Donnerstag, 25. August 2011

Benedikt XVI. = Konjunkturpaket III ???

Die zielgruppenorientierte Kommunikation der DBK (nicht zu verwechseln mit der gleichklingenden Versicherung) funktioniert auf sehr hohem Niveau. Wie einer deutschen Regionalzeitung zu entnehmen ist, hat Pater Hans Langendörfer, Sekretär der DBK, allen Landes- und Kommunalpolitikern erklärt, warum der Papstbesuch auch für sie ein Ereignis von einiger Tragweite werden kann. Gleichzeitig gelingt es ihm dabei, allen möglichen Demonstrationen und Protesten, die sich aufgrund der für die Allgemeinheit anfallenden Kosten entstehen könnten, jegliche Argumentationslage zu entziehen. Die DBK reagiert damit auf die Proteste und die überaus positive Wirtschaftbilanz des WJT in Spanien.
Präventive Deeskalation und positive Impulse für den Binnenmarkt in einem Satz. Ob sich durch den Besuch des Heiligen Vaters auch positive Einflüsse auf die Kreditwürdigkeit der BRD und die Einstufung durch die Ranking-Agenturen ergeben könnten, läßt Pater Langendörfer offen. Hier will sich die DBK offensichtlich nicht an Spekulationen beteiligen und keinen Einfluß auf die Finanzmärkte nehmen. Ob sich darüberhinaus aufgrund wirtschaftlicher Erwägungen auch eine bessere Förderung christlichen Gedankengutes und der Schutz christlicher Positionen ableiten lassen werden, ist eine Frage, die letztlich auch wieder der Markt selbst regeln wird.

Das Fehlen einer geistlichen Perspektive darf dem Sprecher übrigens nicht angelastet werden, da sie für die angesprochene Zielgruppe nur eine Verkomplizierung eines einfachen Sachverhaltes dargestellt hätte.

Hier das Zitat im abgedruckten Wortlaut:
"Der Papst wird gewissermaßen für Land und Kommune zum Werbeträger."

Herzlich willkommen, Heiliger Vater!

1 Kommentar:

Johannes hat gesagt…

Nichts wäre peinlicher, als wenn in unserem bischöflichen Palais ein Wunder geschehen würde.
-Bruce Marshall- ;)