Mittwoch, 6. Januar 2016

Kölle al(l)a(h)af! Aus OB wird OG

Nun hat es gute vier Tage gedauert, bis die Kölner Polizeiführung, Presse, Funk und Fernsehen sowie Politik trotz der beängstigenden Ereignisse in Köln, Hamburg etc. wieder in die Bahnen des allgemein verabredeten Sprechcodes zurückgefunden haben.
Die Klüngelrepublik funzt wieder!
NOCH!
Doch eine Veränderung gibt es: Aus OB wird in Köln nun OG! Die Oberbürgermeisterin geriert sich als Obergouvernante. In der Stadt, in der bisher jeder Jeck anders sein durfte, wurden nun Benimmregeln für Frauen von ihr verlesen. Hier zeigt sich nun die ganze Provinzialität der Millionenstadt am Rhein. Was für ein Rückfall in die Adenauerzeit! Jahrzehnte der Frauenbewegung und der Genderforschung scheinen an dieser Dame schadlos vorbeigegangen zu sein. Das Heinrich Böll beklagte Dumpfkatholentum des Rheinlandes feiert fröhlich Urständ im bunten Multikulti-Karnevals-Mekka! Und damit sind wir beim Stichwort. Eine Horde von Männern - denen ich jetzt mal als ganz böses Vorurteil die Mitgliedschaften beim Evangelischen Männerwerk, Kolping, KAB, KJG, Dom-Ministranten oder CAJ ebenso per se abspreche wie die Mitgliedschaft in einer Schützenbruderschaft - besetzt einen Verkehrsknotenpunkt einer Metropole, beschimpft, bedrängt, beklaut, begrabscht und belästigt massenhaft Frauen und Mädchen. Nach Zeugenaussagen tritt die Polizei die Flucht an, Hundertschaften rücken an, greifen aber nicht an und erst recht nicht durch. Im Polizeibericht wird alles zunächst vertuscht, dann hagelt es Anzeigen. Die "Ruhige-Nacht-Geschichte" läßt sich nicht mehr halten.
Kurz: Die Polizei versagt auf ganzer Linie beim Schutz der Bürger. Die Polizei kommt zu keinen Erkenntnissen über die Täter. Statt Strafverfolgung bekommen die Opfer noch nachträglichen Benimmunterricht!

BIN ICH EIGENTLICH DER EINZIGE, DER DAS ALS EINE BODENLOSE UNVERSCHÄMTHEIT EMPFINDET, GENAUSO WIE DIE ÄUßERUNGEN
DES ALS VERTUSCHER ERTAPPTEN POLIZEIPRÄSIDENTEN,
DES BUNDESINNENMINISTERS,
DES BUNDESJUSTIZMINISTERS,
DER MINISTERPRÄSIDENTIN VON NRW
UND DAS ABSOLUTE NULLSTATEMENT DER  BUNDESKANZLERIN???

Die hilflosen und durchschaubaren Äußerungen seitens der Politik, die sich immer noch zwischen "Pressecode bei Straftaten mit MiHiGru", Hetzewarnung, Nazi-Vorwurf und Bürgerbeschimpfung bewegen, sind nicht gerade dazu angetan, das Vertrauen in die wenig durchdachte Haltung der Volksvertreter zu stärken.
 
Was bedeutet das nun?
1. Die Polizei hat notorischen Personalmangel.
2. Daher ist sie nicht in der Lage ihre Aufgaben vollumfänglich zum Wohl und Schutz der Bürger auszuführen.
3. Es gibt demnach Zeiten und Orte, wo die Sicherheit des Bürgers nicht mehr gewährleistet werden kann.
4. Damit ist gefährdet bzw. nicht mehr gewährleistet
a) die Bewegungsfreiheit
b) die Unversehrbarkeit von Leib, Leben und Eigentum
5. Das Ansehen der Polizei und das Vertrauen der Bürger wird nachhaltig geschädigt.

