Samstag, 28. Februar 2009

Fakten und Namen zur "Fronde" gegen Benedikt XVI.

Paul Badde bietet bei WELT-online einen spannenden Artikel, der sich mit den Gegnern unseres Heiligen Vaters im eigenen Haus beschäftigt. Die Namen sind nicht ganz so überraschend wie die kleinen Details am Rande.

Freitag, 27. Februar 2009

Wenn man mal ans Lesen kommt!

Die Initiative "Petition Vaticanum II" und das schlechte Wetter zeitigen unvorhergesehene Folgen: Es kommen Leute auf die Idee, sich mal die Konzilstexte durchzulesen!
Prompt kommt das Erwachen und der Streit bricht aus.
Unterstützer fühlen sich auf einmal um ihre Anliegen betrogen.
Spaltung bei "Wir sind Kirche?"
Wir es zur Gründung einer neuen "Geschwisterschaft" kommen?
Die Meldungen überschlagen sich bei kath.net.
Es bleibt spannend!

Dienstag, 24. Februar 2009

...und langsam schon mal vorbereiten

Halali am Veilchendienstag!

Mein (hoffentlich) letzter Beitrag zum Thema x ist ein sehens- und hörenswerter Link zum Bergischen Jung!
Danke Willibert Pauels!

Montag, 23. Februar 2009

Lateran IV zum 4. und zum Letzten!

Mein Banner hat für einigen Wirbel gesorgt. Es gab Antworten, die in der Aktion eine gelungene Persiflage sahen und haben jetzt schon einen Fanshop eröffnet, andere wiesen mich dankenswerter Weise auf mein nur lückenhaftes Wissen zu diesem speziellen Konzil hin. Ich habe mich bei meiner Satire auf die mir zugänglichen harmlosen Texte des IV. Laterankonzils verlassen, so wie sie mir im Denzinger/Hünermann dargeboten worden sind. Erst eine Google-Recherche führte mich zum Eintrag bei Wikipedia und zum Anlaß für die Aufregung. Ich habe danach das Ganze als Satire gekennzeichnet.

Noch einmal ganz deutlich:
Ich bin ausdrücklich gegen irgendeine Kennzeichnung von Andersgläubigen!
Ich bin dem "Lückentext" im Denzinger/Hünermann aufgesessen!

Der Witz ist nun endgültig tot! Deswegen ist das Banner jetzt auch verschwunden! Däh.
Nun bin ich hoffentlich aus der Schußlinie und es gibt hoffentlich auch keine Zweifel mehr an meinen Motivationen. Ich nehme die vorsichtigen Warnungen der letzten Tage sehr ernst!

Was mich aber wundert, ist die Tatsache, daß ein solches Standardwerk wie der Denzinger/Hünermann einen solchen skandalösen Passus einfach nicht abdruckt, gerade bei den Reaktionen aus Tübingen zu den Geschehnissen der letzten Wochen.
Ich fühle mich nicht besonders gut informiert durch den DH! Ist das nachvollziehbar?

D'r Zoch kütt!!!

Alaaf! Helau!
nen schönen Rosenmontag!

Altes Lied, aktueller Text!

Die Beerdigung des Alleluia

Der Eintrag kommt ein wenig spät, aber in der ganzen Hatz der letzten Wochen kam manches etwas zu kurz. Auf der wunderbaren englischsprachigen Seite "The Lion and the Cardinal" fand ich einen mittelalterlichen Brauch beschrieben, der von den Scholaren der großen Domkirchen getragen wurde.
Am Samstag vor dem Sonntag Septuagesima (in diesem Jahr der 8. Februar) verabschiedete man sich auf feierliche Weise musikalisch vom Alleluia. In manchen Kirchen Frankreichs endeten diese Feierlichkeiten mit einer Beerdigung I. Klasse im Anschluß an die Non oder mit der Verbrennung einer Strohpuppe.
Für den einen oder anderen Leser mag es vielleicht ein zu recht untergegangener Mummenschanz sein. Was soll das auch? Eine Alleluia ist kein Lebewesen, kann nicht sterben und muss auch dementsprechend nicht beerdigt werden! Man könnte noch mehr einwenden, z. B. wie unangemessen der Gebrauch von Weihwasser, Weihrauch etc. bei einer solchen "Scheinveranstaltung" oder Persiflage ist. Das ist alles ganz gut beobachtet und wunderbar nüchtern nachaufklärerisch und liturgisch bewegt. Aber trifft das den Kern?
Mir sind ein paar andere Gedanken durch den Kopf gegangen.
Zunächst einmal scheint diese Zeit ein anderes Verhältnis zum Alleluia gehabt zu haben, ein offensichtlich inniges und liebevolles. Übergänge im Kirchenjahr wurden anders wahrgenommen und ausgestaltet.
Für mich ist das so wie Karneval oder Schützenfest: eigentlich braucht man das alles nicht, aber schön ist es trotzdem!
Wieviel anderes Brauchtum dieser Art früher wohl sonst existierten und dann im Laufe der Aufklärung und aller nachfolgenden pastoralen Bereinigungen von klugen Menschen abgeschafft wurde. Schade!

