Mittwoch, 30. November 2011

Münsters Restehalle

Häßliche Stühle in schönen Gotteshäusern scheinen der "dernier cri" bei den Neo-Ikonoklasten zu sein. Während man sich in Würzburg noch auf ein einziges Modell ausgesuchter Häßlichkeit verständigen konnte, nimmt man in Münster/Westf. den Weg über den Dachboden und die Straßenränder: Sperrmüll. Auch hier werden bestimmt wieder zur Vertiefung der Frömmigkeit "bewußt fromme Sehgewohnheiten gestört" oder was den Machern von "change places" sonst so an klügelnden Sprüchen einfallen mag.
Leute, das ist eine Kirche, HAUS GOTTES; nicht die Stuhlabteilung von ikea oder das Caritaskaufhaus!
NOCHMAL: DAS IST EINE KIRCHE; EINE SCHÖNE NEUGOTISCHE KIRCHE!!!
HALLOOO, SEID IHR VOLL ASAKRAL ODER WAS?
ICH FREUTE MICH, ALS MAN MIR SAGTE ZU RUDIS RESTERAMPE WOLLEN WIR ZIEHEN! ODER WIE HEIßT DER PSALM? AAAAHH!
Wer sichs ansehen mag, BITTE SEHR!
HEILIG KREUZ MÜNSTER

Ich brauche erst einmal ein Antidot!

Dienstag, 29. November 2011

Würzburgs weiße Wartehalle

Stuttgart 21 ist durch. Ich persönlich halte zwar nichts von dem Modell, allein schon wegen der ungeklärten geologischen Fragen um die Heilquellen, aber gut. Andere skandalöse Umbauten passieren mal wieder unter Ausschluß der Öffentlichkeit.
Kreuzfährten hat eine aktuelle Kirchenzerstörung aus Würzburg eingestellt, die "Modernisierung" der Augustinerkirche. Was die Bombardements der Allierten Luftstreitkräfte überstanden hatte und durch die Wirren der Nachkonzilszeit gekommen war, ist nun endgültig ausgeräumt worden. Das erhaltene Bild des Hochaltares ist durch ein farbenfrohes Transparent verhängt worden, was dem unschönen Orgelgehäuse aus den 1970ern mit seinem lutherischen Aufstellungsort noch mehr Ausdruck verleiht. Die erhaltenen Bänke sind weg. Dafür gibt es nun eine bewegliche Bestuhlung ohne Kniebank, die aus dem Versandkatalog eines Büroartikelhändlers stammen könnte. Der Ort der Wort- und Mahlfeier ist in Form der "Richterschen Ellipse" (Kirchenräume - Kirchenträume) gestaltet, Die Ästhetik der weißen Wand, gepaart mit clavinistischer Stuhlordnung.
Für Mutige und Leser mit niedrigem Blutdruck ein paar Links:
Auf dieser Seite stellt sich der Konvent der Augustiner im Bild vor. Noch Fragen?
Zum Umbau sei auf folgende Unterseite verwiesen: (Klick!) Noch Fragen?
Bilder bei Messa in latino.

Folgenden Text möchte ich jedoch einstellen, er findet sich, wenn man dem zweiten Link folgt:

Anfang des Zitates:
Am 1. Advent wurden nach 15 Monaten Umbauzeit wieder die Türen unserer Augustinerkirche geöffnet. Mit ihr erhält Würzburg einen Freiraum inmitten der Fußgängerzone zurück.

Wir laden ein, in unserer Kirche zur Ruhe zu kommen. Sie ist Ort des Gebets und der Versammlung des Volkes Gottes. Bei den verschiedenen Gottesdienstangeboten kommen wir als „Nachfolgegemeinschaft von Gleichgestellten“ zusammen. Dabei haben Statusunterschiede also keinen Platz.