Halten wir fest:
Offensichtlich ist es nicht mehr möglich, daß sich Frauen und Mädchen allein in Deutschland bewegen können, ohne von gewissen "Neuzugezogenen" als Freiwild betrachtet zu werden!
Ich empfinde es nicht als eine Bereicherung, wenn durch den unkontrollierten Zuzug testosterongesteuerter Dumpfbacken europäische Normalitäten infrage gestellt werden.

Wie soll ich Ihnen, werte Leser, meine Gedanken zu diesem Thema verdeutlichen?
Ich nehme ein Beispiel, das auch für Kölner nachvollziehbar ist, sogar für dort ansässige Kultur- und Politikschaffende:
Wer in einer Kneipe den Köbes anmacht, fliegt raus!
Macht er das noch mal, gibts Hausverbot!
Hat sich bewährt!

Ja, Köln, du jecke, bunte Stadt!
Erst wenn das letzte Funkenmariechen unter einer Burka verschwunden ist, werden auch Tünnes und Schäl bemerken, daß mancher Jeck wohl doch keine Bereicherung gewesen ist.

Kommentare:

Peter Friedrich hat gesagt…

Darf ich etwas zu dem Thema aussagen?

Wenn ich mir es recht überlege, dann sehen wir die - gewissermassen vollendeten - Auswirkungen des von "konservativer" Seite beschriebenen "Familien"-Ideals zur Zeit in Köln und anderen Orten, eine Art schonungsloser Regression in unsere eigene soziokulturelle Vergangenheit.
Noch vor 20 Jahren haben sich beispielsweise die heutigen deutschen Beschreier einer angeblichen "Gender-Ideologie" genauso schreiend und tiefideologsch dagegen gewehrt, daß in Deutschland die Vergewaltigung in der ehelichen Beziehung unter Strafe gestellt wird. Frauen waren also unter bestimmten Gegenheiten sexueller Willkür hilflos ausgeliefert. (Noch länger davor wurden etwa Homosexuelle psychiatrisiert, mit Elektroschocks gefoltert oder schlimmeres etc). Für diese gesellschaftliche Gruppe stellt die "Familien"-Ideologie mancher Einwanderer in ihrer schlimmsten Form eigentlich das Idealbild dar, ein Spiegel ihrer - mehr oder weniger unterschwelligen - eigenen Wünsche.
Die psychologischen Hintergründe sind längst durchlitten, beschrieben und belegt, der unendlich mühsame und noch andauernde Weg aus dem Dünkel von Sexismus und struktureller Gewalt wird aber aus manchen religiös/konservativen Kreisen heraus beschämenderweise immer noch hämisch gemacht. Und zwar in Schlüsselbegriffen und Schlagworten wie "Gender-Ideologie", "Political correctness", "Frühsexualisierung", "Gutmensch" etc.
Vom grausamen Problem sexueller Not in all seinen Formen (siehe Köln!), das seit Jahrtausenden die Menschen geißelt und sich immer wieder seinen Weg über die religiöse Schiene bahnt, wird peinlicherweise abgelenkt, indem man etwa künstlich zum Problem stilisiert, daß Kinder und Jugendliche zumindest in der Schule selbstverständlich erfahren sollen, daß es verschiedene gleichwertige Formen partnerschaftlicher Liebe gibt.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Laurentius Rhenanius hat gesagt…

