Freitag, 16. Oktober 2015

Wochenschau: Durchstecher und Denunzianten

Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, ich halte es bei Denunzianten mit Hoffmann von Fallersleben und dem "wahren Jakob".

Exkurs:
Worum geht es dem Denunzianten?
Nehmen wir das klassische Paradepferd: Der ohnehin nicht sonderlich beliebte Streber beobachtet in der Pause eine Gruppe seiner Mitschüler beim Rauchen. Er meldet den Vorfall beim Klassenlehrer, der diese dann auch inflagranti erwischt.
Ging es ihm um den Schutz der Gesundheit?
Wollte er verhindern, daß weitere Schüler durch aktives oder passives Rauchen gefährdet werden könnten?
Wohl kaum!
Es ging ihm darum, sich beim Lehrkörper als vorbildlicher und aufmerksamer Schüler ins Gedächtnis zu rufen, sprich Beachtung geschenkt zu bekommen, die ihm von den Mitschülern versagt geblieben ist.
Einer der sich nichts traut, bestraft so andere, die sich was trauen. Er gehört nicht dazu, weiß, daß er nie dazu gehören wird und will aus, ... tja "niederen Beweggründen" wie Neid, Mißgunst, o. ä. möglichst großen Schaden anrichten. Rache für seine eigene Mickrigkeit, die ihn noch mickeriger werden läßt, als er ohnehin schon ist. Und wenn es ganz schlimm kommt, dann wird das Rauchen auch noch frei erfunden.

Mit einem solchen Subjekt muß sich momentan ein Professor der Berliner Humboldt-Universität herumschlagen. Wer diese unappetitliche Geschichte in wohlkommentierter Form lesen mag, den verweise ich auf den Artikel von Vera Lengsfeld bei "Die Achse des Guten".

Auch und gerade unsere Kirche ist leider nicht frei davon.
Wenn Klerikern - insbesondere den geweihten Gefässen innerhalb der Mauern des Vatikans - präpubertäres oder weibisches Verhalten von Kirchenkritikern attestiert wird, so lehne ich eine solche Diagnose ab, wenn sie sich auf liturgische Feinheiten oder standesgemäße Bekleidung zu stützen sucht. Wenn aber in kindischer Manier "gepetzt" und in der Art alter Waschweiber getratscht und durchgestochen wird, dann folge ich dieser Einschätzung uneingeschränkt. Es geht auch hier in aller Regel darum, möglichst großen Schaden anzurichten, besonders an der jeweiligen Person.
Erinnern wir uns an die "Causa Williamson":
Es ging vordergründig um seine Äußerungen zum Holocaust, die für ihn als britischen Staatsbürger, wenn auch durchaus abwegig, dennoch durch die landestypische Nachsichtigkeit für spleenige Gestalten gedeckt waren (siehe Speakers corner). Ging es den Durchstechern und Empörern wirklich um das Ansehen der angeblich nicht in KZ Ermordeten? Ziel war nicht die Verteidigung der Opfer und ihre wissenschaftlich belegten Zahlen. Der Zeitpunkt der Skandalisierung verriet die wahren Beweggründe: Die Schritte der Aussöhnung zwischen Ecône und Rom sollte verhindert, die Bruderschaft erledigt und Benedikt XVI.  beschädigt werden. Es ist nachhaltig gelungen.
Oder denken wir an das schändliche Treiben in Limburg! Die echten Zahlen, die in einem namhaften Architektenblatt veröffentlich wurden, interessierten niemand. Reine Hysterie und blanker Haß! Bis hin zu den kruden Vorwürfen der Untreue.
(Wohlgemerkt: Ich unterstütze weder Williamsons Ansichten zum Holocaust noch bin ich ein Freund des Ex-Limburgers!)
Und nun die Durchstecherei mit dem Beschwerdebrief der 10plusX Kardinäle.
Das gehört nicht in die Öffentlichkeit. Es schadet der Synode. Es wird den Unterzeichnern in Zukunft sehr schaden, wenn ich mich in Franz I. nicht schwer täusche. Gerhard Ludwig Card. Müller wird wohl wie Card. Burke seinen Stuhl räumen müssen. Vielleicht wird er Titularbischof von Minden? Es skandalisiert die Intervention und ihre Unterzeichner. Man schreit "Rebellion!" und was erreicht man damit?
Wir werden sehen! Der Heilige Geist möge bei der Scheidung der Geister helfen!

Ansonsten sprießen die Denunzianten in diesem Herbst wie Giftpilze aus dem Boden.

Oder denken wir an die "Enttarnung" von  Dr. Proebstl ...

Und auch wenn es altvorder klingt: Ein Mann von Ehre tut so etwas nicht und für eine Dame geziemt es sich ebenfalls nicht.
Aber der Ehrenmann (Gentleman) scheint ausgestorben.
Vera Lengsfeld erinnert zurecht an Heinrich Mann und seinen Roman "Der Untertan".
"Diederich Hessling war ein weiches Kind, das am liebsten träumte ..."
Genau wie die Realitätsverweigerer, die den freikirchlichen Prediger wegen angeblicher "Volksverhetzung" angezeigt haben, weil er sich kritisch mit den Folgen der ungebremsten Invasion auseinandersetzt.
Genau wie eine Gruppe von Bischöfen, die nicht willens sind, die Wahrheit des Dogmas gegen den Zeitgeist zu verteidigen.
Genau wie die Politiker, die ...

