Donnerstag, 17. Oktober 2013

Amboß sein

"Gegen den Feind im Innern, der uns peinigt und schlägt, können wir nicht mit Waffen kämpfen. Da bleibt nur ein Kampfmittel: starkes, zähes, hartes Durchhalten! […] Wir sind in diesem Augenblick nicht Ham­mer. Sondern Amboss. Andere, meist Fremde und Abtrünnige, hämmern auf uns, wollen mit Gewaltanwendung unser Volk und selbst unsere Jugend neu formen, aus der geraden Haltung zu Gott verbiegen. Aber seht einmal zu in der Schmiede, fragt den Schmiedemeister und lasst es euch von ihm sagen: Was auf dem Amboss geschmie­det wird, erhält seine Form nicht nur vom Hammer, sondern auch vom Amboss. Der Amboss kann nicht und braucht auch nicht zurückschlagen, er muss nur fest, nur hart sein! Wenn er hinreichend fest, zäh, hart ist, dann hält meistens der Amboss länger als der Hammer. Wie heftig auch der Hammer zuschlägt, der Amboss steht in ruhiger Festigkeit da und wird noch lange dazu die­nen, das zu formen, was neu geschmiedet wird." [...] Wir sind zurzeit Amboss und nicht Ham­mer! Bleibt stark und fest und unerschütter­lich wie der Amboss bei allen Schlägen, die auf uns niedersausen! In treuestem Dienst für Volk und Vaterland, aber auch stets bereit, in äußerstem Opfermut nach dem Wort zu handeln: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!“"
Aus der Predigt des seligen Clemens Card. von Galen vom 20. Juli 1941.

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