Freitag, 4. Oktober 2013

Wochenschau (17. Sonntag nach Pfingsten)

Tag des Patrons der Deutschen:
Wie ich schon befürchtet hatte, wird GL 606 nicht mehr im neuen Gotteslob vorkommen.
Da man ja heute kaum noch geistige oder geistliche Kämpfe in unsere Kirche führt, sondern sich in Dialogprozessen befindet, dürfte das so kämpferische Lied vom Exekutionsausschuss als nicht mehr zeitgemäß empfunden worden sein.

Der Rosenkranzmonat ist mit voller Wucht ausgebrochen, nur wo?
Hier herrscht realexistierender Calvinismus.

Hurra!
Nominiert! Das Arbeitsschutzmobil des Verbandes der Diözesen Deutschlands könnte den Deutschen Arbeitsschutzpreis 2013 gewinnen. Da wird der Bundesverband der Deutschen Sägewerkbesitzer wohl kaum noch eine Chance haben.
Spaß beiseite:
Was ist das denn nun schon wieder für ein "Verband"?
Wozu brauchen wir in unserer Kirche ein Arbeitsschutzmobil?
Wer immer noch nicht kapiert haben sollte, was Benedikt XVI. in Frei(denker)burg mit "Entweltlichung" gemeint haben könnte, dürfte hier ein Beispiel gefunden haben. Kerngeschäft sieht anders aus!


"Mann, das perlt heute aber wieder!"
Franz I hat was Klerikalisten und zeigt das auch!
Aber was meint er mit Klerikalismus?
Ich habe den Bloggerkollegen Kreuzknappe auch schon gefragt, ob es da was lehramtliches dazu gibt!
Er will keine Priester, die sich an privaten Stolgebühren bereichern oder in Nobelkarossen durch die Gegend brausen und Kindern von alleinerziehenden Müttern die Taufe verweigern. Da bin ich auch vollkommen gegen, aber sowas von.
Es geht munter weiter! Mit acht beratenden Rittern des Blutes Christi (u.a. Marx) weg von der Vatikanzentrierung hin zur, ja was eigentlich? Provinzialität?


Und draußen in der Welt rufen die Friedensfreunde wieder zum friedlichen Miteinander der Religionen auf und schaffen dazu vollendete Tatsachen. Die schockierende Berichterstattung über das abscheuliche Massaker von Nairobi finden Interessierte auf der Seite der Daily Mail in London. Mir fehlen einfach die Worte und ich merke, wie ich ...

Tag der Deutschen (Einheit):
Ein verschnrachter Feirtag, an dem das Fernsehen auf allen Kanälen DDR-Schicksale darbot. Über die gute alte BRD kam nichts. Halt! Stimmt nicht! "Der Haustyrann" mit Heinz Erhardt...

Aus Töpfen und Pfannen:
Hier meine "Restaurantkritik", die ich im  Kommentarteil der "Welt" zu diesem Artikel eingestellt habe:

"Ja, ich bin ein Katholik, der sich durch solche Aktionen kritisch sieht, aber nicht weil ich mich verletzt fühlte. Warum? HIer hat jemand offensichtlich keine Ahnung, was er tut. Das sehe ich kritisch. Das ist sehr bedauerlich für ihn und alle, die diesen Mist verzehren.
Viel schlimmer ist die Tatsache, dass jener Mensch behauptet, dieses Frikadellenbrötchen bzw. der Verzehr eines solchen habe etwas mit Humor zu tun! Das ist die eigentliche Unverschämtheit an dieser Nummer! Denn wenn diese Sache mit etwas nichts zu tun hat, dann ist es mit "Sinn für Humor"! Es ist eine geschmacklose Marketingnummer, die so gut funktioniert hat, dass er es damit bis in "Die Welt" geschafft hat.
Es ist außerdem eine Beleidigung für jeden Rotwein, der für eine solche Sauce mißbraucht wird.
Daneben wird den unwissenden Leuten eine Hostie als besonders "geschmackvolles Toping" dargeboten, was wiederum ein Betrug ist. Jeder praktizierende Christ weiß, dass eine Hostie (konsekriert oder unkonsekriert spielt keine Rolle) beinahe völlig geschmacksneutral ist.
Eines möchte ich dennoch loswerden.
Es ist immer leicht, sich über die religiösen Gefühle von Christen lustig zu machen oder sich in "aufgeklärter" Pose über solche Mitmenschen zu erheben, denen noch etwas heilig ist.
Ich erlebe diese Bekenntnisse zur "Freiheit" immer, wenn es darum geht, christliche Symbole oder Sakramente zu verzwecken, sei es im Namen der Kunst, des Kommerzes oder wenn es um die Marginalisierung der Christen geht. Im Umgang mit anderen Religionen, die ihren Gefühlen gerne auch schon mal mit Messern oder Sprengstoff Ausdruck verleihen, ist man weniger "mutig".
Da wird dann eher von allen Seiten "Rücksicht" verlangt, selbst wenn es gegen die eigene demokratische Grundordnung geht.
Ja, ich bin ein bekennender Katholik!
Nein, ich würde keine Klage führen und ein Verbot erwirken wollen!
Warum?
Mangelnde Achtung vor den Empfindungen anderer Menschen und schlechter Geschmack sind Folgen einer schlechten Erziehung und müssen schlichtweg ertragen werden. Dummheit muß man auch einfach ertragen, an der Ampel, im Fernsehen, innerhalb und außerhalb der Kirche, in der Familie. Durch ein Urteil ist noch niemand klüger geworden. Jeder hat das Recht, sich nach Strich und Faden zu blamieren und unmöglich zu machen. Bei einer Beleidigung zählt die böse Absicht.
Die entscheidende Instanz wird vor einem Gerichtshof stattfinden, dessen Existenz heute weithin geleugnet wird. Und da hoffe ich auf einen gnädigen Richter, auch für diesen dummdreisten Burgerbauer aus Chicago. Denn es ist offensichtlich, daß er sich bei seiner Aktion wenig Gedanken über den gemacht hat, der uns in der Eucharistie begegnet."

Mir reichts für diese Woche!
Schönes Wochenende!








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