Samstag, 29. Dezember 2012

Kässmann, Bann und Abendmahl

Reformationsjubiläum 2017.
Wie kann man dieses denkwürdige Datum gebührend begehen?
Wenn wir uns die Folgen der Kirchenspaltung nach dem Thesenanschlag ansehen, so wäre ein stiller Gedenktag sicherlich angemessen. Denn wenn wir auf das Elend der Glaubenskriege, die gegenseitigen Verfolgungen und Konflikte schauen, die sich bis heute durchtragen, so wäre ein Trauertag für die Toten und ein Gebetstag für die Einheit der Christen etwas passender, als die angestreben Jubelfeiern in Wittenberg, bei denen ein Mann geehrt werden soll, dessen Werk nicht nur eine Spur der Verwüstung durch Europa gezogen sondern der in seinem Handeln, Denken und Tun mehr als fragwürdig erscheinen muß. Soll das alles heutzutage unbedacht beiseite geschoben werden?
Während man die Namen verdienter Generäle aus dem kollektiven Gedächtnis zu verdammen sucht, sollen die Verdienste eines Mannes unkritisch gelobt und gefeiert werden,
der seine Gelübde gegenüber Gott und der Kirche gebrochen hat,
der seine Angriffe gegen Glaube, Papst und Kirche unter dem Schutz von Fürsten führte, die in einer Abspaltung von Rom ihre machtpolitischen Interessen verfolgten,
der für die Erschlagung aufständischer Bauern wetterte,
der den Fortbestand des jüdischen Glaubens nur durch die schlechte Verkündigung der Kirche begründet sah,
der sich nach der Nichtbekehrung der Juden nach der Reformation zu einem erklärten Judenhasser wurde,
der mit zunehmenden Alter immer irrationaler und schärfer gegen die Kirche wetterte und bis zu seinem Lebensende nichts widerrufen hat?
Entschuldigen Sie bitte diese etwas harsche Negativliste, aber wenn es heute schon reicht, einem Greis, der krank und von gerissenen Strategen getäuscht, eine Unterschrift geleistet hat, deswegen in den Orkus der Geschichte zu kippen, dann frage ich mich, wie bei den beschriebenen und bekannten Fakten für einen Herrn Luther nicht nur bunte Fähnchen und Festspiele gegeben werden sollen und darob kein Sturm der Entrüstung durchs Land rauscht.
Vielleicht liegt es an der gelungenen PR, die die EKD schon seit Jahrzehnten pflegt oder auch nur an der allgemeinen Sympathie für die "starke Frau" Margot Kässmann, die holde "Lutherbotschafterin".

Diese hat nach Meldung von kath.net nun endlich das gefunden, was den Lutherfestspielen noch gefehlt hat und fordert es nun von Papst und Kirche:
die Aufhebung der Exkommunikation Martin Luthers!
Das wäre doch das Sahnehäubchen, wenn am 31.10.2017 die Bannaufhebungsbulle vom Heiligen Vater käme, am besten noch in Wittenberg vor dem Reformationsportal der Schloßkirche persönlich vom Papst verlesen und Frau Kässmann überreicht! Dann rein in die Schloßkirche, damit der Papst am Grabe Luthers einen Kniefall machen kann, sich danach persönlich bei der EKD entschuldigt und dann teilt Frau Kässman für alle das Abendmahl aus.
Toll!
Bis auf den von mir erfundenen Kniefall und die Entschuldigung fordert Frau Kässmann aber genau das vom Papst.
Sie wird wissen, daß diese Forderung wohl kaum erfüllt werden kann. Aber warum fordert sie dann so etwas?
Ich halte es für einen bewußten und gewollten Affront! Es ist ein Frontalangriff auf die Lehre unserer Kirche und den Papst! Hier die armen, von der katholischen Kirche nicht richtig geliebten Protestanten, die doch so gerne versöhnt einen tollen Festtag mit allen feiern wollen und dort die altbackenen Spielverderber, die den armen Martin noch so viele Jahrhunderte nach seinem Tod nicht verzeihen wollen.
Es ist ein Akt der Vereinnahmung, dem man sich nicht entziehen kann, ohne sich und seinem Ruf selbst einen Schaden zuzufügen.
Egal wie sich der Papst zu dieser Sache auch immer stellen mag: es wird ein Unwetter über ihn hereinbrechen!
Die Kritik am Vorgehen von Frau Kässmann dürfte wohl ausbleiben, obwohl sie nach der Causa Williamsson wissen sollte, was passiert, wenn der Papst Exkommunikationen über Gruppierungen aufhebt, in der solchermaßen politisch-unkorrekte Denker wie ihr Luther beheimatet sind.
Super gemacht, Frau Kässmann!

Samstag, 22. Dezember 2012

Einen Duden für Frau Minister!

die ehemaligen sogenannten Christdemokraten haben schon längere Zeit Schwierigkeiten, "christliche Grundwerte" zu buchstabieren. Zu allem Überdruß kommen nun auch noch Schwierigkeiten beim Gebrauch der Artikel unserer Sprache, die einstmals von Dichtern und Denkeren geprägt und beherrscht wurde!
Nach der Aktion "Katechismus für Bittlinger"  ist es wohl nun an der Zeit, eine Aktion namens "Einen Duden für Frau Minister!" ins Leben zu rufen!
 


Donnerstag, 20. Dezember 2012

Morgen, Kinder, wirds was geben?

So Gott  in seinem unerschöpflichen Ratschluß nicht doch schon den Mayas einen Wink auf seine Pläne gegeben haben sollte, wird wohl nichts passieren. Und wenn? Als Christ sollte man sich sowieso auf die Wiederkunft Christi vorbereitet zeigen und zwar täglich!
Wesentlich besorgniserregender als das nahende Ende einer Skala auf einer alten Rechenscheibe sind die Meldungen aus aller Welt, die nicht so spektakulär wie ein Weltuntergang  mit Vorankündigung sind, die aber Perspektiven für eine traurige Zukunft eröffnen, sollte sie noch länger als 24 Stunden dauern.
In Frankreich treibt der von der freimaurerischen Regierung forcierte Säkularismus merkwürdige Blüten. Im Zuge des Kampfes der Regierung gegen den Widerstand der Bevölkerung, die sich offensichtlich gegen die Gleichstellungspläne der Regierung wehrt, sind nun nicht nur christlich-konservative und muslimische Gruppen als Gefahr für den Laizismus erkannt und als "Feinde der Republik" auf die Beobachtungsliste gesetzt worden, nein auch der Weihnachtsmann wird nun als "zu christlich" beschrieben und soll aus den Kindergärten verbannt werden. In einem ist es schon passiert!
Ich bin nun wirklich kein Freund dieser übergewichtigen Jahresendfigur mit Bommelmütze. Aber wenn man nun "Mr. Coco-Colo" oder "Väterchen Frost" aus solchermaßen dämlichen Gründen an die Gurgel will, dann muß ich sagen: Es gibt ihn zwar nicht, aber im Namen der Freiheit für alle freundlichen Fabelwesen dieser Welt: Er lebe hoch!
Denn -so muß man sich mit Blick auf die Zukunft fragen - was passiert mit der Zahnfee, wenn ein "lyonaiser Schürzenträger" darin ein Abbild der Heiligen Apollonia entdeckt?
Lang lebe die Zahnfee!

Wenn es nach den Herrschern in Brüssel geht, so werden die Rauchwaren in der EU demnächst mit bunten Bildchen versehen werden, die außerhalb eines OPs oder Sektionssaales nichts zu suchen haben. Man schielt schon nach Australien , wo es nicht nur die Bildchen gibt und eine Packung umgerechnet 15 Euronen kosten sondern auch Zigaretten nur noch in einer Einheitsverpackung verkauft werden dürfen. Ich warte auf den Tag, an dem nun auf Weinflaschen Bildern von Säuferlebern prangen und so der festlich gedeckten Tafel einen ganz neuen Akzent verleihen.
Werden unseren lieben Kleinen die Diabetikerfüße auf Gummibärchentüten demnächst den Nachtschlaf verbessern helfen?
Wird man in 5 Jahren noch eine Kiste Limo im Getränkemarkt kaufen können, ohne sich vorher eine 10-minütige Dokumentation über Fettabsaugung und schmerzhafte Kariesbeseitigung ansehen zu müssen?

... und zu Hause?
Weltbild macht weiter wie bisher, beschäftigt bekennende Antikatholiken in führenden Positionen und vertreibt fröhlich Schmuddelware im Namen der "DeBiKo".
Msgr. Overbeck scheint nun ganz angekommen zu sein. Er plädiert für Übernachtkinderkrippen und hält päpstliche Aussagen zur Familie für unzeitgemäße Sozialromantik.
Damit fällt ab heute das Schutzgebiet für Msgr. Overbeck. Er braucht es nicht mehr.

Und was mache ich nun zu Weihnachten?
Nach dem obligatorischen Kirchgang vielleicht ein Fleischfondue (in der Biskin-Vollfett-Ausführung) mit passenden Weinen gefolgt von Himbeeredelbrand, Mokka, Gebäck, Likörwein, Käse. Danach eine rote Zipfelmütze aufsetzen, eine gute Zigarre anstecken und beim späten Spaziergang jedem Entgegenkommenden ein fröhliches "hohoho!" entgegenrufen?
Oder ich leiste mir noch schnell vor Weihnachten zwei Fahnenmasten für den Vorgarten und hisse pünktlich um 24.00h am 24.12. die Fahne des Vatikans und des Heiligen Römischen Reiches Deutsche Nation und erkläre Garten und Wohnung zum Nicht-EU-Staat, nachdem wir nach dem Abendessen ein entsprechendes Memorandum zum Austritt aus der EU bei uns im Wohnzimmer beschlossen haben. Ich halte diesen Schritt bei der derzeitigen Lage für alternativlos! Ob nun dem Vorstand des Hauses Habsburg die Krone angetragen werden wird oder wir uns direkt als Patrimonium Petri ausrufen werden, bleibt zunächst offen. Dies wird basisdemokratisch entschieden werden.
Das erscheint Ihnen überzogen oder verrückt?
Da stimme ich Ihnen gerne zu! Es ist genauso verrückt oder überzogen wie das, was in Frankreich passiert, den Rauchern zugemutet oder den Kindern in Namen des Laizismus genommen werden soll.

PS: Ab 2016 ist es endgültig mit dem privaten Abbrennen von Weihrauch aus!
Denn bis dahin müssen alle Wohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet werden.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Massive Drohung gegen Martin Lohmann

Ich zitiere hier kommentarlos den Eintrag aus dem Weblog von Josef Brodat:

Vom Kollegen Peter Winnemöller (Katholon) erfuhr ich, dass der mir als Vorsitzender des Bundesverbands Lebensrecht persönlich bekannte Martin Lohmann, zudem Chefredakteur des katholischen Senders K-TV, sich mit einer Drohung konfrontiert sieht, deren Veröffentlichung er ausdrücklich wünsche. Diesem Wunsch komme ich hiermit nach.
Martin Lohmann erhielt eine Mail, in der es wörtlich heißt:
„Ich bin homosexuell und habe AIDS, wohne in Bonn und bin nun entschlossen ihnen auch das Geschenk dieser Immunerkrankung zu geben. Wenn sie also demnächst einen kleinen Piekser verspühren sollten, dann war ich das wohl mit meiner Nadel : – ).“
Offenbar steht diese Drohung im Zusammenhang mit Martin Lohmanns Auftritt in der Sendung Hart aber fair am 3.12.2012.
Wie die Mail juristisch einzuordnen ist, kann ich nicht sagen. Was sie über den Zustand unserer „Offenen Gesellschaft“ sagt, schon eher. Und was ich persönlich davon halte, wenn Menschen, die anderer Ansicht sind, anonym bedroht werden, ganz gewiss: Es ist feige, es ist dumm und es ist damit niemandem geholfen. Schon gar nicht der Sache dessen, der die feige und dumme Drohung ausspricht.
(Josef Bordat)

Auf, auf zum fröhlichen Jagen!

 
Die Jagdgesellschaft macht sich wieder auf die Pirsch! Nachdem nun dings.net von der Bildfläche geschoben worden ist, kommt nun die unbequeme, proisraelische, proamerikanische, EU- und islamkritische "pi-news" unter Feuer. Wer genauere Angaben haben möchte, der kann sich ja bei "pi" informieren.
Man mag zu dieser Seite stehen wie man will, aber ich wüßte mindestens zwei Dutzend Seiten vom anderen Ende des Spektrums, die dann ebenso verschwinden müßten.
22 Jahre nach dem Fall des "antifaschistischen Schutzwalles"  nimmt die ideologische Bevormunderei und Gängelei nimmt Formen an, die sich selbst die beiden großen Erichs wohl nicht hätten träumen lassen!