Trauer und Umgang in und mit Traurigkeiten ist eine wesentliche Erweiterung unserer pastoralen Arbeit. Der neu geschaffene ZwischenRaum unterhalb der Empore war Auslöser der Renovation und ist ein zentraler Ort dieser Pastoral. Mit ihm wollen wir es Menschen – über die Grenzen von Konfession und Religion hinweg – ermöglichen, mit all dem umzugehen, was traurig macht und trauern lässt (enttäuschte Hoffnungen, Beziehungsende, Arbeitsplatzverlust, Tod …).
Ende des Zitates
Ob alle gleichgestellt zur Meinung befragt wurden, als dieser Umbau passierte? Sind alle, ohne Standesunterschiede,...
Ach, ich kann dieses scheindemokratische Wortgehülse jener "Avantgarde von vorgestern" nicht mehr hören. Mit der entgrenzten Pastoral und dem Stuhlkreis wird keinem Suchendem mehr eine hilfreiche Norm und Ausrichtung geboten. Die Abstraktion des Raumes ist nicht mehr und nicht weniger als ein sichtbares Zeichen des freudlosen, sinnesfeindlichen, abstrakten und kraftlosen Glaubens, der noch für einen Vortrag in einem Seminarraum ausreicht oder für ein therapeutisches Gespräch. Wo ist die Freude geblieben? Wo ist die Freude an einer sinnenfreudigen Liturgie, an Festen, Fasten und "Viertele" geblieben?
Wofür soviel Geld? Für weiße Farbe, Wartezimmerstühle und ein Hungertuch?
Hättet ihr lieber die alten Altäre wieder aufgerichtet, damit jeder wieder seine eigene Messe am Morgen lesen könnte, zur Erfrischung der armen Seelen im Purgatorium und zum Seelenheil der Würzburger. Welch eine Freude hätte die Eröffnung der Wiedererstandenen Kirche mit ihrer barocken Pracht sein können. Manche alte Wunde über den Verlust der Bombennächte hätte Heilung erfahren. Nun sind noch mehr Wunden entstanden, noch mehr heimatlos geworden in dieser Wartehalle der "Endstation Sehnsucht".
Es ist wirklich ein Ort für Trauernde geworden, ein Ort des Jammers und ein Grund zum Weinen. Das ist hier gelungen.

Montag, 28. November 2011

Eine Palette Katechismen für WisiKi!!

Um 16.21 Uhr meldet kath.net, daß WisiKi Deutschland dazu aufruft, in "priesterlosen Gemeinden" auch ohne Priester "Eucharistie" zu feiern.
Ich habe dann mal auf der Netzseite der Kinderliederfreunde geschaut und fand diese Passage in einem Solidaritätspapier für die "ungehorsamen Priester" und Austro-WisiKis:
Zitatanfang
Wir sind Kirche setzt sich jetzt dafür ein,
- dass möglichst viele Pfarrer und Diakone sich als Gruppen oder als Einzelne dem Aufruf der österreichischen Pfarrer-Initiative anschließen.
- In den Gemeinden sollten sich Reformgruppen von Frauen und Männern bilden, welche die Reformen auf Gemeindeebene vorantreiben.
- Priesterlose Gemeinden sollen nicht nur Wortgottesdienst halten, sondern im Namen Christi auch die Eucharistie feiern und dabei nach dem gemeinsam gesprochenen biblischen Abendmahlsbericht das Brot brechen und untereinander teilen.
Das oft von Kirchenoberen vorgebrachte Argument, die römisch-katholische Kirche sei eine Weltkirche, deshalb sei eine Öffnung der Zulassungsbestimmungen zum priesterlichen Dienst für Frauen und Verheiratete nur auf der Ebene der Weltkirche möglich [HÄ?HALLO? Wer behauptet den so etwas? Hat nicht Johannes Paul II unmißverständlich klar gemacht, daß es hier keine Diskussion mehr geben kann? Roma locuta, causa finita!], verfängt nicht, sondern macht die weltweite Dimension des Priestermangels und den weltweit drängenden Reformbedarf nur noch sehr viel deutlicher: Denn während im Jahr 2009 in Europa knapp 1.500 Gläubige auf einen Priester kommen, sind es in Afrika fast 5.000 und in Mittel- und Südamerika sogar mehr als 7.000 (Quelle: Statistik zum Päpstlichen Jahrbuch 2011 „Annuario Pontificio“). [Mensch, dann stehen wir doch verdammt gut da, im Vergleich zu Südamerika! Also, was soll die Quengelei?]
Zitatende

