Montag, 15. Februar 2010

Ritsch ratsch, de Botz kapott, de Botz kapott...

eine "ungehaltene" Büttenrede
(Immifassung)

Sitzungspräsident:
Bejrüssen sie mit mir jannz hätzlisch in der Bütt ein katholisches Orjinaal, de Doomschweizer!
Herr Kapellllmeister bitte!

Auftritt mit Klatschmarsch "Mer losse der Dom in Kölle"



Rums! tataaa!

Näh, wat haben wir doch Glück,
met Tänzler, Geißler un all de lieve Lück
von Wir sind Kirsche und von Frauenwürde,
die uns in dieser Zeit der Bürde,
den Blick erhellen in der Nuut,
den Strukturen tuen keinen juut.

Tusch!



Eenmaal im Joh haun se op der Teesch
und erklärn dem Zölibat der Kreeesch!
Ob Jesuiten, Piusbrüder,
Gründe gibt es immer wieder,
för all de Blödsinn den se ons verzälle
und täschlisch in de Zeitung quäle.
Mir jeht da zimmlisch op der Zwiebel
drum schmeiß ich sowat in de Kübel.
De ewig gleiche dummer Leier,
vermiest mir schon die Frühstückseier.

Tusch



Der alte Geisslers Heiner,
das ist ein unzufriedener Greiner.
In jeder Talkshow, die ihn ruft
der Zölibat wird von ihm eigestuft,
als ungesunder Marterpfad
weit ab von 68er Lebensart.

Dem Tänzler fällt auch nix bessers ein
und tutet ins gleiche Hörnschen erein.

Derselbe Driss seit Anno schnuff,
seit man den Gremienkatholik erschuf,
den Unglückswurm, der jederzeit
"Reform" und "Drohkirche" schreit,
wenn seine dussligen Ideen,
quer zum Glaube der Kirche stehn.

Ob ZdK, ob kfd,
ob KJG oder DPSG,
ob WisiKi överall dat selbe Gequater.
Im druff op de Hillije Vater.

Tusch



Trägt er im Winter ne Camauro,
machen die sofort ne jrooss Radau, Du!
Und wenn der Papst määt ne Amnestie,
dann schreien se wie jeck: DIE? NIE!

Tusch





Die Lefis, diese bösen, rechten Männer,
sind keine wahren Konzilsanerkenner,
so wie Küng, Drewi und Heinemanns Uta,
die wüssten, wat för de Leute juut war,
und nicht die alten Fummeltrienen,
die nur dem lieben Herrjott dienen,
im frommen Dienste am Altar!
Ein Dorn im Aug seit Tag und Jahr!!!

Denn nicht den Herren wollen sie loben,
viel lieber durch den Tempel toben,
mit Teelicht, bunten Schals und Klampfe,
bei Trulala und Tanzgekrampfe.
für all die Müh, ist der Jokus aus,
gibt man am Ende noch Applaus.
Ne, hasse de Kinderchen jesehn,
ach wat war dat widder schön.
Jede Woch ne andre Show,
tja unser Pastor, der ist SO! (zeigt mit den Daumen nach oben)

Doch weh der Pastor trägt Birett,
dann ist der grundsätzlich nicht nett.
Denn: Wer trägt diese schwarze Mütze,
gehört ganz klar zur Tradi-Grütze.
Wenn dann er trägt noch ne Soutane,
sofort den Römling man erahne
und kommt zur Mess er mit Manipel
überschreitet er damit den Gipfel.

Gibts dann Confiteor statt "Anspiel"
dann jeht et loss, dann heißt dat Ziel,
de Kähl moss wesch, wie is ejal.
Der ist ja katholisch! Wat ne Qual!

Dat Schiff, dat sisch Jemeinde nennt,
das man als nettisch  hier nur kennt,
dieser freundlich harmlose Kreuzfahrtdampfer,
mutiert zu einem Geisterstampfer,
voll Hexen, Geister und von Machten,
die nach dem Kopf des Priesters trachten.

Es wird jemobbt und drangseliert,
jezickt und auch viel Quatsch gekührt (der Gruß an die Westfalen!)
und so lange an den Dom geschrieben,
bis dass der Priester fortgetrieben.

Tusch!



Echte Fründe



Denn dieser Mann, was soll der Käse,
macht Katechese statt Polonaise.
Er verkündet das Wort zu klar und fromm,
zeigt den Weg, wie man in den Himmel komm.
Doch unser Härrjott isse ja nit so jenau,
das wissen wir, denn wir sind schlau!
Gericht und Hölle? Ne, wat fies!
Der macht uns Angst unds Leben mies.
Der Herjott hät doch alle lieb!
Dieser Mann stört den Betrieb!

Tusch



und Schunkellied " Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel, weil wir so brav sind..."



Hinfort mit ihm, er spricht Latein!
Das dürfte dann das Ende sein!!!
Denn nichts ist hier so schwer verdäschtisch,
als wenn man dieser Sprache mäschtisch.
Mit diesem Satz, so voller Stuss,
machts tätlische Volk des Blattes Schuß.

Man trääscht de Duude (den Toten) jubelnd vor das Tor,
der wir maxemaal noch Kooptator
oder wie dat hejßt, is och ejaal!
Fott (Fort) is hee allemaal.

Die Ruh is widder herjestellt,
im Land des Kirchensteuergeld.

Die 55plus, ex sese,
macht weiter mit der Polonaise.
Dat Clubschiff, dieser Äppelkahn,
fährt weiter ohne Steuermann.
Nur ärme Matrosen an der Pinne,
den Kurs bestimmt des Volkes Stimme.

Nur ganz leise und von ganz fern,
schallt zu ihm noch der Ruf des Herrn.
Doch dank Applaus und Tanzmusik
kriegt keiner dieses Rufen mit.

Kein Lotse wird mehr angeheuert,
kein sichrer Hafen angesteuert.
Alles, was die Party stört,
wird gelöscht und ausradiert.

Der Proviant geht aus.
Das Volk verdarbt
auf offenem Meer,
bei voller Fahrt.

So wird es kommen lieben Leut,
hört ihr nicht auf den Hirten, HEUT!

Wer das Anbeten hat verlernt
und den Glauben euch entkernt,
mag zwar sein ein dufter Typ,
doch den Blick macht er euch trüb.


Publikforum ist Populismus.
Weiter hilft der Katechismus.

Tusch!



Denn weder Tänzler, Geißler, Drewermann
führen euch zum Himmel an!
De Glaub und die Lehr der Kirsch allein das tut,
das dem Papste anvertraute Gut.
Er verwaltet es mit Glaub und Liebe,
daß es euch die Früchte biete
die führn zur ewgen Seligkeit,
nichts sonst ist es, weit und breit.


Erkennt ruhisch die Konzilstexte alle an!
Das rät vom Dom de aale Mann!

Tusch!
Orden!
Ausmarsch

1 Kommentar:

Alipius hat gesagt…

Sehr schön!
Hielte irgendwer diese Büttenrede wirkich, wie weit käme er wohl, bevor man ihm das Mikro abdreht...