Sonntag, 14. März 2010

NBC-Orchester schweigt weiter

Es ist doch seit Jahrzehnten bekannt:
Arturo Toscannini hat die Mitglieder des NBC-Orchesters über Jahrzehnte während der Proben mißhandelt!
Er hat Cellisten zusammengeschrien, Bratschisten herabgesetzt, Taktstöcke zerbrochen, Noten durch den Saal geworfen, Stühle umgetreten. Die stundenlangen Proben mit dem verheirateten Choleriker haben die Musiker an den Rand ihrer psychischen und physischen Möglichkeiten und weit darüber hinaus. Den Wutausbrüchen folgten Nervenzusammenbrüche bei den Musikern.
Seien Tochter war mit dem berühmten Pianisten Vladimir Horowitz verheiratet. Musikalische Kartellbildung? Hat er seine Tochter dazu benutzt, seine ergeizigen Pläne durch Familienbande abzusichern?
Waren Horowitz psychische Störungen folgen dieser Familienbande mit dem schwierigen Schwiegervater?
Die Mauer des Schweigens steht!
Es wird Zeit, daß die eingeschüchterten Opfer das Schweigen brechen und die unmenschlichen Zustände in den Orchestern anprangern!
Wer weiß, wieviele psychsich gestörte Dirigenten, die durch solche Vorbilder geprägt sind, von Ihnen als Persönlichkeiten vielleicht sogar im Studium gebrochen wurden, als tickende Zeitbomben in unseren Orchestern und Chören ihr Unwesen treiben?

Ist es nicht schon auffällig, wenn jemand überhaupt auf die Idee kommt, Berufsmusiker und Dirigent zu werden?

Es darf nicht sein, daß Menschen dazu gezwungen werden, sich zu konzentrieren, gegen ihren Willen zusammen zu spielen um ein angeblich höheres Ziel wie "bessere Qualität" oder so windige Ziele wie eine "zeitgenössische Interpretation". Wer kann so etwas nachvollziehen? Wer bemerkt den diese feinen Unterschiede, die von den Dirigenten behauptet werden?
Ist dies nicht alle nur ein Vorwand?

Jährlich geben sich tausende und abertausende unschuldiger und unwissender Menschen in die Hände solcher Musiktyrannen.

Es sollte verheirateten Dirigenten in Zukunft verboten werden, alleine Proben durchzuführen, weil es ihnen die Möglichkeit gibt, ohne Zeugen die arme Musiker einzuschüchtern, zu mißhandeln und für ihre Ziele zu benutzen.
Wir brauchen runde Tische, Musikerhotlines...

...kompletter Blödsinn, wird mancher jetzt denken.
Toscanini war Choleriker bei den Proben, ein Ausnahmekünstler, aber ansonsten ein herzensguter Mensch!
Genau so war er und genau das war er auch und so hat man ihn auch in Erinnerung...

Den oberen Text habe ich vor ein paar Wochen begonnen, habe ihn dann aber nicht veröffentlicht, weil mir bei der Unbeschreiblichkeit der laufenden Kampagnen dieser Text zu lapidar erschien und der Pointe nicht mehr traf. Eigentlich ging es mir um den Generalverdacht gegen katholische Priester, die Vermengung der Rohrstockpädagogik mit sexueller Gewalt, ungefiltertes Gerede über alles, nur nicht um die Realitäten.
Mir ist dann einfach die Luft ausgegangen.
Wenn ich mir die Haßtiraden in den Medien, die Besserwisser in den Talkshows und Zeitungsinterviews ansehe, anhöre und lese, so vergeht mir nicht nur der Humor.
Mich packt blankes Entsetzen für den offen zur Schau getragenen Haß, der sich in mancher Äußerung bahnbricht. Der Vergleich zu vergangenen schauerlichen Epochen unserer Geschichte drängte sich auf, selbst Unvergleichlichkeiten wie die angepaßte Reichskirche und die bekennende Kirche quollen mir aus dem Untergrund meines historischen Gedächtnisses entgegen.
Blankes Entsetzen hat mich schlicht und ergreifend sprachlos gemacht!
Ein Beispiel von vielen in den letzten Wochen:
Vor einigen Tagen rief meine Mutter an. Sie war vollkommen aufgebracht über die Attacke von Michel Friedmann, der in einer Talkrunde einen Kirchenvertreter auf eine Weise persönlich beschimpfte, wie es eigentlich unter gesitteten Menschen nicht möglich sein sollte. Dieser hatte versucht, sachlich den wahren Umfang der Mißbrauchsfälle von allen "Ursulaexponenten" zu bereinigen und wurde daraufhin vom genannten "Talkmaster" mit Worten, die in Richtung "seien sie jetzt mal still, sie schleimiger Mensch" zum Schweigen gebracht.
Was ist dagegen schon das dämliche Gesabbel von Tänzler, Küng und wer sonst noch.

