Dienstag, 30. August 2016

Die Nachrichten

Liebe Leser,

Nachrichten, die uns über die Medien erreichen, sind in aller Regel schlechte Nachrichten. Das verdirbt die gute Laune, führt eventuell zu seelischen Verstimmungen, Eßstörungen, Bluthochdruck oder Diabetes und führt im schlimmsten Fall zum Nachdenken, infolgedessen dann zur Störung der öffentlichen Ordnung oder zu ungewünschten Veränderungen im Wahlverhalten des sogenannten Souveräns. Majestät brauchen Sonne, so meinen offensichtlich die meinungsbildenden "Diener zweier Herren"! Die ARD haben deswegen beschlossen, mit Rücksicht auf die Volksgesundheit und die Karriereabsichten der amtierenden Staatsdiener alles aus den Nachrichten wegzulassen, was diesen höheren Zielen zuwiderlaufen könnte.
(Anders ausgedrückt: Wir sind nicht nur zwangsweise verpflichtet, für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zu zahlen, (ob wir sie nun hören und schauen oder nicht). Sie haben sich auch noch zum Vormund aufgeschwungen, haben uns entmündigt, unter Kuratel gestellt!)

Hier nun ein paar Vorgänge und Berichte, die Ihnen als erwachsener Staatsbürger Mündel von ARD und ZDF aus "guten Gründen" vorenthalten werden:

1. Bundestagsinitiative zur Verbesserung der Handschrift
Berlin. In einer groß angelegten Initiative haben Mitglieder des Hohen Hauses erstmals seit Gründung der BRD für die Anschaffung erstklassiger Füllfederhalter besorgt. Es wurden keine Steuerzahlermittel gescheut, um die Unterschriften von Bundestagspräsident Lammert und einer Reihe von MdB endlich auf ein leserliches und vorzeigbares Niveau zu bewegen. Ob es in Zukunft auch Kalligraphiekurse geben wird, hängt allerdings von der Entwicklung der Steuereinnahmen ab.

2. Grenzschutz gefordert
Berlin. Die als "rechts"-apostrophierte (was so viel bedeutet wie, normal denkende und patriotische) Jugendorganisation "Identitäre Bewegung" hat mit einer Aktion am Brandenburger Tor auf die Probleme der ungesicherten Staatsgrenzen und die Folgen für die innerer Sicherheit hingewiesen. Auf der Seite der Sezession kann man zwei Artikel dazu lesen, auf die ich Sie freundlichst hinweisen möchte:
eins
zwei

3. Hamsterkäufe
Der allgefällige Witz über hausfähige Kleinnager wird an dieser Stelle nicht wiederholt! Dafür gibt es die Comedy-Sendungen im Staatsfunk.
Das wir aber im kommenden Winter vielleicht einen hausgemachten Supergau dank der "Chefinnensache Energiewende" erleben könnten, der eine Notbevorratung notwendig macht, darüber erfahren Sie hier mehr!

4. Klimakatastrophe
Demnächst dürfen wir nicht nur erwarten, daß wir unseren Elektroschrott beim Hersteller kostenlos wieder abgeben dürfen. Auch das Zeh-Oh-Zwei, das bei der Herstellung des Schrotts anfällt, muß zum Teil rückwirkend für x Jahre wieder aus der Atmosphäre rausgeholt werden.
Kein Scherz! Lesen Sie hier!
(Dagegen waren die sozialistischen 5-Jahres-Pläne geradezu unideologischer, gesunder Pragmatismus!)

5. Strippenzieherei
G. Soros, Börsenspekulant, Multimilliardär und "Weltverbessserer" hat bei seinen Daten nicht gut genug aufgepaßt. Nun sind einige Tausend Papiere in Umlauf gekommen, die seine weltweite Strippenzieherei (besser bekannt als "Verschwörungstheorie) belegen. Eine "Hammermeldung", die leider kaum irgendwo auftaucht. Hier zwei Lesehinweise, einer in Englisch, der andere, etwas salopp, aber auf Deutsch.

6. Kultur (Kulturk(r)ampf gegen rechts)
a) Nazijagd
Schon länger ist ja bekannt, daß Richard Wagner, Martin Luther und auch die Schlümpfe waschechte Nazis waren. Der Vorbehalt, daß mindestens zwei der hier genannten Persönlichkeiten aufgrund der zeitlichen Abläufe nicht Mitglied der NSDAP sein konnten, spielt in Zeiten der Inkulturation, wo ja auch jeder, der ins Bild paßt, schon ein Anhänger des Schlächters aus Medina war (auch wenn er Jahrhunderte vor der Räuberbande seinen irdischen Lauf vollendete) und die Gesellschaft das Geschlecht bestimmt (und nicht durch den Blick in den Spiegel korrigiert werden kann), kaum noch eine Rolle.
Nun ist auch Johann Sebastian Bach von "Experten" als strammer Parteigenosse enttarnt worden!
Wer sich über diesen ahistorischen Stumpfsinn der antideutschen Agitations- und Propagandaabteilung informieren möchte, kann bei Cicero über die Betroffenheitsaustellung im Eisenacher Bachhaus lesen. Lesenswerter sind aber die meisten Kommentare unter dem Artikel, die mehr Sachverstand und historische Bildung vermitteln, als es Autor und Aussteller vermögen.

b) Nazijäger
Wie wir ja alle wissen, ist die DDR an der Unzufriedenheit der Bürger zugrunde gegangen, nicht zuletzt auch am mangelnden Verständnis der Führungskader für die Bedürfnisse der Jugend, wie es Walter Ulbricht  in diesem kleinen Einspieler deutlich vorführt:
Diesen Fehler muß man ja nicht noch einmal machen! Anstatt also die Jugend an einen Altnazi wie Bach heranzuführen, der sowieso "uncool" ist, bewegen sich heutige Politiker ganz selbstverständlich in den Tiefen zwischen Indy und underground und spätpostpubertärer Dauerrevolte, wie der Herr Justizminister in den socialmedias zeigt.

