Mittwoch, 1. August 2012

Luxusprobleme!?

ich habe einige Minuten nachgedacht, wie ich diesen Eintrag betiteln soll. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dann für Luxusprobleme entschieden. In Dxxxxx (aus Gründen der political-correcten Selbstzensur zensiert) ist einem Sportreporter wegen eines Kommentars nun per welt-online die Anklageschrift wegen Verbrechens gegen die Gutmenschlichkeit zugestellt worden. In den nächsten Tagen wird nun das Schrebengericht der dxxxxx Öffentlichkeit in den Medien tagen. Der Ton wird jene an schlimme Tage der deutschen Gerichtsbarkeit erinnern, denen der, jedes kritische Denken verbietende, quasireligiöse Antifaschismus noch nicht Gewissen und Verstand in blindem Gehorsam erstickt hat. Das Strafmaß dürfte -heute wie damals- schon jetzt feststehen. Soziale Vernechtong!

In den ehemaligen westindischen Kolonien des Vereinigten Königreiches (vulgo USA) hat sich ein christlicher Fast-Food-Lokale-Besitzer, der sich um gesundes Essen und das Wohl seiner Mitarbeiter kümmert, zu einem christlichen Familienbild bekannt. Prompt wird aus einer bestimmten durchgedenderten Ecke zum Boykott aufgerufen! Prompt rufen "konservative Fernsehprediger zum demonstrativen Besuch der Lokale auf. Fastfodd als "Glaubenssache"!
Und während die selbsternannten westlichen Tugendwächterräte der Antidiskriminierung durch Diskriminierung zum Kult der höchsten Unvernunft zu erheben suchen, sitzen in Indien Millionen Menschen ohne Stromversorgung da.
Nun werden sie sich fragen, was hat das eine mit dem anderen zu tun? Der Boykottaufruf in den USA hat mit dem Stromausfall in Indien überhaupt nichts zu tun. Es gibt keinen Zusammenhang. Es hat gerade genauso viel miteinander zu tun, wie ein Boykottaufruf gegen einen Hähnchenbrater mit Antidiskriminierung zu tun hat, nämlich überhaupt nichts! Es wird dazu aufgerufen, einen Firma zu ruinieren. Damit werden unbeteiligte Menschen vielleicht arbeitslos, in der Firma, in Zulieferfirmen, Farmer etc. pp. Es werden Menschen womöglich um ihreAltersversorgung, Krankenversicherung, ihr Heim gebracht, die Kinder der Familien womöglich um ihre Zukunft. Damit tut man keinem Menschen etwas gutes, aber bringt aber vielen Unbeteiligten Sorgen und Nöte. Weil sich jemand durch die Spende eines Andersdenkenden beleidigt fühlt, ist man bereit, eine unbestimmte Anzahl von Menschen ins Elend zu stürzen. Ich will zugunsten jener Gutmenschen einmal annehmen, daß sie in ihrer ganzen Emotionalität und aufgewühlten Betroffenheit über solche Folgen nicht nachgedacht haben. Denn die Ratio spielt keine Rolle, wo doch die Gefühle eines jeden einzelnen heute die Hauptrolle spielen. Verantwortung ist zu einem Drohwort in Schadensersatzprozessen geworden und ist keine Referenzgröße mehr für das eigene Verhalten.darum schauen noch einmal mit kühlem Verstand auf die Dorhgebärde der Boykottfront. Wenn man das Szenario betrachtet und die Folgen bedenkt, so ist der Boykott der Gutmenschen nichts anderes als eine schlichte, diabolische Erpressung des Hähnchenbraters, sich ihrer verqueren Weltanschauung zu unterwerfen! Widerrufe oder wir vernichten dich und die Deinen!
Und während Frankreich und Italien nun eine Kontovollmacht von Frau Merkel will, sieht Herr Junckers die europäische Gemeinschaft in Gefahr, weil Deutschland angeblich nationale Ressentiments schüre.
Luxusprobleme? Ja und Nein. Alles das ist zunächst ein deutliches Signal einer dramatischen Unterversorgung. Wie sonst soll man die allgegenwärtige Gleichmacherei bewerten, die keine Unterschiede mehr machen will? Es fehlt die Gabe der Unterscheidung.
Wie soll man die kurzsichtige Selbstbedienungsmentalität gewisser Länder nennen?
Fehlt es nicht an Maß?
Es fehlt auch an Liebe, Aufrichtigkeit, Güte, Demut.
Wenn es jemals so etwas wie einen Beweis für die Notwendigkeit des Christentums für den Fortbestand der Menschheit geben sollte, dann dürfte der Zustand unserer Gesellschaft ein nicht unerhebliches Indiz darstellen.

Entweltlichung der Kirche, oh wie nötig ist sie!

Wie erlösungsbedürftig ist diese Welt und wie notwendig ist unsere Kirche!
Wie sagte schon der große Gilbert Keith Chesterton F.D.:
Die katholische Kirche ist die einzige Institution,
die den Menschen vor der erniedrigenden Sklaverei bewahrt,
ein Kind seiner Zeit zu sein.



1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Es wird dazu aufgerufen, einen Firma zu ruinieren.

Wozu die Aufregung? Das wird doch in den USA alle naselang probiert. Oft genug wurde schon zu Firmenboykotts aufgerufen aus den verscheidensten Gründen. Da ist der einen pressure-group eine Firma zu freundlich zu gleichgeschlechtlich Liebenden, weil sie eine Anzeige in einer entsprechenden Publikation geschaltet hat, oder einfach verkünden liess, dass sie Homosexuelle nicht diskriminieren, sondern wie jeden anderen Mitarbeitenden behandeln wird, Folge: Boykottaufruf der Erzkonservativen. Die andere Firma, ich glaube Procter and Gamble war das Ziel des Boykottaufrufs erzreligiöser, sollte geschnitten werden, weil sie angeblich mit dem Teufel paktiert. Dabei war in einem Firmensymbol nur ein Männerkopf mit Bart zu sehen, dessen letzte Locken sich kringelten. Erst wenn man das Bild auf den Kopf stellte sah man mit viel Fantasie dort die zahl 666. Angeblich ein satanistisches Symbol. So what?