Auch auf die Gefahr hin, etwas verzerrt in der Öffentlichkeit darzustellen und den einen oder anderen Leser zu verstören, möchte dennoch eine Frage stellen: Wird hier nicht von einer Gruppe Katholiken, die seit Jahren gegen die Lehre der Kirche opponiert, offen zur Sakramentensimulation und damit auch zur Kirchenspaltung aufgerufen und wäre es nicht angebracht, die Bischöfe und den Apostolischen Nuntius einzuschalten?

Donnerstag, 24. November 2011

Marx beruhigt

die Gemüter. Wir brauchen keine Angst zu haben, daß sich die katholische Kirche nach dem Verkauf von Weltbild aus der Öffentlichkeit zurückzieht. Mensch, das ist doch mal eine gute Nachricht! Ich hatte einen Moment die Sorge gehabt, jetzt würden sich die Kirche in Deutschland beleidigt oder frustriert auf so etwas wie ihr Kerngeschäft zurückziehen. Puh! Schwein gehabt!
Nachdem ich bei kath.net diesen Artikel über die Ansprache S. Em. bei der Verabschiedung von Erich Jooß als Direktor des St. Michaelsbundes las, wußte ich, ... genug.
Andererseits: Was will er uns mit diesem angekündigten "Verweilen in der Öffentlichkeit" andeuten?
Die Anteile am Deutschen Fernsehballett stehen nicht zur Disposition!
oder
Ich werde auch weiterhin in Talkshows gehen!
oder
Die Messen in der Marienkirche und in allen Kirchen werden auch weiterhin für jedermann zugänglich sein!
oder
Entweltlichung, nein danke! (Benedikt,... Benedikt,... Freiburg, welches...?)

Damit nicht genug der Ausführungen, die Hoffnung verbreiteten.
Erich Jooß schob dann noch einmal ein paar Worte zur mangelnden Differenzierung von Erotik und Schweinkram in die Runde. Wie wichtig doch diese Unterscheidung sein muß, daß sie der scheidende Direktor des St. Michaelsbundes noch in seiner Abschiedsrede erwähnt. Ja, es ist ein fundamentales Problem!
Dieses Unwissen unter den Katholiken muß endlich aufhören, damit nicht noch weiterer unternehmerischer Schaden, ... äh die öffentliche Wirksamkeit der Glaubensverkündigung weiter beeinträchtigt wird.
Da haben sie ihrem Nachfolger eine wichtige Aufgabe hinterlassen, Herr Jooß!
Vielleicht kann hier die Büchereiarbeit der bayerischen Diözesen, für die der St. Michaelsbund zuständig ist, mit ein paar familien- und jugendorientierten Broschüren aufklärend Wirken. Die BDKJ in Bayern hat im Bereich "Aufklärung" enormes Fachwissen...
Eine Frage habe ich seit Tagen und finde keine befriedigende Antwort:
Seit Tagen geistert die Abkürzung VDD im Zusammenhang mit WELTBILD durch das Netz. Um welchen VDD geht es eigentlich?
Um diesen
oder diesen
oder diesen
oder diesen?
Wer weiß mehr?