Ich zitiere an dieser Stelle lieber ein Lied aus alter Zeit:

Was vormals Unrecht, Sünd' und Schand',
das tut man jetzt gut preisen.
Was vormals Blei und Zinn genannt,
das heißt man jetzt hart Eisen.
All Ding' han sich so gar verkehrt.
Unrecht hat sich sehr hoch gemehrt.
Solch's tut die Tat erweisen.
...
Dieweil denn Deutschland gar nicht will
an Gottes Wort sich kehren
und häuft der Sünden täglich viel,
es lässt ihm niemand wehren,
so wird auch Gott ein scharfe Rut,
viel Strafen senden wie ein Flut
und Deutschland mores lehren.
...
Wach auf, Deutschland, ’s ist hohe Zeit,
du wirst sonst übereilet,
die Straf dir auf dem Halse leit,
ob sich’s gleich jetzt verweilet.
Fürwahr, die Axt ist angesetzt
und auch zum Hieb sehr scharf gewetzt,
was gilt’s, ob sie dein fehlet.
...
(Diese Strophen haben es übrigens leider nicht in das EG geschafft!)

Und damit es jetzt mal wieder richtig unkorrekt kracht, verabschiede ich mich mit einem alten, frommen martialisch klingenden Stoßgebet ins Wochenende und wünsche damit allen Lesern, geneigt oder nicht, einen gesegneten Sonntag:

Gott schütze unsere Kirche und unser Vaterland!

Meine Güte! Wenn mir vor 20 Jahren einer gesagt hätte, daß ich das einmal schreiben würde ...

ERWEITERUNG:
Auf die Frage, um welches Lied es sich denn handele, hier die Antwort:
Wach auf, wach auf, du deutsches Land, EG 145.


Samstag, 10. Oktober 2015

Min. 150.000 (!!!) gegen TTIP und CETA auf der Straße

Jetzt bin ich mal gespannt, was die anderen Medien aus dieser Demo machen und wie die angebliche "Kanzlerin der Herzen" mit dieser Realität umgehen wird. Denn das sind doch eigentlich alles Menschen, die nicht global sondern eher national denken und dann noch gegen Amerika eingestellt sind.
Sehr spannend!
Die Berliner MoPo berichtete.

Freitag, 9. Oktober 2015

Zur Lage von Kirche und Nation

Wenn morgen um 11.ooh der Friedensnobelpreisträger 2015 bekannt gegeben wird, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß der Name Angela Merkel genannt wird. Damit dürfte die Möglichkeit eines Umschwungs wohl gen Null gehen. Sollte doch ein anderer Name fallen, besteht noch eine kleine Hoffnung.
Mir kam ein Spruch aus dem 30jährigen Krieg in den Sinn::
"Bet', Kinder, bet',
morgen kommt der Schwed'!"

Die Desinformationsversuche im Vorfeld und jetzt im Verlauf der Synode sind peinlich. In den Zeiten des Zwischennetzes haben Lügen manchmal zwar längere Beine, aber in aller Regel aber kürzere. Man merkt den unsäglichen Versuchen an, daß die "Hirten" offensichtlich keine Erfahrung mit diesem Medium haben.
Der etwas laxe Umgang läßt ahnen, welche Geister dort ihr Unwesen treiben.

Der Mensch hinter der Kunstfigur Dr. Alfons Proebstl ist nun bekannt. Die Denuntiation des Darstellers hatte Folgen, die man nur aus den 12 GröFaZ-Jahren kennt. Die Kreise, die "gegen rechts" agitieren, haben, ohne es zu merken (?), jene Mittel angewendet, die in jeder Diktatur zur Beseitigung von Regimegegnern zum Einsatz kommen: Gesinnungsschnüffelei, Denunziation, ökonomische Zerstörung, Sippenhaft.
So verlor nämlich nicht nur der Darsteller seinen Arbeitsplatz, seine Frau wurde auch "freigesetzt". Vor dem Hintergrund der pekuniären Katastrophe versuchte der Denunzierte nun durch öffentliche Selbstkritik, Distanzierung und Verleugnung bis an den Rand der Selbstvernichtung seine Zukunft zu retten.
Es ist eine verständliche Reaktion, wenn man Frau und Kinder hat. Ob ihn das retten kann. Man liebt den Verrat aber nicht den Verräter, so wußte G. J. Caesar schon.
Mancher wird sich nun fragen, wie ich auf die Idee komme, daß wir es bei der BRD mit einem totalitären System zu tun haben könnten.
Ganz einfach:
In einer Demokratie wäre es nicht möglich, daß jemand wegen einer Satire in solche Bedrängnis kommen könnte.
In einer Demokratie hätte der Denunziant in einen gehörigen Tritt in den Allerwertesten bekommen!

Der größte Lump im ganzen Land,
das ist und bleibt der Denunziant!
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

oder mit dem "Wahren Jakob":
Verpestet ist ein ganzes Land,
wo schleicht herum der Denunziant.

Wie konnte der NS-Staat funktionieren und wie konnte die Stasi über Jahrzehnte die Bürger der DDR schikanieren?
Genau so!

Rufen wir den Erzengel Michael an!
Bitten wir die Gottesmutter um ihren Beistand!
Bestürmen wir den Heiligen Geist!