Dienstag, 26. Februar 2013

Die Katakomben warten schon?!

Andreas Püttmann hat in der Tagespost ein bemerkenswertes Fazit gezogen. Es liest sich an manchen Stellen wie eine Vorankündigung oder Vorwarnung für das, was dann drei Tage später erscheinen sollte.
Doch katholisch.de übertrifft alle Erwartungen und Befürchtungen. Es ist nicht Ausdruck eines "grauen Nörgeltons" sondern ein Zeichen für die offene und simpele Gegnerschaft gegen Rom. Der Autor
bei "katholisch.de" macht eine seltsame Rechnung auf: Wir und die anderen. "Wir" meint anscheinend die DBK, kna, "weltbild", "Wir sind Kirche", Verbände und alles was sonst so mit der kirchensteuerfinanzierten Struktur in Deutschland zu tun hat. Dieses "Wir" ist streng von jener kleinen Clique zu unterscheiden, die nicht zu diesem "Wir" gerechnet werden darf, die "Anderen", die ultramontanen Aufwiegler, die nun ab mit Donnerstag, 20.00 h ohne Anführer sind.  Z. B. Lebensschützer, die, sich auf  Grundsätze katholischen Glaubens berufend, den Angriffen und dem Spott atheistischer Feministen, Abtreibungsbefürworter und linker Krawallmacher aussetzen und auf offener Straße das verteidigen, wozu Kirchenvertreter weder im Dialogprozeß noch in Talkshows willens oder in der Lage sind, gehören ins falsche Lager. Anscheinend ist man in der Redaktion von "katholisch.de" der Meinung, daß man mit Zahlung der Kirchensteuer auch die Gewissensbildung dem Sekretariat der DBK zu überlassen habe, wenn es um Fragen des Lebensschutzes geht.
Man muß es sich einmal klar und deutlich vor Augen führen:
Auf einer Internetseite, die im Auftrag der DBK unterhalten wird, erscheint ein solcher Artikel, der offen gegen "Papstfans" polemisiert und sie als Gegner der römisch-katholischen Bischöfe in Deutschland, ja als "Rebellen" bezeichnet und sie mit Hohn und Spott überzieht. Das nenne ich "Verkehrte-Welt-Spiel". Nicht die Mehrheit derer, die sich im offenen Widerspruch zur Lehre der Kirche stellen sind die "Rebellen".
Armes Deutschland! Seit Luther nichts, aber auch garnichts dazugelernt!
Es scheint so, als ob man sich über das Ende des Pontifikates freut und hofft, nun dieses "Gesockse" endlich ausschalten zu können. Der Rebellenführer hört auf und den Rest schaffen "Wir" dann auch noch.
Der Ruf des Papstes zur Umkehr, zur Reform, zur Entweltlichung hat in den Köpfen und Herzen wohl nichts bewirkt. Wie könnte er auch, wo es doch anscheinend der Ruf eines Rebellenanführers ist.
Bald sind diese Spinner ohne ihren deutschen Papst für die Medien uninteressant und werden wohl kaum noch in Talkrunden auftauchen. Ist es das, was sie erhoffen?
Doch was wird wohl mit den Räuberhöhlen im Internet?
Ruft man nun zur Jagd auf den Rest der ultramontanen Räuberbande auf?
Wie wird es nun mit den Messfeiern im ordo originis in Deutschland weitergehen?
Tabula rasa? Nacht der langen Messer?
Müssen wir schon mal Ausschau nach einer sicheren Katakombe halten?
Wohl kaum! Politisch-korrekt erledigt man das heute anders!
Siehe katholisch.de!



Kommentare:

Ester hat gesagt…

Very good. Ur wird aktuell was reif, was schon lange wächst.
Ich empfehle z.B "Ketzer" von Chesterton, geschrieben ca 1930! und da stellt Chesterton schon fest, echte Ketzer hätten gesteigerten Wert drauf gelegt, dass sie rechtgläubig seien und nur falsch verstanden würden.
Im Gegensatz dazu meint Chestertoon vor 80d! Jahren gelte das "ketzerische" ja heutzuztage als Markenzeichen.
Wir werden sehen was kommt. Wenn es dann sein muss, werden sich auch die Katakomben finden.

ed hat gesagt…

Dachte mir zu 100% das Gleiche, als ich den Artikel gelesen habe!
--> tausende von Euronen schön in den Antikirchlichen Sand gesetzt für ein lächerliches Propaganda-Portal...

Phileirenos hat gesagt…

«Müssen wir schon mal Ausschau nach einer sicheren Katakombe halten?»?
Für solch eine Notwendigkeit gibt es Argumente.