Freitag, 3. Juni 2016

GAU Wochenschau

GAU 1: Die journaillistische Spitzenleistungen der Woche lieferte ein ehemals als konservativ verschrieenes früheres Qualitätsblättle aus der Banken- und Äppelwoi-Hauptstadt. In rascher Folge versuchte man - ganz auf Linie der Alternativlosen - führenden (ist das jetzt auch schon "Autobahn"?) Persönlichkeiten der AfD Bonbons ans Revers zu kleben. Wer sinnerfassend lesen kann, wird den Aufstand um das angebliche Zitat von Herrn Gauland nicht nach vollziehen können. Der Aufstand der mit einer offensichtlichen Lern- und Leseschwäche geschlagenen Empörten ist an und für sich schon peinlich genug. Der springende Punkt ist jedoch nicht das eher mäßige Sprachgefühl von Naturwissenschaftlern und Punkbandgroupies, es ist vielmehr die Frage nach der Authentizität der Aussage überhaupt. Wir müssen davon ausgehen, daß hier die Schreibtischtäter aus der Redaktion gegen das 8. Gebot verstoßen haben.
Dasselbe gilt für Aussagen die angeblich Herr Höcke über "die beiden Kirchen" in Deutschland getätigt haben soll. Die Bezeichnung "Lügenpresse" trifft!

GAU 2: Kommen wir nun von den "Lügenmedien" zu den "Lückenmedien". Nachdem die Ereignisse der Silvesternacht in Köln nur mit großer Verzögerung in die staatstragenden Medien sickerten, Hamburg kleingeredet wurde, ist Darmstadt kaum mehr aufgetaucht. Wer sich über den Zustand "unseres geliebten Vaterlandes" (ist politisch korrekt, da es sich um ein Zitat unseres Freundes vom Bosporus handelt) informieren möchte, darf bei der Wahl der Quellen nicht mehr ganz so zimperlich sein.

GAU 3: ein fast GAU, der noch verhindert werden konnte: Die Sprenggläubigen in der Düsseldorfer Altstadt beim Versuch, 72 Jungfrauen zu erwerben. Wir danken den ausländischen Geheimdiensten, die Schlimmeres verhindert haben. Denn unsere Verfassungsschützer und Geheimdienstler sind mit dem "Kampf gegen rechts" schon so ausgelastet, daß sie sich darum nicht auch noch kümmern können, gerade jetzt wo sie auch noch die "Identitäre Bewegung" beobachten müssen, eine Gruppe junger Menschen, die zuletzt durch schwer verstörende Transparentaktionen wie "Frauen schützen - Grenzen schließen!" auffielen, die nach dem Kirchenbrand in Garbsen an den Bauzaun Zettel hefteten, auf denen ähnliche Ereignisse aufgezeichnet waren oder durch ihre Beschreibung der sog. Gedenkfeiern in Kirchweyhe (Sie erinnern sich?).
Wie gesagt: Wer sich informieren will, darf heute nicht zimperlich sein. Lesen Sie einfach diesen Artikel über die gesellschaftlichen Machtverhältnisse bei den Identitären nach (inkl. Kommentarteil) und dann schauen sie mal, was DIE WELT aus diesen jungen Menschen macht! Über die Randalierer der "linken Szene" ist man hingegen nicht besorgt.

GAU 4: Das Wetter spielt uns böse mit. Da ist es gut, wenn man einen Landesvater hat, der erzieherisch auftritt. Kretsche erteilt den Bürgern eine harte Lektion! Wer Raubbau mit der Natur betreibt, muß halt fühlen. Während er andere Benachteiligte, die in ihrer Not zu uns kommen - an der wir Deutsche ja wie immer eine beträchtliche Mitschuld haben - mit allem versorgt, gehen die bösen deutschen Klimaveränderer leer aus. Es gibt Wichtigeres, als verwöhnten Wohlstandsbürgern mit vollgelaufenen Kellern oder weggerissenen Haushälften das Geld hinterher zu schmeißen!  Deswegen bleibt der Geldsäckel auch zu.
Jetzt wissen sie hoffentlich, wen sie gewählt haben, die schlauen Tüftler aus dem Muschterländle nämlich einen (Ex?)kommunisten, dessen namhafte Parteifreunde sich bekanntlich darüber freuen, wenn Deutschland Stück für Stück endlich von der Landkarte verschwindet.