Mittwoch, 23. November 2011

"Lobet die Hirten Woche"

ist diese Woche bei Kreuzfährten. Dafür ist dem Autor jener Seite nicht genug zu danken, wie ich meine. Denn er lenkt den Blick weg von dem, was sich DBK nennt und wenig Grund zur Freude und zum Lob für die Hirten in cumulo bietet. Es gibt sie, die guten Hirten, die aus der Anonymität des Kollektivs und dem Schwurbeldeutsch der harmonisierten KompromisT-Papiere von Gremienentscheidungen hervortreten und Klartext reden. Jüngstes Beispiel dafür ist mal wieder Seine Eminenz, Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln, der zur causa "weltbild" ein Interview gegeben hat.
Das sollte man bei allem Ärger über die Veröffentlichung nicht vergessen.
Danke, Eminenz!
Wenn wir jetzt noch in liturgischen Fragen den Schulterschluß mit dem Heiligen Vater hinbekämen, man das wäre doch mal was zu Weihnachten!

Himmelserscheinungen

beim Besuch des Heiligen Vaters in Benin meldet kath.net. Einige Leser ziehen in ihren Kommentaren Parallelen zum Regenbogen beim Besuch in Auschwitz, andere sehen darin Vorzeichen für das nahe Ende, andere wollen in Freiburg ähnliche Beobachtungen gemacht haben, wieder andere sehen sich an Fatima erinnert.
Wie dem auch sei: offensichtlich haben die Menschen in Benin eine Menge mehr über die Bedeutung dieses Papstes verstanden als hierzulande. So unterschiedlich sind die Kulturen: Während man sich dort die Sensibilität für Erscheinungen des Himmels bewahrt hat, bedarf es bei uns tumben Germanen schon der Keule auf dem Kopf und der Axt an der Götzeneiche bis das Weltbild ins Wanken gerät und ein Umdenken einsetzt.
Hier geht es zum Artikel!

Dienstag, 22. November 2011

Weg vom Fenster

ist demnächst wohl die Gelddruckerei "Weltbild", wenn die soeben über den Ticker gekommene Meldung stimmt.
Ein wenig gutes Licht auf die Denkungsweisen der Deutschen Bischöfe bietet jedoch jener Absatz in der Veröffentlichung:
"Die deutschen Bischöfe, die der Vollversammlung des Verbandes der Diözesen Deutschlands angehören, bedauern die verzerrende und unangemessene Weise der publizistischen Auseinandersetzung mit den anstehenden Fragen namentlich in Medien, die der Kirche nahestehen."
Nun habe ich nach Jahren der Vertuschung der Mißstände und dem rüden Umgang mit Kritikern von Seiten der Ordinariate weder ein Confiteor, noch ein Mea culpa erwartet. Aber dieser Satz ist ja das genaue Gegenteil von dem, was man in einer solchen Situation erwartet.
Mir kommen immer mehr Zweifel an der Geistlichkeit unserer Geistlichkeit, denn das klingt eher nach einem beleidigten Josef Ackermann als nach Dienern Christi, oder?

Montag, 21. November 2011

Dr. Christian Spaemann bei kath.net

zur Lage der Kirche in Deutschland und Beispielen für gelungene Medienpastoral jenseits verunglückter "Weltbilder".
Sehr lesenswert!

Freitag, 18. November 2011

The Empire strikes back!

Offensichtlich hat die DBK dem Z(d)K endlich einen Dämpfer zum Thema "Ämter und Damen" verpasst. Bei Elsa steht etwas mehr.
Ich persönlich halte nichts von der Diskussion über die Öffnung des Diakonates für Frauen. Ich halte schon die Weihe von Verheirateten, wie sie in den letzten Jahren sehr beliebt geworden ist, auf dem Hintergrund der Tradition für fraglich. Daher bin isch schon froh, wenn überhaupt mal jemand auf die Bremse tritt.
Danke DBK!
Darauf gönne ich mir Xantener "Kanonikus"!!!
Prost Blogozese!

Entweltlichung im Ländle und im ZK (& ein PING!)

