Donnerstag, 16. September 2010

Zwischen Hölle und Vorhölle

Ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll. Ich bin derart geschockt, daß ich komplett sprachlos bin. Das Bistum Essen hat eine Art Jugendkirche mit entsprechenden Projekten. Dazu gehört auch ein mobiler Klettergarten, der von Kirche zu Kirche gekarrt wird. Nun ist er in einer Kirchen angelangt, die komplett unter Denkmalschutz steht, die einzige Jugendstilkirche, die ohne Schäden durch die Kriege gekommen ist. ... Lest die Texte zum Projekt.

Was soll der ....?
Ich verstehe das alles nicht mehr.
Mich verbindet viel mit dieser Kirche, weil ich um die Baugeschichte, den Widerstand der Gemeinde in der NS-Zeit und die ... so schräg das Gebäude auch wirken mag, es hat eine enorme Wirkung, wenn man in ihr ist. Es ist ein echter Thronsaal des Herrn, großartig und in seiner Form erhaben. Ich komme mir vor, als wenn ich gerade Zeuge eines Sakrilegs geworden bin, daß ich nicht aufzuhalten vermag.
Es geht mir nicht gut! Ich gehe jetzt mal raus... Irgendwie schwimmen mir die Zeilen weg, mir ist zum Heulen zumute und das werde ich jetzt erst mal tun und mich ins Gebet vertiefen.

Deus in adiutorium meum intende!

Der Besuch auf den Nebelinseln

Der Heilige Vater ist der Einladung der Queen gefolgt und ist in Schottland mit Begeisterung empfangen worden. Es ist ein also vordergründig ein Staatsbesuch, aber ein epochaler. Seit wieviel Jahrhunderten ist das jetzt der erste Besuch eines Papstes auf der Insel? Also spätestens seit jener unglücklichen Ehegeschichte war keiner mehr vor Ort. Das zumindest nominelle Oberhaupt der anglikanischen Kirche, her Majesty, the Queen, empfängt in freundlicher Atmosphäre Benedikt den XVI. In Schottland wird gejubelt. Der Papst durchbricht das Protokoll, um den Menschen nahe sein zu können und ein Schwätzchen zu halten, spricht offen die bekannten Probleme an, hält wie immer hervorragende Reden.
UND WORÜBER BERICHTEN DIE ARD?
Die Allgemeinen Rundfunkanstalten Deutschlands berichten darüber,
1. wie umstritten doch die Frage der Kostenübernahme in der britischen Bevölkerung angeblich ist (zumindest wenn man den britischen Medien glauben schenken will, die schon seit Wochen gegen die Papst, Kirche und Katholizismus hetzen) und ACHTUNG!!! GANZ NEU UND BAHNBRECHEND!!!
2. wie sehr doch die Mißbrauchsfälle den Papstbesuch überschatten!!!

WAHNSINN!

Wie kommt der Berichterstatter wohl zu diesen bahnbrechenden, überraschenden und brandaktuellen Fakten?
Hatte er im Vorfeld schon die Reden durchgetickert bekommen? Hat er Beziehungen zum Büro des Lordschatzkanzlers?
Wohl kaum! Sowas passiert, wenn man zu sehr damit beschäftigt ist, möglichst wenig Müll zu produzieren. Da hat doch jemand wieder einseitig kopiertes Papier aus dem Altpapier gezogen, die leere Seite für einen Konzeptausdruck benutzt und dann aus Versehen die Rückseite vorgelesen.
Das kleinliche Gequängel über die 20 Millionen, die der Besuch das Land angeblich kosten soll, muß er dem altkommunistischen Guardian entnommen haben, der ihm als Verpackung zu fish and chips gereicht worden ist.
Wie kann sonst ein solcher Müll über den Äther gehen?
Für diesen abgestandenen Stumpfsinn, der sich nicht über das Niveau mittelmässigen Dorftratsches erheben will, zahle ich Rundfunkgebühren!

Gerade kam noch eine andere Meldung rein, die eine Aktion im Bistum Essen betrifft und die ich einfach nicht glauben will...
Es ist mal wieder ein schwarzer Tag für meinen Blutdruck!

Mittwoch, 15. September 2010

Supermodernes

zum Antimodernisteneid findet Ihr hier!