Wer einen Einblick in die "Streitkultur" jener Szene bekommen möchte, die jetzt zur Hatz bläst, dem sei dieses Video empfohlen, daß zeigt, wie die Herren Beckstein und Wiefelspütz mit den neuen Umgangsformen im angstfreien Dialog auf Augenhöhe unterrichtet werden.
Nichts für schwache Nerven!



Mittwoch, 5. Dezember 2012

Der Jagd nächster Teil

Wie schon letztens im herbstlichen Bilde der Drückjagd angedeutet, scheint die Jagdsaison nicht vorüber zu sein. Offensichtlich wird nun zur Hatz geblasen!

Ein paar Anhaltspunkte dafür bieten folgende Ereignisse

Wie man bei Pater Hagenkord im Kommentarbereich nachlesen kann -Stanislaus berichtete darüber- meinen manche nun, einige untrügliche Anzeichen dafür gefunden zu haben, wer als mögliche Überträger so gefährlicher Seuchen wie "Ultramontanismus", "Homophobie" oder "Ordo-originis-Syndrom" mit auf die Abschußliste gehörte: Weblogs, Blogger und Autoren mit latinisierenden Namen!  Einen Moment lang habe ich überlegt, ob eine Neueröffnung unter z.B. "Bryan Cohns Tagebuch" mich vor den Geschossen aus einer gekauften Tüte Kiesel bewahren könnte.
Wer aber diese Kommentare, die nicht selten auf psychische Auffälligkeiten und seelische Anomalien wie ungezüglten Haß hinweisen, liest, wird bemerken, daß es nur ein erstes "Abschußkriterium" ist. Letztlich ist es egal, ob man als "Schmuel" oder  "Ignatius" firmiert: Es geht blank gegen alles "Unzeitgemäße", das es mit aller Macht auszurotten gilt.

Daneben tritt die schockierende Meldung über die Bombendrohung gegen einen "Geweihten des Herrn".
Und was hat das Insolvenzblatt aus der deutschen Bankenmetropole über den Chefredakteur von kath.net noch mal an Unwahrheiten verbreitet?
Die "Peinlichkeiten" während und nach einer sogenannten "Diskussionssendung" einer sog. "öffentlich-rechtlichen Anstalt" lassen die Vermutung zu, daß Vertreter der "offenen Gesellschaft" nun bereit sind, einen Schritt weiter zu gehen. Neben verbalen Verunglimpfungen scheut man sich offensichtlich nicht mehr vor Handgreiflichkeiten, wenn ein "Kontrahent" sich zu gut auf ein Thema vorbereitet  hat. Was wäre wohl passiert, wenn Herr Morgenstern so angegangen worden wäre?
Es zeugt nicht nur von mangelnden Umgangsformen und es ist mitnichten nur eine kindische Rangelei um ein Stück Papier, die so unter Erwachsenen nicht vorkommen sollte. Dieser Angriff des Moderators ist nicht nur ein weiterer Tiefpunkt in der Diskussionskultur im Fernsehen. Vielleicht mag es Ihnen überdreht oder überempfindlich erscheinen, aber für mich ist damit eine Grenze überschritten worden und eine neue Qualität im Umgang mit Andersdenkenden erreicht. Unter dem Vorwand eines angeblichen "Papiermonopols" wurde unter Anwendung von Gewalt privates Eigentum in aller Öffentlichkeit weggenommen! Moderatoren scheuen sich also nicht mehr davor, Christen im laufenden Abendprogramm physisch zu attackieren, um Ihnen die Wahrnehmnung ihrer Positionen zu erschweren. Dagegen erscheint mir die Twitterei um Hexen und Verbrennungen beinahe nur als frustrierte Dummheit nach einem langen Tag. Und über eine schwul-lesbische "christmas avenue", die den Ramschbuden auf den Weihnachtsmärkten nun noch ein paar weitere sinnfreie Attraktionen hinzufügt, kann ich mich nun gar nicht mehr wundern oder ärgern.

Lassen wir lieber St. Nikolaus hochleben, uns auf das "Puer natus est nobis" freuen und daran denken: Schon am 2. Weihnachtstag gedenken wir des ersten Martyrers der Christenheit und am 28. derjenigen, die schon vor der Geburt Christi den Tod fanden, weil die Mächtigen der Welt in verhindern wollten.

Die Zeichen der Erlösungsbedürftigkeit werden auch hierzulande immer deutlicher.



Montag, 3. Dezember 2012

Sau tot! Jagd aus?

Nach Jahren der vergeblichen Pirsch ist das "niedere Schwarzwild" +.net im Kugelhagel zu Tode gekommen. Was den glücklosen Freizeitjägern seit Jahren nicht gelingen wollte, die von ihren heimatlichen Ansitzen manchen Schuß ins Dunkle wagten, ist nun offensichtlich einer illustren Drückjagd gelungen. Angespornt von einer Abschußprämie eines Verlagshauses, das die deutsche Literaturandschaft seit Jahren mit unersetzlichen Werken der Aufklärung bereichert und der Aussicht auf den winkenden Ruhm im Dienste der "guten Sache" hat meine keine Kosten, Mittel und Mühen gescheut um diesen gefährlichen Schwarzkittel endlich zur Strecke zu bringen. Gewiß, es ging nicht alles glatt! Auch Unbeteiligte sind angeschossen worden. Und wir wissen noch nicht, ob nach der wüsten Schießerei nicht noch mehr Opfer zu beklagen sein werden.
Aber für diese Jäger zählte nur eines:
Sau tot!



Doch ist die Jagd nun aus?
Es droht Unheil, denn die Lust auf den nächsten Abschuß scheint größer als die Liebe zum Waidwerk zu sein. Trunken vom Jagdglück scheinen sie sich auch schon die nächsten vermeintliche Ungeheuer zu suchen, von denen Wald und Flur befreit werden müssen. Ging es nur um dieses Stück Wild oder wird jetzt um auf alle Schwarzkittel die Jagd eröffnet? Warten wir es ab, aber die unwaidmännische Vorgehensweise läßt schlimme Vorahnungen zu: Es wird weiter geballert werden!

Freitag, 26. Oktober 2012

Die Kraft des Rosenkranzgebetes

Das Jahr des Glaubens hat begonnen, mitten hinein in den Rosenkranzmonat Oktober. So habe ich den Eintrag angefangen und dann wußte ich nicht mehr, was ich schreiben sollte. Für mich selbst ist er seit einiger Zeit wieder ein wichtiger Bestandteil meines Gebetslebens geworden. Es ist so, als ob ich einen lange verloren geglaubten Schatz wiederentdeckt habe. Nach und nach gelingt es mir die Verkrustungen aus Ressentiments und Scheu zu entfernen. Ein Juwel strahlt mir entgegen. Ein schöner Start in das Jahr des Glaubens.
In Deutschland verdünnisiert sich der verdünnte Glaube der Nachkonzilszeit immer mehr und verliert seine ohnehin geringe Prägekraft zusehends. So kann man es in einem Artikel von Andreas Püttmann bei kath.net nachlesen. Wenn der realexistierende Deutschkatholizismus es in den nächsten Jahren nicht schaffen sollte, massenhaft jüngere Menschen zu mobilisieren, so wird in 20 Jahren das Terrain von alten Menschen und wenigen jungen und frommen Ultramontanisten bestimmt werden. Überraschend ist diese Perspektive nicht. Wir werden also Zeiten entgegengehen, in denen sich die Pastoralteams auf eine völlig andere Klientel einstellen müssen. Die "Ecclesia semper reformanda" wird sich demnach etwas anders gestalten und nicht mehr "ecclesia semper memoranda" sein können.
Wir wissen nicht, wie sich die Gesellschaft in Europa in den nächsten Jahren entwickeln wird. Mancher sieht aufgrund der momentanen Krisen die Gefahr bewaffneter Auseinandersetzungen heraufziehen. Gott bewahre uns davor! Aber es muß nicht unbedingt eine kriselnde Gemeinschaftswährung sein. Auch Ideologien in ihrer Gottvergessenheit sind dazu angetan, die ganze Erbärmlichkeit des Menschen an die Oberfläche zu spülen und in blanken Haß gegen Gott, Kirche und Gläubige zu verwandeln. Es müssen nicht die Horrorszenarien aus den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens bemüht werden oder die Verfolgung durch Kommunismus und Faschismus in der Vergangenheit.
Welches Haßpotential in einem Trupp feministischer "Antidiskriminiererinnen" stecken kann, haben Katholiken in Argentinien vor einigen Tagen zu spüren bekommen. Gut 500 Abtreibungsbefürworterinnen zogen pöbelnd und marodierend durch eine Stadt. Das erklärte Ziel war die Kathedrale, denn "nur eine brennende Kirche ist eine leuchtende Kirche" schrie das Heer durchgedrehter Suffragetten. Wer nicht auf der Bildfläche erschein, war die Polizei.  Als der Mob auf dem Platz vor der Kathedrale ankam, sahen sie sich einem Wall von Männern jeden Alters gegenüber, der sich  vor der Kathedrale postiert hatte und sich ihnen - den Rosenkranz betend - entgegenstellte.
Was dann passierte, ließ mich wieder ganz neu über Besessenheit nachdenken. Die Männer beteten und blickten die tobenden Weiber nicht an. Alle Demütigungen wurden ertragen. Aber das Gebet brach nicht ab. Je intensiver sie beteten, umso mehr empörte sich der Mob. Es war, als wenn die Hölle "Tag der offenen Tür" gehabt hätte. Die Phalanx aber stand und konnte nicht überwunden werden. Die Stürmung der Kathedrale wurde verhindert.
Was für ein Mut! Welche Glaubensstärke die Männer hier bewiesen haben! Es mag der falsche Begriff sein, aber ich muß sagen, ich bin stolz und glücklich darüber, solche Brüder im Glauben zu haben. Friedlich und beharrlich. Echte Vorbilder!
Es war, als wenn sie selbst zu den Perlen eines Rosenkranzes geworden wären, der sich schützend um das Haus Gottes gelegt hat, um den Ansturm der Hölle abzuwehren.
Die Kraft des Rosenkanzgebetes. Wir sollten sie nicht unterschätzen.

Wer sich für die nüchternen Zahlen von Andreas Püttman interessiert, der sei auf diesen kath.net-Artikel verwiesen.
Der Bericht über die mutigen Beter in Argentinien findet sich bei katholisches.info.
Wer starke Nerven hat, der kann sich bei youtube das entsprechende Video ansehen.

Gesegnetes Wochenende!


Donnerstag, 11. Oktober 2012

Jahr des Glaubens

Nun hat das Jahr des Glaubens begonnen und es hat veheißungsvoll begonnen. Die katholischen Bereiche des Netztes bieten eine Fülle von gelungen Beiträgen.
In den mir nahen und bekannten Pfarreien der deutschkatholischen Diaspora ist die Öffentlichkeitsarbeit der DBK aufgegangen.
So wird in der Pfarrei meines Wohnortes dieser Tag zum Anlaß genommen, um folgende Auftaktveranstaltungen ins Netz zu stellen:
- Frühstück der kfd
- Frühstück der KAB
Es geht doch nichts über ein gutes Frühstück am Morgen!
Ob es sich bei diesen turnusmäßigen Veranstaltungen zur Feier des Tages um "Sektfrühstücke" gehandelt hat, ließ sich nicht ermitteln. Da in den letzten Wochen und Monaten das "Jahr des Glaubens" bisher überhaupt keine Rolle gespielt hat, wird es wohl eher keine "Prälatenbrause" gegeben haben.
Dennoch: Wünsche, wohl gespeist zu haben!

Es bleiben Netz und Blogozese!
Procedamus!