Die Freitagsglosse

Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten?
Sie fliehen vorbei...

So beginnt ein altes und bekanntes Studentenlied. Es führt uns zurück in finstere Zeiten, irgendwo zwischen napoleonischer Geheimpolizei, von Metternichschen Polizeispitzeln und preussischer Obrigkeit. Europa war in Aufruhr, neue Staatengebilde, fragile Gebäude, revolutionäres Denken. Die Überwachung des politischen Treibens der Bürger ließ manchmal nur noch die Freiheit des Gedankens zu. Die totalitären Systeme des 20. Jh.'s perfektionierten diese Systeme. Dann kam der Fall des Ostblocks und nun herrscht endlich Freiheit, des Gedankens, des Wortes und überhaupt. Die Stärke einer Institution zeigt sich im Umgang mit Andersdenkenden. Die Stärke eines Staates u.a., inwieweit er Meinungsfreiheit gewährt.
Nun scheint es um die "Kirche der Freiheit" nicht sehr gut bestellt zu sein, jedenfalls bietet die Landeskirche Württemberg gerade ein ziemlich schwaches Bild.
Wie Stanislaus berichtete, ist es der sonst so sehr um das gute Verhältnis zu Muslimen bemühte Kirche nicht recht, daß eine Vikarin eine (ACHTUNG! BÖSES ALTES WORT) "Mischehe" mit einem Muslim eingeht. Gut, vielleicht hat sich hier eine zu integrativ denkende Vikarin einfach mal an der Bekenntnisstärke ihrer Kirche einen Karriereknick eingehandelt. Weniger verständlich ist jedoch die, ebenfalls von Stanislaus berichtete, Geschichte eines Pfarrers, der sich durch das Gebahren der Stuttgarter Wutbürger an braune Zeiten erinnert fühlte und das auch äußerte. Starke Worte der Mahnung aus dem Munde eines Kirchenmannes, die zum Nachdenken über Handeln und angewandte Mittel führen könnte. Doch in unserer fast rauchfreien Republik ist das eindeutig zu starker Tobak. Beschwört man sonst gerne die Schuld eines ganzen Volkes, so reagiert man offensichtlich sehr empfindlich, wenn jemand bei gestandenen Bürgern aus der Mitte der Gesellschaft das gleiche Handeln diagnostiziert, wie es bei rechten Randalierern mit schwarzen Kapuzen zu beobachten ist. Warum eigentlich? Heißt es nicht: Währet den Anfängen! Hat nicht gerade dieser Pfarrer aus jenen dunklen Jahren seine Lektion gelernt?
Hier besteht der Verdacht, daß offensichtlich das Eintreten der Wutbürger für die "gute Sache" die Mittel heiligt, auch wenn dadurch unsere parlamentarische Demokratie in Frage gestellt wird! Oder hat er gegen einen, noch nicht in die Bekenntnisschriften aufgenommen Grundsatz der Kirche verstoßen, der da heißt: "Bewahrung der Schöpfung steht oberhalb einer freiheitlich demokratischen Grundordnung und ist mit allen Mitteln durchzusetzen!"? Dann wäre es auch ein Zeichen für Bekenntnisstärke.
Ich fürchte eher, daß die Nähe zu den Anliegen einer gewissen Partei, die Anpassung an die Strömungen in der Gesellschaft, den mainstream und die Genderei den Verlust der notwendigen kritischen Distanz zur Welt hervorgerufen haben.
Hier hatte Benedikt unseren lieben GeschwisterInnen im Herrn durchaus in einer Rede ein wichtiges und großes Gastgeschenk gemacht, als er von der notwendigen "Entweltlichung" sprach.
Entweltlichung ist das Stichwort, was mir eine tolle Überleitung zu einem anderen bahnbrechenden Ereignis dieser Woche bietet:
Das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken tagt in Bad Godesberg.
Mit etwas "Glück" wird ein Beschluß über die Öffnung des Diakonates für Frauen verabschiedet.
Jaaaa und dann wird "uns Alois" das Papier am Heiligen Abend dem Papst zur Unterschrift vorlegen und der sagt dann: "Das ist ja toll, lieber Alois, darauf hat die Weltkirche gewartet. Wir in Rom kriegen das einfach nicht hin! Ach weisste, Diakonat ist doch nur halber Kram. Die gute Frau Käßmann löst den Robert ab. Danke Zentralkomitee, danke Deutschland!"
Ja und ganz herzliche Grüße ins Paralleluniversum des Deutschen Verbandskatholizismus, wenn ihr mich hören könnt, so viele Lichtjahre von der Erde entfernt, so gänzlich "entweltlicht".

