Dienstag, 19. Mai 2015

Ich hab so Heimweh nach

dem Kurfürstendamm, sang uns' Hildsche Knef vor vielen Jahren, aber auch FürstErzbischof und Kardinal Marx verlangt es nach Berliner Luft, wie mancher Blogger zu berichten weiß. Im Zeitalter digitaler Vernetzung erscheint die Begründung, man sei von den Vorhöfen des Herrn, äh der Macht räumlich zu weit entfernt, eher vorgeschoben. Ich schließe mich in meiner Gerüchteküche den Vermutungen an und schiebe dem Poem des hochgeschätzen Kollegen von "Geistbraus" ein Lied des Berliner Liedermachers Reinhard Mey nach, das sich vortrefflich in das entworfene Tableau einpaßt.



Apropos 1970er:
Das Zentralkomitee, das angeblich deutsche Katholiken vertritt wie weiland das andere die Arbeiterklasse, glänzt mal wieder mit altbackener Modernität. Für dieses wäre die ehemalige Waldsiedlung Wandlitz bei Berlin ein idealer Wohnort. Und ein paar leerstehende Bureaukomplexe aus vergangenen Zeiten würden durch das ZK des realexistierenden Katholizismus würdige Nachmieter erhalten.

Doch Vorsicht: Dem letzten großen Vorsitzenden des Vorgänger-ZK's hatte ein kluger Mann aus der Zentrale in Moskau mit zwei Worten zu Sturz gebracht: Glasnost und Perestroika.
Die neuen Schreckensworte sind auch schon längst bekannt.
Sie heißen: "Entweltlichung" und "Fasten".

Aber wenn das stimmt, was der gute Kreuzknappe da gefunden hat, sind zumindest die Tage des "Wätschiedeis" gezählt und die Berliner Bulette kömmt zu neuen Ehren.

Doch es tun sich neue Fragen auf.
Werden weniger intelligente Pflanzen nicht diskriminiert?
Wo bleibt die Inklusion bei Pflanzen?
Wann gibt es endlich einen Lehrstuhl für botanische Genderforschung?
Na dann mal Prostmahlzeit!

1 Kommentar:

Geistbraus hat gesagt…

Super Lied von Reinhard Mey! Kannte ich noch nicht!