Dienstag, 9. Oktober 2012

Küng Kong und der weiße Mann

Jahrestage und Jubiläen sind beliebte Anläße, an denen man Zeitzeugen zu Wort kommen läßt. Fernsehenmacher nutzen sehr gerne Zeitzeugen in Geschichtsdokus. Die Lücken zwischen magerer Aktenlage und nachgestellten Szenen ("Wahrscheinlich hat es sich so zugetragen ...") werden gerne durch  Beobachter 2. oder 3. Ordnung aufgepeppt. Wichtiger sind dabei meistens die übermittelten Emotionen als die in der Erzählung enthaltenen Informationen. Da wird dann z.B. die Tochter einer Metzgersfrau gefragt, die Heinz Rühmann 40 Jahre nach Abschluß der Dreharbeiten von "Quax der Bruchpilot" eine Paar Wiener Würstchen am Münchener Hauptbahnhof verkauft hat, ob ihrer Mutter damals etwas aufgefallen sei. Dann gibt es eine kurze Antwort wie: "Er soll sehr hungrig gewesen sein. -Schnitt- Und dann das Trinkgeld. -Schnitt- Sie hat sich so gefreut!" Schluchzer -Schnitt- Spielszene. Im ZDF bekommt man bei den ganzen 33-45-Dokus immer eine bunte Mischung von Zeitzeugen angeboten, vom Opfer bis zu scheinbar unbelehrbaren Gestalten. Der kundige Zuschauer weiß, wem er trauen darf und wem nicht!
Die ernsthaft betriebene Geschichtsforschung jenseits des Infotainement billigt den Aussagen Zeitzeugen  einen nur sehr begrenzten Stellenwert zu. Es gibt zuviele Faktoren, welche die Erinnerung  und die Darstellung des Geschehenen beeinflussen. Manchmal erinnert man sich nach so vielen Jahren nicht mehr so richtig oder man "begradigt" die Geschehnisse aus menschlich durchaus nachvollziehbaren Gründen, die von Schuldverstrickung bis zur Aufwertung der eigenen Rolle reichen können. Und manchmal darf einfach auch nicht sein, was nicht sein darf. Die Glaubwürdigkeit eines Zeitzeugen läßt sich meistens nur daran ermessen, inwieweit sich Aussagen mit den erwiesenen Fakten decken.
Der bei den Medien wohl beliebteste Zeitzeugen für das Vat II ist unangefochten Hans Küng. Zum Konzilsbeginn vor 50 Jahren hat der DLF ein Interview natürlich mit ihm geführt. Wen hätte man auch sonst fragen sollen?
Es hätte ein sehr interessantes Interview werden können, wenn Küng Kong nicht einem Stichwortgeber wie Herrn Gierth begegnet wäre, sondern einem gut vorbereiteten Kenner wie Alexander Kissler.
Er hätte dem Gedächtnis von Hans Küng sicherlich auf die Sprünge geholfen und so manche Schote über Johannes XXIII. wäre sicherlich nicht unkorrigiert über den Sender gegangen.
Wer die Sagen von Küng Kong und dem weißen Mann lesen möchte, der folge diesem Link zum DLF.
Wer es mehr mit knallharten Fakten hat, der schlage nach bei Kissler im "The European".

Donnerstag, 27. September 2012

Das liebe Geld

Der Umgang mit dem lieben Geld ist der Kirche auf deutschem Boden immer mal wieder schwer gefallen und hat in den letzten 500 Jahren schon die eine oder andere Vertrauenskrise hervorgerufen.
Nun haben wir innerhalb von wenigen Tagen zwei Ereignisse, die bei nicht ganz so hart gesottenen Zeitgenossen ein kleines Glaubwürdigkeitsproblem provozieren könnten. Da ist zunächst einmal die Umwidmung des Weltbildkonzerns in eine Stiftung. Neues Etikett, dieselben Köpfe, veränderte Kassenführung. "Entweltlichung" habe ich etwas anders verstanden. Aber sicherlich hänge ich wieder nur zu fundamentalistisch an den Buchstaben der Rede. Sicherlich hat man auch hier "den Geist" entdeckt, der ja auch bei anderen Texten unserer Kirche nicht unbedingt etwas mit dem Text zu tun haben muß.
Also: Weiter gehts!
Daneben tritt nun eine sehr weiche römische Aussage zum Thema Kirchensteuer und Mitgliedschaft auf ein Urteil aus Leipzig. Die DBK sieht sich auch hier bestätigt.
Weiter gehts!
Ich persönlich habe nichts dagegen, wenn die Kirche Geld verdient.
Es fragt sich nur,  wodurch, womit, mit welchem Mittel?
Ich bin auch der Meinung, daß wer Mitglied sein will, auch entsprechend finanziell Unterstützung zu leisten hat. Doch wofür?
Für immer weiter wachsende Verwaltungsapparate, deren Ziele eher aus dem Portfolio einer libertären Unternehmensberatung gespeist zu sein scheinen?
Für Verbände wie BDKJ, kfd und ZKs, die keine Gelegenheit auslassen, wenn sie dem Heiligen Vater eins auszuwischen können?
Für eine Teilkirche, in der "fromme Minderheiten" dank entsprechender Personen und Organe der verfassten Kirche die Ausübung ihres Glaubens erschwert oder verhindert wird?
Ich würde lieber einen "Peterspfennig" in die Schatulle des Heilgen Stuhles einzahlen und so meine Unterstützung in klingender Münze ausdrücken, als durch eine Zwangsabgabe die zu unterstützen, die in der, und gegen die eigene Kirche arbeiten.
Nun ist die Lage der realexistierenden Kirche auf deutschem Boden formalrechtlich zunächst einmal abgesichert. Das Geld wird weiter sprudeln und damit wird auch der Einfluß an entsprechenden Stellen nicht geringer werden.
Denn wer die Musik bezahlt, der sagt auch, was gespielt wird!
Das Ziel ist erreicht.
Doch ist es letztendlich zielführend?
Vertrauen wird verloren!
Glaubwürdigkeit wird verloren!

Der reiche Jüngling... fällt mir ein
Die Endzeitvisionen eines Hieronymus Bosch.... ziehen vor meinem geistigen Auge vorbei.
Entweltlichung um des Heiles willen sie anders aus, oder?

Beten wir um den Beistand des Heiligen Geistes!

Mittwoch, 19. September 2012

Reine Poesie

ist dieser Artikel von Armin Schwibach zur Reise des Heiligen Vaters.
Wohltuend und rührend.

Dienstag, 18. September 2012

Irritationen

Etwas verspätet - schließlich war superpelliceum ja auch unter der Rubrik "Trägheit" beim diesjährigen Schwester-Robusta-Preis nominiert - kommt ein Eintrag zu Mariä Namen. Mein Beruf hatte mich in den letzten Tagen einfach zu fest im Griff, als daß ein Eintrag möglich gewesen wäre.
Mariä Namen.
Das Fest ist Dank der Kalenderreform von 1970 nicht mehr im römischen Generalkalender, weil man darin angeblich eine Doppelung zum Fest Mariä Geburt (8.9.) sah. Den historischen Grund für die Einführung des Festes hatte man geflissentlich übersehen. Es ist ein Dankfest für die Befreiung aus der osmanischen Herrschaft und ist später auf den Tag der Schlacht am Kahlenberg auf den 12. September verlegt worden, den Tag der Befreiung Wiens von den Türken. In Wien wird dieser Tag immer noch mit einer liturgischen Ausnahme begangen, dem berühmten 5-Männer-Amt.
Mariä Namen.
Ein politisch nicht besonders korrektes Fest, weil es an Zeiten erinnert, in der die Kulturen nicht so fröhlich und verständnisvoll in Europa miteinander umgingen, als es noch um Territorien und Herrschaft ging. Doch wenn auch die multikulturelle Gesellschaft mit ihren vielseitigen Bereicherungen immer wieder beschworen worden sind, so habe ich schon immer Zweifel an dem Gelingen dieses Modelles gehabt. Wenn man von deutschen Klerikern hört, mit welch eindeutigen Gesten in der Halsgegend sie schon mal aus Dönerbuden bedacht werden, wenn sie "soutaniert" auf dem Weg zur Kathedralkirche sind, oder die Entwicklung in manchen Stadtteilen im Ruhrgebiet erlebt, so mag man das Gerede mancher Politiker nur noch als weltfremd bezeichnen.
Nachdem es nun über viele Jahre verpönt war, sich mit der gewalttätigen Schattenseite des Islam auseinanderzusetzen, hat ein Film, den zwar keiner gesehen hat, der angeblich grottenschlecht sein soll,  neue Gewaltexzesse entfacht, an deren Brutalität und Irrationalität nun nicht mehr so einfach vorbeigeschaut werden kann, weil es auch mal in einer deutschen Botschaft geknallt hat. Gepflegtes Multikulti scheint wohl keinen Schutz mehr vor einem entfesselten Mob zu bieten. War vor Wochen noch die Freiheit der Meinungsäußerung, Pressefreiheit und die Freiheit der Kunst beschworen worden, als Titanic eine Klage drohte oder ein paar grenzdebile Mädels in Russland vor den Kadi mußten, schweigen nun die Allversteher in Politik und Medien oder überholen mit ihren Forderungen nach Aufführungsverboten noch jenen Mann ganz weit rechts, den sie noch vor Monaten als reaktionären Zensor abgetan haben, Martin Mosebach.
Wie kann sich ein hessischer Innenminister zu der Aussage hinreissen lassen: "Nichts rechtfertigt die Verletzung religiöser Gefühle!" und dabei nicht bedenken, in welche Ecke er sich damit redet. "Die subjektive Empfindung verletzter Gefühle kann und darf nicht zum Maßstab eines freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates werden." So hätte es doch wohl heißen müssen!
Wie habe ich bitte den Beitrag des Zentralrates der Muslime zu verstehen, der vor Ausschreitungen warnt, wenn es zur Aufführung des Filmes in Deutschland kommt, dabei aber nicht zur Wahrung des öffentlichen Friedens und nicht die Achtung der verfassungsmäßig garantierten Rechte anmahnt?
Gewinnt nun wieder das Recht des Gewaltbereiten Einfluß auf die Politik?
Ich bin höchst irritiert, wenn ich eine stotternde und stammelnde Kanzlerin in der Bundespressekonfernez erleben muß, die vor nicht allzu langer Zeit dem Heiligen Vater in aller eloquenten Unverschämtheit vor den Koffer getreten hat. Aber mit Stalin gesprochen: "Wie viele Divisionen hat schon der Papst?" Hätten die katholischen Schützenbruderschaften vielleicht mal mit einem Aufmarsch vor dem Kanzleramt drohen müssen. Aber auf eine solche Idee kommt man als Europäer und Demokrat nicht!
Mariä Namen.
In Münster ist eine Hindenburgplatz nicht mehr tragbar, der dem Mann gewidmet worden war, der den Vormarsch der russischen Truppen gestoppt hat. Dass man zur Demontage der Person sich derselben Bilder bedient hat, die von der braunen Propaganda ausgenutzt wurden, mit der man den greisen Reichspräsidenten instrumentalisiert hatte, um "den Unnennbaren" salonfähig zu machen, zeugt im besten Fall von Ahnungslosigkeit, im schlimmsten Fall von Skrupellosigkeit.
Geschichtslosigkeit und gepflegte schwarzen Legenden.
Beides läßt mich erschauern!
Mariä Namen.
Mir hat das Fest noch einmal die fatalen Folgen aller ideologischen Sichtweisen auf die Vergangenheit vor Augen geführt.
Man kann nur beten, daß aus dem Land der egomanen Zalando-Besteller und iphone-Benutzer endlich wieder ein Land der Dichter und Denker werden möge!


Donnerstag, 6. September 2012

Bruchlandung

Wer das Diskussionforum von "Ökumene jetzt" aufmacht, wird unschwer erkennen, daß die Initiative weniger den Nerv getroffen hat, sondern vielmehr den Leuten auf die Nerven geht. Wenn man von einigen wohlmeinenden Schreibern einmal absieht, bekommen die Verfasser und Unterzeichner ihr offensichtliches Unwissen, ihre mangelnde Glaubenspraxis etc. um die Ohren geschlagen.
Bruchlandung!
Ein paar Beispiele mittels copy& paste für alle, die den Weg ins Forum scheuen:
"Eine Ansammlung von Vertretern des bundesrepublikanischen Establishments schleudert eine vage Forderung nach mehr Ökumene heraus. Kein einziger konkreter Vorschlag, wie das zu verwirklichen ist. Wunderbar.
Die illustren Damen und Herren Unterzeichner outen sich dabei durch ihre primäre Selbstdefinition als “Christen im Land der Reformation”, nicht etwa als Christen im Land von Bonifatius und Elisabeth von Thüringen. Es steht zu vermuten, daß mit dem Aufruf zur Einheit nicht gemeint ist, daß die Protestanten nun die katholische Eucharistielehre, den Papst, die Himmelfahrt Mariens, das uneingeschränkte Ja zum Lebensschutz oder irgendein anderes katholisches Alleinstellungsmerkmal anerkennen oder gar annehmen sollen, um damit einen “Kompromiß” zu ermöglichen. Nein. Gemeint ist natürlich einmal mehr, daß die katholische Kirche sich gefälligst protestantisieren möge. Daß sie sagt: eigentlich ist es egal, was Ihr glaubt, solange irgendwie Jesus auftaucht, notfalls auch nur als Lippenbekenntnis. Eucharistielehre? Ist doch egal – wir glauben ja selbst nicht an die Realpräsenz. Der Papst? Den könnt Ihr vielleicht als repräsentativen Grüßaugust behalten, aber was der zu Glaubenslehren sagt, das hat ab nun Wurscht zu sein.
Was hier gewollt ist, ist die Errichtung einer Nationalkirche, die sich um caritative Belange kümmert, die für die angepaßten Bürger eine Raum und einen würdigen Rahmen für soziale Kontakte, Familienfeiern, Kulturveranstaltungen etc. bietet, die ohne inhaltlich-theologsiche Verbindlichkeit eine vage “Orientierung” im Leben und vor allem bei Krankheit und Tod bietet. Diese Reichs-, pardon, Nationalkirche soll aber gefälligst nicht gegen die etablierten Mainstream-Meinungen verstoßen, soll nichts Unbequemes fordern oder den gesellschaftlichen Konsens in Frage stellen. Sie soll sich wie ein Fähnlein im Winde der Befindlichkeiten und Ansichten des bundesrepublikanischen Establishments drehen, das sich in diesem Aufruf zu Wort meldet.
Gott sei Dank: Deutschland ist klein und unbedeutend, und die katholische Kirche ist groß und weltumspannend – auch wenn das die hier jammernden Wichtigtuer nicht wahrhaben wollen."
Damit war um 11:09h am 5.09. schon alles gesagt.

