Freitag, 28. Mai 2010

Käßmann, Käßmann über alles!

Liebe Freunde!
Es gibt noch Hoffnung für die Ökumene in Deutschland. Nach Jahrhunderten der protestantischen Schmalspur-Personenkulterei, die sich nur auf Martin Luther, Frau von Bora und einen gewissen Schwarzerd beziehen durfte, scheint der Anschluß an die zeitgemäße "Santo-subito Bewegung" der römischen Kirche gelungen zu sein. Es gibt nur einen Unterschied: die Person, der man nun Hymnen verfaßt, wie Stanislaus berichtet, ist im Gegensatz zu Johannes Paul II. noch lebendig.
Damit ist mal wieder über das Ziel weit hinaus geschossen worden.
Es ist sicherlich ein Ausdruck der allgemeinen protestantischen Ungeduld, führt aber damit leider sehr in die Nähe altkommunistischer Verehrungsformen, die aber mancher und manchem VerehrerIn noch aus den Jungendtagen auf den Barrikaden bekannt sein durfte, als man, fröhlich seine Maobibel schüttelnd durch die Straßen zog und "Ho, Ho, Ho-tschie-ming!" skandierte.
Hier vermischt sich Nostalgie mit Übereifer.
Es fehlt halt an katechetischer Unterweisung und an katholischer Bildung.
Es geht, wie die Überschrift ja schon verrät, um die allseits so beliebte Exlandesbischöfin und Ex-EKD-Vorsitzende Margot Käßmann.
Sie soll zu einer zweiten Amtszeit geführt werden. Mit einem Motivationslied!
Ohweia! Wih schell owerkahahamm! Uah!
Auch hier fehlt es mal wieder an Bildung und an Traute!

Wenn man eine Bewegung lostreten will, dann muß man was Mitreißendes produzieren, vielleicht an bekannte Stücke anschließen, mit denen die Menschen etwas verbinden, was sie von den Stühlen treibt! Es darf kein weinerliches Textwerk zur Klampfe gereicht werden, das muß wie eine Maß Bier mit Haxe sein, handfest, schmissig und volkstümlich!
Und da wird es schon wieder schwierig.
Außer "Ein feste Burg" oder Versatzstücke der "Internationalen" ist kaum noch Liedgut bekannt und auch geeignet. Also entweder was Weltliches umdichten oder bei den Könnern - also bei uns - Anleihen machen.

Wie könnte sowas aussehen:

Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt,
ist uns Margot neu erschienen, Bischöfin aus Volkes Hand...

NEIN!
Das geht nicht!

Mit diesem Liede ist eine andere Margot (und ihren Erich) engstens verbunden.
"Volkes Hand" klingt so nach "volkseigen"...besser nicht!

Mal was aus dem eigenen Köcher:

Sagt an, wer ist doch diese, die nachts durchs Städtchen rauscht?
Der vor Marxens Thron in München, die große Menge lauscht?
Es die Margo-hot Käßmann, der ka-heiner böse sein kann. Bischö-hö-fin werde sie!

Damit ist nichts verschwiegen, Sympathie bekundet und gleichzeitig kurz und prägnant die Forderung des leidenden Volkes ausgesprochen.

Tja, die liebe Margot!
Sie fährt nachts vollkommen fahruntüchtig durch Hannover und gefährdet andere Menschen. Sie wird von der Polizei erwischt und was passiert?
Mitleid mit Margot!
Wer "Beffchen abgeben!" forderte, war ein böser Hardliner!
Sie tritt zurück!
Mitleid mit Margot!
Sie vergißt auf dem ÖKT in München, in welcher Kirche sie sich befindet und redet altliberalen Hochstuß über "die Pille".
Die Menge jubelt.

Der Bischof von Augsburg wird durch dubiose Anklagen in Zeitungen demontiert.
Die Meute fordert seine Absetzung.
Als das nicht ausreicht, wird mit angeblichen Finanzgeschichten nachgelegt.
Die Meute fordert seine Absetzung.
Selbsternannte Allesdurchschauer aus Eichstätt legen mit einer leichtgestrickten Ferndiagnose bei einem jungen Mann aus der Nachbarschaft nach und behaupten, der Bischof müsse sich an dem jungen Mann vergangen haben. Anders liesse sich das alles nicht mehr erklären.
Der Bischof war schon zusammengebrochen (worden).
Die Meute johlt!
Nach einigen Wochen kommt nun ans Licht, daß es wohl nichts um die gravierensten Vorwürfe war, selbst die Finanzgeschichten sind wohl von anderer Natur, wie hier zu lesen ist.