Freitag, 20. Februar 2009

Dem Schelm der Nation zum 100.!

Noch 'ne Initiative


Die Papstwappen finden sich übrigens bei wikipedia.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Zum Tage

Alaaf, Helau und - aus aktuellem Anlaß - Radi Radi! (Regensburg)

Ein Klassiker des unvergessenen Karl Berbuer.

Kennzeichnungspflicht

da ich mir nicht ganz sicher bin, ob mein kleiner kabarettistischer Schlag zum Thema "Petition Vaticanum II" ganz richtig angekommen ist, habe ich den entsprechenden Eintrag "Wir für Lateran IV" noch einmal gekennzeichnet. Sollte ich jemanden irritiert haben, so bitte ich in Bezug auf das IV. Lateranum um Entschuldigung!

Mittwoch, 18. Februar 2009

Infos zum II. Vatikanum in Bild und Ton

Card. Kasper:" Katholiken, steht auf!"

Es reicht mittlerweile so ziemlich allen. Wie mir gerade Radio Vatikan kabelt, reicht es jetzt auch Card. Kasper, der die Katholiken aufruft, sie sollten sich endlich schützend vor den Papst stellen!
Mir reicht es schon lange, egal ob Huber, Merkel, Münte, Spiegel, FAZ, publikForum, Welt oder BILD.
Satis est! Beschwert Euch, schreibt Briefe, Mails oder ruft an!
Mit Card. Kasper: KATHOLIKEN, STEHT AUF!

"Pet. Vat. II" ein Bischof reagiert!

Heute fand ich in der Zeitung eine sehr vage Meldung über ein Schreiben, das Msgr. Gerhard Ludwig Müller, Bischof von Regensburg, in Umlauf gebracht haben soll. Der Inhalt des Artikles bewegte sich auf dem gleichen schwindelerregenden Niveau wie viele Medienerzeugnisse der letzten Wochen. Auf der Seite des Bistums Regensburg ist der Brief des Bischofs an Theologieprofessoren seines Bistums, die mit ihrer Unterschrift die "P V II" unterstützt haben, im vollen Wortlaut zu finden.
Hier der Link für alle, die sich vor der nun beginnenden Medienschlacht gegen Msgr. Müller mit dem Original befaßt haben wollen.
Die ARD bietet seriöse Informationen zum Thema (die guten, alten Öffentlich-Rechtlichen...!),
bei "WELT online" jehdet schon widder loss:" Bischof Müller will keine Kritik am Papst zulassen!"
Bitte, was, wie? Lesen und kommentieren! Hab ich auch schon getan!

Ich sage nur:
Ring frei zur nächsten Runde!