Auch schön: "Ich bin solche anmaßenden Initiativen satt. Diese Leute sagen “Ökumene”, aber was sie damit meinen ist klar: Die katholische Kirche soll protestantisch(er) werden. Dafür habe ich als katholischer Christ nicht das geringste Verständnis. Das Gegenteil ist der Fall: Wir müssen wieder katholischer werden. Wir müssen die Glaubensschätze wieder heben, die in den letzten Jahrzehnten verloren gegangen sind, weil Traditionsfäden einfach abgerissen sind.Das wäre eine Aufgabe für Politiker und Prominente, die sich als “mutige” oder “engagierte” Katholiken bezeichnen. Nicht die Opposition in die Kirche tragen, sondern die Kirche in die Gesellschaft! Wie wäre es mal damit, Herr Dr. Lammert?"

oder: " PS. Ich vermisse Vokabeln wie “Liebe”, “Hoffnung”, “Gebet”, “Gott, “Jesus”, “Geist”, “Bekenntnis”, “Heiligkeit”, “Treue”, und viele andere...."

oder: " Die Tendenz dieses Aufrufs geht offenkundig dahin, innerhalb der katholischen Kirche Deutschlands einen nationalen Sonderweg zu propagieren, der darauf hinauslaufen würde, all das aufzugeben, was protestantischen Befindlichkeiten zuwiderläuft. Dieser Aufruf ist somit ein weiteres Indiz für die zunehmenden schismatischen Tendenzen innerhalb der deutschen katholischen Kirche, insbesondere des organisierten Verbandskatholizismus. Es ist in der Tat bedauerlich, dass katholische Politiker ihre Kräfte auf Initiativen verschwenden, die katholische Kirche den vorherrschenden Leitbildern einer utilitaristisch-pervertierten Gesellschaftspolitik gefügig zu machen, anstelle des so notwendigen Einsatzes für die Akzeptanz eines christlichen und deshalb wahrhaften Humanismus in Politik und Gesellschaft, der hierzulande immer stärkeren Gefährdungen ausgesetzt ist – ich denke hierbei nur an die Position einiger Unterzeichner bei der Erweiterung der Möglichkeiten zur Tötung ungeborenen Lebens für Forschungszwecke in der embryonalen Stammzellforschung – übrigens auch ein Beispiel dafür, dass sich die Konfessionen auch in zentralen gesellschaftspolitischen Fragen gerade nicht mehr einig sind! Wäre es in diesen Fragen nicht angemessener, konfessionsübergreifend mit einer Stimme zu sprechen, statt Kernpunkte kirchlichen Selbstverständnisses mit politisch begründeten Forderungen zu konfrontieren? Vielleicht wird sich den Katholiken in Deutschland in nicht allzu ferner Zukunft die Frage stellen, welcher Kirche sie weiter angehören wollen: einem kirchensteuerfinanzierten deutschnationalen Bundestags-Einheits-Protestantolizismus oder der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche unter dem Nachfolger des Oberhaupts der Apostel. Meinerseits steht jedenfalls fest, wie ich mich dann entscheiden werde."
Der offiziellen Stellungnahmen von evangelischer und römisch-katholischer Seite waren eigentlich schon fast zuviel des Guten!

Als Schlußbemerkung ein "echter Harald Schmidt": “Aber natürlich bin ich als guter Katholik auch für die Ökumene. Ich werde mich immer für die Wiederaufnahme der Protestanten in die katholische Kirche einsetzen.”
Für mich ist damit das Thema durch!

Mittwoch, 5. September 2012

Ausgeschwurbelt!

Leute, das ging aber mal wieder schnell!
Kaum war das Papier raus, schon sind die Analysen innerhalb der Blogozese schon durch:
Thema verfehlt!
Ausgeschwurbelt!
Metal und Christentum bietet eine handfeste Analyse entlang Lumen Gentium 8 und entlarvt die Tricks in der "Argumentation". So schnell und so gründlich seziert zu werden, Leute das ist verdammt bitter!
Bei Pagenotfound  gibt es einen Überblick auf die dünne Sicht der reformatorischen Kirchen, die "ö... gezz" hat.
Bei katholon gibt es dann etwas zum Exzellenzcluster und das Politikgeschwurbel.

Mit den Worten des Pottpoeten Frank Goosen (der dabei nur einen folkloristischen Gemeinplatz wiedergibt):
"Kein A... inne Hose, aber Lappalohma pfeifen wollen!"
Oder etwas freundlicher aber nicht weniger drastisch:
"Wer kein Kopp hat, kann  au nich aussem Fenster kucken!"

Einen besinnlichen Abend wünscht,
Laurentius

WICHTIGE EILMELDUNG!

Dank Thomas (sein Abendland) ist die Einrichtung dieser Diskussionseite von Schavan & Co bemerkt worden. Schaut Euch die Herausgeber und die Redaktion an. "Ökumene gezz" scheint auf allen Kanälen arbeiten zu wollen.
Vielleicht gelingt durch die Eröffnung dieser Seite die Schaffung einer entsprechenden Gegenöffentlichkeit und Besucherlenkung!
Genial!
Unbedingt ansehen!

Dienstag, 4. September 2012

Komiker beendet Genderforschung

Als kritisch denkender und gläubiger Katholik konnte ich der Genderforschung nie etwas abgewinnen. Es ist nicht zu allererst das Herkommen jener "Wissenschaft", die Verwurzelung im linken Feminismus der späten 1960er und der folgenden Dekaden, die mich in Opposition befangen hielt. Die offensichtliche Unterschiedlichkeit von Mann und Frau, die sich durch schlichte Betrachtung für jeden erkennen lassen, hat die Grundthese von der rein gesellschaftlichen Prägung der Rollen für mich ad absurdum geführt. Jeder Säugling weiß, bei wem er seinen Durst gestillt bekommt und bei wem nicht. Daß dieser Umstand ein Problem für die Genderforschung und den nachgelagerten Feminismus darstellen muß, ist begreiflich. Es ist folglich nicht verwunderlich, wenn ein Feministin wie Elisabeth Badinter in dem natürlichen Durst eines Säuglings und in der Sehnsucht nach der natürlichen Nahrungsquelle einen Akt der gesellschaftlichen Unterdrückung der Frau (auch durch den Säugling) erkennt und zur Nahrung aus der Flasche rät. Das Kind ist der Komplize des Mannes schlechthin. Der Wunsch nach Befreiung der Frauen "aus der süßen Tyrannei der Mütterlichkeit" scheint in diesem Fall auch durch geschäftliche Beziehungen zum größten Lebensmittelkonzern der Welt flankiert zu sein. Aber wer will bei solch hehren Zielen finanzielle Interesse unterstellen?
Die unverdächtige Frankfurter Rundschau hat den Artikel dazu, in dem auch darüber aufgeklärt wird, wie der ökologisch sinnvolle Verzicht auf "Papierwindeln" zum Instrument über die Herrschaft der Frau wird.
Wie dem auch sei: Ich halte diese "Forschung" nicht für eine Wissenschaft, sondern für eine Ideologie wider den gesunden Menschenverstand, ja es ist für mich "vitium contra naturam".
Nun hat ein Komiker mit Intelligenz, Witz und sehr schlichten Fragen in Norwegen für das Ende der Genderforschung in diesem Land gesorgt. Er hat die ForscherInnen befragt und die Interviews gesendet.
Danach war dann ganz schnell "Schluß mit lustig"!
Elsa hat einen kurzen Beitrag geschaltet und Agens e.V. hat die Meldung dazu.
Das ist jetzt schon ein paar Tage her (2011). Bis Deutschland hat sich dieser Beitrag des Komikers aus dem norwegischen Fernsehformat mit dem Titel "Gehirnwäsche" noch nicht bis in die Qualitätsmedien durchgesprochen. Warum eigentlich nicht? Ein Komiker ändert mit einem Beitrag die norwegische Politik grundlegend und 56 Mio. (Euro?) Fördergelder gespart hat.
Eines ist aber jetzt schon klar:
Von deutschen Comedians und Kabarettisten geht für das weitere Gedeihen der Genderforschung in Deutschland keine Gefahr aus!

Zum Beitrag über den Komiker geht es hier:

Montag, 3. September 2012

"Ökumene gezz" - Auftakt im Bergischen

In ein paar Tagen werden uns Nobert, Wolle und Co ein neues kirchenpolitisches Manifest vorlegen. Nach allen veröffentlichten Gerüchten über Form und Inhalt des Textes möchten wohl ein paar Damen und Herren Friedrich Wilhelm III. König von Preussen spielen. Soll nach der altpreussischen Union  nun die neudeutsche Verschwisterungskirche des Volkes entstehen? Denn schließlich verstehen wir uns ja alle, meinen alle im Prinzip dasselbe, nur der Papst nicht.
Wie gut wir mit unseren GeschwisterInnen im Herrn im Dialog sind und wie wenig uns nur noch trennt, zeigt momentan das Simultaneum am Altenberger Dom. Nach Jahrhunderten ist in Odenthal ein Teil der verschwundenen Reliquien von Altenberg wieder aufgetaucht. Sie lagen unbeachtet in einer Kiste der dortigen Sakristei herum. (Es geht doch nichts über große, unaufgeräumte Sakristeien!) Eine Forscherin konnte sie identifizieren und schreibt glücklich und froh eine Veröffentlichung, in der auch die Rückführung der Reliquien nach Altenberg angekündigt wurde.
Und gezz kommt Ökumene ins Spiel:
Mit der evangelischen "Domgemeinde" hatte darüber angeblich niemand den offenen Dialog auf Augenhöhe geführt. Monsignore Börsch behauptet zwar etwas anderes, aber was zählt das schon! Schriftliches hat er nicht!
Prompt gibt die evangelische Predigerin am Dom Zickenalarm und durch die Presse rumpelt die unversöhnte Geschwisterlichkeit der realexistierenden Ökumene in Deutschland.
Einen besseren Auftakt für die Ökumene-Offensive kann man sich kaum wünschen.
Artikel 1 (Auffindung)
Artikel 2 (Ärger 1)
Artikel 3 (Ärger 2)


Freitag, 31. August 2012

Minister Niebel und die Christen in Syrien

Die Kirchenzeitung eines ungenannten Bistums brachte fogenden Artikel:

"Syrien: Erzbischof "fleht" um Hilfe

MAHNUNG AN ASSAD-VERBÜNDETE

Der griechisch-melkitische Erzbischof Jean-Clement Jeanbart von Aleppo mahnt eine Verhandlungslösung für Syrien an. Er bittet auch Russland, China und den Iran, die Kriegsführenden nicht länger zu unterstützen, ...
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) lehnt es ab, syrische Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen. Er wandte sich auch gegen eine bevorzugte Behandlung von Christen, da sie Neid auslöse. Es gehe darum, Fluchtgründe zu beheben." (kna)
Es gibt Meldungen, die selbst mir die Sprache verschlagen!

Im Wald da sind die

Mähänner, o weh, o weh, die Mähänner,...

Wer sich an eine andere Liedzeile erinnert, der "outet" sich als "Kenner nicht unumstrittenen Liedgutes" und ist für die ungelöste Genderproblematik im deutschen Wald nicht genügend sensibilisiert. Denn es sind nicht nur die längst aus ihrem natürlichen Behausung vertriebenen Räuber, die den Wald einseitig für sich in Beschlag genommen haben! Nein, es ist der Mann schlechthin!
Über diesen unhaltbaren machen sich wohl Bereiche der Genderforschung ernsthafte Sorgen, was mich mit zwiefach mit Sorge erfüllt, einmal um den Verstand solcher Forschinnen (ForschERinnen wäre zu männlich besetzt!) und dann darob, was wohl DEM Wald alles passiert bis er durchgegendert ist.
Wer es abstrus mag, der ist bei diesem humorvollen Artikel über die Adorno-Preisträgerin gut aufgehoben.

Mittwoch, 29. August 2012

Musik am Abend

Improvisation auf einem Positiv mit mittelalterlichen Pfeifenmensuren.
Dazu ne Schola,... wow!



Mehr zur Orgel bei David Rumsey.

