Freitag, 14. Mai 2010

Wohin soll ich mich wenden...

in den letzten Wochen war Funkstille. Nicht nur zeitliche Engpäße beruflicher Art haben mir keine Zeit für den einen oder anderen spitzen Kommentar gelassen, es gab auch eine andere Gründe.
Zur Zeit blödelt der sog. Ökumenische Kirchentag in München vor sich hin und vermittelt uns alle wichtigen Themen für den Fortbestand des christlichen Abendlandes:
Hansi Küng, der ewige Alleinunterhalter gibt sein "Best of!"-Programm vor dem üblichen Komödienstadelpublikum von "WisiKi-Tours".
Zielgruppe 65+
Die evang.-luth. Pastorin, wie war noch gleich der Name, ... Moment ..., Käßmann scheint als Pharmareferentin in der Münchener Bischofskirche vor "Frauenwürde", kfd und kdfb aktiv geworden zu sein.
Zielgruppe eigentlich 18+, faktisch 75+
Ansonsten ist man betroffen über die Mißbräuche, ungehalten bis zornig über die "Nichabendmahlsgemeinschaft" und Fulbert Steffensky (Exbenediktiner und Witwer von Dorothee Sölle) vergeht mit 76 Lenzen die Geduld und will darauf nicht mehr lange warten!
Aus seiner Sicht ist das nachvollziehbar!
..., Alt68er, Revolution now..., seit 40 Jahren... und überhaupt mit 76...

Ansonsten wird wieder viel gekuschelt, man ist betroffen, es wird gefordert, beweint, beklampft, auf Papphöckerchen gesessen, die deutsche Sonderrolle beschworen und der Rest der Weltkirche wird dabei über der eigenen provinziellen Sicht schlichtweg vergessen.
Statt nach dem Modell Sparkasse die Kirche mal wieder auf die Essentials hin umzukrempeln, wird a la 08/15-Bank gehandelt. "Wir machen das mit den Fähnchen!"
(zur Zeit meine Lieblingswerbung!)
Semper idem!
Freunde, es ist alles so langweilig, daß ich weiß nicht, was ich dazu groß schreiben soll!

Aber es gab auch noch andere Gründe!
Der Umgang mit Monsignore Mixa, in meinen Augen eine öffentliche Hinrichtung auf bloßen Verdacht hin, hat mir schlicht weg die Sprache verschlagen.
Ich habe zwar des öfteren schon eine "Bischof Mixa Schutzgebiet" geöffnet, das geschah aber nicht aus tiefer persönlicher Sympathie mit seiner Person. Dafür kenne ich Monsignore Mixa zu wenig und dafür gab und gibt es Punkte, wie zum Beispiel seine Haltung zum Ordo originis, die ihn für mich eher zum Vertreter eines gegnerischen Lagers hätte werden lassen können, als zu einem Vertreter "meines Lagers", sofern es in der Una Sancta so etwas überhaupt geben darf.
Wenn ich also für ihn eingetreten bin, dann deswegen, weil er -wie jeder Beschuldigte- bis zum Erweis des Gegenteils als unschuldig zu gelten hat. Hier geht es um ein Fundament unseres Rechtes. Dieses wird aber bei der "Causa Mixa" in einer Weise vergessen, verletzt und was weiß sonst noch. Es ist so unsäglich schäbig. In dem Moment, als er die Kathedra schon geräumt hat, wird mit einer miesen Verleumdung nachgetreten.

Fakten: Null
Wirkung: 100%

Im Bistum Augsburg war Bischof Mixa nicht beliebt und es kursieren dort viele Andeutungen und Gruselgeschichten. Da muß noch mehr gewesen sein, weiß man aus "gut unterrichteten Kreisen zu berichten! Jahaaaa! Da muß ja noch mehr sein! Es traut sich aber keiner was zu sagen! Jahaaaa!
Er muß schon ein schlimmer Mensch sein, wenn er so unbeliebt war!
Anders geht es ja gar nicht!
So hat es schon immer angefangen und so wird es wahrscheinlich auch jetzt weitergehen!

Und Mosignore Hanke, Bischof von Eichstätt, tja was kann er in dieser Situation tun?
Eigentlich wären hier fristlose Kündigungen angesagt und ein Ausschluß aus allen Gremien.
Aber er wird es kaum tun können, ohne selbst in die Mühlen jener zu geraten, die Monsignore Mixa zerrieben haben.

Es stellt sich nun die Frage;:
Wer wird denn nun der nächste Kandidat?
Wer ist denn noch alles unbeliebt?
Da fallen mir auf Anhieb ne ganz handvoll Bischöfe ein, die, wenn das Augsburger Modell verfeinert und fortgeführt wird, mit dem capital punishment rechnen müssen!

Die Worte des Heligen Vaters über die wahren Feinde, die er nicht in den Medien sieht, sondern in den eigenen Reihen, bekommen vor diesem Hintergrund noch einen ganz anderen Klang.
Es scheint eine zeit anzubrechen, wo alle, die noch alte Rechnungen offen haben, nun endlich eine Chance wittern, abrechnnen zu können. Die Schwestern und Brüder im Herrn zeigen nun, was wirklich in Ihnen steckt!
Das tiefe Schweigen aus den Reihen bestimmter Parteien betrachtet, die sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht gerade ruhmreich zu bestimmten Themen verhalten haben, am lautesten nach Aufklärung "in der Kirche" schreien und im eigenen Hause aber wenig Aufklärung und Konsequenz verspüren, zeigt, daß "die Kinder der Welt" klüger sind. Sie zerfleischen sich nicht gegenseitig in der Öffentlichkeit. Sie wissen darum, daß die Welt in der sie leben, ein Dorf ist, wo man sich immer mehrmals begegnet und immer wieder neu miteinander auskommen muß. Oder warum macht keiner gegen bestimmte Leute in Brüssel mobil? Angst vor Repressalien? Das wäre doch undemokratisch, polit. unkorr. und auch nicht im Sinne der Partei! Nein!
Man will alte Freunde nicht angreifen! Das wäre doch Klüngel!
Semper idem!

Die deutlichen Worte, die der Heilige Vater in Portugal gefunden hat, wären durchaus einen Aufmacher in den Nachrichtensendungen wert gewesen.
Aber, aber...
In der Hauptnachrichtensendung des angeblich so schwarzen ZDF ist am betreffenden Tag nichts davon zu hören gewesen, in der ARD kam es irgendwann kurz vor Schluß ohne O-Ton.
Semper idem!
Tja, der Heilige Vater hat hier eine Chance gegeben, sich anders zu zeigen, als es der Anschein vermuten läßt, sehr freundlich aber auch sehr geschickt.
Diese Chance ist offensichtlich nicht genutzt worden.
Für mich bleibt damit nur eines zu sagen:
Quod erat demonstrandum!

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