Donnerstag, 9. September 2010

Alipius Diakonus

Auch von diesem Weblog geht natürlich ein herzlicher Glückwunsch an den frisch geweihten Diakon Alipius nach Klosterneuburg!
Gottes Segen!
Ad multos annos!
Vivat!

Mittwoch, 8. September 2010

Kulturkampf

In England wird gegen den Papst demonstriert, laut +.net will man die Kerzen auf den Papstaltären nicht in der von Rom gewünschten Art und Weise gruppieren, in Schottland werden angeblich Laienkommunionhelfer von Pfarrern gesucht, um den Heiligen Vater zu düpieren.
In Wien werden Lebensschützer tätlich angegriffen und die Staatsanwaltschaft legt die Hände in den Schoß, ... Sind das Alarmzeichen eines neu aufbrandenden Kulturkampfes?
Der Kreuz und Querdenker macht sich so seine Gedanken dazu und auch Andreas Unterburger bietet vieles, was nachdenklich stimmen läßt.
Wenn er recht behält, so haben wir es diesmal nicht allein mit einem preussischen "Krautjunker" zu tun, sondern mit einer Vielzahl von Gegner: Gutmenschen aus der Multikulti-Fraktion, die sich als nicht ganz unfaschistoid äußern, der schleichenden Islamisierung Europas, den weichgespülten Konservativen Volksparteien und dem schlimmsten Feind, den Feind im eigenen Haus, meint die apathische Mehrheit derer, die weder für Kirche noch für das Abendland einen Strauß ausfechten werden.
Lesenswert sind dabei auch die Kommentare, die mit Zitaten aus dem "grünen Raum" meine schlimmsten Befürchtungen zum ideologischen Unterbau der vorgeblichen Biotopretter noch weit übertroffen haben. Hier gilt es noch einmal die Stichhaltigkeit jener fürchterlichen Zitate zu überprüfen.

Manchmal habe ich den schlimmen Verdacht, Franz II hat am 6. August 1806 einen ganz schlimmen Fehler gemacht und wir kriegen jetzt die Rechnung auf den Tisch...

Dienstag, 7. September 2010

Die Wacht auf'm Rhein! (Achtung! Glosse!)

(Zuerst die Musik unten einschalten und dann lesen.)

Liebe BlogozesanInnen!