Freitag, 13. Februar 2009

Wir für Lateran IV !!! - die Glosse zum Freitag

Im Moment sind ja einige Unterschriftensammlungen im Zwischennetz zu finden, wie z. B. "JA! zu Benedikt" oder "Unterstützung für Benedikt XVI." und alle laufen ziemlich erfolgreich. Bei "JA! zu Benedikt" ist mein Rechner ausgestiegen, als ich versuchte, die Karte aufzurufen! Endlich mal ein guter Grund für einen Hänger im System.
Nun gibt es auch seit ein paar Tagen eine "PETITION VATICANUM II" für die "uneingeschränkte Anerkennung der Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils".
Ist gut gemacht, tolle Seite, wichtige Unterzeichner, wie erem. Professoren, "Wir sind Kirche", "Frauenwürde" etc.
Gut, denke ich, lies mal die Petition. Gedacht, getan!
Da wir, muß ich sagen, auch viel vom Konzil geschrieben und auch was zitiert, aber nur sehr eingeschränkt, was mich bei einer Aktion "zur uneingeschränkten Anerkennung" doch etwas gewundert hat. Es wird nämlich irgendwie nur das zitiert, was gegen vermeintlich "konservative" Gegner *Entschuldigung* Geschwister im Glauben verwendet werden kann.
Da ist kein Stück Aufklärung im Text! Niemand erklärt, wie wenig die Entwicklungen nach dem Konzil, die angeblich ja Früchte des Aufbruchs sind, substantiell etwas mit den Texten dieses großen Pastoralkonzils zu tun haben.
Ich empfehle allen, die sich wirklich uneingeschränkt hinter das Vaticanum II stellen wollen, doch sehr die Relekture der Texte über Familie, Laienapostulat, Liturgie, etc. bevor Sie unterschreiben. Man sollte ja immer das Kleingedruckte lesen, besonders bei solchen Petitionen.
Wem das zu lange dauert, der kann sich ein Video bei Gloria.TV reinziehen, das ein paar unbekanntere Zitate aus den Kozilstexten vorstellt.
Besonders eingeschossen hat sich die Petition aber nicht auf die Texte des Konzils sondern auf die eigene Empörung über eine Person:
den geheimen Konzilsleugner, Benedikt XVI.!!!
Jawohl, Konzilsleugner! Wer die Piusbrüder aus dem Bann tut, der kann nicht fürs Konzils sein! Dieser Mann muß zurechtgewiesen werden! Der will hinter das Konzil zurück! Für wen hält der sich eigentlich, für den Papst oder was?

Da gibt es nur noch eines: Notbremse!
Eid auf das Vatikanum II. für den Papst, gerade für den Papst!!!

Jawoll, sag ich und geh da noch nen Schritt weiter: Vereidigung für alle Katholiken, für alle!
Nun dat wär dann ja quasi so ne Art Anti-Antimodernisteneid!
Gleiches Recht für alle!
Weg mit dem alten thomistischen Quatsch vom bindenden Gewissen!
Hirn abschalten!
Finger heben!
Auch für Hans Küng, der ist ja auch gegen das Konzil, weil es ja etwas über die Unfehlbarkeit des Papstes sagt. Dann ist aber auch jeder in der Haftungszone, der bei der Eucharistielehre von der Transsubstantiation abweicht, mit dem Begriff "Kirche" zu großzügig hantiert, am Zölibat mäkelt, Frauen in Ämter schieben will, Abtreibung nicht verdammt....
Hoppla!
Moment emal!
Haben "Wir sind Kirche" und "Frauenwürde" sich jetzt zum Konzil bekehrt oder warum sind die jetzt für die volle Anerkennung? Weg mit der "lila Stola der Betroffenheit" und her mit der geblümten Kittelschürze?
Nee... dat kann nich sein! Da hab ich jetzt was falsch verstanden oder überinterpretiert!
Is egal!

Wenn es gut läuft, dann sollten wir die anderen Konzile genauso nach vorne bringen!
Ich sehe schon die Überschriften leuchten:

Ja zu Vaticanum I.!

Petition Tridentinum

Wir für Lateran IV!

Hach ne... und dann immer die schönen Vereidigungsfeiern! Die Kirchen wieder rappelvoll...

Auf zum Schwure!

