Montag, 11. März 2013

Darf der Evang. Kirchentag überhaupt stattfinden?

Juden, die an den Messias Jesus glauben, dürfen sich nicht auf dem Kirchentag präsentieren.
Begründung:
"Kirchentagsgeneralsekretärin Ellen Ueberschär (Fulda) erläuterte auf Anfrage von idea, dass am Kirchentag nur Organisationen teilnehmen dürften, die dialogorientiert seien und andere nicht verletzten. [1. haben sich die EKD, ihre Landeskirchen und ihre Vorgängerorganisationen gegenüber den Anliegen der römisch-katholischen Kirche in den letzten knapp 500 Jahren nicht dialogbereit gezeigt, 2. haben Teile des "Festkomitees für die Lutherfestspiele 2017" durch die Nominierungsanliegen zugunsten russischer Religionsverächterinnen die Vertreter der Orthodoxie in Russland zutiefst verletzt, 3. bietet der Kirchentag dialogunfähigen Gruppierungen wie "WisiKi" Möglichkeiten zur Selbstdarstellung. Das Kirchentagspräsidium muß also folgerichtig die Teilnahme der EKD und "WisiKi" am Kirchentag ablehnen! Damit dürfte der Kirchentag 2013 wohl  bis auf ein oder zwei Stände hochkirchlicher Vereinigungen ausfallen!] Zudem besage ein Beschluss des Kirchentagspräsidiums aus dem Jahr 1999, dass die Teilnahme von jüdisch-messianische Organisationen grundsätzlich nicht möglich sei. In Übereinstimmung mit dem Rat der EKD und dem Zentralrat der Juden in Deutschland lehne man eine auf Bekehrung zielende „Judenmission“ aus theologischen und historischen Gründen ab. [Das nenne ich jetzt einmal "dialogorientiert"! Und was meint nun "historische Gründe"? Ich ahne die "Hännt'rgrönde", aber die daraus gezogenen Schlüsse sind politisch-korrekter Blödsinn.] Beim Kirchentag 1999 in Stuttgart wurde der Evangeliumsdienst für Israel, der messianische Gruppen unterstützt, ausgeschlossen mit der Begründung, dass diese Gruppen den christlich-jüdischen Dialog störten." [Kann es sein, daß hier die bloße Existenz solcher Gruppen eine Anfrage an den christlich-jüdischen Dialog protestantischer Provinienz ist? "Störe meine Kreise nicht..."]
Da haben ja Buddhisten und Muslime großes Glück, daß sie weltweit auf unanzweifelbare Dialogorientierung verweisen können.

Ein sächsischer Kirchenangestellter hat einen satirischen Beitrag zum Ausschluß solcher Gruppen vom Kirchentag 2011 verfasst.
Eines habe ich dem Programmheft des Kirchentages leider nicht entnehmen können:
Gibt es dort auch endlich "Unisextoiletten?"
Das wäre nun wirklich zeitgemäß angstfrei in den Untiefen der Gesellschaft angekommen.
Mahlzeit!

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