Samstag, 30. April 2011

National Anthem Karaoke

Nää, wat war dat widder schön! Westminster Abbey, de Prinz, dat lecker Mädsche, de Queen, der Chor, die Fanfaren, alle Gäste im Morningdress, ...allein der Blick in die Glockenstube..., ach näää....
Und wat haben wir? Nen Kanzleramt aus Sichtbeton und nen Bundespräsident, der nicht im Schloß wohnen will!
Von wegen: Wir sind Queen! Wir haben Wulf!
Dä!
Mein erkärter Lieblingskommentator zu allen Anlässen des außerdeutschen Adels, Rolf Seelmann-Eggebert, CBE (sic!), plauderte darüber, daß sich 10% der Bundesbürger eine Monarchie vorstellen könnten!
Wat, hab ich da gedacht?
10%?
Nur 10%?
Wie kommt man auf die Zahl von nur 10% Monarchisten in Deutschland? Nach dieser Trauung gestern dürften es doch wohl ein paar mehr gewesen sein.
Wenn die jetzt mal ne Umfrage gemacht hätten und hätten, sagen wir mal,... eine Neujahrsansprache des Bundespräsidenten (egal was für eine, muß nicht H. Lübke sein)und den Einzug in Westminster gezeigt und man hätte dann gefragt, "Wat findet ihr gezz schöner, mal ehrlich?" Junge, da hätte aber der Wulf, Lübke oder sonstwer zimmlich alt ausgesehen,... also inne Umfragewerte meine ich...
Mal Spass beiseite:
Ich halte nach wie vor das englische Staatswesen für vorbildlich, wenn man einmal von gewissen Religionsgesetzen absieht. Eine funktioniernede Demokratie mit einem gekrönten Oberhaupt, daß über allen Parteigezänken steht. Allein deswegen erscheint mir Elizabeth II. und wer auch immer ihr Nachfolger wird, eine würdigere Repräsentation des Volkes zu sein, als ein Staatsoberhaupt, das als möglicher Konkurrent einer Kanzlerin rechtzeitig auf den ungefährlichen Posten weggelobt worden ist und dort nach dem bekannten "Peter-Prinzip" in aller Grauheit und Langeweile den Chefunterschreiber und Winkeonkel vom Dienst bietet.
Das ist des Amtes unwürdig!
Lieber "Der König ist tot! Es lebe der König!" als das unwürdige Parteien- und Promigeschacher eine Bundesversammlung, in der die angeblich nur ihrem Gewissen verantwortlichen Abgeordneten vor dem dritten Wahlgang von der Kanzlerin zur Parteiraison gerufen werden und die Entsorgung des Problemfalls ermöglichten.
Lieber König von Gottes Gnaden als Bundeswinker durch Angelas Ränke!
Ganz abgesehen davon:
Was würde das doch alles für praktische Folgen haben:
Der Tourismus könnte aufblühen, die ganzen Feste würden Geld in die Kassen der "Eventindustrie" spülen...
Und damit das auch mit der richtigen Freude und Gemütlichkeit im Amt passiert, wäre ich für das Haus Wittelsbach, bayerisch, katholisch,...

Oder noch ganz anders! Ha, dat isset!
Die Queen macht das für Deutschland direkt mit!
Genau! Die weiß doch, wie es geht! Wir teilen uns mit den Briten die Kosten und William übernimmt schon mal mit seiner Duchess of Cambridge als Filialleiter die BRD, von mir aus auch als Kronkolonie!
Und dann muß die Merkel jeden Mittwoch um fünf zum Tee antreten und ihre Politik erklären...
Die Perle der Uckermark beim Hofknicks im Buckingham! Haha! Allein deswegen schon!

Oder wenn Belgien jetzt doch auseinanderbricht, dann wird doch der liebe Albert II. quasi..., also ich meine,... der hätte dann doch vielleicht für uns Zeit?...