7. Kirche
Das Wort hat der Hochwürdigste Herr Prälat Dr. Wilhelm Imkamp!


8. Mode
Auch diese Meldung ist in den deutschen Leidmedien bis heute unterdrückt worden:



9. Vermischtes
Was sonst alles noch in den letzten Tagen nicht über die Regionalblätter hinausgekommen ist, können Sie dieser wie immer unvollständigen Auflistung aktueller Bereicherungen unseres sonst so langweiligen Lebens entnehmen.


10. Das Wetter
Schauen Sie einfach aus dem Fenster!

Mahlzeit!

Freitag, 12. August 2016

Schönheit in Sprache und Bekleidung

Gestern fand ich in der hiesigen Lokalpresse eine dpa-Meldung mit folgender Überschrift:

Polka Dots lockern Basics auf

???
In den folgenden Zeilen geht es nicht um eine Anleitung für eine heitere Zusammenstellung von Volksmusik. Ein weiblicher "Stilcoach" (also eine Stilcoachin) aus Berlin gibt vielmehr äußerst fragwürdige Bekleidungshinweise. Sie rät u. a. zum Mustermix von gestreiften Stoffen, Paisley-, Karo-, Blumenmustern mit "Polka Dots", gerade auch in Verbindung mit Jumpsuits!
Hä?
Wat issen Polka Dot?
Da stellen w'r uns ma janz dumm und sagen: Früher nannte man das "getupft", also quasi Pünktchenmuster!
Solche Musterkombinationen als "Dernjehr Krieh" auszugeben, kann auch einer Person passieren, die ihre Kindheit nicht im Ruhrgebiet der 1970er verbracht hat. Solche Musterkombinationen kamen nur in bestimmten Vierteln vor, wenn die Hausfrauen in Rock, Bluse und Kittelschürze mal eben an 'ne Aschentonne gefitscht sind. Das ist Wiederholung bekleidungstechnischer Stillosigkeiten aus den Zeiten zwischen Ölkrise und Startbahn West!

So etwas zeugte damals schon von Geschmacklosigkeit, die man auch nicht mit Eile oder schlechtem Wetter entschuldigen konnte und durch die Bezeichnung "trendiger Look" nicht eben besser wird. Quittiert wurden solche Entgleisungen damals wie folgt:
"Die hatte 'n paar Farben an! Als die durche Tür kam, da fing der Blindenhund von Onkel Franz an zu knurren, aber frag nich wie!" oder
"Braun und blau, Pollacks Frau!" So hieß dat früher!
Mit solche Sprüche hat man uns früher Stil beigebracht, ganz ohne "Coach" und nicht nur für nen Trend! Da hasse dein ganzet Leben wat von! Sowat prägt!

In diesem Sinne: Mahlzeit!

Donnerstag, 4. August 2016

Das Lied vom braven Steuerzahler

Das kann jedem passieren! so heißt ein Filmtitel aus dem Jahre 1952. In ihm spielt Heinz Rühmann einen Steuerberater. Auf der Rühmann-Gedenkseite wird dieser Steuerberater als eine Person beschrieben, die in ihrer Korrektheit verhaftet ist und im Laufe der Handlung durch die Tücken des Lebens zurechtgerüttelt wird. Das kann man so beschreiben.
Wie ich darauf komme?
Fangen wir ganz vorne an.
Ich war "letzte Tage" bei einem bekannten Videoportal unterwegs, weil ich ein Stück von Iska Geri suchte.
Iska Geri?
Sie ist mir im Hessischen Fernsehen bei den ""aufgefallen.
(HEUTE WIEDER UM 22.50 Uhr im hr-Fernsehen! BESTE FERNSEHUNTERHALTUNG AUS DER GUTEN ALTEN BRD!!!)
Sie spielt dort die (leider) singende Gattin des Stadtrates Dr. Meyer, die sich immer wieder als Stütze des Kulturlebens aufspielt. Wunderbar!
Sie war schon in den 1930er aktiv als Kabarettistin und Diseuse. Ihre Interpretation von "Goodbye Johnny!" aus dem Jahre 1939 ist derart lakonisch! Vergessen Sie Hans Albers!!! ... mehr als hörenswert.
Ihre "parodistische Arie" von 1943, die bei den Hesselbachs erklingt, suchte ich eigentlich und fand sie dort auch. Ein herrlicher Spaß einer talentierten und leider etwas vergessenen Künstlerin.
Kein Wunder, daß sie von den Nazis mit einem Auftrittsverbot "geadelt" wurde.

Beim Stöbern unter den weiteren Empfehlungen auf eben diesem Videoportal fand ich dieses Lied vom Steuerzahler. Die Einwürfe von Heinz Rühmann und Gustav Knuth legen mir ein etwas anderes Bild nahe, als es auf der Seite für Heinz Rühmann gezeichnet wird. Der Steuerberater hat Lebensgefühl und Jargon der Zeit bis 1945 konserviert und ist noch nicht in der Entspanntheit der BRD angekommen.
Dieser Tonfall von vorgestern ist übrigens aktueller denn je, finden Sie nicht auch?
Mich erinnert der Rühmann an jemanden ...


Übrigens scheint die Härte im Umgang mit "Steuerverbrechen" auch nicht ganz neu zu sein.