Aber wo ist der Aufschrei der betroffenen Menge?

Wo bleiben die Chöre, die "Wir wollen unsern alten Bischof Mixa wiederhaam!" skandieren?

Sie bleiben aus!
Warum?
Ist doch ganz einfach!
1. Hatte Monsignore Mixa schon immer eine "schlechte Performance"!
2. Ist er ein Mann. Hieße die Bischöfin Ranke-Heinemann, tja dann..., wer weiß?
Es zeigt auch,
3. daß das Volk den fröhlichen Ketzer liebt! Orthodoxe Katholiken sind immer eine unangenehme Anfrage an die eigene Existenz.
4. ja, ... bei Margot war es ja auch so, daß allen das ja mal passieren kann. Die Arme wird von der bösen Polizei bei einem Kavalliersdelikt erwischt. Ist doch keiner zu Schaden gekommen, ne!?
Da hat auch keiner gewagt, den Kopf zu fordern, jedenfalls nicht besonders laut und nicht in der Öffentlichkeit.
Schuld liegt nicht bei der Menge volks sondern bei der Polizei, dem Sündenbock, den ja viele nicht mehr als Freund und Helfer sehen, sondern als Sandsack zum Aggressionsabbau. Die Polizisten sind schuld, daß Margot Käßmann zurücktreten mußte. Konnten die nicht mal ein paar Augen zudrücken und die Frau diskret nach Hause bringen? Solche Sätze habe ich in diesem Zusammenhang gehört! Unglaublich! Somit sind in diesem Falle alle Opfer! Die armen Protestanten, denen die Identifikationsfigur schlechthin wegen einer "Bagatelle" genommen wurde und Margot Käßmann, die von dienstwütigen Strebern und Paragraphenreitern zur Strecke gebracht wurde.
Nur Opfer! Das fördert Solidarität. Alle sind lieb und gut. Toll!

Bei Monsignore Mixa war das schon anders. Da hat die halbe Republik laut nach dem Scheiterhaufen geschrieen! Und darin liegt der eklatante Unterschied zwischen den Fällen. Die heulende Meute müßte sich in Buße und kritischer Selbstbetrachtung schwere Fehler eingestehen.
Ich habe vorverurteilt!
Ich habe in meinem Haß maßlos gehandelt!
Ich muß Abbitte leisten um Verzeihung bitten, mich um Wiedergutmachung bemühen!
ES wird nichts dergleichen passieren!
Nicht nur, weil man einen unbequemen Streiter losgeworden ist, sondern auch weil eine solche öffentliche Umkehr und Buße nicht zeitgemäß ist und weil sie es auch noch nie war! Haben sie schon einmal eine Schlagzeile gelesen, in der stand: "Wir haben uns geirrt! Es tut uns leid, Frau/Herr X?"
Außerdem ist es mit dem Eingeständnis der eigenen Schuld schon immer sehr schwer gewesen! Schon im Buch Genesis ist es ja am Ende Gott selbst gewesen:"...die Frau, die DU mir zur Seite gestellt hast..."

Also?
Was gilt es zu tun?

Singen für Monsignore Mixa!

Die Melodie kann man sich unten anhören! Textvorschläge bitte über die Kommentarfunktion einreichen!
Und los!

Wir wollen unsern alten Bischof Mixa wiederham!
LAUTER!...





SO MUSS DAS KLINGEN UND GANZ BESTIMMT NICHT SO:

Freitag, 21. Mai 2010

Kirchenschändung in Genf

Wie kath.net vor knapp zwei Stunden berichtete, ist in Genf die Kirche des Heiligen Franz von Sales zu Christi Himmelfahrt von Kirchenschändern heimgesucht worden. Der Tabernakel wurde aufgebrochen, Ciborien ausgeschüttet und der Leib des Herrn wurde auf dem Boden zertreten.
Von diesem Sakrileg habe ich in den anderen Medien mal wieder keinen Hinweis gefunden, genausowenig wie die Zerstörung in Dinkelsbühl aus dem Mustopf der Lokalpresse herauskam, wo man der Reliquie eines Heiligen ein Bein abgerissen hat, das seither verschollen ist.