Dienstag, 10. Februar 2009

Mit Benedikt XVI. und Kurt Tucholsky

Sie sind katholisch, ich meine römisch-katholisch?
Sie haben sich in den letzten Tagen in der Öffentlichkeit bewußt auf die Seite des Heiligen Vaters geschlagen?
Sie haben sich mit Starkmuth (ein schönes Wort!) gegen die aufgebrachte Meute der Hetzer und Hetzerinnen (soviel politische Korrektheit erlaube ich mir!) gestemmt?
Hut ab!
Prügel wird man Ihnen vielleicht nicht angedroht haben oder doch?
Es wird aber Konsequenzen haben! Seien Sie sich dessen bewußt!
Im Himmel wird es Ihnen dereinst vergolten werden, so hoffe ich und in Freundeskreis, Familie, Firma und ganz besonders in der Pfarrei ein wenig schneller, so fürchte ich!
Wie im himmlischen Jerusalem das Zeichen des Lammes winkt, droht in der Gemeinde das Kainsmal als sog. "Tradi", "Ultramontanist" oder gar das Stigma des "verkappten Piusbruders" und damit des Schoah-Leugners!
Ist es Ihnen so ergangen, als Sie in flammender Rede Benedikt XVI. gegen alle Verleumdungen verteidigten?

Bei mir brauchte es soviel gar nicht. Es genügte eine Kleinigkeit!
Ich hatte einfach nur in einem kleinen Kreis von sog. "Liberalen" um einen differenzierteren Blick auf die Ereignisse gebeten und etwas mehr Augenmaß bei den Aussagen über den Heiligen Vater. Das war schon zu viel! Eine Person erhob sich Tisch in zutiefst empfundener Empörung. Wie kann man nur in einer Phase solch tiefer Emotionalität nach Fakten fragen?! Überhaupt: Wofür brauchen wir noch Fakten? Wir wissen doch genau, was Papst Ratzinger will!!! Jetzt sei aber endlich Schluß mit "Wir sind Papst!"

In diesem Moment lief in meinem Kopf ein ganz alter Film an, der mich weit zurück in meine Jugend führte. Wir alle kennen diesen Moment, wenn das Gehirn ins Archiv greift. Es dauerte eine Millisekunde, in der die Fragen durch den Kopf zischten:" Woher kenne ich das? Neu ist das aber nicht?" Dann kam der Datensatz aus den Archivordnern und baute sich langsam zu einem Bild auf, so wie bei den hochauflösenden Urlaubsbildern, die man nur "mal eben" zeigen wollte. So ging es mir genau in diesem Moment: Ich nahm keine mir "entgegenempörten" Emotionen mehr auf. Mein Gesicht verriet meine Abwesenheit ebenso offensichtlich, wie die munter drehende Sanduhr bei Windows die Auslastung des Rechners. Meinen Mund umspielte angeblich ein sinisteres Lächeln, das nur noch zu mehr Unmut führte, wie man mir später mitteilte. Dabei betrachtete ich nur mit Verwunderung, was mein Geist für Begriffe erarbeitete:
Reli-Unterricht, Gymnasium, Mittelstufe...
cautio criminalis
Friedrich Spee von Langenfeld
So ähnlich muß wohl eine Hexenjagd funktioniert haben:
Wir wissen es , egal was auch passiert! Das ist ein(e) Hexe(r)!
Beweise? Egal!
Schwimmts oben, ist's a Hex! Scheiterhaufen!
Gehts unter und überlebts, ist's ah a Hex! Scheiterhaufen!
Gehts unter und überlebst net, ist's ah doot!
Keiner bemerkt den Fehler, die Dummheit. Genau wie damals...
Es ist der tödliche Sieg des durchschlagenden Vorurteils und der unbeirrbaren Meinung!

Es könnte aber auch ganz anders sein, kam es mir in den Sinn, denn neben Friedrich Spee von Langenfeld lieferte mir mein Gehirn noch eine andere Person aus der Zeit gratis dazu: den berüchtigten Hexenbürgermeister von Lemgo!
Dieser Bürgermeister Herman Cothman (1629-1683) von Lemgo ist ein Beispiel für die gelunge Beseitigung von Außenseitern, Konkurrenten und Andersdenkenden unter Zuhilfenahme des Hexenprozesses. Im ersten Amtsjahr als Richter hat der sofort richtig zugeschlagen: 37 Hinrichtungen! Es gingen zu dieser Zeit erstaunlich viele reiche und gebildete Männer der Stadt aufs Schafott. Ein Jahr später wurde er Bürgermeister! Wehe dem, der sich da nicht konform zeigte! Da wurde es aber sehr schnell, sehr eng! Rufmord, Tribunal, Schafott. Zack zack! Die genaue Zahl der Opfer ist nicht bekannt, beträgt aber nach vosichtigen Schätzungen weit über 100 Personen.

