Montag, 5. Oktober 2009

Die Darstellung der Kirche in den Medien

ist Gegenstand einer Tagung im Abt Herwegen Institut gewesen. Der medienbewanderte Pater Paul Terwitte konnte zeigen, wie wenig die Kirche in den Nachrichten präsent ist (ca. 1,5% der Nachrichten haben kirchlichen Charakter) und dann meistens mit Negativschlagzeilen.
Der Zuschauerschwund bei den Fernsehgottesdiensten des ZDF ist ebenfalls dramatisch.
Ehrlich gesagt: Mich wundert es nicht.
Eine Kurzfassung der Vorträge bietet kathnet.
Trend bei der Verkündigung über den Äther ist nach Pater Paul folgendes:
weniger Theologie, näher beim Alltag der Menschen.
Noch weniger Theologie???
Ein Beispiel vom letzten Wochenende zeigt, wie gut das gelingen kann, quasi theologiefreie Gottesdienste zu gestalten.
In einem ungenannten Dekanat gab es zum Kindergottesdienst das Thema "Erntedank". Wie passend!
Neben den üblichen Unsäglichkeiten aus der Ringelpietzschublade gab es auch die üblichen Ersatzhandlungen für Kyrie, Gloria, Lesungen, Credo etc. Ein Highlight war folgende Einleitung zu einer Fürbitte:
"Lieber Gott, wir danken dir für das schöne Windrad."
Hier hatten sich die Windpark-Befürworter im Vorbereitungskreis deutlich gegenüber der "Antispargel"-Initiative durchgesetzt und noch mal deutlich gezeigt, wer auf der richtigen Seite steht!
Näher am Leben geht nicht! Spitze!

Kommentare:

Stanislaus hat gesagt…

"Pater Paul" finde ich ja auch scharf. Der Mann ist Kapuziner und nennt sich daher "Bruder Paulus".

Conservare hat gesagt…

Ach, ich denke ein Teil der Leute, die sich den Gottesdienst nicht mehr via ZDF ansehen, sind halt zu K-TV oder EWTN quasi übergewandert. Ein anderer Teil hat vielleicht wirklich kein Interesse mehr (aus sicher vielfältigen Gründen) und dann sind bestimmt ein paar Leute dabei (so wie ich), die diesen GEZ Sender boykottieren.

Alles schön bunt.

Wenn manche Menschen die Gottesdienste nicht einmal mehr über das Fernsehen ertragen, dann sollten auch die letzten Siebenschläfer aufwachen!