Montag, 16. März 2009

Sie können es nicht lassen!

Das nicht unbekannte Nachrichtenmagazin mit dem orange-roten Rahmen auf der Titelseite legt nach. Um die Person des Heiligen Vaters weiter zu demontieren und noch weiter in die rechtsextreme Ecke zu schieben, werden nun Verbindungen zu einem "zweifelhaften" Verlag in Österreich ausgegraben, der im Jahre 1998 einen Aufsatz des damaligen Kardinals Joseph Ratzinger nachgedruckt hatte. Ich warte auf den Tag, an dem das ungenannte Nachrichtenmagazin aus Hamburg nachweist, daß es in Marktl am Inn auch ein Mitglied der NSDAP gegeben hat und ein Redakteur nach den möglichen Einflüssen auf den "Buben Joseph" sucht.
Jetzt mal Spaß beiseite!
Es reicht!
Hier geht es nur noch um Demontage der Person und nicht mehr um kritischen Journalismus. Der Unterschied zwischen einer Karikatur in der englischen Boulevardpresse und diesem Artikel scheint mir ein nur sehr geringer zu sein. Während sich "The Sun", "Daily Mirror" und wie sie alle heißen mögen, sich mit Bildern an ein Publikum mit Leseschwächen richten, bedient dieses Magazin anscheinend eine Leserschaft mit ideologischem Tunnelblick, denen der Zugang zu anderen Medien offensichtlich nicht möglich ist, oder aus ideologischen Gründen von ihnen abgelehnt wird. Wer sonst könnte denn einen solchen Artikel und die gesamte Berichterstattung der letzten Wochen auch nur ernsthaft als seriöse Quelle halten? Die Starfighter-Affäre und der Fall "Neue Heimat" sind lange vorbei.
Tempora mutantur et nos mutamur in illis. Manches ändert sich halt nicht zum Besseren hin. Das gilt auch für Wochenzeitschriften!
Quod erat demonstrandum!

Die Frage zum Schluß:
Gibt es einen Preis für besonders schlechte Presseerzeugnisse, so etwas wie der berühmte "Goldene Pannemann" der Sendung "Wie bitte?"???

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