Dienstag, 26. Mai 2015

Martin Mosebach

hat ein lesenswertes Interview zu Franz I. gegeben. Sie finden es auf der Seite der Katholischen Aktion Flandern.

Wie uns die Alten sungen ...

Die GEMA war schon immer für schlechte Scherze bekannt. Einer der berühmtesten "Kalauer" geht so:
Treffen sich zwei Männer. Sagt der eine: "Na, wie schmeckt Dir das Rentnerdasein?"
Darauf der andere: "Wieso Rentnerdasein? Ich arbeite jetzt bei der GEMA!"
"Wie, GEMA?"*
"Ja, weiß doch wie dat is: Heinz, geh ma hier hin! Heinz, geh ma da hin!"
Einen besonders blöden Seniorenulk hat sich die einzig wahre GEMA nun im hohen Norden dieses unseren Landes gerissen:
Dort hat sie einem Seniorenkreis, der bei einem Kaffeekränzchen Volkslieder sang, einen Gebührenbescheid geschickt. Natürlich wurde nicht überprüft, ob das gesungene Liedgut eventuell gemeinfrei war. Da unterscheidet sich die GEMA nicht von anderen Behörden dieser Republik: Sie gelten als schuldig, bis zum Erweis des Gegenteils. ES ist wie im guten alten Western: Erst hängen, dann fragen!
Da die Senioren dieses Kreises mehr oder minder mit Minirenten ihr kärgliches Dasein fristen, will man nun den Kreis einstellen, weil man sich die Gebühren kaum leisten kann.
Hier geht es zur Zeitungsmeldung.
Es ist überhaupt nicht meine Musik, aber mir kommt gerade der Titel
"Das Land der Vollidioten" in den Sinn.
Ist das jetzt auch schon GEMA?



* (Der Kenner bemerkt an dieser Stelle die Beheimatung an der rheinischen Gesprächsführung.)

Dienstag, 19. Mai 2015

Ich hab so Heimweh nach

dem Kurfürstendamm, sang uns' Hildsche Knef vor vielen Jahren, aber auch FürstErzbischof und Kardinal Marx verlangt es nach Berliner Luft, wie mancher Blogger zu berichten weiß. Im Zeitalter digitaler Vernetzung erscheint die Begründung, man sei von den Vorhöfen des Herrn, äh der Macht räumlich zu weit entfernt, eher vorgeschoben. Ich schließe mich in meiner Gerüchteküche den Vermutungen an und schiebe dem Poem des hochgeschätzen Kollegen von "Geistbraus" ein Lied des Berliner Liedermachers Reinhard Mey nach, das sich vortrefflich in das entworfene Tableau einpaßt.



Apropos 1970er:
Das Zentralkomitee, das angeblich deutsche Katholiken vertritt wie weiland das andere die Arbeiterklasse, glänzt mal wieder mit altbackener Modernität. Für dieses wäre die ehemalige Waldsiedlung Wandlitz bei Berlin ein idealer Wohnort. Und ein paar leerstehende Bureaukomplexe aus vergangenen Zeiten würden durch das ZK des realexistierenden Katholizismus würdige Nachmieter erhalten.

Doch Vorsicht: Dem letzten großen Vorsitzenden des Vorgänger-ZK's hatte ein kluger Mann aus der Zentrale in Moskau mit zwei Worten zu Sturz gebracht: Glasnost und Perestroika.
Die neuen Schreckensworte sind auch schon längst bekannt.
Sie heißen: "Entweltlichung" und "Fasten".

Aber wenn das stimmt, was der gute Kreuzknappe da gefunden hat, sind zumindest die Tage des "Wätschiedeis" gezählt und die Berliner Bulette kömmt zu neuen Ehren.

Doch es tun sich neue Fragen auf.
Werden weniger intelligente Pflanzen nicht diskriminiert?
Wo bleibt die Inklusion bei Pflanzen?
Wann gibt es endlich einen Lehrstuhl für botanische Genderforschung?
Na dann mal Prostmahlzeit!

Montag, 11. Mai 2015

De discrimine II

Die Lektüre der scholatischen Elfenbeinturmbewohner, die der Frage nachgingen, ob Geldverleiher überhaupt in den Himmel gelangen könnten, führt zu tiefen Erkenntnissen der Sündhaftigkeit und zu revolutionären Modellen für ein gerechtes und barmherziges Finanzwesen, ganz im Unterschied zu heutigen kirchlichen Denkschriften.

Freitag, 8. Mai 2015

De discrimine I

Im Unterschied zum Calvinismus, der glaubt, im wirtschaftlichen Erfolg einen Erweis göttlicher Gnade sehen zu dürfen, erhebt die katholische Kirche in aller Regel jene zur Ehre der Altäre, die sich nicht der Erlangung dieser Güter verschrieben hatten.