Es erfüllt mich mit großer Freude und Stolz, dass das Bollwerk des deutschen Laienkatholizismus, "WisiKi", seit nunmehr 15 Jahren alles tut, um uns vor den schädlichen Einflüsterungen römisch-zentralistisch-klerikal-papalistischen zu warnen und zu bewahren. Ohne diesen greisen und weisen Wächterrat der volkskirchlichen Revolution wären wir schon zwischen Novenen, Herz-Jesu-Freitagen, Rosenkranzandachten und anderen überflüssigen geistlichen Übungen einer obrigkeitlichen Drohkirche zeitlich so erdrückt worden, daß uns die Zeit für Ausschüsse, Komitees, Zentralkomitees und angst- und barrierefreie Gesprächskreise ausgegangen wäre.
Wer hätte unser kritisches Bewußtsein für die schleichende Klerikalisierung, die Rückwärtsentwicklung, die Notwendigkeit der tätlichen Mitwirkung von Laien geschärft, wenn nicht WisiKi?
Sie sind die Entdecker des kirchengeschichtlich so bedeutenden "Apostulates des Unterausschusses". Es wird sich erst in einigen Jahrzehnten zeigen, wie bedeutsam der Einfluß war, den die samstägliche Unterschriftenaktion in der Fußgängerzone auf den Fortbestand der Kirche hatte. Wieviele Priesterberufungen sind aus ihnen hervorgegangen? Wir wissen es nicht. Nur die Spitze des Eisberges, die Frauen, die sich auf einem Schiff weihen lassen mußten, weil uneinsichtige Bischöfe ihnen keine Kirche zur Verfügung stellen wollten, lassen erahnen, wie sehr die deutsche Reformbewegung doch prägend für diese verfolgte Generation ist. An der Spitze dieser Bewegungen steht nun einmal WisiKi als leuchtendes Beispiel und einsamer Fels, Gibraltar gleich in der Brandung der unltramontanen Angriffe, die immer wieder unzählige Tassen Kaffee auf den Sitzungen fordern! Nicht zuletzt ein Blick in die Zahlen der deutschen Kaffeeindustrie läßt erahnen, welchen Stellenwert dieser Verband hat! Was wären die deutschen Röstereien ohne diese Arbeitskreise? Die Absatzzahlen der anderen wichtigen Abnehmer (kfd etc.) stagnieren seit Jahren. Wenn dort seit 15 Jahren das durchgegenderte Konzept von WisiKi nicht gegriffen hätte, wäre dieser Wirtschaftszweig schon seit vielen Jahren hochdefizitär.
Meine lieben MitblogozesanInnen, wir haben guten Grund unseren tiefen Dank allen StreiterInnen für die Sache des antiklerikalen Verbandskatholizismus zu sagen. Der seit der Gründung immer mehr gewachsene Abstand zu Tradition, Lehre und Glaubensvollzug ist in einer Art und Weise rückwärtsgewandt-futuristisch, wie es wohl ein Ottonormal-Katholik nicht ergründen kann. Wir haben es mit der Avantgarde der späten 1970er Jahre zu tun, die sich aus vielen Quellen speist, sich aber niemals den Vorwurf gefallen lassen muß, römisch-katholisch zu sein. Dieser Linie sind sie immer treu geblieben, eine Treue, die uns Nachgeborenen manchmal etwas fremd ist, weil wir nicht mehr der befreienden Wirkung von Makramee und Textiltapeten glauben wollen und unser Heil lieber zwischen Brokat und Birett suchen. Wehe uns, wenn wir dieses kostbare Erbe mißachten!
Es ist nicht fein, wenn nun die Jubiläumskreuzfahrt auf dem Rhein lächerlich gemacht wird!
Sicherlich wird dort Kaffee getrunken werden und manches grobschrotige Haferplätzchen verzehrt werden, aber darf man es deswegen als Kaffefahrt verunglimpfen?
Sicherlich hat auch Hans Küng in seiner unnachahmlichen Art wieder eine wichtige Gratulationsadresse verfaßt und wird vielleicht auch auf dem Schiff zugegen sein. Darf man ihm aber deswegen als den katholischen Fips Asmussen oder Heizdeckenanimateur bezeichnen?
Wieder andere bedauern es, daß der Heilige Vater keine Divisionen hat (J. Stalin) und nicht mal eben ein Torpedoboot schicken kann.
Nein, nein, meine Lieben, wir sollten nicht so denken! Wir sollten lieber von ihnen lernen. Egal wie die Realität des realexistierenden deutschen Katholizismus auch aussehen mag, laßt uns an den entmutigenden Zeichen und "Stimmen der Zeit" vorbeigehen und für ein Erwachen des Glaubens in unserem Lande beten und wirken. Es muß ja nicht direkt in einem so wichtigen Unterausschuss sein. Gehen wir es mutig an, mit Birett und Brokat. Wir können uns sicher sein. daß uns die alten KämpInnen kritisch begleiten werden. Sie werden stehen, bis der letzte Unterausschuss fällt, der letzte Laienkongress von den Horden der soutanisierten Klerikalen gestürmt und verboten wird!
Fest steht und treu die Wacht auf'm, äh... am Rhein!

HOCH DIE TASSEN!

Freitag, 3. September 2010

Himmel Sturget!

Vielleicht kann mir jemand helfen...
Ich habe irgendwann, irgendwo in den letzten Tagen ein hervorragend kommentiertes Interview mit dem Architekten des neuen Billigbahnhofs in Stuttgart gelesen. Ich weiß leider nicht mehr, wer es denn aus der Blogozese veröffentlicht hat.
Die Antworten des Architekten erinnerten mich an den Architekten, den John Cleese mal in einem Monty Python Sketch spielte...
Wenn mir jemand den Link zu diesem Artikel bei den Kommentaren einstellen könnte, wäre ich sehr dankbar.
Den Sketch mit John Cleese gibt es hier:

Hugh!

Vincentius Lerinensis hat ein Zitat von Joachim Kardinal Meißner zur Frage der mohikanischen Zukunft veröffentlicht.
Der Häuptling hat gesprochen Worte großer Weisheit und mit Witz! Hugh!

