Dienstag, 14. Juni 2011

Sommerloch römisch zwo?!

Laut kath.net liegt dem Focus ein Dossier über die anstehende Spaltung der katholischen Kirche in Deutschland vor. Die Strippenzieher sitzen bei der DBK und den Jesuiten!

Gleichzeitig haben sich die Generalvikare in Hamburg zu einer Art katholischen Bilderberg-Konferenz getroffen -wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet- und sich mehrheitlich gegen Rom ausgesprochen. Deutschlands GVs sind mehrheitlich Schismatiker!

... und in Rom ist ein geheimer Kommandoplan der Schweizergarde aufgedeckt worden. Nach Aussagen eines russischen Geheimdienstmitarbeiters sollten Hans Küng und Uta Ranke Heinemann bei einem ihrer nächsten öffentlichen Auftritte gekidnappt und in die Engelsburg verbracht werden.

Welche Meldung ist echt?

Die ersten beiden rauschen durch den Blätterwald und ziehen durchs www. Die dritte habe ich mir gerade selbst ausgedacht.

Der Wahrheitsgehalt dürfte aber bei allen drei Meldungen gleich sein: NULL!

Leute, ich liebe Verschwörungstheorien, aber ein wenig intelligenter gestrickt sollten sie schon sein!
Zu den Quellen dieser Gerüchte habe ich nur eine Frage:
Lieber Herr Matussek, liebe Redaktionen des focus, des Spiegels, kath.net & Co:
Haben Sie schon mal etwas von den Hitler Tagebüchern gehört?

Hinweis in eigener Sache!



Aufgrund mancher Kommentare und Nebenbemerkungen, die mich in den letzten Tagen erreicht haben, hier noch einmal ein paar Hinweise über dieses Weblog.
Dieses Weblog trägt einen vieldeutigen Titel.
Kennern der deutschen Kabarettgeschichte wird sicherlich schon ein ganz bestimmter Groschen gefallen sein.
Eigentlich dachte ich zunächst bei dem Titel nur an die Situation der deutschen Kirche, die sich zufällig mit meiner Wohn- und Lebenssituation deckt. An die schon fast legendäre Besetzung dieses Titels kam ich erst nach einiger Zeit des Nachdenkens, weil ich irgendwie das Gefühl hatte, ihn aus anderen Zusammenhängen gut zu kennen.

Dieses Weblog ist von seinem Autor im Sinne einer satirisch-kabarettistischen Seite zur Bewältigung des kirchlichen Alltags angelegt worden.
Neben selteneren stillen Beiträgen werden hier Versuche zu den literarischen Formen Philippika, Glosse und Satire eingestellt, die sich mit den Stilblüten (nach-)katholischen deutschen Kirchtums beschäftigen.
Kritik und Hinweise auf Fehler werden gerne und dankbar angenommen; unbegründete Nörgeleien werden vom Autor entsprechend quittiert.

Die gewählte Waffe ist dabei nicht der spitze Griffel oder die elegante fließende Feder.
Schwere Säbel und Produkte des Hauses Krupp (s.o.) werden bevorzugt eingesetzt.

Freitag, 3. Juni 2011

Sommerloch in der Blogozese?

Leute, ich bin etwas angenervt, weil ich diese ganze Diskussion für komplett an den Haaren herbeigezogen finde und manches einfach mal wieder nicht richtig gelesen wurde.

Es wird auf Alexander Kissler, Elsa, Alipius etc. eingedroschen...
Was ist denn nun los?
Das erste Sommerloch in der Blogozese oder wie läßt sich das jetzt erklären?

Ritenstreit in der Blogozese?
Ritusmenschen?

Wohl kaum! Gregorius Braun hat alles nötige dazu geschrieben!
DITO, Gregorius, dito!

Engagierten Laien wird zu kurz getan?

Hier scheint wohl eine etwas unglückliche Verwechslung vorzuliegen!
Hier geht neimand gegen die Muttis vor, die ihre Sprößlinge auf die erstkommunion vorbereiten, Hier geht niemand gegen die Mitglieder der kfd vor, die alten und einsamen Frauen ein paar vergnügte Stunden im Pfarrheim bereiten.
Hochachtung für alle Engagierten!
Ich selbst bin ein solcher Engagierter und ich weiß gegen wen ich wettere!

