Freitag, 17. Oktober 2014

Wochenschau 42. KW

Takatukaland, Dementitis und rent-a-church.

Eigentlich hatte ich auch diese Woche nicht viel Zeit für diese Seite, doch die Synode hat mich immer wieder ins Netz gezogen. Die Vorberichterstattung über quengelnde Schwaben und bayerisches "Mirsanmir!" ließ schon nicht viel Gutes ahnen.
Doch das Durcheinander von angeblich verfälschenden Zwischenberichten und Wortmeldungen, der Nachnominierung von Personen vermittelt den Eindruck, als wenn a) die Synode schlecht vorbereitet sei, b) entweder nach Gutsherrenart hineinregiert, oder ständig "nachgebessert"" wird, c) unterschiedliche Gruppierungen bewußt die "Funkdisziplin" nicht einhalten, um über die Öffentlichkeit Druck zu erzeugen.
Alles in allem ist das abgegebene Bild weder vorteilhaft noch vertrauensfördernd und leistet der Legendenbildung und neuen Verschwörungstheorien Vorschub.

Daneben treten am Ende der Woche noch die hochgradig ansteckende Seuche namens "Dementitis" in Erscheinung.
Card. Kasper will nun doch nichts in Richtung "Takatukaland" und zeitweiliger Taubheit gesagt haben und der Chef der Glaubenskongregation hat nun doch nichts über den Zwischenbericht gesagt und auch der Unterzeichner war jetzt angeblich doch mit dem Papier zufrieden.
Ja was denn nun?

Zumindest Card. Kaspers Dementi dürfte nach den neuesten Veröffentlichungen eher eine Art "Halbwahrheit" sein. Über die Verbindung von "Halbwahrheit" und dem Tatbestand der besonders dreisten und faustdicken Lüge möge sich der geneigte Leser in der einschlägigen Literatur oder bei Mother Angelica von EWTN erkundigen.

Derweil verbaut die Erzdiözese München-Freising skandalös viel Geld im neuen Ordinariat und nun explodieren auch noch die Baukosten. In Ermangelung eines auf Krawall gebürsteten Stadtdechanten und einer zurückhaltenden Regionalpresse wird es wohl dem Kardinal erspart bleiben, seinem Kollegen aus Limburg ins Exil der Geldverbrenner folgen zu müssen.

Und mit dem leidigen Thema Geld bin ich beim nächsten Punkt:
Franz I. ist ein echter Gönner. Wenn er sich schon selbst keinen Konzertbesuch gönnt, so ist er doch bei Anfragen wichtiger Firmen großzügig. So hat er nun Porsche die sixtinische Kapelle für ein Konzert zur Verfügung gestellt, gegen entsprechende Mietzahlung, versteht sich.
In diesen heilgen Hallen ein Megaevent für einen Luxuskarossenbauer...
Da fehlen selbst mir die Worte!

Geneigter Leser, dies ist eine Woche, in der die Armut der Kirche wie noch nie zutage getreten ist. Es ist eine Armut, die als lebensgefährliche Mangelerscheinungen diagnostiziert werden muß, Mangel an Geist, Liebe, Wahrhaftigkeit, Wahrheit und Fingerspitzengefühl.
Angeblich hat unser Pontifex die Ausführungen Card. Kaspers als "Theologie auf den Knien" bezeichnet und gerühmt.  Wie bitte was? Auf den Knien? Ja vor wem denn?
Es ist keine Theologie, die  ihren Ausgangs-und Zielpunkt "vor dem Tabernakel" hat. Dieser "Kniefall" scheint eher durch einen Schlag in die Kniekehlen provoziert worden zu sein .Es ist eine Theologie, die aus Schwäche vor den Opfersteinen des Zeitgeistes zusammengesackt ist, es ist eine Theologie, die am Boden liegt.
Eines ist offensichtlich:
Unsere Hirten bedürfen dringend des Gebetes.
Bestürmen wir die himmlischen Heerscharen, die Königin des Himmels, alle heiligen Kirchenlehrer um ihren Beistand!

Ein gesegnetes Wochenende wünscht Ihnen,
Laurentius


1 Kommentar:

Ester hat gesagt…

Getroffen! Versenkt!