Waren das nur skrupellose Verirrte oder sind das nun die ersten Gewaltresultate der "gelungenen Pressearbeit" in Europa?

Auffallend ist der Ausfall der Medien bei diesen unsäglichen Verbrechen!

Wäre an einer Koranschule ein falscher Zettel aufgetaucht oder ein Grabstein auf einem jüdischen Friedhof umgekippt worden,... was wäre dann wieder durch die Medien ein Aufschrei gezogen. . .

Donnerstag, 20. Mai 2010

Restetrinken mit Gotthold und Eberhard

Es ist wohl doch wieder passiert!
Laut kath.net Meldung vom 17.05.2010 hat Gotthold Hasenhüttl in Zusammenarbeit mit dem württembergischen Pastor em. Eberhard Braun gemeinsames - ja was denn eigentlich??? - simuliert. Da keine christliche Gemeinde vor Ort zur Überlassung eines Kirchenraumes bereit war, ist man in einen Hörsaal der Technischen Universität gezogen. Ein Bild von diesem "Event" gibt es bei evangelisch.de. Eingestielt wurde nach kath.net dieses unheilige Schauspiel von meinen Lieblingsgruppierungen WisiKi und KvU. Sie haben dabei nicht nur (für sie nebensächliches) Kirchenrecht gebrochen, sie haben auch gegen den erklärten Wunsch aller am ÖKT beteiligten Konfessionen gehandelt. Das nenne ich doch mal Sendungsbewußtsein!

Es mag ja sein, daß mancher schwache und ökumenisch angekränkelte Christ seine Betroffenheit und seinen Schmerz über die "Trennung am Tisch des Herrn" nicht mehr aushalten kann. Spätestens aber beim Umgang mit dem kostbaren Leib und Blut unseres Herren (wenn er denn je "unter diesen Zeichen wahrhaft" da war) hätte jedem gläubigen Katholiken nicht nur das Herz brechen müssen, es hätte einen Aufschrei des Entsetzens geben müssen.
Ich zitiere die entscheidende Passage bei kath.net:
" Nach Abschluss des Gottesdienstes lagen Hostien und Wein noch auf dem provisorischen Altar. Die übrig gebliebenen Hostien wurden dann wieder in die Hostien-Tüte zurückgelegt. Auch der restliche Wein wurde wieder zurück in die tönerne Kanne und dann in Weinflaschen gegossen. Dabei bemerkte der evangelische Pfarrer: „Ich kipp’s zurück, und wir trinken’s einfach im Laufe des Abends.“ " Zitatende

Kein "Adoro te devote"!
Restetrinken mit Gotthold und Eberhard!

Kein Schrei des Entsetzens, keine NEIN-Rufe, nichts!
Stattdessen gerierten sich die Avantgardchristen kamerascheu und medienfeindlich, angeblich aus Angst vor Repressalien. Ach ja, die pösse pösse Amtskirche!

Wer auch nur noch einen Funken des katholischen Eucharistieverständnissen in sich hat, der hätte - ja was eigentlich tun sollen? Sich dazwischen stürzen und den Württemberger aufhalten?
Vielleicht schon!
Eines hätte er oder sie auf jeden Fall überhaupt nicht gedurft:
Diesem Verschwisterungsmummenschanz beiwohnen!

An allen vorbei betreiben hier einige wenige Unfehlbare schismatische Verbrüderung auf Kosten der Eucharistie und des Abendmahles und das auch noch im tiefen Ungehorsam gegen alle Kirchenleitungen.

Es wird Zeit, daß WisiKi und KvU die volle Härte des kanonischen Rechtes zu spüren bekommen, genauso wie sie es (nur) bei der Piusbruderschaft fordern:
Raus aus der Kirche!
Verbot der Gruppen und Exkommunikation für alle aktiven und passiven Mitglieder oder Unterstützer!
Verhängt das Interdikt über jede Pfarrei, in der diese autistischen Spinner auch nur eine Tasse für eine Versammlung ausgeliehen bekommen oder in Plakat in Kirche oder Schaukasten hängen dürfen!
Gezz is abber ma Schluss mit lustich!
Schicht im Schacht!
Feierabend!
ICH KÖNNTE MICH AUFREGEN!!!