Jawoll: Ein Gott, ein Glaube, eine Kirche!

Wer beim Lesen dieser Überschrift innerlich etwas gezuckt hat, der kann von sich behaupten, im Geschichtsunterricht nicht geschlafen zu haben. Wer außerdem noch bei den Worten "deutsche Christen" eine Fehlschreibung vermutet, beweist kirchengeschichtliches Fachwissen jenseits des eigenen konfessionellen Tellerrandes und sprachliche Sensibilität.
Nun kann man nicht erwarten, daß alle Menschen so empfindlich auf Anklänge an nationalsozialistische Formeln reagieren, wie ich es gemeinhin tue. Auch kann man von einem katholischen Nachrichtenportal aus Österreich nicht erwarten, daß es etwas über die braune Kirche unter Reichsbischof Müller weiß. Aber die ganze Geschichte kommt nicht aus "Felix Austria" sondern aus den Stammlanden der Reformation und Reformkatholiken. In einem Land, wo man für die kleinsten Kleinigkeiten schon mit dem schlimmsten rechnen muß, wo selbst die Liebe sanktioniert wird, wenn ein unerwünschtes Parteibuch in der Schublade liegt, da dürfte ein solcher Lapsus nicht passieren; und wenn er passiert, wann kommen die notwendigen Sanktionen? Man darf gespannt sein.
Die ganze Geschichte wird von "prominenten deutschen Christen" getragen. "Prominent" ist dabei im landläufigen Sinne gemeint: Leute, die man aus Presse, Funk und Fernsehen kennt, dort jedoch nicht wegen ihres christlichen Engagements ständig erscheinen, sondern die Medien als Vehikel für ihre berufliches Dasein nutzen. Frömmigkeit und Glaubenstreue gehören nicht unbedingt zu den hervorstechenden Eigenschaften jener Christen. wie z.B. die üblichen Verdächtigen unter den Unterzeichnern: Bundestagspräsident Norbert Lammert und sein Z(d)K-Kollege Wolfgang  Thierse, sowie die Schavan-Steinmeier GmbH & Co KG. Es sind die Experten des deutschen Sonderweges, die uns regelmässig mit sonderbaren Ideen beglücken.
Diese Experten starten nun wohl eine nächste Stufe der Absonderlichkeit. Was soll das? Soll zum 50 des V2,.. äh 2. Vat. die Deutsche Einheitskirche der bürgerlichen Mitte starten und  die Fusion bis zum Reformationsjahr 2017 geschafft sein? Am 5. September wissen wir mehr!
Vermisst habe ich auf der Liste Heiner G., Uta R.-H., Eugen D. und Hans K. Das wird sich bestimmt noch ändern!
Ein wenig enttäuscht war ich, als ich las, daß auch Altbundespräsident Richard von Weizsäcker sich zur Unterschrift hat bewegen lassen.

Eine provokante Anfrage am Ende:
Was wäre wohl passiert, wenn eine Initiative unter z.B. Bischof em. X ähnlich unsensibel eine Kampagne gestartet hätte, vielleicht mit so schillernden Titeln wie:
Unser Glaube heißt Treue! (urgs)
Am römischen Wesen kann Deutschland genesen! Für Papst und Kirche!

Ja, ich weiß: es kommt nicht so sehr darauf an, was gesagt wird. Es kommt darauf an WER es sagt.

Mahlzeit!

Donnerstag, 23. August 2012

Loriot einmal etwas anders

Bernhard Viktor Christoph Karl von Bülow in der Talkshow 3 nach 9 aus dem Jahre 1979.
Die Moderation durch Marianne Koch war damals schon ziemlich, ...nun ja! Der nackte und peinlich dumme Vorspann ist als Zeitdokument zu verstehen. Wer sich das ersparen will, steige ab 0:14 ein. Seine Aussagen über Medien, Politiker und Preussen sind zeitlos wie aktuell! Es lohnt sich, dem Video zu folgen.
Hier geht es lang!

Mittwoch, 22. August 2012

Im Westen nichts Neues

Ein syrisch-katholischer Erzbischof ist (wieder einmal) zu Gast in Deutschland und findet deutliche wie warnende Worte zum Islam in Europa. Es kam, wie es kommen mußte, wenn jemand die friedliche Ponyhofstimmung deutschen Gutmenschentums stört: Der gastgebende Dechant distanziert sich etwas peinlich berührt und die örtliche Monopolzeitung schiebt einen unglaublich uninformierten Artikel über einen "anstrengenden Gast" in die Öffentlichkeit. Damit alles wieder ins Weltbild paßt, kehrt man die Rollen um: Aus dem Opfer wird ein Störenfried und Hetzer!
Nein, werte Praktikantin, werter Dechant, Exzellenz wissen nur zu genau, wovor es zu warnen gilt! Es ist die Realität da draußen, außerhalb der Redaktionsstube und der Multikulitkgesprächskreise!
Zur Erweiterung des Denkhorizontes empfehle ich Ihnen einen Gegenbesuch im Libanon und besuchen sie bei dieser Tour doch direkt unsere christlichen Brüder in Ägypten, der Türkei (wo man gerade wieder einmal Kirchen in Moscheen umbauen will), im Irak oder in einem der aufblühenden Gottesstaaten in Afrika. Sollte Ihnen das zu kostspielig sein, so machen Sie doch einmal einen Ausflug in den Dortmunder oder Essener Norden.
Herr Dechant, wie wäre es, wenn Sie der Neuevangelisierung des Ruhrgebietes einmal ein etwas Schwung verleihen, indem Sie z.B. den migrationsbevorteilten jungen Herren auf dem Altenessener Karlsplatz - in aller versöhnten Verschiedenheit - Einladungen zu einem Taufbewerberseminar zukommen lassen. Sollte Ihnen das zu kulturimperialistisch oder zu waghalsig sein (man soll das Martyrium nicht bewußt suchen!), dann habe ich einen Lektürevorschlag für die gute Stube: Nehmen Sie sich doch einmal die letzten Berichte der UNO über die steigenden Übergriffe auf Christen vor. Ist Ihnen das zu global und wenig griffig, so lesen Sie doch bitte wenigstens diese Studie, nach der 8% der in Deutschland lebenden Türken Christen für minderwertig halten und 18% so über Juden denken und religiös nicht auf Liberalisierungskurs sind.
Wenn nun schon das schlechte Denken über Christen kaum einen Menschen interessieren dürfte, so sollten doch die 18% den BND aus der Reserve locken.

Einen nachdenklichen Abend wünscht,
Laurentius von der schäl sick!

Dienstag, 14. August 2012

Konferenz der Ungehorsaminnen

An der Katholizität gewisser Damenkonvente in den ehemaligen Westindischen Kolonien ihrer Majestät (USA) gibt es berechtigten Zweifel. Rom fordert Gehorsam. Die alten Damen des LCWR denken aber  nicht einmal daran und feiern in aller Pathetik den Aufbruch in eine neue Zeit. Daß diese Zukunft für das Gros der Versammeltinnen eher über kurz als über lang vor den Richterstuhl Gottes und die Seelenwaage des Erzengels führen könnte, scheint nicht zu einem Umdenken zu führen. Denken ist überhaupt das Stichwort. Denn wenn ich mir das Video von der Abschlußveranstaltung jener "Convention" ansehe, dann frage ich mich: Wo lassen sie denken, meine Damen? Nun sind Amerikaner im Umgang mit der Geschichte immer gern etwas großzügiger und nicht so verbissen wie wir Deutsche. Und wie es um das amerikanische Bildungssystem bestellt ist, ist ja auch bekannt. Andereseits ist Amerika das Land der fortgesetzten Political Correctness. Aber vielleicht zeigt sich das Dilemma jener Damenkonvente auch ganz einfach in der Unbedarftheit dieser Geste, die offensichtlich zuviel an irgendeine Zukunft denkt und zu wenig von der Vergangenheit zu wissen scheint.
Das Video ist nichts für zart besaitete Seelen!!!
Die Musik erinnert an Woodstock. Das ist schon schlimm genug. Aber diese Geste! Die haben wirklich einen an der Waffel!
Katholisches.info hat einen kurzen Artikel dazu.
Zum Video geht es hier!

Dienstag, 7. August 2012

Bamberger Erotik-Messe

Während sich der evangelische Erotik Gottesdienst als klassische PR-Luftnummer (Entschuldigung!) erwiesen hat, scheint im Bamberger Dom eine Austellung zu sehen sein, die zumindest in Teilen erst ab 18 Jahren zugänglich sein sollte. Wenn das so stimmt, ist es ein echter Skandal.
katholisches.info
Mehr dazu bei Fides et Forma

Freigeistig bis zur Geistlosigkeit

Ich lese selten freidenklerische Elaborate. Wenn mir schon mal etwas unterkommt, so lese ich es in den seltensten Fällen durch. Meistens langweilen Sie mich mit ihrer antitranszendenten Eindimensionalität, gehen mir mit ihren Alleingültigkeitsansprüchen auf die Nerven oder verstoßen derart eklatant gegen Grundregeln logischen Denkens, daß ich mich frage, wie man so etwas überhaupt nur denken kann.
Doch vielleicht sollte ich etwas aufmerksamer werden, denn manchen dieser Traktätchen haftet etwas an, was alarmieren sollte. So ein Artikel bei news.ch, den Josef Brodat in allerfeinster Manier zerpflückt hat. Die "Religion an sich" scheint für artikelnde FreidenklerIn der erklärte Feind des Menschen und seiner Gesundheit zu sein und gibt sich daher betont antireligiös. Es äußert sich eine Vertreterin einer Minderheit, die gegen die erdrückende Mehrheit der Religiösen anschreibt, die offensichtlich alle ein gestörtes Verhältnis zu Gesundheit und zu Kindern hat! Mein geballtes Unverständnis hat sich auch am Ende des Artikels nicht aufgelöst. Ich kann dieser Frau einfach nicht folgen!  So habe ich mich dann gefragt:
Bin ich als religiöser Mensch überhaupt in der Lage, sie richtig zu verstehen, so frage ich mich am Ende ihres Artikels?
Bin ich nicht zu sehr in der unterdrückenden Ideologie meiner Kirche (*prust*) gefangen, als das mir die Durchschlagskraft ihres Denkens überhaupt auffallen könnte?
Ein besonderes Hindernis scheint für mich dabei - und da bin ich mir am Ende der Lektüre ihrer Zeilen sicher -, daß ich immer noch hörig den Gesetzen antiker Logik folge. Denn der Freiheit ihrer Gedanken zu folgen, war mir auf dieser Basis nicht möglich. Ihr Denken und Schreiben ist so freigeistig, bis an die Grenzen der Geistlosigkeit und auch noch zwei Handbreit drüber! So etwas habe ich im meinem ganzen Leben noch nicht gelesen. Es ist absolut unglaublich, ...schon wieder eine relljöse Floskel!
Aber der Text hat eine weitere Hürde für alle diejenigen, die religiös und dann auch noch historisch denken: Als ein solchermaßen gebundener Mensch wird man gegen den Text und das so freie Denken der Autorin einige Einwände formulieren müssen. So muß man fragen, ob man aus der Geschichte der letzten 300 Jahre nicht gelernt haben könnte, wie "gesund" betont antireligiöse Regierungen für den einzelnen Menschen, wie für ganze Völker gewesen sind. In ihrem Generalangriff auf die Religion spricht sich ein neuer antireligiöser Totalitarismus aus, der nun nicht mehr eine Minderheit oder Mehrheit im Lande, sondern die ganze Welt ins Auge faßt. Dabei geht es aber nicht um solche wenig greifbaren Größen wie "Volksgesundheit", sondern ganz individuell um "Kindeswohl". Wer kann schon gegen das Wohl der Kinder sein? Ist das nun schlicht oder subtil? Man möchte eigentlich keines unterstellen müssen. Aber eines ist es dem historisch Denkenden auf jeden Fall, es ist zu bekannt, als daß man keine Gänsehaut bekäme und nicht die Gefahr sähe, die in diesem "Denken" liegt. Es ist plump und gefährlich.
Soweit meine Kommentierung mit dem bekannten Holzhammer!
Hier geht es zu news.ch.
Hier zu Josef Brodat in aller bewunderten Subtilität.

Mittwoch, 1. August 2012

Luxusprobleme!?

ich habe einige Minuten nachgedacht, wie ich diesen Eintrag betiteln soll. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dann für Luxusprobleme entschieden. In Dxxxxx (aus Gründen der political-correcten Selbstzensur zensiert) ist einem Sportreporter wegen eines Kommentars nun per welt-online die Anklageschrift wegen Verbrechens gegen die Gutmenschlichkeit zugestellt worden. In den nächsten Tagen wird nun das Schrebengericht der dxxxxx Öffentlichkeit in den Medien tagen. Der Ton wird jene an schlimme Tage der deutschen Gerichtsbarkeit erinnern, denen der, jedes kritische Denken verbietende, quasireligiöse Antifaschismus noch nicht Gewissen und Verstand in blindem Gehorsam erstickt hat. Das Strafmaß dürfte -heute wie damals- schon jetzt feststehen. Soziale Vernechtong!

