Freitag, 23. April 2010

Muntermacher zum Wochenende

Meine Güte, was war das mal wieder eine Woche!
Mixa hier, Mixa da!
Warum hat er jetzt eigentlich seine Kathedra geräumt?
Wegen der Watschen oder wegen der Weinrechnungen?
(Bei Zumwinkels werden schnell die Staatsanwälte ausgetauscht. Ist da ein Justizminister für gegangen worden? Wunderbare Republik Deutschland!)
Wer hat da eigentlich alles an dem Stuhle mitgesägt?
Monsignore Zollitsch, Monsignore Marx?
Hat überhaupt einer mitgesägt?
Stand das jetzt zuerst in der Zeitung und ist er dann weich geworden oder ist er vorher schon zusammengebrochen?
Warum wirft er denn so schnell den Hut?
Ist da vielleicht noch mehr?
Wen interessiert das denn überhaupt noch?
Hauptsache es gibt ein erstes Opfer des Pressekrieges!
Wenn es einem an den Kragen geht, ziehen sich die anderen Bischöfe zurück!
SIEG! SIEG! SIEG!

Wer wird wohl der nächste aus der DBK sein?
Der Kölner?
Jouhhh, da muß doch auch noch was zu (er)-finden sein oder?
Ein Rosenkranz aus Tropenholz?
Zack! Weg vom Fenster!

Oder der neue Mann in Essen?
Trink der vielleicht immer noch münsteraner Bier?
Das muß für nen Zwergerlaufstand in der Stauderstadt reichen.

Hat der Berliner nicht was gegen Weiße gesagt, also Bier jetzt? Kriegen wir zu nem Skandal aufgepustet!

Aber das reicht nicht mehr!
NEIN! Es muß eine echte Ikone des angeblich so liberalen und modernen Flügels sein!
Karl Kardinal Lehmann! Genau!
Jawohl der muß jetzt aufs Gerüst!
Wenn schon, dann soll es auch an allen Ecken brennen!
Fährt er gerne Auto?
Vielleicht die falsche Marke?
Ist er gerne Jagdwurst! Wie politisch incorrect! Auf ihn mit Gebrüll!

Es ist, wie es immer war, wenn die Christen nicht in der Mehrheit waren. Dann erging es dem Christentum wie jeder Minderheit, die von ihren Gegnern alles erhoffen konnte, nur keine Nächstenliebe. Der Toleranzbegriff der angeblich Minderheiten schützenden Säkulargesellschaft zeigt nun seine eigentlichen Ziele. Wenn es um fröhlichen Kulturmix bei gegenseitiger Wertschätzung und "Dialog auf Augenhöhe" ginge, dann dürften solche Kampagnen, so wie sie im Moment quasi in Serie von Band laufen, eigentlich gar nicht möglich sein.
Denn wann und wo bitte verlangt eine Schnarre von der Türkei rückhaltlose Aufklärung über den immer noch totgeschwiegenen Völkermord an den Armeniern?
Warum wird einem Land wie der Türkei, in dem Katholiken sich nicht sicher fühlen können, die Justiz Morde an Christen nur halbherzig verfolgt, die Aufnahme in die EU in Aussicht gestellt?
Wann und wo haben die Vereinten Nationen Sanktionen gegen Ägypten verhängt, weil die Kopten Verfolgung leiden, oder die Christen im Irak, oder in Sri Lanka, Indien, Pakistan...?
Wer setzt endlich die UNO ab, weil sie seit Jahrzehnten über die Verfolgung von Christen in Saudi Arabien schweigt, ein Land, in dem der Besitz der Bibel schon ein Straftatbestand ist?

Aber wir wollen doch auch nicht unsere Muslime und Muslimas vergessen:
Frauen werden in einigen muslimischen Ländern brutal verstümmelt (Beschneidung..), wegen angeblichen Ehebruchs gesteinigt, Dieben werden Hände abgeschlagen, junge Männer wegen ihrer Homosexualität gehängt,... Aber das sind ja nur Menschenleben!
Na?
Wo sind denn da die Medien?

Vor diesem Hintergrund frage ich mich:
Gibt es nix wichtigeres als Mixas Watschen und Weinrechnungen?
Fällt den Medien -ob Print oder Funk- nichts anderes mehr auf die Redaktionstische?
Ach, ich vergaß: Fakten machen keine Schlagzeile und sind ein Auflagenkiller.

Hier kühlen die Medien ihr Mütchen an einem durch seinen Pressechef fehlgeleiteten Bischof!

Es gibt aber noch einen anderen Grund:
Ist ja auch viel einfacherer und soviel sicherer!

Der Fall der Jytlandsposten hat die Redaktionen das Fürchten gelehrt. Katholiken verbrennen in der Regel keine Dänemarkfähnchen und drohen auch nicht mit Bombenattentaten ganz im Gegensatz zu den nicht so zimperlichen Freunden aus der muslim-community.
Apropos Jytlandsposten:
Der Chefredakteur hat dem Karrikaturisten ausfgrund der schwierigen Sicherheitslage für die Redaktion gekündigt.
Bravo! Eine solidarische und mutige Entscheidung!

Aber zurück zur Kirche in Deutschland und Europa:
Hier rollen die Köpfe unblutig!
Hier werden Personen von Redakteuren und Kabarettisten klimaneutral geröstet, sekundiert von den schweigenden Vertretern der Staatsmacht.
Unter den Dreschflegeln -oder sollte ich besser "unter der Drusch der Flegel"trennen sich auf der Tenne Spreu und Weizen.
Wohin Monsignore Mixa gehört, das entscheidet der gnädige Richter am Ende der Tage.
Eines ist er auf jeden Fall: Er ist eines der ersten Opfer der Katholikenhatz in Mitteleuropa.

Das Martyrium des 21. Jahrhunderts findet für die Kirche im gewaltfreien Mitteleuropa mittlerweile in den Medien statt.

Darum mit Bischof Hanke:
Sammeln wir uns um den Heiligen Vater!

1 Kommentar:

Garrigou hat gesagt…

Sehr treffend! Schöne Grüße zurück aus der "südlichen Blogoszene"!