem gewieften Demagogen auf dem Leim und läßt sich vorführen.
In der Schweiz bringt ein Busfahrer 22 Kinder ums Leben, weil er während der Fahrt in einem Tunnel am bordeigenen DVD-Spieler rumfummelt.
In Frankreich führt seit Tagen ein muslimischer Terrorist den Polizeiapparat der "Grande Nation" an der Nase herum.
In der Lokalpresse eines Nachbarortes hat man einen Dauerbrenner. Nach dem ungeklärten Tod eines 20-jährigen bietet die Redaktion beinahe täglich einen neuen Misch aus wüsten Spekulationen und halbgaren Wiedergaben von Presseerklärungen der involvierten Polizeistellen. Da momentan das Thema "Gerichtsmedizin" gute Quoten im Fernsehen bringt, will man offensichtlich mit diesem Thema auch die Auflage beflügeln. Und so sickern immer neue Unappetitlichkeiten aus dem Sektionssaal direkt in das Blatt. Die immer neuen "Ergebnisse der Forensik" zerren auch noch die letzten Reste des Privatlebens des Verstorbenen auf den Marktplatz. Die Angehörigen bekommen keine Ruhe. Die Würde, Integrität und das Ansehen eines tragisch zu Tode gekommen Menschen werden -unter dem Hinweis auf das Recht des Bürgers auf Information, das große öffentliche Interesse und diversen angeblich betroffenen journaillistischen Pflichten- werden selbstverständlich gewahrt.

Die Sonne scheint. Es ist warm. Der Frühling ist da. Gottes gute Schöpfung hüllt sich in in Blüten und frisches saftiges Grün. Die Vögel singen. Ostern naht! Laetare, Ierusalem!