Donnerstag, 22. Dezember 2016

Jahresendansprache, Bund, einfach

Liebe Zuschaurix und Zuhörix,
da draußen auf dem Territorium der früher so genannten Bundesrepublik inkl. der Osterweiterungsgebiete von 1990,
wieder neigt sich ein Steuerjahr dem Ende zu. Viele Menschix, die schon länger hier leben, kaufen nun seit Wochen für Familien und Freunde Waren in großen Mengen. Auch in den Supermärkten müssen die Regale ständig neu aufgefüllt werden. Das macht vielen Menschix Angst, besonders jenen, die noch nicht so lange hier leben.
Auch die vielen erleuchteten Fenster und Vorgärten, der Transport von Nadelgehölzen und der Konsum von wärmenden alkoholischen Getränken bei irritiernd fremder Musik ist für Viele ein Grund für Sorge. Wenn nun in den kommenden Tagen einige immer noch bevorzugte relljöhse Gemeinschaften von ihren Türmen Lärm schlagen, so ist das für nicht Wenige in diesem Land kein Grund zur Freude. Alles das fördert Gefühle der Ausgrenzung, ja Diskriminierung! Die Suche nach Sündenböcken ist von allen Jagdarten die einfachste. Die Vereinnahmung des Jahreswechsels durch Vertretrix der Alt- und Neurechten und unverbesserlicher Traditionalisten muss ein Ende haben. Nicht jede heilige Kuh kann mit einem Prinzip gerechtfertigt werden.
Es muss sich etwas ändern und es wird sich etwas ändern. Dafür stehe ich als (hier bitte entsprechende Funktion einsetzen) ein. Wenn wir nicht heute helfen, die Probleme vor Ort zu lösen, werden sie uns eines Tages im eigenen Land einholen.
"Gut leben" heißt aus meiner Sicht auch Angstfreiheit. Wir haben vor dem Hintergrund unserer Geschichte eine besondere Verantwortung, ja wir stehen in tiefer Schuld und damit in einer ganz besonderen Pflicht. Die Beschäftigung mit nicht vorrangigen Dingen darf aber kein Ersatz dafür sein, dass wir auf die eigentlich bedrängenden Fragen keine Antwort haben. Wir müssen hier eine Vorreiterrolle im vereinten Europa übernehmen. Denn wofür steht unser Land heute? Woran denke ich, ganz persönlich? Ich denke an dichte Fenster! Kein anderes Land kann so dichte und so schöne Fenster bauen.Wir müssen - und das sage ich in aller Offenheit - unsere Hausaufgaben machen! Aber Demokratie ist nicht immer eine Sache von einsamen Entscheidungen, sondern in der Regel ein Geschäft der Meinungsbildung vieler. Was jeder Einzelne von uns im Kleinen erreicht, das prägt unser Land im Ganzen. Ich halte das Vorgehen für alternativlos.Unser ärgster Feind kann nur unser mangelnder Glaube an uns selbst sein. Laßt uns den Mut haben, die heißesten Kartoffeln in großer Fairneß anzupacken! Wir brauchen den Geist der Zuversicht.
Ich ahne, wovon ich spreche!
Ich wünsche uns allen einen besinnlichen Kalenderwechsel.
Wir schaffen das!

NACHTRAG:
In der Zwischenzeit habe mich Kommentare und Emails erreicht, die eine "konsequente Genderierung" (Heißt das so?) des Textes bemängeln. Dies ist fein beobachtet und korrekt. Jedoch besteht der Text ab dem zweiten Absatz bis auf den Satz über den Kalenderwechsel nur aus aneinandergereihten Zitaten aus dem Munde von Angela Merkel, geborene Kasner! "Genderierung" wäre hier eine unverzeihliche Klitterung.

UPDATE:
Alexander Kissler hat recht: Schluß mit dem Floskelbingo!

Kommentare:

dilettantus in interrete hat gesagt…

"Sündenziegx" wäre korrekt!

Arminius hat gesagt…

Frohe Weihnachten!

PS:
Wir schaffen die!