Freitag, 30. August 2013

Kirchengebot vs. Wädschie-dei

Es gibt ja eine gewissen Partei, die sich in sehr vielen Bereichen um obrigkeitliche Volkserziehung und Zwangsbeglückung bemüht hat und bemüht. Ein weiterer Schritt zur Ertüchtigung der Massen soll durch die Einführung eines flächendeckenden "Grünzeug-Tag" in deutschen Kantinen gemacht werden. Das ganze natürlich auf freiwilliger Basis...
Zu diesem Thema haben sich nicht wenige Katholiken zu Wort gemeldet, die meinten, dies sein ein alter Hut. "Haben wir doch (mal gehabt). Die haben sich nur mit dem Wochentag vertan."
Hier liegt ein schwerer Irrtum vor!
Um diesem Irrtum abzuhelfen, habe ich die entsprechenden Nummen aus dem "Katechismus der katholischen Lehre des hl. Past Pius X." noch einmal abgetippt.
Tiefe Kenntnis des Menschen, römische Lebensklugheit, Barmherzigkeit und Liebe sprechen aus jeder Silbe. Christus ist das A und das O, Ursprung und Ziel des Fastens, zur Heiligung des Menschen. Es ist die Bewahrung zum Heil und nicht die Entlastung der Krankenkassen oder die Vermeidung von Massentierhaltung und ihrer Gülleprobleme. 



220 Was gebietet uns das dritte Kirchengebot: Du sollst die gebotenen Fast- und Abstinenztage halten?
Das dritte Kirchengebot gebietet uns die Einhaltung des kirchlichen Fastens und am Freitag (am Tag des bitteren Leidens und Sterbens Jesu Christi) und an einigen von der Kirche festgelegten Fasttagen kein Fleisch zu essen (= Abstinenz).

221 Was erlaubt das kirchliche Fasten?
Das Fastengebot erlaubt täglich nur eine einmalige Sättigung; es verbietet aber nicht, morgens und abends eine kleine Stärkung zu nehmen; man muß sich aber dabei in bezug auf Menge und Art der Speisen an die bewährten ortsüblichen Gewohnheiten halten.

222 Wer ist verpflichtet, das kirchliche Fasten und die Abstinenztage zu halten?
Zum kirchlichen Fasten ist jeder Gläubige ab dem vollendeten 21. bis zum begonnenen 60. Lebensjahr verpflichtet, wenn er nicht wegen Krankheit, schweren Arbeiten oder aus einem anderen gerechten Grund entschuldigt ist. Die Abstinenztage zu halten ist jeder katholische Christ verpflichtet, der 7 Jahre alt und nicht durch einen rechtmäßigen Grund entschuldigt ist.

223 Warum auferlegt uns die Kirche Enthaltsamkeit und Fastzeiten?
Die Kirche auferlegt uns nach dem Beispiel und der Lehre Jesu Christi Enthaltsamkeiten und Fastenzeiten: zur Buße für die Sünden, zur Abtötung des Fleisches und der Leidenschaften und aus anderen besonderen Erfordernissen.

Gesegnete Mahlzeit!

Kommentare:

Astrid hat gesagt…

Den Zusatz "... man muß sich aber dabei in bezug auf Menge und Art der Speisen an die bewährten ortsüblichen Gewohnheiten halten." sollte man heutzutage aber tunlichst streichen, sonst wird das nichts mit dem Fasten. ;-)

Laurentius Rhenanius hat gesagt…

Na, da wirds aber schon wieder engherzig.... ;-)
Außerdem: So hats der Heilige Pius X. veröffentlichen lassen.Dann wird auch dieser Zusatz nicht schaden.