Dienstag, 6. September 2011

Das Märchen vom Löwen und seiner Geliebten

Ein guter Freund hat mich auf ein Buch aufmerksam gemacht, über das sich der momentane Bischof von Münster, Msgr. Dr. Felix Genn, mit Schwung und völlig rechtens aufgeregt hat.
Ein bisher unauffälliger Schriftsteller hat einen Roman über den Löwen von Münster geschrieben. Da es dem Autor - wie heute üblich - mehr daran gelegen ist, den "Menschen Clemens August Graf von Galen" der Leserschaft näher zu bringen, werden seine Makel, Schwächen und Gebrechen vor der Leserschaft ausgebreitet. Da es dem Autor jedoch nicht genug "Allzumenschliches" aus der Vita des Seligen Clemens August zu berichten gibt, wird die Story aufgepeppt, Sachverhalte frei erfunden und die (Welt-)Geschichte einfach umgeschrieben. Um z.B. die Dramatik zu erhöhen, stirbt der Rabbiner, der nachweislich mit seiner Familie vor den Nazis flüchten konnte, in einem KZ. Andere Personen, wie z.B. der große Josef Pieper oder Mitarbeiter des Bischofs werden in einer Weise dargestellt, daß man sich nur wundern kann. Die ganze Story kommt als fiktive Memoiren einer Haushälterin daher, die der Kardinal in jüngeren Jahren geschwängert habe.
Die Historikerin Ingrid Lueb hat ein Zitat des Autors Roland E. Koch veröffentlicht, was den angeblich so hehren Motiven des Autors (... den Menschen von heute den Menschen von Galen näher bringen,...) einen etwas anderen Beigeschmack gibt:
>>Roland E. Koch im WDR 3 Mosaik-Interview 26.8.2011, Podcast. „es hat mich königlich amüsiert, diesem steifen, ernsten, katholischen, deutschen Mann eben auch noch andere Seiten zu geben.“<<
Well, do we need further evidence? SEMPER IDEM!
I rest my case, Mylord!

Wer es genauer haben will, der lese bei amazon die Rezensionen und bei der WA die Berichte inkl. der Kommentare.

Ich persönlich möchte jedoch zu einem humorvollen Umgang mit diesem Buche raten.
Nicht aufregen und nicht mit zuviel Publizität ehren!
Geben wir ihm lieber einen Ehrenplatz neben anderen Werken, die uns die großen Gestalten der Weltgeschichte ganz menschlich und privat näher gebracht haben.
Denken wir nicht an Hochhuth oder Deschner!
NEIN!!! WEIT GEFEHLT!!!
Denken wir an das Ereignis der deutschen Literaturgeschichte, das uns unvergessliche Sterrnstunden der Menschlickeit beschert hat!
Getränke nachfüllen!
Bequeme Sitzhaltung einnehmen!
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1 Kommentar:

Roger Michael hat gesagt…

Ist zwar nicht zum Text, aber gemäss Wunsch Jesus am Kreuz in hoher Auflösung:
http://www.gloria.tv/?media=192545

Gott zum Grusse

Roger