Und überhaupt:
Für wen halten sich Gotthold und Eberhard eigentlich?

Das Duett der guten Laune?
Die Amigos? (Vorsicht! Nicht googlen!)
Martin Luther und Huildrych Zwingli?
Päpste?
Gottes Sprachrohre?
einzige Versteher Christi oder gar für ein Team von Jesussen?

Kann die mal jemand wieder aus ihrer Matrix in die Welt beamen?
Es sind Leute schon aus geringeren Gründen in psychiatrische Kliniken gekommen!
Immer mehr muß ich Lütz und seiner Vermutung beipflichten: "Wir behandeln die falschen Leute!"
Ein Fragen treibt mich um und läßt mich nicht mehr ruhig schlafen:

WO BLEIBT DIE INQUISITION?
HILFE!!!

Montag, 17. Mai 2010

Ein Resümee zum ÖKT

Wie bei allen großen und wichtigen Veranstaltungen der Weltgeschichte kann man auch beim 2. ÖKT schon jetzt sagen, welche wichtigen Impulse von ihm ausgehen werden.
Was wird von ihm in unseren Köpfen bleiben?
Die Musik war wie immer grauenhaft und peinlich.
Frau Käßmann hat über die Pille geredet.
Deutsche Bischöfe haben zur eucharistischen Gastfreundschaft merkwürdige Dinge gesagt.
Deutsche Bischöfe stehen offensichtlich in Teilen nicht mehr zum Zölibat.
Sogenannte Opfervertreter haben Diskussionen massiv gestört.
In einer Vesper ist "gesegnetes Brot" an Tischen gegessen worden.
Küng war da und hat gesprochen, was er halt immer so sagt...
(War Drewermanns Eugen auch dort?)

Die Kräfte des Fortschrittes, des Weltethos und der Völkerfreundschaft haben mal wieder gezeigt, wie es in ihren Augen weitergehen muß:
Die Leut verstehens und wollens nit mehr, also muss es weg! Altes Gerümpel!

Fortschritt bedeutet hier einfach nur fortschreitende Banalisierung von Verkündigung und Lehre.
Außer alten Hüten haben wir also nichts neues erfahren und das von immer denselben Leuten.
Der ÖKT sagt viel über den Zustand der Kirche und den kirchlichen Gemeinschaften in Deutschland und damit über deren Zukunft aus. Es ist eine Zustandsbeschreibung des realexistierenden deutschen Katholizismus, bei der man als Katholik nur noch Zustände bekommen könnte, wen man nicht an das Wirken der göttlichen Vorsehung glaubte.

Es wird, frei nach Erich Kästner, als Konsequenz der Konferenz "Bla, Bla Bla!" bleiben, aber leider ein Blabla, welches die deutsche Neigung zur Schwermut, Unzufriedenheit und Rechthaberei im realexistierenden deutschen Katholizismus nur verstärken wird. In solchen Momenten bin ich immer froh, einer Weltkirche und keiner Staatskirche anzugehören!

Und überhaupt:125.000 Dauerbesucher! Was ist das schon?

Während sich in Rom ziemlich spontan gut 200.000 Katholiken zu einer Solidaritätsbekundung für Benedikt XVI. versammelten, haben es nach zweijähriger Vorbereitungszeit zum ÖKT gerade einmal 125.000 von den knapp 57 Mio. Christen (0,22%) unterschiedlichster Konfessionen geschafft (großzügig gerechnet ca. 60.000 Katholiken, also ca. 0,24% der Katholiken in Deutschland).
Wenn wir jetzt mal alle abzögen, die gerne zu christlichen Großveranstaltungen gehen, weil ihnen einfach großen Treffen gefallen, diejenigen, die aus beruflichen Gründen hinmußten, etc., wieviele blieben dann noch übrig, denen die Sache der Ökumene ein echtes Glaubensanliegen ist? Tja...

Die "besonders wichtigen" Veranstaltungen, wie die Stunde in zeitgemäßer Medikamentenkunde im Liebfrauendom, dürften knapp 1000 Besucherinnen angelockt haben.
Die Bild titelt mal wieder unüberbietbar:"Warum lieben alle Margot Käßmann?" das dazugehörige Bild zeigt deutlich, welche Generation sich dort angesprochen fühlte! Die Sprache ist von einer kleinen (radikalen) Minderheit von ÖKT-Besuchern, die mit knapp 0,8% der Dauerbesucher umrissen werden können, oder bezogen auf die Gesamtzahl noch kirchensteuerpflichtiger Christen in Deutschland in einem unteren Promillebereich angesiedelt ist (bei angenommenen 500 Katholiken sprechen wir bei knapp 25,1 Mio. Katholiken von nicht einmal 0.0002%!)