In den ehemaligen westindischen Kolonien des Vereinigten Königreiches (vulgo USA) hat sich ein christlicher Fast-Food-Lokale-Besitzer, der sich um gesundes Essen und das Wohl seiner Mitarbeiter kümmert, zu einem christlichen Familienbild bekannt. Prompt wird aus einer bestimmten durchgedenderten Ecke zum Boykott aufgerufen! Prompt rufen "konservative Fernsehprediger zum demonstrativen Besuch der Lokale auf. Fastfodd als "Glaubenssache"!
Und während die selbsternannten westlichen Tugendwächterräte der Antidiskriminierung durch Diskriminierung zum Kult der höchsten Unvernunft zu erheben suchen, sitzen in Indien Millionen Menschen ohne Stromversorgung da.
Nun werden sie sich fragen, was hat das eine mit dem anderen zu tun? Der Boykottaufruf in den USA hat mit dem Stromausfall in Indien überhaupt nichts zu tun. Es gibt keinen Zusammenhang. Es hat gerade genauso viel miteinander zu tun, wie ein Boykottaufruf gegen einen Hähnchenbrater mit Antidiskriminierung zu tun hat, nämlich überhaupt nichts! Es wird dazu aufgerufen, einen Firma zu ruinieren. Damit werden unbeteiligte Menschen vielleicht arbeitslos, in der Firma, in Zulieferfirmen, Farmer etc. pp. Es werden Menschen womöglich um ihreAltersversorgung, Krankenversicherung, ihr Heim gebracht, die Kinder der Familien womöglich um ihre Zukunft. Damit tut man keinem Menschen etwas gutes, aber bringt aber vielen Unbeteiligten Sorgen und Nöte. Weil sich jemand durch die Spende eines Andersdenkenden beleidigt fühlt, ist man bereit, eine unbestimmte Anzahl von Menschen ins Elend zu stürzen. Ich will zugunsten jener Gutmenschen einmal annehmen, daß sie in ihrer ganzen Emotionalität und aufgewühlten Betroffenheit über solche Folgen nicht nachgedacht haben. Denn die Ratio spielt keine Rolle, wo doch die Gefühle eines jeden einzelnen heute die Hauptrolle spielen. Verantwortung ist zu einem Drohwort in Schadensersatzprozessen geworden und ist keine Referenzgröße mehr für das eigene Verhalten.darum schauen noch einmal mit kühlem Verstand auf die Dorhgebärde der Boykottfront. Wenn man das Szenario betrachtet und die Folgen bedenkt, so ist der Boykott der Gutmenschen nichts anderes als eine schlichte, diabolische Erpressung des Hähnchenbraters, sich ihrer verqueren Weltanschauung zu unterwerfen! Widerrufe oder wir vernichten dich und die Deinen!
Und während Frankreich und Italien nun eine Kontovollmacht von Frau Merkel will, sieht Herr Junckers die europäische Gemeinschaft in Gefahr, weil Deutschland angeblich nationale Ressentiments schüre.
Luxusprobleme? Ja und Nein. Alles das ist zunächst ein deutliches Signal einer dramatischen Unterversorgung. Wie sonst soll man die allgegenwärtige Gleichmacherei bewerten, die keine Unterschiede mehr machen will? Es fehlt die Gabe der Unterscheidung.
Wie soll man die kurzsichtige Selbstbedienungsmentalität gewisser Länder nennen?
Fehlt es nicht an Maß?
Es fehlt auch an Liebe, Aufrichtigkeit, Güte, Demut.
Wenn es jemals so etwas wie einen Beweis für die Notwendigkeit des Christentums für den Fortbestand der Menschheit geben sollte, dann dürfte der Zustand unserer Gesellschaft ein nicht unerhebliches Indiz darstellen.

Entweltlichung der Kirche, oh wie nötig ist sie!

Wie erlösungsbedürftig ist diese Welt und wie notwendig ist unsere Kirche!
Wie sagte schon der große Gilbert Keith Chesterton F.D.:
Die katholische Kirche ist die einzige Institution,
die den Menschen vor der erniedrigenden Sklaverei bewahrt,
ein Kind seiner Zeit zu sein.



Montag, 30. Juli 2012

Birettini

Aus der Kategorie "liturgical incorrect" ein Link zu einem selten gut gewandeten Domchor deutscher Zunge. Ich hätte dort manche Schauerlichkeit erwartet, wie Sackalben oder Nickipullover, aber ganz bestimmt nicht diese Kopfbedeckungen!
Es soll so was ja früher auch für Ministranten gegeben haben...

Sonntag, 29. Juli 2012

Komplet von 1586 neu gesetzt


Der kleine, aber sehr feine Heftkespastoralverlag hat vor einigen Tagen die Komplet in der Fassung des römischen Breviers von 1568 herausgebracht. Die lateinisch-deutsche Ausgabe ist für den Gesang eingerichtet und kann als pdf heruntergelanden werden. Hier geht es zur Komplet und hier zum Heftkespastoralverlag.
Für den klangvollen und gelungenen Abschluß des Liborisonntags!

Freitag, 27. Juli 2012

P. Uwe M. Lang verläßt Rom

Pater Uwe Michael Lang, nicht zuletzt bekannt durch sein Werk "Conversi ad dominum", verläßt Rom und kehrt ins Londoner Oratorium zurück.Was das nun zu bedeuten hat, ob es was zu bedeuten hat? Es könnte bessere Nachrichten geben.
Meldungen bei katholisches.info.

Hindenburglichter! (Philippika am Freitag)

(Sommerlochrecycling eines älteren Entwurfes)
Also bei uns zu Hause hießen Teelichter "Hindenburglichter". Allein der Name läßt nicht gerade Feierstimmung aufkommen. Das "Hindenburglicht"  gehörte ins Stövchen und als Notbeleuchtung in den Vorratsschrank. Die Herkunft dieser Stearindosenbeleuchtung rührt aus einer Notsituation und es istmachte es eher ein praktischer Helfer oder ein notwendiges Übel. Schön ist es nicht. Das "Hindenburglicht" spendet etwas Wärme und ein wenig Licht. Sie kommen aus dem Schützengraben des WK I, hatten ihren festen Platz in den Luftschutzbunkern im WK II und waren bei uns nur sehr ungern gesehen, weil die im Hause wohnende Großelterngeneration diese Ursprungsverwendung nur zu gut kannten und auch zum alten Hindenburg ein wenig gutes Verhältnis hatten. "Hindenburglichter"
Es wäre niemals jemand in den Sinn gekommen, eine Festtafel mit "Hindenburglichtern" zu zieren. Da kamen richtige Kerzen in entsprechenden Leuchtern auf den Tisch. Da mußte keine Feierlichkeit erklärt oder heraufbeschworen werden. Sie war einfach zu sehen.
Leider hat sich der Spitzname etwas verloren und auch der ursprüngliche Zweck ist nur wenig bekannt. Seit Jahren macht das "Hindenburglicht" mehrere Karrieren. Als Raumbedufter und Beleuchtungseinsatz für allerlei Gerätschaften des Kunst- und Bastelgewerbes tritt es uns überall entgegen. Wer einmal die riesigen Kartons mit den 100er Säckchen in nordischen Möbelmärkten gesehen hat, der weiß, wie sehr sich das früher so "kostbare" und an Mangel und Not erinnernde "Hindenburglicht" von seinen Ursprüngen entfernt hat und zu einer zwielichtigen Massenware mit trauriger Vergangenheit entwickelt hat. So ändern sich die Zeiten.
Ein gut abgetarntes "Hindenburglicht" kann durchaus ein freundliches Licht zaubern. Was ich jedoch überhaupt nicht ausstehen kann, ist der Ersatz von Opferkerzen durch "Hindenburglichter". Sicherlich wird den Küstern die Arbeit erleichtert, es ist auch irgendwie sicherer und der Einkauf der "Hindenburglichter" günstiger als der Einkauf  von Kerzen. Ja, ich weiß und die kfd kann damit besser tanzen und bei Jugendgottesdiensten lassen sich so schöne Symbole legen! Das ist alles schon schlimm genug, aber als Opferlicht?
Ja Herschaftszeiten ist euch denn nichts mehr peinlich? Wenn ihr die 30 Cent oder sonst was in den Opferstock gesteckt habt, wie erklärt ihr bitteschön der Jungfrau Maria, dem Heiligen Antonius oder wem auch sonst, daß ihr nicht eine ordentliche Wachskerze zu ihren Ehren entzündet, sondern mit einem lumpigen "Hindenburglicht" daherkommt! Wie das schon aussieht! Bunte Plastebecher oder noch schlimmer im Alumantel! Das ist doch eine ausgewachsene Unverschämtheit, der Gottesmutter einen solchen Kram anzutragen! Da kann man doch nicht von einer Kerze sprechen!
Wenn ich dann schon sehe, wie sich die Küster - oder wer sonst für die Schilder zuständig sein mag - um "Hindenburglicht" oder "Teelicht" herumdrücken.  In mancher Kirche findet sich so euphemistische Umschreibungen wie "Opferlicht, 50 Cent" Opferlicht! Wenn ich das schon lese!
OPFERLICHT!!! Dieser fromme Etikettenschwindel! "Teelicht" muß es heißen oder besser gleich "Hindenburglicht"! Jawohl! Wenn schon die Plätze nicht mehr so heißen sollen, dann wenigsten diese Notbeleuchtung!
Ja und wie sagen sie es dann der Gottesmutter, wenn sie dieses Gelumpe entzündet haben? Vom wohlriechenden Duft des Wachses kann ja wohl kaum eine Rede sein! Versuchen sie, es ihr schönzureden oder benutzen sie gar den Begriff "Opferlicht"? Steigt Ihnen denn nicht die Schamesröte ins Gesicht, wenn sie ein solches Geraffel vor die Madonna stellen?  Was? Für ein "Hindenburglicht" soll der Heilige Antonius eurer Vergesslichkeit aufhelfen?  Stearindochtlinge vom Discounter! Das sind ja, ... also, da hat ja der Wachsdocht am Kerzenanzünder des Küsters noch mehr Würde! Das ist ja geradezu ein himmlisches Lohndumping! Und da wundert ihr Euch, wenn die Erhörungen ausbleiben und der Heilige Antonius den verlorenen Schlüsselbund nicht wieder herausgibt. Also ich kann das verstehen!
Aber es geht ja noch schlimmer! Strom statt Stearin! Der Wahnsinn!
Die Kerzeninnung (Schau an!) hat einen Artikel von Dr. Eduard Nagel (Aha?!)veröffentlicht, der sich in passender Weise über eine neue Fehlleistung  sog. "Kirchenausstatter" ausläßt. So ganz neu ist das zwar nicht, wenn ich an Italienreisen Ende der 1980er denke, aber die Technik der Flammensimulation scheint deutliche Fortschritte gemacht zu haben. Der Bes.... ist nun so täuschend, ....ja wen will man denn damit, ...also, das ist doch ebenso ruß- wie sinnfrei!
Wenn das Schule macht, dann bleibt nur noch der Gang in eine orthodoxe Kirche oder der Bau einer Hauskapelle!
Ein schönes Wochenende und gute Andacht!

Donnerstag, 26. Juli 2012

Parade versus orientem

Frühling und Sommer sind die Zeit der Volksfeste und der Brauchtumspflege. Karneval liegt schon länger zurück. Jetzt ist die Zeit für Kirmes und Schützenfeste. Es heißt also wieder einmal: D'r Zoch kütt! Härrlisch!
Doch ganz unproblematisch ist diese Brauchtumspflege für Freunde des fortschrittlichen deutschkatholischen Nonkonformismus nicht, denn sie erweist an manchen Stellen als "liturgiereformresistent".
Ein Video zeigt deutlich, wie wenig sich Volxaltar und gewachsenes katholisches Brauchtum vertragen. Er steht schlicht und einfach im Weg. Aus diesem Grund ist er hier einfach auf die Seite geschoben worden. Die Frage: "Wohin soll ich mich wenden?" ergibt sich nicht. Eine "Parade versus populo" würde wohl niemand als sinnvoll ansehen.



Ne, wat schön! Wun-der-bar!!!

Mittwoch, 25. Juli 2012

Erschtens: Über die Rähligion

"Bolidische Gedangen
zu babier gebrachd fon mier selbs, Jozef Filser, keniglicher Abgeorneter und barlamendarrischer Fertretter ....