Mittwoch, 1. September 2010

Katholiken und andere Dummies

Die folgenden Zeilen beziehen sich auf einen sehr lesenswerten Eintrag bei
Mater amata:

Das Wissen um die eigene Kirche ist auf einem Niveau angelangt, daß ich mir manchmal wie der letzte Mohikaner vorkomme. Mir begegnet bei Gesprächen u.a. auch auf Grillpartys (hallo, Elsa!) und ähnlichen Veranstaltungen immer wieder eine Haltung, die sich zwischen blankem Unwissen, Vorurteilen und vor allen Dingen Ablehnnung bewegt.
Grundlagen für einen festen Glauben finde ich seltenst, Wünsche und Sehnsucht danach schon häufiger. Aber es bleibt meistens bei der formulierten Sehnsucht. Man sehnt sich, sucht aber nicht, weil man ja x, y oder z gelesen, oder im Fernsehen gesehen hat.

Wenn es besonders flach daherkommt, wird Gagarin (seine dumme Bemerkung aus der Raumfahrt)angeführt, Hawking wenn es etwas besser ist und Camus "Pest", wenn sie in einer bestimmten Zeit "Relljohnsunterricht" hatten. Das war auch die Zeit, in der finstere Fantasy-Romane in Mode kamen, die Rückständigkeitsszenarien vor der Annahme zauberten, die Inquisition hätte Luther gefasst, die Reformation wäre gescheitert und der böse Papst hätte Europa in seinen Klauen gehalten. Da gab es im Jahr 2000 dann nur Dampfmaschinen und Kerzenlicht. Ich hatte nen Freund (Informatiker, "überzeugter Atheist" und Exprotestant) der solchen Kram verschlang und für eine realistische Perspektive hielt... Was uns alles erspart geblieben sein soll! Ich weiß nicht, was uns alles erspart geblieben ist. Ich weiß nicht was uns alles erspart geblieben wäre, wenn die Reformation wirklich baden gegangen wäre. Vielleicht wären uns zumindest solche dämlichen Romane erspart geblieben! Egal! Es ist so wie es ist und wir müssen nun das beste daraus machen!

Mein "all-time -favourit" ist es, wenn man mal wieder fragt, ob ich die Päpstin gelesen habe. Die soll es ja wirklich gegeben haben,..blabla. Wenn ich dann sage, daß ich diesem nur mäßig gut erfundenen Märchen genauso wenig glaube wie dem angeblich erfundenen Mittelalter eines Heribert Illig, dann hat man mir schon mehrfach das Gefühl gegeben, ich dürfte ja auch nichts anderes sagen, weil ich ja so ein überzeugter Katholik wäre. Und dann wird nicht selten unterstellt, mit der Frauenfrage in der Kirche hätte ich ja offensichtlich auch ein Problem, sonst wäre ich ja nicht so entschieden gegen die Vorstellung, daß es schon mal eine Päpstin gegeben haben könnte.
Hä?