Ich möchte mich an dieser Stelle übrigens deutlich von dieser Aussage distanzieren!
Ich liebe Margot Käßmann nicht! Ich lasse mir von einer deutschen Boulevardzeitung kein irgendwie geartetes Verhältnis zu/mit Margot Käßmann unterstellen.
Ich habe auch nicht bei der Trunkfahrt auf dem Beifahrersitz gesessen!
Unverschämtheit!
Durch diese Erklärung meinerseits ist die in eine Frage gekleidete Behauptung der BÜLD als Unwahrheit entlarvt worden... Ach, vergeßt es einfach!

Wir haben mal wieder eine sehr kleine Gruppe von Menschen als die angeblich fortschrittlichen und zeitgemäßen Kräfte und als das Sprachrohr der schweigenden Mehrheit in Deutschland vorgeführt bekommen.
Die Ewiggestrigen als Avantgarde.
Es ist fast wie in der guten alten Zeit, als der "Eiserne Vorhang" noch hing und drüben Parteitage gehalten wurden.
BÜLD als ND der WisiKi-Nomenklatura und die SZ als Speerspitze der kritischen Intelligenz!

Übrigens:
Von Rom habe ich in den öff.-rechtl. Medien nichts gehört oder gesehen. Da mußte ich schon katholische Seiten aufrufen.
Wie sich die Verhältnisse doch ähneln...

Freundschaft!

Freitag, 14. Mai 2010

Wohin soll ich mich wenden...

in den letzten Wochen war Funkstille. Nicht nur zeitliche Engpäße beruflicher Art haben mir keine Zeit für den einen oder anderen spitzen Kommentar gelassen, es gab auch eine andere Gründe.
Zur Zeit blödelt der sog. Ökumenische Kirchentag in München vor sich hin und vermittelt uns alle wichtigen Themen für den Fortbestand des christlichen Abendlandes:
Hansi Küng, der ewige Alleinunterhalter gibt sein "Best of!"-Programm vor dem üblichen Komödienstadelpublikum von "WisiKi-Tours".
Zielgruppe 65+
Die evang.-luth. Pastorin, wie war noch gleich der Name, ... Moment ..., Käßmann scheint als Pharmareferentin in der Münchener Bischofskirche vor "Frauenwürde", kfd und kdfb aktiv geworden zu sein.
Zielgruppe eigentlich 18+, faktisch 75+
Ansonsten ist man betroffen über die Mißbräuche, ungehalten bis zornig über die "Nichabendmahlsgemeinschaft" und Fulbert Steffensky (Exbenediktiner und Witwer von Dorothee Sölle) vergeht mit 76 Lenzen die Geduld und will darauf nicht mehr lange warten!
Aus seiner Sicht ist das nachvollziehbar!
..., Alt68er, Revolution now..., seit 40 Jahren... und überhaupt mit 76...

Ansonsten wird wieder viel gekuschelt, man ist betroffen, es wird gefordert, beweint, beklampft, auf Papphöckerchen gesessen, die deutsche Sonderrolle beschworen und der Rest der Weltkirche wird dabei über der eigenen provinziellen Sicht schlichtweg vergessen.
Statt nach dem Modell Sparkasse die Kirche mal wieder auf die Essentials hin umzukrempeln, wird a la 08/15-Bank gehandelt. "Wir machen das mit den Fähnchen!"
(zur Zeit meine Lieblingswerbung!)
Semper idem!
Freunde, es ist alles so langweilig, daß ich weiß nicht, was ich dazu groß schreiben soll!

