Freitag, 25. September 2015

Pack, verblödetes!

In den letzten Wochen, werte Leser, durften wir uns als Souverän diverse Beschimpfungen und Beleidigungen durch das von uns, zur Erledigung administrativer Aufgaben gewählte Personal anhören. Diesen Domestiken ist der Respekt offensichtlich komplett abhanden gekommen. Lassen Sie sich in Ihrer Firma oder läßt sich Ihr Chef solches Verhalten gefallen? Wohl kaum! In der sogenannten "freien Wirtschaft" hätte man einen stellv. Geschäftsführer, der die Inhaberfamilie als "Pack" bezeichnet hätte, kurzerhand wegen "unüberbrückbarer Differenzen" rausgeworfen. Einen Aufsichtsrat, der in der Öffentlichkeit von "Dunkelmännern" redete, wäre wohl mit einem Blumenstrauß feierlich aufs Altenteil und in psychische Behandlung geschickt worden. Gleiches gälte wohl auch für eine Geschäftsführerin, die vor dem Werkstor Blankocheques an Passanten verteilte.
Und was passiert unserem ""Staatspersonal"?

Nun haben wir neben diesen Herrschaften ja noch echte Monarchen, den höheren und niederen Adel des Königtums Christi. Sie sind uns geschenkt von Gottes Gnaden und sind als Obrigkeit über uns eingesetzt. Diese müssen wir halt so nehmen, wie sie ist. Es gibt - wie beim echten Adel -  gute Fürsten, vorbildliche Fürsten aber auch den hinlänglich bekannten degenerierten Adel. Die einen mausern sich von "Prinz Plumps" zu einem geachteten Natur- und Kulturschützer (Prince of Wales), andere machen seit der Jugend "Bella figura" wie Ihre Majestät Elizabeth II., wieder andere kommen aus den Kinderschuhen nie raus und ziehen pinkelnd und prügelnd durch die Landschaft (Sie wissen, wen ich meine...) Alle sind aber auf ihre Art und Weise im 21. Jahrhundert angekommen.
Das unterscheidet diesen echten Adel vom kirchlichen Wahladel. Eigentlich sollten genetische Defekte und Erbkrankheiten unmöglich sein. Doch im Gegensatz zur Vergangenheit mehren sich die Ausfälle und Lichtgestalten wie Ildefons Schuster oder Clemens August Graf von Galen sucht man vergebens. Gewisse Defekte scheinen "milljöhbedingt" und epidemisch! Anders lassen sich gewisse Äußerungen aus dem deutschen Kirchenadel kaum noch erklären.
Wenn z. B. ein Card. Kaschper das Sakrament der Ehe nur noch aus der Perspektive derer betrachtet, die auf die Nase gefallen sind, dann liegt das an einer Fehlhaltung seines Kopfes und an einem sehr beschränkten Gesichtsfeld. Ein Fall für den Augenarzt oder den Orthopäden, denn der Blick in den Katechismus und auf die vielen gesegneten und geglückten Ehen ist wohl nicht mehr möglich!

Wenn ein Ruhrbischof (sic!) namens Overbeck kommende "Wohlstandsverluste" aufgrund der Invasion für unvermeidlich wie zumutbar hält, dann liegt das offensichtlich daran, daß der aus begütertem Hause Stammende mit seinem bischöflichen Salär gut auskommt, er nicht wie Otto Normalverbraucher unter Steuerlast und Energiekosten ächzt und ihm sein Palais am Burgplatz eher zu geräumig ist. Er wird sich ob des Gegenwindes aus der Bevölkerung vielleicht wie weiland Nero (Peter Unstinov) in "Quo vadis?" fragen: "Was will mein Volk von mir?" oder noch schlimmer: Er sieht sich als Martyrer für die gute Sache! Hier könnten ein paar "Sozialstunden" als Angestellter in einem DAX-notierten Unternehmen abhelfen, mit Raten fürs Häuschen, Kindern in der Schule und einem Wirtschaftsberatungsunternehmen, das im Zuge der Optimierung am Arbeitsplatz sägt! Mal ein paar Monate als selbständiger Handwerker in einem "Problemviertel"? Oder direkt die harte Tour: Bootcamp als Hartzer, Aufstocker und Flaschensammler!
Das könnte alles noch reparabel sein. 
Doch was tut man mit einem Kardinal, der offen zugibt, daß er nicht weiß, wovon er redet, aber das worüber er redet und er nicht kennt, ist ganz bestimmt gefährlich und führt zur Verblödung. Das weiß er ganz genau! Jaaaaa ...
Mei, der Marx, Reinhard halt! So kennen wir ihn, den gemütlich-neobarocken Fürstbischof aus Minga!
Zwischen Weißbier und Knödeln mit Rahmschwammerln immer für einen flotten Spruch am Stammtisch gut, nicht wahr? Besser ihr geht's mit ihm auf die Gamsjagd zum Bockschießen als in eine Pressekonferenz, gell! Da müßt ihr schon a bisserl aufpassen, wo der hinlaaft!

Ich darf zusammenfassen:
Die Domestiken halten uns für dunkeldeutsches Pack, wenn wir nicht nach ihrer Pfeife tanzen.
Der Kirchenadel hält uns internetnutzende Steuerzahler für verblödete Leute, mit denen man sich nicht abgeben muß und denen es noch viel zu gut geht!

Sehr wahrscheinlich treffen diese Einschätzungen sogar zu! Verblödetes Pack!
Wenn es aber einfach nur Langmut und Gutmütigkeit ist?
Dann kann es für manchen Schwadronierer noch ziemlich eng werden.

Gesegneten Sonntag!



1 Kommentar:

Tarquinius hat gesagt…

Mal wieder ein Beitrag, der mir aus der geschundenen Seele ... hat Pack überhaupt eine? ... spricht. Danke!