Freitag, 15. November 2013

Fast kommentarlos

möchte ich diese Woche beschließen.
In Berlin gibt es immer noch keine neue Regierung. Warum auch?
Das ZdK macht sich mit der alternativlosen Wiederwahl von A. Glück zur Karikatur seiner selbst. Es ist nun endlich in die Liga der echten Zks aufgestiegen. Jetzt ist nur noch die Frage, ob er mit 100% gewählt wird oder mit nur 97% abgewatscht wird. Vorwärts immer! Rückwärts nimmer! Das Zdk in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf!
Im Zuge der schlimmen Unterfinanzierung der "deutschen Kirche" findet man auf dem Lande jedoch den Weg zurück zu den alten Gebührenordnungen für die Seelsorge an den Lebenswenden. Da aufgrund der allgemeinen "Entsorgungsmentalität" im Bereich "Lebensende" kaum noch mit Bestattungen 1. Klasse gerechnet werden darf, führt man diese Klassen nun mancherorts neben der kostenfreien Massentaufe wieder ein. 
In Limburg räumt die Räuberbande den Tatort auf und weiß, daß alle anständigen Katholiken auf ihrer Seite sein müssen, weil sie sonst keine anständigen Katholiken seien oder so ähnlich.
Zulehners Paul traut "den Konservativen" einen Papstmord zu.
Es wird und wurde viel dummes Zeug geredet, niederträchtig, gemein, unter Mißachtung aller Regeln des Fairplay und des Benimms, widerwärtig und zutiefst unchristlich, ein großer Haufen "beichtfähiger Materie".
Diesem verbalen Blechhaufen kann man nur mit dem Erz begegnen. Da wir in dieser Woche auch des 90. Geburtstages eines ganz grossen Preussen gedenken durften, ist es erzpreussisches Erz!



Für alle diejenigen, denen das zu Grunde liegende Lied nicht bekannt ist, sei der Text dieser etwas gruseligen Volksweise noch einmal zu Kenntnis gebracht. Er paßt wie der sprichwörtliche "Knüppel auffen Kopp", den ich gerne in Manier eines Don Camillo manchem Dumpfschädel dieser Woche gerne übergebraten hätte.

Einen gesegneten Sonntag!

Üb immer Treu und Redlichkeit
Bis an dein kühles Grab,
Und weiche keinen Finger breit
Von Gottes Wegen ab.

Dann wirst du wie auf grünen Au´n
Durch´s Pilgerleben geh´n
Dann kannst du sonder Furcht und Grau´n
dem Tod ins Auge seh´n.

Dann wird die Sichel und der Pflug
In deiner Hand so leicht,
Dann singest du beim Wasserkrug,
Als wär dir Wein gereicht.

Dem Bösewicht wird alles schwer,
Er tue was er tu,
Ihm gönnt der Tag nicht Freude mehr,
Die Nacht ihm keine Ruh.

Der schöne Frühling lacht ihm nicht,
Ihm lacht kein Ährenfeld,
Er ist auf Lug und Trug erpicht,
Und wünscht sich nichts als Geld.

Der Wind im Hain, das Laub im Baum
Saust ihm Entsetzen zu,
Er findet, nach des Lebens Raum
Im Grabe keine Ruh.

Dann muß er in der Geisterstund
aus seinem Grabe gehn
und oft als schwarzer Kettenhund
vor seiner Haustür stehn.

Die Spinnerinnen, die, das Rad
im Arm, nach Hause gehn
erzittern wie ein Espenblatt
wenn sie ihn liegen sehn.

Und jede Spinnestube spricht
von diesem Abenteuer
und wünscht den toten Bösewicht
ins tiefste Höllenfeuer.

Der Amtmann, der die Bauern schund
in Wein und Wollust floß
trabt nachts, mit seinem Hühnerhund
im Wald auf glühendem Roß.

Oft geht er auch am Knotenstock
als rauher Brummbär um
und meckert oft als Ziegenbock
im ganzen Dorf herum.

Der Pfarrer, der aufs Tanzen schalt
und Filz und Wucherer war
steht nachts als schwarze Spukgestalt
um zwölf Uhr am Altar.

Paukt dann mit dumpfigen Geschrei
die Kanzel, daß es gellt
und zählet in der Sakristei
sein Beicht- und Opfergeld.

Drum übe Treu und Redlichkeit
Bis an dein kühles Grab,
Und weiche keinen Finger breit
Von Gottes Wegen ab!

Dann suchen Enkel deine Gruft
Und weinen Tränen drauf,
Und Sonnenblumen, voll von Duft,
Blüh'n aus den Tränen auf.

Kommentare:

dilettantus in interrete hat gesagt…


Und wo bist Du am Sonntag?
limburgerbittgang.blogspot.com

ad tiliam hat gesagt…

Zieht sich wat, dat Lied. Nee, dann lieber katholisch.

Oder?

http://www.allocath.blogspot.de/2013/11/ist-es-angst.html

Laurentius Rhenanius hat gesagt…

@ dilettantus: Leider schon seit Monaten musikalisch am Niederrhein im Worte stehend. Könnt ihr sowat nich mal schon nen Jahr im Voraus planen? (Scherz!)
@ ad tiliam:
Lang wie eine reformierte Predigt und abergläubisch-gruselig wie ein Gothic-Roman des 19. Jh's.
;-)

Sursum corda hat gesagt…

Sicherlich kein Goethe. Trotzdem habe ich das Lied immer gemocht. Der Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam dürfte in unserem Staat leider keine Lobby haben... Danke für den schönen alten Film!