An solchen Tagen, wenn ich so etwas höre, wenn ich sehe, wie sich der realexistierende Katholizismus in Deutschland immer weiter politisch korrekt protestantisiert, das System des kirchensteuerbegünstigten Kirchenbeamtentums immer mehr Verhaltensweisen entwickelt, die den letzten Jahren der Ära Honecker gleicht, dann wähne ich mich schon wieder halb in einer Katakombe oder im England zur Zeit Elizabeth I.
Ähnlich wie heute war es damals auch nur möglich, katholische Messen im Geheimen zu besuchen. Wurde man damals erwischt, stand die Anklage auf Hochverrat und wurde durch einen brutalen Akt (hangend, drawned and quartert oder Scheiterhaufen) aus der Gesellschaft ausgeschlossen.
In unserer humanen pc Gesellschaft gibt es solche Barbarei natürlich nicht mehr!
Heute ruiniert man sich damit nur den Ruf, wenn es ruchbar wird, bekommt sein Stigma. Man wird nicht mehr ernstgenommen, als Tradi in Gremien und Gruppen solange in Ecken geschoben, bis man selbst die Nerven verliert und freiwllig geht. Das wird dann als "Selbstradikalisierung" verbucht. Das System hat keine Fehler!
So wird man auf subtile Art und Weise aus der Gemeinde hinausbefördert.
Unter Mielke und Co hat man auf ähnliche Weise Menschen traktiert, bis sie um Ausreise gebeten haben oder über Ungarn republikflüchtig wurden.
Das ist die eine, düstere Perspektive.
Aber es gibt noch eine andere!
Mit jedem Tag, der mir einen solchen Stumpfsinn auf den reichlich gedeckten Tisch des Wortes bringt, wächst meine innige Verbindung mit dem Glauben meiner Kirche, wächst meine innige Verbindung zum Heiligen Vater. Je mehr dieses geistlich hohle Gerüst der deutschen Betreuungskirche seine Zähne zeigt, umso mehr weiß ich, wie kraftlos sie in diesem geistlichen Kampf geworden ist, dem sie sich nun stellen müßte.
Wenn Benedikt XVI. auf Einsicht und Freiwilligkeit setzt, so ist dies ein Zeichen seiner Klugheit und seiner Einsicht in die Realitäten unserer Zeit. Dennoch muß dieses Ringen und Bitten um Einsicht und Freiwilligkeit tatkräftige Unterstützug finden, will sagen: diese Kirche braucht eine neue Form der Gegenreformation und zwar dringend.
Wissend um die Relevanz ihrer Muski für ihre Zeit, höre ich wieder mehr Palestrina, Byrd etc. Palestrina ohne den die Reform der Kirche in Rom niemals so erfolgreich gewesen wäre, Byrd, der mit einem anstrengenden Doppelleben die Untergrundkirche in England versuchte zu schützen und gleichzeitig mit seiner unvergleichlich schönen Musik den geheimen Messen den Glanz der Una Sancta, der dennoch triumphierenden Kirche in die Hauskapellen der rechtgläubigen Lords brachte.
Das Credo aus der Messe zu vier Stimmen hat eine kleine Besonderheit, auf die mich ein Freund einmal aufmerksam machte. Leider wird bei vielen Interpretationen einfach "drüberweggesungen", so wie bei der Aufnahme mit den Tallis Scholars, die in meinem Regal steht.
Warum es geht:
Bevor die Musik zu "et unam sanctam" fortschreitet, wird der Fluß der Musik unterbrochen. In den modernen Ausgaben findet sich über der letzten Note des Wortes "prophetas" (eine doppelte ganze Note) eine Fermate.
Mit schon im Notenbild gravitätisch wirkenden Notenwerten (Ganze und Halbe) wird dann "et unam sanctam" gesungen, danach setzen die drei Oberstimmen "catholicam" nach und dann, wie zur Bekräftigung, alle vier Stimmen noch einmal "catholicam". Was für ein deutliches Ausrufezeichen!

1 Kommentar:

dilettantus in interrete hat gesagt…

Hörst Du Hiliard-Ensemble!

Die kulten diesen Effekt in allen 3 Byrd-Messen ab (in zweien wird "catholicam" in einer "apostolicam" betont)!