Samstag, 21. November 2009

Leere Tröge

so möchte ich diesen kurzen Artikel benennen, denn in allen Kirchen, die ich in den letzten Tage besucht habe, sind die Weihwassertröge leer. Die DBK hat zur Vorsicht aufgerufen, weil ja die pandemische Influenza mexicana (porcorum) halb Europa dahinrafft. Ganz nebenbei wird dabei noch einmal zur hygienischeren Handkommunion geraten. Das ist auch eine Methode, die Mundkommunion schnell wieder ins Abseits zu schieben. Besonders interessant ist aber, wie schnell die Weihwasserbecken in den Kirchen geleert wurden. Innerhalb von zwei Tagen gab es im hiesigen Dekanat kein Weihwasserbecken mehr, daß nicht vorsorglich ihres Inhaltes verlustig gegangen war.
Wenn alle Anordnungen der DBK oder noch besser die des Heiligen Vaters so schnell befolgt würden, wie diese hysterischen Hygienemaßnahmen, tja, ... dann...
Wieviele Messorte für den gregorianischen Ritus gäbe es dann wohl?
Davon einmal ganz abgesehen:
Beim Mittagessen kam heute die Frage auf, wie etwas, das uns segnen und auch schützen soll , uns schaden könnte?
Kann Weihwasser, wenn wir es glaubend in den Blick nehmen, Krankheit und Tod bringen?
Seit wann kann die rechte Art des Empfangs der Kommunion von einer Frage der Sauberkeit abhängen und von der Frage der Würdigkeit abgekoppelt werden?
Es gibt demnach eine Art des Kommunionempfangs, der unserer Gesundheit schaden könnte. Der Leib Christi bewahrt dann nicht vor dem Tod (pharmakon athanasias), er könnte ihn bringen!
Und selbst wenn!...
...
Das "Für-wahr-halten" diffuser Panikszenarien scheint wohl tragender zu sein als das Vertrauen auf Gott und die Wirkmächtigkeit der Sakramente der Kirche.

...
Mache ich mir eigentlich allein solche Gedanken?

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