Werter Herr Friedrich,

ich habe mich entschlossen, Ihren Kommentar zu veröffentlichen, weil er so etwas wie eine "Summa" Ihres ewig gleichen Kommentare darstellt.
Gestatten Sie mir dazu einige Bemerkungen:
1. Es gibt in allen Generationen vermurkste Kindheiten, bei Katholiken, Protestanten, Veganern, Stalinisten, Liberalen.
2. Der von Ihnen bemühte Vergleich von katholischer Lehre über die Familie und muslimischer Großfamilie ist wenig gelungen.
3. Der von Ihnen behauptete Regress in die angebliche eigene Vergangenheit ist für mich nicht nachvollziehbar. Eine katholische Erziehung, die auf Liebe zum Nächsten, Erziehung zu Keuschheit (Welch schlimmes Wort, nicht wahr?) und Heiligkeit vor Gott (bei aller Fehlerhaftigkeit) anhält, führt nicht zu sexueller Übergriffigkeit sondern zur Selbstüberwindung um des Anderen und um Gottes willen.
4. Mangelhafte Kindererziehung ist nicht dem Dogma anzulasten, sondern zunächst einmal den Eltern und ihren Beschränktheiten.
5. Beim Thema Genderforschung bin ich -und das gebe ich mit plumpem Stolz zu- ein ganz schlichter Geist. Ich kenne die Wurzeln dieser Ideologie und halte das ganze für aufgeblasenen Blödsinn. Wie man Zweifel hegen kann, welchen Abort man aufzusuchen hat, wird sich mir nie erschließen. Sehr wahrscheinlich bin ich ein Opfer eines kruden Naturalismus und jüdisch-christlicher Indoktrination.
Mit dieser marianischen 5 möchte ich es nun bewenden lassen.
Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Jahr 2016!

Peter Friedrich hat gesagt…

Ihnen auch alles Gute zum Neuen Jahr.
Wer das Grauen einer "christlichen" Familiensituation (wo die von konservativen "Christen" geforderte Auslieferung an eine zeitlich unbegrenzte STAATLICH LEGITIMIERTE potentielle Vergewaltigungssituation sogar genaugenommen noch schlimmer ist als die ganz eindeutig offiziell verbotenen Gewalttaten jetzt an Silvester) selber durchgemacht hat, wo die "Familie" und ihr (teils gewaltsam erzwungenes) "Zusammenhalten" weit mehr im Mittelpunkt standen als das, was in den einzelnen Menschen daselbst vor sich ging, erlebt diese schauerlichen Demo-Aufmärsche von KubyKelle und Genossen als einen quälenden Rückfall in Zeiten und Umstände, aus denen sich Menschen unter unbeschreiblichen Qualen ein Stück weit befreit haben. Und von daher erst kann sich echtes Mitgefühl einstellen mit den Opfern dieser gräßlichen und beängstigenden Willkür durch notzüchtende junge Männer, die selber Opfer sind eines blind antiaufklärerischen Systems, das immer weiter sexuelle Not erschafft, durch alle Religionen und Kulturen hindurch, das hat mit mehr oder weniger "gelungenen" Vergleichen nichts zu tun, die psychologischen Hintergründe, ich schrieb es oben, liegen auf der Hand (mit Ihrem dritten Punkt negieren Sie einfach geist-und gefühlszerstörend sämtliche Erfahrungswerte, auch meine, die sehr schlimmen). In welcher Form es dagegen Bildungspläne und Gender-Aufklärung gibt, darüber mag man diskutieren, daß jedoch irgendwie ein Weg aus diesem Dünkel gebahnt werden muß, dahinter gibt es kein Zurück mehr.

Allerdings sehe ich ein deutlich umfassenderes Muster, korrigieren Sie mich, durch welches die einschlägigen Diskutanten (Bildungspläne ja oder nein) immer wieder aneinander vorbeireden.
Ich deute es kurz an: Es handelt sich um die existentielle Verankerung der Person in der (kirchlichen) Lehre und eben nicht in der unmittelbaren personalen, mitfühlenden Liebe durch die personal liebende, mitfühlende Gegenüberhaftigkeit als solche.
Ein Korsett des "Wissens", eine verzweifelte Strukturierung allfälliger flirrender Gedanken zu einem noch so absurden "Lehrsystem", um nicht buchstäblich wahnsinnig zu werden an der Kälte und Zufälligkeit einer Natur, die uns hervorgebracht hat ohne uns zu meinen.

Ihnen nochmal alles Gute.