Oder war es ein Ausbruch der alten Westernjustiz? Erst hängen, dann fragen!
Aber Geschichte wiederholt sich nicht und selbst wenn es ginge, sie müßte es nicht:
Das Pflänzchen Dummheit findet in jeder Generation neue Biotope!
Ich dachte noch: "Komisch, was einem alles wieder einfällt?", als mich die plötzliche Ruhe aus der Trance riss. In der Zwischenzeit hatte die empörte Persönlichkeit den Tisch verlassen.
Ich hätte sie gerne an meinen Gedanken teilhaben lassen.

Wie dem auch sei... Zurück zum Thema Konsequenzen!
Holz sammelt zwar noch keiner, aber das Klima ist deutlich unterkühlt. Es ist Krisis, Zeit der Unterscheidung und der Entscheidung. Es gibt schon einige, die mit mir nicht mehr reden und auch einige Amtsträger zeigen deutliche Zeichen der Verstimmtheit, wenn ich mich nur zeige. Ich muß nichts sagen. Alle wissen ohnehin schon längst, wo ich hingehöre, denn ich bin damals schon nicht mit auf die Barrikaden gestiegen und hatte ihre Tiraden auch in der Vergangenheit nicht beklatscht, nicht nach der Rede in Regensburg, nicht "beim subsistit", nicht nach der "Freigabe der alten Messe" und jetzt schon wieder nicht!!! Ich habe mich abgegrenzt, habe nicht mitgemacht.

Der Rausch verfliegt und manches wird sich beruhigen und der Mantel des Vergessens wird sich über Fehler und Gemeinheiten legen.
Eines wird aber nicht vergessen und verziehen: das NEIN!

Wie schrieb schon Kurt Tucholsky:
"Denn nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein."

Montag, 9. Februar 2009

JA zu Benedikt!

Sie haben sich in diesen Tagen der hysterischen Papstkritik nicht beirren lassen?
Sie sind nicht wie Pater von Gemmingen SJ der Meinung, daß man über die Rücktrittsmöglichkeiten eines Papstes nachdenken sollte?
Sie halten bestimmte dogmatische Entscheidungen des päpstlichen Lehramtes für unfehlbar und nicht die Produkte der Medienkonzerne?
Sie trauen dem Heiligen Vater mehr moralische und theologische Kompetenz zu als das z.B. unsere Frau Bundeskanzlerin?
Dann unterstützen Sie mit Ihrer elektronischen Unterschrift Papst Benedikt XVI.!!!

