Freitag, 1. Juni 2012

Der Father Brown Seiner Heiligkeit

heißt offensichtlich Georg Gänswein. Nur ganz im Gegensatz zum Roman-, Film und Fernsehpfarrer wird ihm wohl kaum eine Strafversetzung "wegen Kriminalisierens" drohen.
In den letzten Tagen ist sehr viel über diese "Krise" geschrieben worden. Sicherlich ist es schlimm, wenn der eigene Kammerdiener Interna ausplaudert, aber wenn ich mir ansehe, welches Material dort gestohlen und weitergereicht worden ist, so findet sich doch nichts, was für einen Skandal auch nur ansatzweise taugen könnte. Es ist doch eigentlich alles bekannter Kram, wenn ich den seriösen katholischen Medien Glauben schenken darf. Ganz im Gegenteil scheinen die Schriftstücke doch deutlich zu zeigen, wie lauter der Papst und seine Mitarbeiter sind, unschuldig, wenn auch manchmal angeblich nicht optimal organisiert. Ja und? Ist das alles? Was für eine Enthüllung! Schlimm bei dieser Affaire ist doch der Vertrauensbruch, die Dreistigkeit und Dummheit, die hier zutage tritt! Wie kann ein Mensch eine solche Vertrauensstellung derart mißbrauchen und dann noch für ein "Nonevent"?
Die daraus resultierende Enttäuschung des Heiligen Vaters ist wohl der traurigste Aspekt bei diesem Fall.
Letztlich steckt in jeder Krise eine Chance. Ich sehe hier deutliche Chancen, Sicherheitslücken zu schliessen und gleichzeitig das Umfeld des Papstes auf seine Zuverlässigkeit zu prüfen. Ich denke, der Papst wird zwar menschlich enttäuscht aber in seinem Amt gestärkt aus der Geschichte herausgehen.
Schauen wir mal, was daraus wird und nehmen wir die Dunkelmänner und Verräter mit in unsere Gebete. Gott möge Ihnen die Erkenntnis ihrer Sünden und Reue schenken.

Schönes Wochenende!

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