Zum Schluß mein erstes PING! mit einem passenden Gruß von der NDW:

Donnerstag, 17. November 2011

Nihil novi sub sole

Benetton hat es mal wieder geschafft, durch Geschmacklosigkeit in die Schlagzeilen zu kommen. Diesmal ist es ein gefälschtes Bild, auf dem der Heilige Vater eine ...
Nein, ich werde jetzt nicht noch Reklame für schlechte Reklame machen!
Daß Benetton auf diese Karte setzt, ist ja nichts Neues. Schon in meiner Schulzeit (damals in den guten 80ern!) hat dieses Modelabel schon Plakate geklebt, auf denen eine sehr hübsches Model im Habit der Vinzentinerinnen einen ebenso hübschen, als Priester in Soutane und "Saturno" verkleideten Jüngling küsst. Da ich Kleidung und Verhalten des hübschen Paares für unvereinbar hielt und als schlichtes katholisches Kind meine Rückschlüsse auf Geschmack, Intension und moralische Integrität der Macher in neoscholastischer Manier zog, kaufte ich kein Teil von dieser Firma und gehörte damit an meiner "höheren Lehranstalt" zu einer Minderheit. Wer damals an unserer bischöflichen Penne auf fortschrittlich und aufmüpfig (=cool) machen wollte, kaufte danach etwas mit dem Logo von Benetton. Die ganz Coolen (damals "Popper" genannt) besorgten sich das Plakat fürs "Kinderzimmer", wie man damals gemeinhin noch sagte. Die Rechnung war also aufgegangen. Benetton setzte in den folgenden Jahren immer mehr auf Tabubrüche. Als dann der sterbende AIDS-Patient einige Jahre später auftauchte, war man doch etwas schockiert. Das Bild von einem ästhetisch männlichen Oberkörper mit unästhetischer Handprothese, wie Mumien verwickelte Personen in Stellungen, die dem Austausch menschlicher Körperflüssigkeiten dienen, die drei herausgeschnittenen menschlichen Herzen und was es sonst noch alles gab. Es sind Symptome für eine, mit Einfalls- und Geschmacklosigkeit geschlagenen Werbeabteilung oder Werbeagentur auf Talfahrt, die nur durch Überschreitung von Schamgrenzen Punkten kann. Die Auftraggeber aus der Chefabteilung Benetton scheint auch jedes Mittel recht zu sein, die Firma wieder in das öffentliche Interesse zu schieben und wenn man auch schon mal ein Bild fälschen muß und die Persönlichkeitsrechte anderer verletzt.
(ACHTUNG: IRONIEMODUS AN!) Ja wir wissen alle: Benetton will wachrütteln und auf Probleme aufmerksam machen, ist gegen Diskriminierung, für Freiheit, Gleicheit, Brüderlichkeit, Liebe, Öko und so. Klar!
Deswegen ist ja auch die soziale Verantwortung der Benetton Group so unglaublich hoch , wie man in der Erklärung von Bern aus dem Jahre 2010 nachlesen kann. Da hat Benetton im Gegensatz zu vielen anderen Firmen, die die schlechteste Einstufung für die Arbeitsbedingungen in den Erzeugerländern mit der zweitschlechtesten, also viel besser abgeschnitten. TOLL!(IRONIEMODUS AUS)
Wer etwas über die so lauteren Beweggründe der Familie Benetton wissen möchte, der kann schlicht und dumpf bei wikisowieso alles finden.
Die aktuelle Geschmacklosigkeit ist wieder zurückgenommen worden. Der Aufreger hat sein Ziel erreicht. Der Aufreger kann gehen!
Nihil novi sub sole!