Donnerstag, 5. Februar 2009

Warum toben die Heiden? oder Vox populi - vox Rindvieh

Nicht nur weil wir in diesem Jahr besonders Felix Mendelssohn-Bartholdy gedenken und ich mir gerade einmal wieder seine wunderbare Vertonung dieses Psalmes anhöre, drängen sich mir diese Worte auf.
In den letzten Tagen tobt ein Kampf nicht nur der Heiden sondern auch der Gläubigen gegen den Heiligen Vater und gegen die Kurie, der an Härte, Unsachlichkeit und Dummheit in dieser Form schon lange nicht mehr geherrscht hat. Wenn Radiokommentatoren z.B. sagen, daß es seit der Zeit eines Reichskanzlers von Bismarck kein deutscher Kanzler mehr so deutlich gegen den Papst agiert hat. Otto von Bismarck als überzeugter Protestant hatte den Katholiken den Kampf angesagt. Ich fürchte wir erleben hier den Auftakt eines neuen Kulturkampfes. Es geht nun nicht nur um die machtpolitischen Erwägungen eines Landjunkers, es geht um weit mehr: um die Diskreditierung des amtierenden Papstes, der unbequeme und unpopulaire Entscheidungen trifft und um die Diskreditierung des Papstamtes schlechthin. Alte antirömische Affekte kochen plötzlich wieder hoch und sind in alter Frische wieder da.
Selbst die Instanzen, welche die Fakten kennen könnten und sich in diesen Sturm schützend vor den Papst stellen sollten, knicken wie ein schwankendes Rohr im ersten ersten Rauschen des medialen Blätterwaldes.
Vielleicht hat Father John Hunwick mit seiner scharfen Analyse recht?
Mir ist es ein Zeichen, wie es um die Medien im Lande bestellt ist. Wie sagte ein guter Bekannter: es gibt in der Zeit des Zwischennetzes keine ernsthafte Recherche mehr. Die Redaktionen arbeiten eher nach dem Prinzip des Kinderspieles "Stille Post"! Es geht nicht mehr um Fakten, sondern um Meinungen, die man der lesenden, zusehenden oder zuhörenden Klientel "auflagenfördernd" anbiedert. Wer etwas hellsichtiges zu diesen Themen lesen möchte, sollt in diesen Tagen nicht zu den bekannten Hamburger Nachrichtenmagazinen greifen, sondern zur Zwischennetzausgabe von Vanity Fair!
Die Leugnung der Schoah durch diesen durchgeknallten Williamson ist eine unverzeihliche verbale Monströsität, die schwerste Zweifel an der Integrität seiner Person hervorgerufen haben. er ist für Kirche und Bruderschaft untragbar geworden.
Doch warum dieses Interview? cui bono? War es ein Versuch von Williamson, die durch die anstehende Rücknahme der Exkommunikation wieder intensivierte Gemeinschaft zwischen Rom und der Bruderschaft zu unterminieren?
Williamson ist durch die Aufhebung der Exkommunikation wieder zu den Sakramenten der Kirche zugelassen, aber nur als einfacher Laie. Als Bischof kann er sich nun nicht mehr wähnen.
Warum erschien es mit einer solchen Verzögerung und dann zu einem Zeitpunkt, als in Rom schon alles unterschrieben war?
Cui bono? Wer hat es angezettelt, um für sich Gewinn daraus zu schalegn? ich weiß es nicht!
Wem es nutzt es de facto?
Es nutzt de facto allen, die schon immer alles über diese schreckliche Kirche, diesen unmöglichen "Panzerkardinal" auf dem Stuhle Petri und seine restaurative Politik wußten:
Den Liberalkatholiken, den PolitischKorrekten samt ihren Vertretern der Empörungsindustrie (Küng & Co), den Aufgeklärten und dem gesamten Spektrum der Kirchengegner!
Die Hexenjagd und die Gesinnungsschnüffelei hat begonnen. Jeder, der sich nicht bis zum Anschlag empört und nicht den Papst verurteilt, der erfährt schlagartig, was liberal meint!
Liberalität und Pluralität im Sinne dieser Kreise ist nicht die beschworene Buntheit im Sinne der idealen Brüderlichkeit sondern die geschwisterliche Realität der 68er Kommune und der Räterepublik! Es werden Freund/Feind Schemata aufgebaut. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen. Dies irae für die Tradition! "Pardon wird nicht gegeben! Gefangene werden nicht gemacht!" sagte ja schon Wilhelm II. Interessant, was so alles an Kram aus der Geschichte wieder hochkommt!
Ich sehe in diesen Tagen nicht, daß das Gebot der Nächstenliebe in Bezug auf Papst Benedikt XVI. hier eine Rolle spielt. Noch nicht einmal das Gebot der Feindesliebe scheint für die Behandlung der Bruderschaft Pius X. von Belang zu sein.

Wem es schadet, sieht man ja!
Es schadet dem Ansehen des Papstes, den nun wirklich keine Schuld trifft!
Es schadet dem Ansehen der Kongregationen, die offensichtlich ebenso vorgeführt wurden wie der Heilige Vater!
Es schadet dem innerkirchlichen Aussöhnungsprozess!
Es schadet dem Wiederaufnahmeprozeß der Bruderschaft Pius X!
Es beschädigt das Andenken des Gründers der Bruderschaft, Erzbischof Marcel Lefebvre, dessen Vater in einem deutschen KZ ermordet wurde, weil er Juden vor den Nazis versteckt hatte!
Es schadet dem Klima innerhalb der katholischen Kirche!
Es beschädigt aber auch das Ansehen der Medien, die es nicht vermocht haben, ausgewogen, faktenorientiert und sachkundig die Entwicklungen zu beschreiben!

Ich werde keinen Millimeter von Benedikt XVI. abrücken und ihn auch in der Öffentlichkeit verteidigen. Meine Protestnote an die Bundeskanzlerin ist schon abgeschickt!
Gott segne unseren Papst Benedikt XVI. !