Mittwoch, 14. Dezember 2016

Eine Zensur findet nicht statt.

Dieser hehre Vorsatz findet sich in unserem Grundgesetz. Warum ich es Vorsatz und nicht Grundsatz nenne?
Man hat sich bei der Niederschrift des Grundgesetzes vorgenommen, diese nie wieder zuzulassen. Doch wie das mit allen guten Vorsätzen so ist, die man z.B. beim Neustart eines Kalenders so ernsthaft ins Auge gefaßt hat, nach gut einer Woche sind sie durch Ausreden oder die berühmten Ausnahmen, die man ja mal machen muß, alle wieder ad acta gelegt. Irgendwann fing es aber doch wieder an, genauso wie die Streßzigarette, die Nervennahrungsschokolade oder das Feierabendbier. Man wollte es eigentlich nicht, fand aber doch wieder einen Weg und einen triftigen Grund. Wie lange es wohl gedauert hat, bis der erste Artikel in einer Zeitung verhindert wurde, ein Anruf beim Verleger eine Buchveröffentlichung stoppte ... Gott weiß es.
Was wir momentan jedoch erleben müssen, hat andere Qualitäten. Es feiern Leute und Methoden fröhlich Urständ, die wir eigentlich als Totgesagte auf dem Friedhof der Totalitarismen wähnten. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger!
Aus der Geschichte der Völker können wir lernen, das die Völker aus der Geschichte nichts gelernt haben. Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) 
Weder aus den zwölf Jahren des nationalen, noch aus den 40 Jahren des realexistierenden Sozialsmus sind nachhaltig Lehren gezogen worden. Stattdessen erleben wir nun einen Mix zwischen "Gutmenschen werbt nicht bei ..." und den zersetzenden und zerstörerischen Methoden der Stasi. Die Generation, die Ende der 1960er Jahre gegen die Eltern und die Naziseilschaften aufbegehrte, hat uns nun nach vielen Jahren der politischen Arbeit und Umerziehung eine neue Form des oppositionslosen und angeblich alternativlosen Staatslenkungs- und Volkserziehungsapparates beschert. Und die neuen, alten Seilschaften sind auch wieder da! Genauso wie sich alte Juristen in den 1960er Jahren freuten, wenn sie einen alten Gegner aus dem Widerstand vor die Richterbank bekamen (siehe Otto John), so sitzen heute wieder Leute an den Strippen und Pötten, die sich in anderen Bereichen um die Sicherheit des Staates verdient gemacht haben und nun gegen altgediente Bürgerrechtler und unbequeme Schriftsteller, Journalisten und demokratisch gesinnte Bürger ins Feld ziehen. Ihnen steht ein junges Heer von Hipstern, Startuppern etc zur Seite, die sich, dank des in deutschen Schulen genossenen Geschichtsunterrichtes, als Denunzianten und Drückerkolonnen in den Dienst der vermeintlich guten Sache stellen. Als "unabhängig" sehen sich jene Aktivisten an und merken dabei gar nicht, wie sie in alten Mustern gefangen sind. Die Globalisierer und "Entgrenzer" von heute befördern Ideologien, die sich in der Vergangenheit schon zu genüge als verheerend erwiesen haben. Und die ach so unabhängigen Medienmacher, die zu einem erschreckend hohen Prozentsatz dem linksgrünen Spektrum angehören, begleiten und befördern das Treiben auf ihre Weise. Und wo man besser nichts sagt, da schweigt man dann gemeinsam. Da nicht sein kann, was nicht sein darf, kommt es gar nicht erst zu einer Gehirnleistung, die einer inneren oder äußeren Zensur bedürfte. Immer schön brav "postfaktisch" und nicht "scholastisch"! Is voll narsi! Die Störenfriede kommen gar nicht erst vor, werden - wenn möglich - wirtschaftlich zerstört und nervlich zerrüttet. Schlag nach bei Mielke!
Das Grundgesetz wird also nicht berührt und ruht in Frieden!


Am Ende steht heute ein Bilderrätsel. Kennen Sie "Original und Fälschung"? Es ist seit vielen Jahrzehnten fester Bestandteil einer großen deutschen Fernsehzeitung. Als Kind hat mich immer fasziniert, wie gut die Retuschen waren und wie unauffällig die Fehler häufig waren. Man mußte schon sehr genau hinsehen, wenn man die Unterschiede finden wollte. Ich mag es heute noch sehr gern und ist für mich mit ein Grund, das Heft wöchentlich zu erwerben.
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Finden Sie die kleinen Unterschiede?


Wenn Sie mich fragen: Es wird Zeit, daß wir in Deutschland endlich die Demokratie und die Meinungsfreiheit einführen!*

* (Nicht das Sie jetzt schockiert sind. Bei mir bedeutet das bekanntlich immer: Gerne auch mit erblichem Staatsoberhaupt aus entsprechend prädestinierter Familie. Da darf es auch gerne eine protestantische sein. Bitte, da bin ich sehr offenherzig!)


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