Mittwoch, 16. November 2011

Ein Meditationsbild


Es ist mir schon vor einiger Zeit einmal im www begegnet und nun habe ich es auf der Seite "New Liturgical Movement" wiedergefunden.
Ein starkes Bild...
Einen guten Abend wünsche ich Ihnen und Euch.

Dienstag, 15. November 2011

Es rappelt nichts im Karton und CiG nervt

Was für ein Tag!
Weihnachten im Schuhkarton sollte aus Gründen der kulturellen Korrektness und aufgrund islamkritischer Äußerungen des Initiators nicht unterstützt werden, wenn es nach der Auffassung bestimmter Bessermenschen geht. Im Predigtgarten findet ihr mehr zu diesem neuesten Beispiel deutschen Mitgefühls.
Nebenbei nervt mich CiG mit einer höchstdämlichen Umfrage. Beispiel für eine Antwortmöglichkeit:
Die Kirche sollte...
mehr Autorinnen und Autoren wie (ACHTUNG!) MARGOT KÄßMANN oder Anselm Grün hervorbringen?
Habe ich was verpaßt? Ist sie konvertiert? Gibt es eine Werk über ihre Konversion, eine neue Apologia pro vita sua?
... Wer mal richtige Antworten abgeben will, kann das hier tun!

Freitag, 11. November 2011

Doch kein Weltuntergang!

Wer auch immer sich da mal wieder verrechnet haben sollte, Nostradamus, Chinesen, Inka, Maya, FBI, CIA... es konnte nur falsch werden! Der richtige Termin ist im Rheinland berechnet worden und schon seit den 1950ern bekannt! Jahaa, da schauen Sie nun etwas ungläubig! Das ist aber wirklich so!
Ich habe den Beweis:


Und auch die Berliner Polizei weiß es schon sehr lange, hält aber den Text zurück, sehr wahrscheinlich zur Beruhigung der Bevölkerung!
Beweis hier:



Also ist doch nur der Start in die fünfte Jahreszeit und St. Martin.
Ja dann mal: Alaaf und Helau und einen fröhlichen Start in die "Spekulatius-Saison"!

Freitag, 4. November 2011

"Thomas von ... Wie?" eine Realsatire am Freitag




"Thomas von... WIE?"
"Akwien! Ming Frau hattene Werbung för ene Jelldanlaage inne Postkasten jefunden. 13 dicke Bände för et Reaal!"
"Büscher? Thomas von Alt-wien? Dat is för misch persönlisch völlisch unintressant!"
So oder so ähnlich hätte ein Satz der beiden Herren "spitz&spitz" aus den Mitternachtsspitzen lauten können, Sie wissen schon die Typen im Jogginganzug aus "Ballongseide", Dauerwelle, Schnauzbart und Pilotenbrille (siehe oben)!
Gut, die beiden "Campingplatzfillesohfen" sind halt in ihrem Heimatidiom zwischen Kippe und Kölsch gefangen. Die wissen das nicht besser.

Wenn sich Vertreter der offiziellen Kirche zum Aquinaten, dem Doctor angelicus, äußern, ist der Ton natürlich ein ganz anderer, in der Sache kommt am Ende aber dasselbe heraus!
Aus dem Munde des Sekretärs der DBK (Achtung, es ist nicht die Versicherungsgesellschaft gemeint!) klingt das dann so, wenn ich hier einmal schamlos kath.net zitieren darf:
"DBK-Sekretär Langendörfer: Gefördert werden nur solche Veröffentlichungen, die „in einem besonderen Bezug zur Arbeit der Deutschen Bischofkonferenz stehen oder sonst wie für uns von besonderem Interesse“ seien."

