Donnerstag, 19. Mai 2016

Pfingstoktav (Wochenschau)

Kurz vor Ende der im Novus ordo nicht mehr vorhandenen Pfingstoktav ein paar Gedanken aus der letzten Woche.

1. Eilmeldung: Kollektenwarnung für den Sonntag:
Am kommenden Sonntag erwartet die DBK, daß die vielgescholtenen Dauerkirchgänger (siehe z. B. unter "Humor" auf "katholisch.de") brav ihr Scherflein für jene Veranstaltung hergeben, auf der sie gern verlacht aber nur ungern gesehen sind, dem sogenannten Deutschen Katholikentag. Dank an den Schlagmann aus dem Beiboot Petri!

2. Der Papst ängstigt mit Barmherzigkeit und Liebe das Z(d)K:
Wenn sich das ZK sorgt, ist meistens ein Grund zur Hoffnung und Freude gegeben.
Die Annäherung zwischen Rom und FSSPX bereitet dem ZK Sorgen und mir bereitet diese Mitteilung des ZK Sodbrennen.

3. Streitkultur:
Auf der Seite "Provinzthomismus", die ich immer wieder gerne und mit großem Gewinn lese, fand ich folgende Einleitung zu einem Beitrag:
"Zur Methode der Scholastik gehört das Diskutieren, der Dialog, würde man heute sagen. Zwei Schülern wird ein Thema gegeben, eine Frage vorgelegt. Beide sollen sich eine Lösung ausdenken und die mit Worten möglichst gut vertreten. ... Einer fängt an und legt seine Meinung dar. Der andere merkt sich alles so gut er kann und stellt Fragen, nicht um das Gesagte zu widerlegen, sondern um sicher zu gehen, dass er ihn richtig verstanden hat.
Dann ist sein Gegner an der Reihe. Er legt seine gegenteilige Meinung dar, und auch er möglichst gut und möglichst gebildet. Dann tauschen die beiden Kontrahenten die Position. Jeder muss jetzt, so gut er kann, diejenige Meinung vertreten und sichern, die vorher seine gegnerische war. Beide Meinungen stehen nun da, und der Lehrer gibt am nächsten Tag die Lösung in einer kurzen Ansprache bekannt. Am Schluss werden die einzelnen Argumente, jedes für sich, kurz widerlegt, und die Frage ist so gut es geht geklärt ..."
Soweit der Einblick in die große alte Schule des Denkens, diesem Hort der geistigen Freiheit!
Schauen wir in die Politik.  Die Streitkultur ist eher gering und entwickelt sich wieder in Richtung Straßenkampf und Keule. Das Argument schlägt nicht mehr, wird nicht mehr verstanden. Es zählt die Empörung und die Emotion und nicht die Faktenlage.
Nun wird ja gerne auf der AfD herumgedroschen. Leider beteiligen sich auch die Kirchenoberen mit angenommenen Unvereinbarkeiten an dieser Denkrichtung.
Wie dem auch sei: Eine kleine Lehrstunde in Demokratie, Dialog, Argumentation und logischem Denken hat die Bundesvorsitzende dieser Partei einigen jungen "K(r)ampf gegen rechts!"-Aktivisten erteilt. Erschreckend ist dabei die geistige Verwahrlosung jener jungen Menschen, die zum Teil schon das so gelobte wie gefürchtete bayerische Abitur in der Tasche zu haben scheinen. Nehmen Sie sich doch einmal die Zeit und hören Sie Frau Dr. Petry zu. Vielleicht werden Sie erstaunt sein, was Sie zu sagen hat! Vielleicht werden Sie dann auch verstehen, warum diese Partei von den Blockparteien bisher so verteufelt wurde.Was man als Demokrat, auch wenn man diese Partei vielleicht nicht wählen mag, aber auf jeden Fall nicht dulden darf, sind die SA-Methoden, mit denen sogenannte Antifaschisten gegen Mitglieder der AfD vorgehen.
Die BZ schreibt Klartext!
Und wenn man dann noch an gewalttätigen Auschreitungen von Gegendemonstranten beim AfD-Parteitag in Stuttgart denkt (600 Verhaftungen) und die Sachbeschädigungen an Häusern und Firmen von AfD-Politikern denkt und das Sprengstoffattentat in Chemnitz, etc. pp.
Demokratie geht anders, Herrschaften! Wie, das kann man bei Frau Dr. Petry (wieder) lernen!

Einen gesegneten Sonntag Trinitatis wünscht Ihnen,
Laurentius Rhenanius

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