Dienstag, 14. April 2009

Sehr besorgt...

über das innerkirchliche Gleichgewicht zeigt sich Hans Joachim Meyer, Vorsitzender des Zentralkomitees. Zitat aus dem Beitrag in der BZ auf der Seite katholisch.de:
"Hans Joachim Meyer, sieht durch Entscheidungen von Papst Benedikt XVI. das innerkirchliche Gleichgewicht zwischen Traditionalisten und modernen Kräften gefährdet. Er fürchte, "dass die Balance sich zu sehr zu den eher traditionell eingestellten Kräften neigen könnte", sagte Meyer der "Berliner Zeitung" (Samstag). Nach seinem Eindruck seien die notwendigen beiden Pfeiler für einen Brückenbau anders als noch vor einem Jahr nicht mehr gleich stark."
Nett ist, wie das eine kirchenpolitische Lager mit "Traditionalisten" bezeichnet wird, das andere Lager aber "Moderne Kräfte" und nicht mit dem Begriff "Modernisten" belegt.
Sehr bemerkenswert!
Äußerst bemerkenswert ist auch, wie die kirchenpolitische Schlagseite differenziert dargestellt wird. Ich könnte mich aufregen!
Gleich stark?
Seit einem Jahr nicht mehr gleich stark?
Wo bin ich? Steht jetzt neben jeder "Normalgemeinde" eine päpstlich besonders privilegierte "Tradigemeinde"? Ist jetzt diese feine Balance in Deutschland durch FSPPX ein 50 plus x zugunsten "der Traditionalisten" entstanden?
Hab ich was verpaßt? Ich war an den letzten Sonntagen in mehreren Kirchen des hiesigen Dekanates zu Messfeiern, Vespern etc.
Vielleicht war ich auch in den 50 minus x Gemeinden der modernen Kräfte.
Mir is nämlich bisher nix, aber auch gar nix aufgefallen!
Immer noch die gleichen antipäpstlichen Attacken in den Predigten!
Immer noch die selbstgehäkelten Liturgien aus den allein seligmachenden Ringbüchern!
Immer noch die Anmoderationen und Kinderkatechesen zu allen möglichen Teilen der Liturgie!
Immer noch die gleichen unsäglichen thurmai(e)rnden Strophenlieder und janssenistischen Sakropopversätze!
Nicht erst seit einem Jahr!
SEIT MEINER KINDHEIT!
Und wenn ich das schon lese: "moderne Kräfte" das muß nicht unbedingt zukuntfsorientiert bedeuten. Ich möchte mal andere Bilder bemühen: Diese modernen Kräfte standen früher mit der linken Schulter an der linken Wand und blickten "der Zukunft zugewandt" nach vorne. Die Wand ist zwar immer noch die Linke, aber mittlerweile schaben diese Kräfte mit der rechten Schulter daran entlang und schauen zurück in die glorreiche Vergangenheit. Alle diese modernen Kräfte, die heute sogenannten "Tradis" unterstellen, sie wären mit dem D-Zug unterwegs in den Muff der 1950er Jahre, müssen sich fragen lassen, ob sie nicht in den 1970er Jahren bei der Aufbruchsfête auf dem Bahnsteig alle Anschlußzüge verpaßt haben! Pause! Später mehr!



1 Kommentar:

Mcp hat gesagt…

"Pause! später mehr."Lechz!