Erschtens: Über die Rähligion 
...
Es giebt schwahche und schtarke Kadolliken.
Die schwahchen Kadolliken kohmen durch die Unifersatet, wo die brofesser leuder gans fräch und unferschembt sein dierfen, indem sie biecher schreihben, wo es zum beischpiel heußt, das der Mentsch vom Ahfen abschtamt.
...
Die schwahchen Kadoliken giebt es plos in der Schtadt und bald einer auf dem Land forkohmt ist es eine Ausnam oder ein Schuhllerer."
aus: Ludwig Thoma, Briefwechsel eines bayrischen Landtagsabgeordneten, Mit zwanzig Zeichnungen von Eduard Thöny, Albert Langen Verlag für Litteratur und Kunst , München 1909, S.113f.


Kontinuität und Diskontinuität in Baiern!




Donnerstag, 19. Juli 2012

Mach dich vom Acker, Papist!???

Wenn das Wetter auch eher an einen späten April oder sehr frühen Herbst erinnert, so ist zumindest in den Lokalzeitungen der Sommer spürbar und zwar in Form des berühmten Sommerlochs. Wärmend strahlt uns durch ein solches Sommerloch aus der Provinz etwas entgegen, was zwar keinen Sonnenbrand, aber doch zumindest ein leicht irres Lachen hervorruft. Als ich den Artikel gelesen hatte, fragte ich mich, ob die Strahlennschutzkommission uns vor Jahren vielleicht einen Störfall im KKW Kalkar verheimlicht hat, bei dem es über dem Gemeindeland der evangelischen Gemeinde zu einem fallout gekommen war.
Zur Sache:
Am Niederrhein, im lieblichen Uedem, gibt es offensichtlich (vielleicht?) eine konfessionell motivierte Bodenreform. "Kirchenland in Geusenhand!" so könnte der Schlachtruf heißen, wenn man dem etwas verwirrenden Artikel folgen wollte.  Offensichtlich hat ein örtliches Presbyterium einen langjährigen Pachtvertrag mit einem katholischen Landwirt gekündigt. Warum es dazu kam, bleibt leider im Dunkeln. Da heißt es einmal, demnächst solle evangelischer Boden nur noch an evangelische Landwirte verpachtet werden. Cuius regio, euis religio in der Updateversion 2.1!
Gleichzeitig braucht die Kirchengemeinde dringend Geld für eine Kircherenovierung. Der von der urprotestantischen Scholle Vertriebene hat der Kirchengemeinde ein Kaufangebot gemacht. Aber verkaufen geht angeblich nicht, weil dann das Geld bei der Landeskirche landet! (Wer ist hier zentralistisch?) Dann schweigt sich die oberste Kirchenleitung vor Ort aber wieder aus und dann geht es um den unökologischen Landbau (Mais für Biogas), der angeblich zur Kündigung geführt habe. Man habe alle Pachtverträge gekündigt! (Wie bitte? Man ist schon pleite und macht sich also durch eigenveerschuldete Mindereinnahmen noch "pleitener" als man ohnehin schon ist! Haften Presbyter wie KVs auch mit ihrem Privatvermögen?) Man wolle in Zukunft nur noch ökologischen Landbau!
Contra papistische Monokulturen!
Pro reformiert-spassfreie Dinkelbratlinge!
Mit Blick auf den Bekenntnisstand der evangelischen Schwestern und Brüder erscheint mir das am ehesten plausibel zu sein.
Wer es lesen mag, bitte!

Montag, 16. Juli 2012

Was schreibt man dazu?

Soll man überhaupt was dazu schreiben?
Nun habe ich mich entschieden, Frau Musica sprechen zu lassen.
Dieses nicht ganz unbekannte Stück ist in den Dudelkladden des österreichischen Bundesheeres unter "Kondukt" zu finden. Irgendwie passend, oder?

Montag, 18. Juni 2012

Ausfüllhilfen für eine "Herderstudie"

Wir kennen alle die Situation:
Man öffnet den (faktischen oder virtuellen) Briefkasten und schon wieder liegt neben jeder Menge anderem Ramsch eine sog. "Umfrage" aus dem Hause xxx aus Fr.i.Br. dazwischen. Was als Fragenkatalog und Volksbefragung zu relevanten und aktuellen Themen der Kirche daherkommt, ist bei genauerer Betrachtung nichts anderes als ein Ansammlung von deutschkatholischen Parolen, die in Form von Suggestivfragen als Vorklapp für den eigentlichen Zweck dienen, nämlich den unvorsichtigen Befragten zum Abschluß eines Abonnements für ein auflagenschwaches Reformblättchen zu bewegen.
Ich habe mir das Ausfüllen dieser Umfragebögen immer für das Frühstück am Samstag aufgehoben.  Befriedet von frischen Brötchen, Kaffee und dem beruhigenden Blick in den Garten gelang mir manchmal eine Antwort sine ira et studio.
Wer zu einer aktuellen Umfrage der "Korrespondenz" jenes Verlagshauses eine Ausfüllhilfe sucht, der ist bei Echo Romeo gut aufgehoben.
Seine Antworten sind nicht nur humorvoll, sie legen auch die sprachlichen und inhaltlichen Fragwürdigkeiten mit Witz und Verve frei.
Ein empfehlenswerte Lektüre auch für "Nichtausfüller".
Etwas ernsthafter und ebenfalls empfehlenswert sind die Antworten, die uns Jürgen auf  "Da quod iubes" bietet.

Donnerstag, 14. Juni 2012

Lob der Polemik

 Das Bloggertreffen in Freiburg i.Br. (schöne Abkürzung) hat stattgefunden und in der Blogozese scheint der Teufel los zu sein. Die Fragen nach Einschätzung der Tage, die Berichterstattung durch offizielle, die Wortwahl bei den Redebeiträgen vor Ort, die Endrücke der Hauskapelle und und und. Alles wird diskutiert. Das ist ja auch gut so. Der eine Blogger poltert munter drauf los. Der andere Schreiber ist differenzierter, etwas vorsichtiger in seiner Wortwahl. Alles wie gehabt? Nein! Ich beobachte ein Phänomen, das mir ein wenig Sorge macht! Heftige Diskussionen branden nun auf, ob man das so sehen kann, darf oder sollte. Man schüttet sich gegenseitig die Kommentarbereiche voll und diskutiert sogar über die Berechtigung von rhetorischen Mitteln! Was ist nur passiert?
Reicht schon ein Besuch in Freiburg, eine Tagung in einer deutschen katholischen Akademie aus, um den Spaltpilz der Selbstbeschäftigung, der die katholischen Verbände lähmt, auch in die Blogozese zu tragen? Selbstbeschäftigung und Selbstzensur durch die Blogozesanen? 
Das wäre ein scharfer Bruch mit der Tradition!
Nun ich gebe zu, das ist jetzt ziemlich polemisch!
Sicherlich ist es auch gut darüber nachzudenken, wie man mit einander umgeht und sich im Zweifelsfalle für Sachlichkeit, Freundlichkeit und höflichen Umgang zu entscheiden, auch und gerade um sich von gewissen Gestalten abzusetzen. Sicherlich ist es mit Entsetzen zu beobachten, wie sehr die Umgangsformen in den Meinungsforen zu wünschen übrig lassen. So mancher würgt einfach ein abscheuliches Gewölle in die Öffentlichkeit. Vieles ist von Haß und gefährlichem Unwissen geprägt. Doch sollen wir deswegen auf sprachliche Mittel verzichten und ecclesiastical oder political correct werden?
Darf ich deswegen nicht mehr polemisch sein?
Stellen wer uns mal janz dumm! Wat is Polemik?
Da sagt der Wiki von Pedia (immer Autoren angeben!) zum Beispiel:
"Polemisieren heißt, gegen eine (bestimmte andere) Ansicht zu argumentieren. Der Polemiker sucht nicht zwingend den Konsens, sondern versucht im rhetorischen Wettstreit seinen Argumenten zum Durchbruch zu verhelfen (vgl. auch Eristik). Als Gegensatz dazu wird auch die Apologie genannt, obgleich natürlich auch eine solche (Literatur betreffende) Rechtfertigungs- bzw. Verteidigungsrede durchaus polemisch sein kann. Das heute nur noch selten benutzte Wort Irenik ist als weiterer Kontrastbegriff zu Polemik anzusehen.
Kennzeichen von Polemik sind oft scharfe und direkte Äußerungen, teilweise auch persönliche Angriffe."
Soweit, so gut! Dagegen ist doch zunächst einmal nichts zu sagen, solange es um den Wettstreit von Argumenten geht und - so möchte ich jetzt als katholischer Blogger hinzufügen - wenn es dabei um die Unterstützung der Sache der Kirche mit lauteren Mitteln geht. Und hier tut sich für mich im letzten Satz des Zitates nun eine deutliche Grenze auf, die es m.E. nicht zu überschreiten gilt, die Grenze zum persönlichen Angriff, so wie er im folgenden Teil charakterisiert wird. Ich zitiere weiter:
"[Kennzeichen von Polemik sind oft scharfe und direkte Äußerungen, teilweise auch persönliche Angriffe.] Gelegentliches Ziel ist das Demaskieren eines Opponenten im Glaubens- und Meinungsstreit. Gegebenenfalls bedeutet dies auch die – mehr oder weniger – subtile Beschuldigung des Opponenten, keineswegs jedoch den Verzicht auf sachliche Argumente.
Hier wird es nun sehr gefährlich. Diese Gratwanderung sollte man tunlichst meiden, so finde ich.
"In der klassischen Rhetorik spricht man in einem solchen Fall von der argumentatio ad hominem (das auf die Person gerichtete Argumentieren). Dies meint das Bloßstellen, das Überführen eines Gegners, wobei man zum Beispiel seine Glaubwürdigkeit, seine Reputation und ggf. auch seine Integrität insgesamt anzweifelt, indem man evtl. Widersprüchlichkeiten seiner Ausführungen bzw. seiner Handlungen oder Unterlassungen unmittelbar zu seinen öffentlich proklamierten Einstellungen und Absichten aufzeigt."
Also das geht nun gar nicht aber in vielen "Diskussionsbeiträgen" ist auch dieser Bereich längst verlassen worden.
Manchmal habe ich den Eindruck, es geht nur noch um das "Plattmachen" der Person oder Institution. Welche Abgründe sich manchmal auftun...
Aber deswegen keine Polemik mehr in blogozesanen Veröffentlichungen? Soll man das Malen von Landschaften aufgeben, bloß weil der heutige Kunstbetrieb sich offensichtlich nur noch auf das Umschütten von Farbeimern zu verstehen scheint? Sollen keine Gedichte und Lieder mehr entstehen, wie die des Thomas zum Katholikentag, weil die Protestsongs von WisiKi über ein verbiestertes "Reim dich oder ich krieg dich!" nicht hinauskommen.
Nein, es braucht die Polemik und zwar in qualitativ guter Form.
Ein Hundeleben auf Vox clamantis in deserto ist ein gutes Beispiel dafür!
Also, lasst uns weitermachen für die gute Sache!
Doch gönnen wir uns für die nötigen Repliken in Zukunft etwas Zeit, wenn es möglich ist. Nach Abendgebet und Abendessen entkorke man eine Flasche Wein oder gönne sich ein gutes Bier. Und wenn dann Käse und Rauchwerk munden, nehme man sich den Text noch einmal vor. Er wird seinen wahren Stellenwert bekommen und die Replik wird abgeklärt, leicht und heiter aus den Tasten laufen!

Ach, wenn mir das einmal so gelänge!

Tschö zusammen und nix für ungut!
 

Montag, 4. Juni 2012

Friedel Springer, Mendelssohn und Broder

Liebe Leser,

Frau Friedel Springer ist mit der Moses Mendelsssohn Medaille ausgezeichnet worden.
Kein Geringerer als Henryk M. Broder hat die Laudatio gehalten.
Die BILD bietet den brillanten Text im Netz.
Lesenwert!!!

Samstag, 2. Juni 2012

Die Presse sägt mal wieder (Update)

UPDATE:
Unten der Artikel von "vorige Tage"
Wie ich mitgeteilt bekam, hat nun die andere Ortszeitung einen wesentlich besseren Artikel verfaßt. Pfarrer und Brautpaar haben sich ausgesöhnt. Die Kuh ist vom Eis, aber der Flurschaden ist Dank der WAZ bestimmt nicht gering!
RUHRNACHRICHTEN-LINK

Gerade erreicht mich die Nachricht, daß die Provinzpresse im nördlichen Ruhrgebiet mal wieder zur Hetzjagd bläst. Ein unbescholtener Priester hat eine Trauung ohne die Eucharistie beendet, nachdem sich weder Bräutigam noch Braut (Grundschullehrerin mit missio!) noch Gemeinde in participatio actuosa übten. Weder wurde auf Gruß oder Gebetsaufforderung eingegangen, noch wurde mitgesungen.
Nun drücken Braut und Familie auf die Tränenedrüsen, beschweren sich beim Bischof und fanden in der Provinzpresse einen willigen Aufnehmer, der die Emotionssülze aufgesogen hat. Am Ende ist nun ein Artikel entstanden, der aus der peinlichen Dummmheit der Familie einen Skandal der Kirche machen will.
Der Kommentarteil wird (bis auf wenige Ausnahmen) von den üblichen Dummdreistigkeiten dominiert.
Wer Zeit und Nerven hat, der springe mit ein!
Hier geht es zum Artikel!

