Dienstag, 17. Mai 2011

Zum Rhein, zum Rhein, ... Folge II

Wir schreiben den 17. Mai 2011.
Für die einen ist es der Dienstag der 4. Woche der Osterzeit.
Für die anderen befinden wir uns in der 3. Woche nach Ostern und begehen heute den Festtag des Heiligen Paschalis Baylon (III. Klasse).
Für wieder andere ist heute der internationale Tag gegen Homophobie.
Und genau deswegen sind sie also genau um 16.00h wieder einmal in Kölle losgezogen, die Herrschaften von "Wir wollen auch mal" & Co KG, wenn die Vorankündigung im geschätzten Kölner Stadtanzeiger stimmt.

Es gibt sicherlich viele gute Gründe, um an diesem Tag auf die Straße zu gehen und zu protestieren. Wenn es denn schon unbedingt wegen Homophobie sein muß, dann wären die Hinrichtungen im Iran doch mal ein trefflicher Anlaß. Aber das ist ja ein wenig gefährlich. Der Iran bastelt mit Atomen herum, die Verbindungen zum internationalen Terrorismus.
Man könnte doch die Sache einfach mit einem Protest für andere verfolgte Minderheiten verbinden, den Kopten in Ägypten, den Christen generell in muslimischen Ländern, wie z.B. in der Türkei, ach nein, die ist ja laizistisch... Aber auch da ist das schwierig. Hinterher geht der Zug noch bei der Stammdönerbude oder dem Gemüsehändler vorbei. Wäre doch peinlich!
Da bleibt man doch lieber beim Thema Sex und sucht sich ein anderes Ziel aus, was weniger gefährliches ist, wo alle gerne mitmachen und keiner Angst haben muß, daß es hinterher was auf die Mütze gibt oder man nicht mehr freundlich bedient wird.
Dieses Ziel ist in Köln sehr leicht zu finden. Das ist zwar genauso originell, wie die meisten Witze im Karneval, wird aber immer wieder gerne genommen.
Haben Sie erraten, wen ich meine?

RISCHTISCH!

Man zieht mal wieder gegen den Kardinal zu Felde! Unsere lieben Kirchennörgler und (viele?) andere Gutmenschen wollen dem Herrn Kardinal heute aber mal rischtisch heimleuschten! Den Druck der Straße soll er spüren, er und alle homophoben Elemente dieser Gesellschaft!

Der Anlaß für diesen groben Unfug:
Der Entzug der kirchlichen Lehrerlaubnis von Herrn David Berger wegen Verbreitung groben Unfugs. (Wir berichteten.)

Hochkarätige Persönlichkeiten aus Politik, Gesellschaft und Kirche werden dabei sein, wenn in Köln ein Fanal angezündet wird!
An der Fackel: Uta Ranke (armer Gustav!) Heinemann höchstpersönlich!
Ja das ist doch mal eine Überraschung! Sie wird die markerschütternde Hauptrede halten!
Angeheizt von Utas Rede und Elaboraten des deutschen Qualitätsjournalismusses wie d i e s e m werden die Massen dann fordern, daß der ... ja was ???

Beten wir dafür, daß alle wieder heil nach Hause kommen.

Morgen früh wird es in den Arztpraxen in und um Köln wieder voll werden. Es wird keine Verletzten geben, weil keine Macht in diesem Land sich ihnen entgegenstellen wird. Es werden einige der älteren DemonstrantInnen ihre Bluthochdruckmedikationen überprüfen lassen müssen. Mancher wird vielleicht auch "Rücken" oder "Knie" vom langen Stehen haben. Mancher Schüler hat vielleicht nen dicken Kopf von der "After-Demo-Party". Ansonsten ist der Spuk schnell vorbei, schneller als der Rosenmontagszug und die Stadtreinigung fegt die letzten Flugblätter weg. Die Medien werden noch ein wenig "nachbellen" ...

Bleiben Sie ganz ruhig, Eminenz, auch dieser Unfug ist bald vorbei!

Bitten wir den Seligen Clemens August um seine Fürsprache, um Glaubensmut für seine Diener im Bischofsamt. Beten wir für die Einheit der Kirche Gottes, besonders in den Ländern "deutscher Zunge".

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