Die DBK gibt also keinen Druckkostenzuschuß zur 13 bändigen Ausgabe von Thomas' Quaestiones disputatae, weil sie nicht in einem besonderen Bezug zur Arbeit der Deutschen Bischofskonferenz stehen oder sonst wie für sie von besonderem Interesse ist. Habe ich das so richtig verstanden, Pater Langendörfer? Ach, das ist ja interessant... Nun könnte man ja fragen, wenn schon St. Thomas für die DBK nicht interessant ist, welche Bücher sind es denn dann?
Also der CIC 1984 ist es auch schon mal nicht, denn da hat es ja vor Jahren bei der Druckkostenbezuschussung auch gehakt.
Ob die Messbücher (ordo originis in der Fassung von 1961) einen Zuschuß bekommen? Wohl kaum!
Ne, man kann das ja auch verstehen, also ich zumindestens. Die DBK ist ja keine Bank, die Geld verleiht oder defizitäre Projekte unterstützen kann. Schließlich ist das ja alles anvertrautes Steuergeld. Da muß man schon sorgsam mit umgehen. Sie ist ja auch nicht stark mit Aktiva versehen, wo man sagen kann: "Komm Jung, da hasse 100.000 Euro! Druck mal schön deine 13 Bände!" Ne, das wird immer wieder alles schön fest angelegt, was ja in heutigen Zeiten auch sehr vernünftig ist, wenn es nicht gerade südliche Staatsanleihen sind, haha, ... kleiner Scherz... ähem. Nein, lieber krisenfest in Konsum! Internetversand geht immer, notfalls auf Kreditkarte oder über Ommas Konto!
Und überhaupt, also jetzt mal in Ernst:
13 dicke Bände mittelalterlicher Theologie! Ich bitte Sie! Wer will den sowas heute noch lesen? Das gehört in das "special interest"-Sortiment mit hohem unternehmerischen Risiko! Allein die Nachfrage für einen Druckkostenzuschuß muß einen unternehmerisch klar denkenden Menschen stutzig machen, oder etwa nicht?
Ja meinen Sie -um mal beim Thema "Aquin" zu bleiben- der Exthomist David Berger hätte für sein Enthüllungsbuch über die "scheinhillije Thomistenszene in Europa" wegen nem Zuschuß gefragt? Der hätt zwar auch keinen von der DBK gekriegt, aber das hatte der doch gar nicht nötig! Der Jung weiß, wie man so ein Thema anpacken muß, wenn es beim heutigen Durchschnittsleser ankommen muß: Ein Band, leicht verständlicher Inhalt, ein wenig "psycho", fiese Gerüchte, nette Verschwörungstheorien, wenig Fakten, viel Emotionen und einen armen, verfolgten Untergrundkämpfer als Titelheld und Icherzähler. So muß ein Buch von heute aussehen!
Zackzackzack wird eine Auflage nach der anderen rausgeknallt und ne Tournee von und für die WiwoKise hängt auch noch drin! Nicht dreizehn dicke Bände, wo man nur die Hälfte der Seiten überhaupt lesen kann! Ich bitte Sie, wer will denn so was überhaupt ernsthaft haben?
Die plattgesparten Fakultäten und Bibliotheken werden sich diese Ausgabe kaum leisten können und auch nicht wollen. Wer bleibt (mal ganz nüchtern betrachtet) übrig?
Ich kann Ihnen das genau sagen:
Es bleibt ein kleiner, elitärer Kreis zahlungswilliger Interessenten übrig, der nicht die Interessen der... äh...
...ach, schau mal einer an...
So spät ist das schon wieder geworden?
Ich muß los!
Tschökes!