Freitag, 1. Juni 2012

Der Father Brown Seiner Heiligkeit

heißt offensichtlich Georg Gänswein. Nur ganz im Gegensatz zum Roman-, Film und Fernsehpfarrer wird ihm wohl kaum eine Strafversetzung "wegen Kriminalisierens" drohen.
In den letzten Tagen ist sehr viel über diese "Krise" geschrieben worden. Sicherlich ist es schlimm, wenn der eigene Kammerdiener Interna ausplaudert, aber wenn ich mir ansehe, welches Material dort gestohlen und weitergereicht worden ist, so findet sich doch nichts, was für einen Skandal auch nur ansatzweise taugen könnte. Es ist doch eigentlich alles bekannter Kram, wenn ich den seriösen katholischen Medien Glauben schenken darf. Ganz im Gegenteil scheinen die Schriftstücke doch deutlich zu zeigen, wie lauter der Papst und seine Mitarbeiter sind, unschuldig, wenn auch manchmal angeblich nicht optimal organisiert. Ja und? Ist das alles? Was für eine Enthüllung! Schlimm bei dieser Affaire ist doch der Vertrauensbruch, die Dreistigkeit und Dummheit, die hier zutage tritt! Wie kann ein Mensch eine solche Vertrauensstellung derart mißbrauchen und dann noch für ein "Nonevent"?
Die daraus resultierende Enttäuschung des Heiligen Vaters ist wohl der traurigste Aspekt bei diesem Fall.
Letztlich steckt in jeder Krise eine Chance. Ich sehe hier deutliche Chancen, Sicherheitslücken zu schliessen und gleichzeitig das Umfeld des Papstes auf seine Zuverlässigkeit zu prüfen. Ich denke, der Papst wird zwar menschlich enttäuscht aber in seinem Amt gestärkt aus der Geschichte herausgehen.
Schauen wir mal, was daraus wird und nehmen wir die Dunkelmänner und Verräter mit in unsere Gebete. Gott möge Ihnen die Erkenntnis ihrer Sünden und Reue schenken.

Schönes Wochenende!

Freitag, 18. Mai 2012

Ja wo laufen sie denn...? (Glosse)

"Haaach, ich bin ja so aufgeregt. .... Ja, wo laufen sie denn nun hin?"
Diese berühmten Sätze einer unsterblichen Kabarettnummer, die Loriot mit seinen Zeichnungen geadelt hat, kamen mir in den Sinn, als ich mir den Aufbruchstext des Z(d)K's gegönnt habe.
Meine Güte, was die alles wissen, können und stemmen* würden, wenn man sie nur richtig ließe!
Ja, des is ja der Waaahnsinn! Welch ein Potential zur Weltrettung im Z(d)K und seiner angeschlossenen Gremien so steckt! UNGLAUBLICH! Doch keiner "wertschätzt" das wohl, wenn ich den jammerigen Ton richtig verstanden habe. Überhaupt diese Sprache: das ist bestes Gremienkauderwelsch, unfröhlich durchgegendert und in neuer Rechtschreibung mit dem Etxtrablubb pastoralreferentischer Betroffenheit. Pater Hagenkord bringt es wunderbar auf den Punkt.
Also jetzt mal ganz persönlich, muß ich sagen, das hat mich schon sehr angerührt, ne also wirklich, in echt! Ich habe den Eindruck, hier verabschiedet sich eine Generation und packt in einen Text noch einmal alles rein, was die Katholikentage und Verbände in den letzten Jahrzehnten an pastoralem Neusprech entwickeln konnten. Hier zeigt sich noch einmal die volle Emanzipation von der Amtskirche und vom blinden Glaubensgehorsam!
Reschpekt!
Die Gottesfrage ist übrigens zugunsten der Mitmenschlichkeit, des Naturschutzes, der Energiewende und anderer zentraler Themen der Deutschen Kirche auf das Wesentliche reduziert worden, auf Zitate, die die Argumentation unterstützen. Das Ganze ist so eingedampft, wie wenn Angela Merkel sich in einem Nebensatz auf Konrad Adenauer bezieht, kurz und genauso überzeugend.
Und wenn sie dann im Fernsehen zu Wort kommen, die angegrauten Damen und Herren von "Wir meinen, wir seien die Kirche" und ihre Forderungen von Frauendiakonat und "von der Drohbotschaft zur Frohen Botschaft" in die bunte Schaumstoffbälle greinen, die man ihnen unter die Nase hält, dann wird mir schon fast ein wenig nostalgisch ums Herz, ....Würzburger Synode, das waren noch Zeiten!
Tja, und der Herr Lammert? Nach seinem Ausflug in die Übersetzungen ist er nun wieder im Jammertal angekommen und nöhlt wieder einmal Papst und Bischöfe an. Ich hätte mir da ja eher eine adäquate Lösung des "pro multis" erhofft!
Nein, jetzt mal Spaß beiseite und ein bischen ernster jetzt.
Seien wir doch mal ehrlich: Man könnte doch mit gutem Recht ne Herbstdepression kriegen!
Er ist aber auch zu traurig, dieser Aufbruch!
Es ist ein Aufbruch der Fußlahmen, die "nur noch kurz die Welt retten und 148 Mails checken" wollen, bevor es dann richtig los geht.
Gut, man muß das auch verstehen, es gab ja auch immer soviel zu beschließen. Das bleibt nicht nicht in den Kleidern hängen! Wer über viele Jahre nur in Pfarrheimen und Akademien rumgesessen hat, der tut sich halt schon ein bisserl schwer mit dem Aufstehen, die Knie tuns dann auch nicht mehr so und dann die Kreuzschmerzen..., tja und dann so einfach losstiefeln, alles ohne Kompass oder Wanderkarte? Das kann man doch wirklich nicht verlangen!
Mensch ich werde schon wieder so unartig im Tone!
Also:
Der Aufruf des Z(d)Ks ist ein Zeitdokument ersten Ranges! Es ist ein sprachliches Vermächtnis.

Ein gesegnetes Wochenende!

*Stemmen ist übrigens eine Ansammlung von Höfen zwischen Ekelmoor und Lauenbrück, im Naturschutzgebiet Schneckenstiege, zwischen Scheeßel und Bucholz gelegen. Die Google AG kann Ihnen da weiterhelfen, wenn es sie interessiert.

Dienstag, 8. Mai 2012

Scripted reality

nennen sich TV-Formate, bei denen "Schauspieler" vorgeblich reale Szenen spielen. Das folgende Video fand sich bei youtube. Es ist zwar eine Satire, wirkt aber wie "scripted reality" auf mich, ja es ist geradezu hyperrealistisch. Obwohl alles in einem amerikanischen Slang gesprochen ist, erinnert es mich an hiesige Gepflogenheiten.

Sola scriptura!

Während sich Bischöfe in Schweigen hüllen und die vereinigten Gerontokraten der Laienbewegungen ihre allergischen Reaktionen zeigen, kommt Lob von evangelischer Seite. "Sola scriptura!" schallt es aus Wetter an der Ruhr. Endlich sei der antiökumenische Sonderweg der 1970er Jahre verlassen und die Hochschätzung und Autorität der Heiligen Schrift bekäme durch den Heiligen Vater neue Relevanz. Damit wird also die neue Übersetzung des Messbuches also evangelischer, genauso wie der alte Ordo evangelischer war, als der novus ordo... somit wäre die Reform also reformatorisch im besten Sinne... Das wird jetzt ein wenig kompliziert!
Wie kann man das jetzt vereinfachen, damit es wieder ein Schubladen paßt?
Hm... Meldung kommt von idea... Ha! Evangelische Fundis!
... Autor war Leiter des Amtes für missionarische Dienste... Ha! Der Mann ist fromm!
Somit wären alle Gefahren für die selbstgezimmerten Weltbilder ausgeräumt.
Mahlzeit!
Klicke und lies!

Montag, 7. Mai 2012

Wie beendet man eine Sitzungsperiode?

So und nicht anders!













Samstag, 5. Mai 2012

WWW?

WWW?
Der geneigte Leser wird sich etwas verwundert fragen, was ich mit dem Kürzel für das "weltweite Rechnernetz" wohl will? Hat sich Laurentius mal wieder in aller Eile und Verve vertippt? Mitnichten.
Dieses Kürzel steht für eine Reihe von Fragen, die sich nach der Lektüre eines Artikles bei kath.net ergeben haben. In diesem Artikel sucht der hoch verehrte Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse den Schulterschluß mit S.E. Kurt Card. Koch. Vollmundig wird ein harter Kurs gegen die "Piusbrüder" angekündigt.

1. Weiß Wolle was?
Die Frage kam mir ganz spontan, als ich heute bei kath.net einen Artikel las, in dem unser hochverehrter Bundestagsvizepräsident und Mitglied des Z[d]K, Wolfgang Thierse über die "onnachgiebige" Haltung von Kardinal Koch zur Konzilsfrage bei der Priesterbruderschaft Pius X. sprach. Als ich mit dem Artikel durch war, da wußte ich, hier wird nur allgemeines Gedankengut der letzten Monate wiedergegeben. Doch dann kam mir eine andere Frage:

2. Was will Wolle?
Hier scheint mir der springende Punkt zu sein, die Frage nach dem  "Cui bono?"
Kann es sein, daß hier ein Mitglied des ZKs nicht schon den gerechten Volkszorn über die zu erwartende Entscheidung des Heiligen Vaters vorbereitet? Wird hier nicht schon vor der Bekanntgabe der Entscheidung versucht, den Heiligen Vater in eine Ecke zu schieben? Hier der Kurienkardinal, der eigentliche Chef der Angelegenheiten wäre, wird von seinem Chef düpiert und der "Freund der Fundamentalisten" macht gemeinsame Sache mit den Rechtsradikalen.

Doch halt! Schauen wir noch einmal genau hin!

3. Was war wirklich (los)?
Die Wahrheit steht häufig im Kleingedruckten, aber hier scheint sie im Fettdruck zu stehen:
"Bundestagsvizepräsident: Kurienkardinal Kurt Koch habe ihm versichert, dass die Piusbrüder die Autorität des Lehramtes und damit des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962 - 1965) anzuerkennen hätten."
Aha! Es ist ihm also gesagt worden, daß die Autorität des Lehramtes anzuerkennen sei, worunter auch die Beschlüsse des 2. Vatikanums fallen.
WAHHHNSINN! EIN ECHTER KNALLER! WAS FÜR EINE UNERWARTETE WENDUNG!
Anders ausgedrückt: Nihil novi sub sole!
Dann steht da was zum Judentum (Williamson tanzt durch die Kulissen!) und zur Religionsfreiheit.
Auch nicht mmehr ganz so neu...
Kurt Card. Koch, Nachfolger von Card. Kasper, Ökumene,... ist nicht Card. Levada von der Glaubenskongregation leitend mit dieser Causa beschäftigt?
Wir erfahren also aus zweiter Hand von einer dritten Person, ja was eigentlich?
Wir erfahren, wie nahe ein deutsches Z(d)K Mitglied einem Mitglied der Kurie stehen kann, wenn dieser nur die richtige Meinung zu vertreten scheint.
Ist Herrn Thierse nicht aufgefallen, wie diplomatisch seine Eminenz formuliert hat oder erweist er sich als typischer Vertreter der Konzilsgeist-Interpreten-Schule? Und das er in dieser Sach - mit Verlaub -  "nur mit Schmidtchen und nicht mit Schmidt" geredet hat, ist ihm das nicht bewußt oder ist es ihm gar egal?
Fragen über Fragen tun sich hier auf?
Ich springe zurück zu Frage 2 und werde den dort geäußerten Verdacht wieder aufnehmen.
Wir erleben hier einen Vertreter des realexistierenden Gremienkatholizismus auf deutschem Boden beim Schanzenbau, der die Empörung und den Aufstand der Wutkatholiken vorbereitet.
Man spürt die Absicht, und man ist verstimmt!

4. Was wird werden?
Der Heilige Vater wird inaller Weisheit und Güte zu einer Entscheidung kommen.
Egal wie diese ausfallen wird: auch unser Bundestagsvizepräsident und Mitglied des Z(d)K, Wolfgang Thierse wird sie als gläubiger und folgsamer Sohn seiner Kirche, der die Autorität des Papstes und der Konzile ohne Abstriche anerkennent, mit Freude und Dankbarkeit annehmen.
Da darf es und wird es keine Abstriche geben, nicht wahr, Herr Thierse?