Aber es gab auch noch andere Gründe!
Der Umgang mit Monsignore Mixa, in meinen Augen eine öffentliche Hinrichtung auf bloßen Verdacht hin, hat mir schlicht weg die Sprache verschlagen.
Ich habe zwar des öfteren schon eine "Bischof Mixa Schutzgebiet" geöffnet, das geschah aber nicht aus tiefer persönlicher Sympathie mit seiner Person. Dafür kenne ich Monsignore Mixa zu wenig und dafür gab und gibt es Punkte, wie zum Beispiel seine Haltung zum Ordo originis, die ihn für mich eher zum Vertreter eines gegnerischen Lagers hätte werden lassen können, als zu einem Vertreter "meines Lagers", sofern es in der Una Sancta so etwas überhaupt geben darf.
Wenn ich also für ihn eingetreten bin, dann deswegen, weil er -wie jeder Beschuldigte- bis zum Erweis des Gegenteils als unschuldig zu gelten hat. Hier geht es um ein Fundament unseres Rechtes. Dieses wird aber bei der "Causa Mixa" in einer Weise vergessen, verletzt und was weiß sonst noch. Es ist so unsäglich schäbig. In dem Moment, als er die Kathedra schon geräumt hat, wird mit einer miesen Verleumdung nachgetreten.

Fakten: Null
Wirkung: 100%

Im Bistum Augsburg war Bischof Mixa nicht beliebt und es kursieren dort viele Andeutungen und Gruselgeschichten. Da muß noch mehr gewesen sein, weiß man aus "gut unterrichteten Kreisen zu berichten! Jahaaaa! Da muß ja noch mehr sein! Es traut sich aber keiner was zu sagen! Jahaaaa!
Er muß schon ein schlimmer Mensch sein, wenn er so unbeliebt war!
Anders geht es ja gar nicht!
So hat es schon immer angefangen und so wird es wahrscheinlich auch jetzt weitergehen!

Und Mosignore Hanke, Bischof von Eichstätt, tja was kann er in dieser Situation tun?
Eigentlich wären hier fristlose Kündigungen angesagt und ein Ausschluß aus allen Gremien.
Aber er wird es kaum tun können, ohne selbst in die Mühlen jener zu geraten, die Monsignore Mixa zerrieben haben.

Es stellt sich nun die Frage;:
Wer wird denn nun der nächste Kandidat?
Wer ist denn noch alles unbeliebt?
Da fallen mir auf Anhieb ne ganz handvoll Bischöfe ein, die, wenn das Augsburger Modell verfeinert und fortgeführt wird, mit dem capital punishment rechnen müssen!

Die Worte des Heligen Vaters über die wahren Feinde, die er nicht in den Medien sieht, sondern in den eigenen Reihen, bekommen vor diesem Hintergrund noch einen ganz anderen Klang.
Es scheint eine zeit anzubrechen, wo alle, die noch alte Rechnungen offen haben, nun endlich eine Chance wittern, abrechnnen zu können. Die Schwestern und Brüder im Herrn zeigen nun, was wirklich in Ihnen steckt!
Das tiefe Schweigen aus den Reihen bestimmter Parteien betrachtet, die sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht gerade ruhmreich zu bestimmten Themen verhalten haben, am lautesten nach Aufklärung "in der Kirche" schreien und im eigenen Hause aber wenig Aufklärung und Konsequenz verspüren, zeigt, daß "die Kinder der Welt" klüger sind. Sie zerfleischen sich nicht gegenseitig in der Öffentlichkeit. Sie wissen darum, daß die Welt in der sie leben, ein Dorf ist, wo man sich immer mehrmals begegnet und immer wieder neu miteinander auskommen muß. Oder warum macht keiner gegen bestimmte Leute in Brüssel mobil? Angst vor Repressalien? Das wäre doch undemokratisch, polit. unkorr. und auch nicht im Sinne der Partei! Nein!
Man will alte Freunde nicht angreifen! Das wäre doch Klüngel!
Semper idem!

Die deutlichen Worte, die der Heilige Vater in Portugal gefunden hat, wären durchaus einen Aufmacher in den Nachrichtensendungen wert gewesen.
Aber, aber...
In der Hauptnachrichtensendung des angeblich so schwarzen ZDF ist am betreffenden Tag nichts davon zu hören gewesen, in der ARD kam es irgendwann kurz vor Schluß ohne O-Ton.
Semper idem!
Tja, der Heilige Vater hat hier eine Chance gegeben, sich anders zu zeigen, als es der Anschein vermuten läßt, sehr freundlich aber auch sehr geschickt.
Diese Chance ist offensichtlich nicht genutzt worden.
Für mich bleibt damit nur eines zu sagen:
Quod erat demonstrandum!