Ne, vielleicht doch lieber das dynamische junge Paar aus England mit der netten Seniorchefin, ne!
Ja und dann kriegen wir auch die tollen roten Busse und Briefkästen mit Krönchen, Bobbyhelme bei der Polizei und wieder richtiges Geld!!!
Genaugenommen sind die Windsors ja von hier,... also, ... ne?!
Wo wir gerade mal dabei sind:
Wer repräsentiert jetzt noch mal die EU?
Da gab es doch jetzt auch irgendwen, so ein Art EU-Wulf...
Ne, dat mit der Lisbeth find ich klasse!
Wir fangen schomma am Üben!
National-Anthem-Karaoke!
Also aufstehen, ordentlich hinstellen, Youtube-Video starten, mitsingen!

Donnerstag, 28. April 2011

Neues aus Possenhofen

Heiner Geißler, bekannt geworden durch die Rolle des allherrschenden großen Schlichters aus der SWR Polit-Sitcom "Stuttgart 21", plante ein neues TV-Format. Wie der Unterhaltungschef des ZdK, Alois Glück, am Rande einer Ostertagung basisorientierter LaienvertreterInnen in Bad Rothenfelde (Thema: senioren- und gendergerechte auferstehungshoffnungen) gesagt haben soll, wollte man nach dem Erfolg von Stuttgart 21 ein ähnliches Format für den kirchlichen Bereich starten. Es sollte ein zeitgemäßes reality-tv Format für ein breites, antikirchlich und antikatholisch voreingenommenes Zielpublikum werden.
Arbeitstitel der Serie: "Neues aus Possenhofen"
Eine basisdemokratisch gecastete und legitimierte Gruppe engagierter Katholiken sollte bekannten Persönlichkeiten der kirchlichen Hierarchie die Schuld für alles mögliche nachweisen. Der Clou der Sendung sollte sein, daß der Angegriffene abwesend ist, sich nicht verteidigen kann und jeder einfach alles behaupten darf was er will, ohne auch nur den geringsten Beweis liefern zu müssen. Zum Schluß verkündete dann kein Geringerer als Heiner Geißler in aller Aufgeklärtheit und Ausgewogenheit sein Urteil bei Weißwurst und nem Radlermaß aus dem Festzelt in Possenhofen. Hernach gibts a Musi und im Zelt der kfd nebenan aan zünftigen liturgischen Tanz für alle Madeln!
Leider hat Heiner Geißler den absoluten Knüller der geplanten Serie schon in einem Beitrag des Rheinischen Merkurs verraten: Er verurteilt Papst Benedikt wegen Häresie!
Wahnsinn, Heiner! Wie kannst Du das nur so rausposaunen? Das ist fast so fatal, wie damals die Aktion des Kabarettisten Wolfgang Neuss, als er 1962 das Ende eines TV-Krimis verriet.
Ob nach diesem Ausrutscher die erste Folge von "Neues aus Possenhofen" überhaupt noch gesendet wird, ist nicht mehr zu erwarten. Dabei ist es doch die Rolle seines Lebens: Heiner, der Großinquisitor in Rolli und Tweedsakko, der Mann der selbst vor dem Papst nicht halt macht.
Ach, hättest Du doch geschwiegen!
Ob er aber an die Erfolge des ZDF in den 1970er Jahren hätte anschließen können, möchte ich schwer bezweifeln?

Mittwoch, 27. April 2011

schwurbeldeutschfreie Erbauungsliteratur

Surrexit Dominus!

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Mitblogozesane,

wenn auch der Mob am Karfreitag zu Frankfurt am Main mal wieder "geflasht" hat und prozedierende römisch-katholische Christen (vornehmlich aus Südeuropa) angepöbelt hat (siehe Mater amata), und die Feier des Triduums mal wieder einige liturgische Tiefpunkte bot, finden sich doch auch einige Zeichen der Hoffnung.
So gibt es einige erbauliche Wortmeldungen von deutschen Kirchenmännern in den letzten Tagen, die ich gerne verlinken möchte. Sie sind garantiert schwurbeldeutschfrei. Deutsche Kirchenmänner reden Tacheles!

Msg. Müller über das Verhältnis zu den Protestanten in Deutschland

Pater Ockenfels zur Asyl- und Zuwanderungsdebatte.

Nicht mehr ganz schwurbeldeutsch frei aber wohltuend:
EKD-Vorsitzende rudert nach offensichtlichen Nachhilfestunden über das Amt des Heiligen Vaters zurück.