GAU 5: Der "Katholikentag" in Leipzig bescherte den Politikern leere Hallen. Die Abstimmung mit den Füßen hat also seine ersten erkennbaren Früchte getragen. "Lammert and friends" wollte niemand mehr hören. Sie erinnern sich doch sicherlich an Norbert Lammert, Bundestagspräsident und Texter des neuen Vaterunser, damals hoch gelobt im Föjetong der FAZ? Keine Erinnerung?
Schauen Sie hier noch einmal nach ...

GAU 6: Fronleichnam, was war das früher doch ein schönes Fest, grad im Rheinland! Die Kommijohnskinder bekamen ihre letzte Chance, Kleid oder blauen Samtanzug ein letztes Mal zu tragen, bevor der nächste Wachstumsschub kam. Die Nachbarschaften schmückten die Straßen, Vereine holten Ihre Fahnen heraus, Schützenvereine, Musikkapellen, Myriaden von Ministranten (ohne -innen!), frisch gewienerte Flambeaus und Prozessionslaternen, Weihrauch über Weihrauch, Glöckchenklingeln und Festgeläut und dann die Ehrengarde rund um den Baldachin in gefühlter Kompaniestärke und alles das, weil man den Herrn und Heiland unter des Brotes Gestalt zum Segen für die Welt durch die Straßen trug.
Der Niedergang begann bei uns, als die Messfeier "integraler Bestandteil" der Prozession wurde und alles im "Sinne des Konzils" modernisiert wurde. Ein Segensaltar (wie alle "versus Deum") einer gestandenen Nachbarschaft wurde zugunsten eines Volxaltares aufgegeben. Es war auch das Jahr, in dem es Ärger um die Freibiermarken für die Fahnensetzer gab, weil der Herr Dechant naja ...
Danach gab man dann noch die traditionelle Wegroute auf. Jedes Jahr etwas anderes. Das die Enen nun ihre Fahnen und Altärchen nicht mehr aufbauen konnten (was schon am Vorabend immer eine Art weltliche Vorfeier war) und die Anderen keine Fahnen und Altärchen hatten, weil dort noch nie eine Prozession vorbeiführte, hatte niemand der Neuerer bedacht. So sah es dann in den Folgejahren auch aus. Es war alles zwar irjenzwie unheimlich aktuell, aber auch ziemlich trostlos. Am Ende kam noch nicht einmal mehr eine Blasmusik und selbst die Ehrengarde war futsch!
Nun haben wir ja schon Jahre erlebt, in denen nur noch "das Brot" im Mittelpunkt stand. Aber nun braucht man in Köln schon echte Flüchtlingskähne, um den katholischen Openairfestival nen Thema zu geben.  Warum mußte ich bei dem Bild im Kölner Stadtanzeiger unweigerlich an das Narrenschiff denken?
Leute wenn schon Schiffchen und Bötchen, dann Mülheimer Gottestracht!
Es kann doch an diesem Tag nur einer im Mittelpunkt stehen, oder?


Meine Güte, was für eine Woche!

Einen gesegneten Sonntag
- wie auch immer Sie ihn zählen mögen, nach Pfingsten, Trinitatis oder Jahreskreis -
wünscht Ihnen,

Ihr Laurentius

GAU 7:
In Schwäbisch Gmünd hat ein Filmteam versucht, einen Hilfseinsatz durch Asylanten vorzutäuschen, der so niemals stattgefunden hat. Die Aktion wurde bemerkt und die Anwohner bereiteten dem Schmierentheater ein unverhofftes Ende. Die österreichische Kronenzeitung berichtet ebenso von dieser Schamlosigkeit wie die örtliche Tageszeitung.



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