Montag, 7. Dezember 2009

Rütlischwur und Erzb. Zollitschens Kampf für die Gemeinschaftsmesse

"Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern..." So beginnt der Text des Rütlischwurs in der hochdeutschen Fassung unseres verehrten Dichterfürsten Friedrich von Schillers. Nun scheinen einige Brüder (und Schwestern) sich doch etwas von den anderen Brüdern (und Schwestern) distanzieren zu wollen. Die Regierung geht auf Abstand zum unverständigen Volk und ist offensichtlich nicht gewillt, Volkes Wille auch zu vertreten. Brechts Gedicht "Die Lösung" (...das Volk hat sich das Vertrauen der Regierung verscherzt...) kam auch H.M. Broder in den Sinn. Sein Beitrag auf der Seite der guten Achse ist mal wieder mehr als lesenswert!
Wer Informationen zur Lage der Christen im Kulturraum unserer muslimischen Geschwister haben möchte, der sollte sich als kleines Update das Interview mit Berthold Pelster bei kath.net gönnen

Der Vorsitzende der DBK (nicht verwandt und nicht verschwägert mit gleichklingender Versicherungsgesellschaft) hat einmal mehr seiner Abneigung gegen die Gregorianische Messe Ausdruck verliehen. In einer biographischen Notiz im Rahmen eines Interviews deutete er seine Mittäterschaft beim Kampf für die Gemeinschaftsmesse an. Neben einigen anderen theologischen Merkwürdigkeiten zur Rolle der DBK und der Ausübung des Lehramtes, die ich immer beim Heiligen Vater wähnte, ist die Form der Angänge gegen die neue liturgische Bewegung hochspannend. Er wirft den so verschwindend wenigen Befürwortern der "Alten Messe" Nostalgie vor. Aber womit rechtfertigt der DBK-Vorsitzende seine Position? Mit einem nostalgisch anmutenden Blick auf die wilde Kampfzeit seiner Jugend! Nun fragt sich, wer hier der Nostalgie anhängt?
Ein DBK-Vorsitzender, der den N O  offensichtlich als Erfüllung seiner Jugendträume ansieht oder die neuen "jungen Wilden", die im O O eine Quelle ihrer Spiritualität entdeckt haben?
Werden hier nicht wieder Biographie und Tradition verwechselt?
Hoffen wir darauf und beten wir dafür, daß die Bischöfe unserer Una Sancta den Weg der Versöhnung gehen und allen Ausgrenzungen Brücken bauend entgegentreten.

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