Weiter so!

Freitag, 8. April 2011

The knocked over fullpost of the week (international class)

(highest Level of the "international golden fullpost" class of ecclesiastical stupidity and fanciful political correctness)



goes to:
THE UNITED METHODISTs
CONGRATULATIONS!

(deutsche Fassung)
Wenn das stimmt, kann ich nur noch eines sagen:
Ihr habt echt einen an der Waffel!

Mittwoch, 6. April 2011

Zeitlos

erscheint mancher Werbeslogan aus der Vergangenheit:
"xxx, da weiß man, was man hat!" so erklärte ein seriöser Mensch im Anzug. Es war die Zeit, in der das ZDF noch die Chuzpe besaß, derart todlangweilige Sendungen wie "Das Schaufenster am Donnerstag" wöchentlich zu senden. (Grauenhaft, denn es gab dazwischen keine Mainzelmännchen!)
Wenig ist aus diesen Zeiten geblieben. Vieles ging unter und verschwand. Das Schaufenster am Donnerstag, die berühmte Frau Sommer mit ihren Kaffeetips. Aber auch geistige Bewegungen, so die fröhlich singenden Hare Krishna Jünger, die früher durch die Innenstädte des Ruhrgebietes zogen oder die Anhänger des Rolls Royce Sammlers Osho, besser bekannt als Baghwan.
Es war aber auch die Zeit, in der Aufkleber mit weltanschaulichen Botschaften die Fahrräder, Autos und Schulmappen eroberten. Wer auf sich hielt und sich als Umweltschützer verstand, der trug "Urschuhe" und klebte sich den Spruch des weisen Häuptlings auf den schrottreifen R4, so wie ihn eine Umweltschutzorganisation in Umlauf gebracht hatte. Ein nicht unbeträchtlicher Teil meines Lehrerkollegiums lebte so seine kritische Existenz aus und signalisierte so die Abständigkeit zum bürgerlichen Establishment! Der Aufkleber ist mittlerweile ein echter Klassiker, auf gewisse Art und Weise zeitlos.
Wie schnell wurde aus "alternativ" ein alternativloser Mainstream des Gutmenschentums und somit selbst vorgestriges Establishment. Ein Zentralkomitee nach dem anderen ging über die Wolga, ... äh Wupper. Hare Krishna ist zwar weg vom Fenster. Aber das betagte kritische Establishment sitzt an den Schaltstellen der Gesellschaft und bedient - gestählt durch die Erfahrungen auf JuSo-, CDU- und Grünen-Parteitagen und gestützt durch das letzte realexistierende ZK- kräftigt die Phrasendreschmaschinen in der Kirche Gottes!
Aus dem Urschuhträger wurde ein "Mephisto"-Käufer (ein Zeichen???) und aus WG-Bewohnern Eigenheimbesitzer mit bluemotion Golf! Wie dem entgegentreten?

"Credo ut intelligam" hat auf kongeniale Art und Weise den Spruch des weisen Häuptlings für uns Heutige aktualisiert.

Es hat mich ein Stück weit total betroffen gemacht, wie sehr die Härte unserer aktuellen Situation in diesen doch so schlichten und eingängigen Worten so total unverklausoliert...blabla...Es holt auch die ältere Generation irgendwie total freundlich da ab, wo sie gerade stehen... äh sitzen..., äh
Tschuldigung!

Der Autor nimmt die Diktion des bekannten wie zeitlosen Zitates auf, überformt aber durch Einbeziehung kirchlichen Vokabulars das Alte, provoziert den Leser durch Störung eingeschliffener Lesegewohnheiten, transformiert es so in die Gegenwart und gibt dem Text wertschätzend eine neue Gestalt, Relevanz und Aktualität, die ihn für die anstehenden Findungsprozesse tauglich werden lassen, äh... *schwurbel*...
Schaut es Euch einfach an!

Clice!Lege!

Hat jemand Ideen zum Design??? Vielleicht diesmal nicht als Aufkleber für den R4 sondern mehr so als Andachtsbildchen?

Vielleicht gibt es auch noch weitere Textideen? Eine kleine Serie?