Es geht auch nicht um Vollakademiker oder Hobbytheologen. Es geht um die Leute in den Gemeinden, Verbänden und Gremien, die mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ihre Deutungshoheit verteidigen wollen. Es geht um jene, die als Wutrentner, Dauerbetroffene, seit Jahrhunderten Unterdrückte in unseren Pfarreien, ZKs und sonstwo mit ihren Befindlichkeiten nach vorne reden und alles, was sich jenseits ihres verwohnzimmerten Kirchenidylls entwickelt, verhindern wollen. Die Freiheit, von der sie immer reden ist nichts anderes als der Spielraum ihrer selbstgezimmerten Spielregeln. Das ganze Gerede von Reformen ist nichts anderes als die Forderung nach der weiteren Anpassung der Kirche an die Wünsche und Utopien von vorgestern. Es geht um die Dauernörgler, Grundsätzliche-gegen-den-Papst-Seienden, die jede Form von exalierter Frömmigkeit belächeln (und zur Herabsetzung von Personen nutzen), die Verächter der Volksfrömmigkeit und der hohen Liturgie, was meistens zusammenfällt. Es ist jene Generation von Leuten, die meinen, mit dem Stempel "konservativ" oder "erzkonservativ" Menschen und Positionen versehen zu dürfen und damit die Welt in zukunftsorientierte Progressive einteilen zu können, weil x oder y "in die alte Messe gehen" oder mit nem Rosenkranz in der Tasche unterwegs sind.

Wo sind die Ideen für die Zukunft?
Wo sind die notwendigen Impulse?
Darf es um MEINE Impulse gehen?
Muß es icht zunächst um mein Vertrauen gehen?

Der Fortbestand der Kirche in Krissenzeiten ist bisher noch nie von einem Diskussionpaper einer angstfrei und auf "Augenhöhe" abgehaltenen Tagung einer katholischen Akademie ausgegangen. Noch nie ist jemand wegen eines Zukunftspapieres eines "engagierten Laiengremiums" zu der Aussage getrieben worden: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn!

Es waren immer jene Christen, die in der Ernsthaftigkeit ihres Glaubens und gestärkt durch die Sakramente der Kirche ihren Weg mit Gott gegangen sind.
Es geht um Vertrauen, Mut und Zeugnis im Namen Jesu Christi und seiner Kirche und nicht um Befindlichkeitsbefriedigung. Die Kirche ist kein Streichelzoo, kein Ponyhof und keine Selbstfindungsseminar! Es geht um die Verteidigung der Wahrheit, Weitergabe des Glaubens und nicht um einen pc-Meinungsproporz!
Es geht um aushalten und durchhalten!
Es geht um die Wiederentdeckung unserer Kraftquellen, so unterscheidlich sie auch sein mögen.
Martin Mosebach hat es prägnant auf den Punkt gebracht, wenn er sagt, daß die Messe das Wesentliche sei.
Das sollte man ihr auch bei der Zelebration anmerken, egal ob NOM, Ordo originis, gallikanisch, mozarabisch, old sarum oder sonstwas!

Für alle, die jetzt meinen, auch Ihr geballtes Unverständnis über den einen oder anderen Spitzensatz über mich ausschütten zu müssen, denen sei noch folgendes mitgeteilt:
Ich bin bekennender Reaktionär, lese regelmässig das "Vatican Magazin" und die "Junge Freiheit", gehe nicht in Jeans zur Messe, bevorzuge die Mundkommunion, habe kein Buch von Küng in meiner Bibliothek, halte das ZdK für eine nicht von mir autorisierte, undemokratische und unkirchliche Einrichtung, die Weihe von Frauen für unmöglich und die lehramtlichen Entscheidungen des Heiligen Vaters für bindende Lehre!
So, das sollte als Schock reichen!
Mit Davilá:
Solange noch einer applaudiert, habe ich etwas falsch gemacht!

Schönes Wochenende!

Mittwoch, 1. Juni 2011

MM (Musik am Mittwoch)

Zum begonnen Hochfest eine achstimmige Motette des hochverehrten Charles Villiers Stanford:

Einen gesegneten Feiertag!