Kurz gefaßt: Alle haben gelernt, warum sie gefälligst zu zweifeln haben. Nur Zweifel an den ins Feld geführten Kronzeugen und Argumenten haben sie niemals bekommen.
Warum man allein aus psychologischen Gründen an den Aussagen von Klerikern und Heiligen zweifeln sollte, wird dann mit Begründungen nach dem Strickmuster "Freud für Dummies", "Heinemann für Promi-Dinner-Gucker" oder "Drewermann für Nichtleser" lang und breit erklärt:
"Überich" sehr stark ausgeprägt, Mutterkomplexe, sublimierte Sexualität (Pong!) und sonstiges Gewölle wird dann häufig in den gepflegten Garten entlasssen.
Ich habe mir dann des öfteren schon die Frage erlaubt, welchen Stellenwert vor diesem Hintergrund die Aussagen eines Mannes haben dürfen, der in einem kaputten evangelischen Pfarrhaushalt aufwuchs, der von mehreren Generationen alleinstehender Frauen dominiert wurde, schon in der Kindheit schwere Psychosomatiken aufwies, seine Professur nach kurzer Zeit wegen seiner psychischen Störungen aufgeben mußte, danach als Privatgelehrter zwischen Wahn und Verstand lebte, einem Zustand, der sich offensichtlich einer früh zugezogenen Syphilis verdankte und mit knapp 55 Jahren nach Jahren völliger geistiger Umnachtung starb.
Die kundigeren Bedenkenträger sagen dann immer ganz schnell, daß man Nietzsches Werk nicht nur vor dem Hintergrund seiner Krankheiten bewerten dürfe.
Aha!
Die unkundigeren Redner halten die dargestellte Person immer so lange für einen höchst unsicheren Kombatanten (...Klar bei den Krankheiten! ... Ob das Verbitterung war oder schon einfache Verrücktheit?.. und dann Syphilis, in welchen Sümpfen der sich wohl rumgetrieben hat?...), bis dann der Name fällt. "Das ist jetzt aber sehr holzschnittartig karikiert! Ein so bedeutender Name kann und darf nicht vor dem Hintergrund seiner Krankheiten bewertet werden. Das tun andere ja auch nicht. Werk und Leben muß strikt getrennt beurteilt werden!"
Ja? Kann man, muß man das?
Warum beim Protestanten Nietzsche und beim Katholiken xy nicht?
Warum unterstellt man (böswillig) pauschal allen Männern und Frauen der Kirche (außer Hildegard von Bingen, die offensichtlich von allen gemocht wird, weil sie als Erfinderin des rein pflanzlichen Hustensaftes und des heimischen Kräuterbalkonkastens erfolgreich vermarktet wird) irgendwelche Defekte, die sie höchstwahrscheinlich nie gehabt haben werden, die sie aber vielleicht gehabt haben könnten und hält sie aufgrund dieser nur vagen Wahrscheinlichkeit für nicht glaubwürdig, während ein mehr als offensichtlich Geistesgestörter glaubwürdig ist ,weil sein Werk gerade nicht von seiner Geisteskrankheit beeinflußt ist?
Müßte ich nicht zunächst von der Richtigkeit der Aussage eines Menschen ausgehen , der zunächst einmal für geistig gesund zu halten ist, während ich die Aussage eines Menschen, der offensichtlich geistesgestört war, zunächst einmal in Zweifel ziehen müßte?

Hier siegt dann wieder die Sympathie über den gesunden Menschenverstand, denn die bekannten Versatzstücke des Nihilsmus nach Nietzsches Pfarrhausart stützt das eigene Zweifelgerüst, während Augustinus oder Thomas an diesem rütteln könnten. Besser nicht an einen heranlassen!!!

Auch die unrühmliche braune Verquickung bestimmter Gestalten, die auch schon mal in Uniform in den Hörsaal gestampft sind, wird zu einer etwas unglücklichen Karnevalsnummer herabgspielt, während man anderen die Zwangseingliederung in die HJ zum lebenslangen Makel machen will.
In solchen Momenten versagen dann immer meine Synapsen, weil ich diesen unlogischen "Blödzinn" nicht mitmachen kann. Ich werde dann schnell unleidig ob dieser Ungleichbehandlung.

Das sind die Folgen jener, den gesunden Zweifel fördern wollenden, liberalen Relljohnserziehung, die mich schon als Schüler zutiefst genervt hat und deren Früchte man in unseren Gemeinden, auf Abendveranstaltungen diverser katholischer Akademien und auf Grillparties quer durch die Republik immer wieder aufgetischt bekommt.
Die Formel heißt ganz schlicht:
Kirchenkritiker haben immer recht, egal ob sie im syphilitischen Wahn fabulieren, braune Uniformen, unmoderne Strickpullover oder knatschende, türkisfarbene Lederkostüme tragen.
Verteidiger haben immer unrecht!

Und wenn St.Michael höchstdaselbst mit dem Flammenschwert vor ihnen stünde und ihnen zum Schutze und Heil ihrer Seele freundlich aber bestimmt von der Lektüre Camus abriete, käme noch der Satz: " Der darf ja auch nix anderes sagen! Der ist ja bei Gott fest angestellt!"

Wie schrieb schon Paul Claudel:
"Die Wahrheit hat nichts zu tun mit der Zahl der Leute, die von ihr überzeugt sind."

Mahlzeit!